Lukas Kwasniok - Cheftrainer

Begonnen von seNti, Dienstag, 10.Jun.2025, 12:00:22

« vorheriges - nächstes »

Leo, kotstulle (+ 1 Versteckt) und 38 Gäste betrachten dieses Thema.

Ruffy

Zitat von: Lückenfüller am Sonntag, 30.Nov.2025, 23:13:42Schwer verdauliches Interview mit ihm im Kicker, was keineswegs dabei hilft, meine Vorbehalte und Zweifel an seiner charakterlichen Eignung zu beseitigen. Am schlimmsten fand ich seine Äußerungen zur angeblich geringer werdenden Freiheit in unserer Gesellschaft, weil man nicht mehr alles sagen darf, ohne einen Shitstorm zu ernten - und dann kommt er mit so einem hirnrissigen Beispiel, nachdem er das heterosexuelle "klassische" Familienbild bevorzugt, ohne dabei etwas gegen andere Formen des Zusammenlebens zu haben... als ob sich irgendwer aufregen würde, wenn jemand persönlich das "klassische" Familienbild bevorzugt  :-/ . Kritik gibt es zurecht, wenn man Andere diskriminiert oder Anderen ihren Lebensentwurf verwehren will. Mir stellt sich bei seinem Beispiel (und so wie er es vorgetragen hat) eher die Frage, wie er zu der Überzeugung kommt, dass man heutzutage Probleme bekommen würde, wenn man zum klassischen Familienbild steht und warum man das in einem solchen Interview auch noch so herausstellen muss? Sorry, aber ich bezweifle, dass ich mich jemals mit dem Umstand anfreunden kann, dass der Typ den FC nach Außen vertritt.
Ich habe ihn bisher nicht kritisiert und bin sportlich zufrieden, wie wir dastehen, aber dieses Interview ist teilweise echt peinlich. Finde es auch wieder super unangenehm, wie oft er wieder Bezug auf Alkohol, Feiern uns saufen nimmt.
Hier noch das Interview: https://www.youtube.com/watch?v=zUQyHP_ZIvA&t=468s

märkel

herrjeh. der mann kann echt das wasser nicht halten, wenn er ein mikrofon sieht. echt schwer erträglich, wieso kriegen wir eigentlich immer so dummköpfe ab?
Die Mutter des Schwachkopfs ist ständig schwanger.

Songbird

Zitat von: Ruffy am Sonntag, 30.Nov.2025, 23:21:27Ich habe ihn bisher nicht kritisiert und bin sportlich zufrieden, wie wir dastehen, aber dieses Interview ist teilweise echt peinlich. Finde es auch wieder super unangenehm, wie oft er wieder Bezug auf Alkohol, Feiern uns saufen nimmt.
Hier noch das Interview: https://www.youtube.com/watch?v=zUQyHP_ZIvA&t=468s
Da bin ich aber erleichtert, dass nicht nur mir das Thema Alkohol/Kwasniok mehrfach unangenehm aufgefallen ist. Ich bleibe bei meiner These, dass LK ein Thema hat. Anders ist das nicht in der Häufigkeit zu erklären.

betreutes FC-Gucken

Zitat von: märkel am Sonntag, 30.Nov.2025, 23:42:18herrjeh. der mann kann echt das wasser nicht halten, wenn er ein mikrofon sieht. echt schwer erträglich, wieso kriegen wir eigentlich immer so dummköpfe ab?
Meine Güte, habe mir das jetzt wegen Eurer Kommentare angesehen, was ist denn mit Euch los, da jetzt gleich steilzugehen? Scheint er ja sogar Recht zu haben von wegen Hypersensibilität...

saltybreeze

Zitat Kwasniok: "Diese Hypersensibilität der Menschheit ist einfach was, das nicht gut ist" und "Ich hab mich vor 20 Jahren freier gefühlt als jetzt"

Zack, schon hast du die Hypersensiblen, quasi wie zur Bestätigung, auf der Matte. 😆

Wie kann er sowas nur sagen? Schwer erträglich. Zweifel an seiner charakterlichen Eignung. Dummkopf.

drago

kwasniok kann von mir aus jeden tag seine sabbel in irgendeine kamera halten, es gibt doch nun wirklich zig dümmere vertreter seines fachs - 

mich stört da eher, was er sportlich abliefert. das ist mir viel zu mau nach dem guten anfang. 
Wenns so is, isses so, ich bin das ganze Leben schon Fan dieser massenkarambolage, da kommt es darauf auch nicht mehr an.  (c) Eigelsteiner

Mister P.

Tscha, dass es einige gibt, die wenig Probleme mit den merkbefreiten Stammtischparolen Kwasnioks haben, verwundert beim aktuellen politischen Klima wenig. Ein Hoch aufs Saufen und ganz viel über die angebliche Unterdrückung durch den woken Zeitgeist rumheulen, passt da hervorragend in das eigene beschränkte Panorama. 

Kwasniok ist fachlich ein Blender und als Mensch ein unangenehmer, sich selbst überschätzender Schwätzer. 

DSR-Schnorri

Nochmal: Er hat schon ein paar Kracher in Dortmund oder gegen Frankfurt geliefert (nennen wir es ,,Wechselfehler"). Dazu nimmt die Leistung doch, so ehrlich muss man sein, kontinuierlich ab. Ein Befreiungsschlag steht aus und ich fände es aktuell gar nicht unwahrscheinlich, wenn man gegen St. Pauli statt eines Pflichtsieges, ein erbärmliches Gewürge präsentiert bekommt, weil die anfängliche Maxime des Anzündens des Stadions verpufft. Die Körpersprache der Mannschaft, trotz spätem Ausgleich, ging auch eher in Richtung Ratlos als Zuversicht- schlecht. Ja, wir haben viele Punkte, aber wir spielen auch seit der Pleite in Gladbach, wo man naiv seinen Stiefel runterspielt, katastrophal. Die Person Kwasniok ist wie einst Baumgart nur im Erfolg zu ertragen.

https://www.transfermarkt.de/bundesliga/formtabelle/wettbewerb/L1

Ich denke, dass uns der Puffer nach unten und auch die Teilnahme von St. Pauli und Heidenheim am Wettbewerb Bundesliga in dieser Saison retten sollte, aber wir werden den Puffer sehr dringend brauchen, denn mehr als El Mala ist nicht mehr. Die Stimmen aus Paderborn bezüglich der ewigen Experimente und unverständlichen Positionierungen von Spielern werden nachvollziehbar und Scheitern aktuell Spieltag für Spieltag.

dackelclubber

Es war nicht schwer, die erste Halbzeit zu toppen, aber fairerweise muss man doch auch mal sagen, dass die Umstellungen (-> Viererkette) und Wechsel (v.a. Krauß -> Johannesson) das Spiel in Bremen gedreht haben. Mich nervt das Gelaber auch, mir geht auch auf den Zeiger, wie er nach Gegentoren immer ausflippt und abwinkt vor Wut -  aber es ist jetzt auch nicht so, dass er hier eine abstruse Fehlerkette abliefert. Wir haben Werder auf 1,2 xgoals limitiert, das ist gemessen an der wackligen Abwehr auch ein Fortschritt. 
Wir komme nit an die Woosch ran, dat provoziert Randale
  •  

MG56

Bei den sich kontinuierlich steigernden medialen Auftritten außerhalb seines Fachgebiets Fußballtrainer wird es höchste Zeit, dass er sich eine übrig gebliebene Baumgart-Mütze aus der Grabbelkiste des FC-Shops besorgt.

Bezüglich seiner Maßnahmen in seinen Kernaufgaben als Fußballtrainer bei Führung und Weiterentwicklung des Kaders im Training, in Spielvorbereitung sowie Spielanalyse gäbe es genug Punkte, mit denen er sich viel eher und intensiver beschäftigen sollte.

Und dafür sagt er einfach nur Guten Tag, wenn ihm das nächste Mikrofon zu anderen Themen vor den mitteilsamen Mund gehalten wird.

Anlässlich der ersten 100 Tage Anfang Oktober habe ich ihn noch ausdrücklich gelobt. Inzwischen habe ich den Verdacht, dass er nach bestandener Probezeit meint, wieder in die alten Verhaltensmuster zurückfallen zu können, die auch schon in Paderborn an ihm kritisiert worden sind.
Was ist schon ein schlappes Argument gegen eine starke Behauptung?
  •  

blonder engel

Wunderbar, wie sich hier alle schon wieder in Stellung bringen, damit man sich hinterher nicht nachsagen lassen muss, zu spät zur Jagd geblasen zu haben.

Aber dann ein Problem mit Erwartungshaltungen haben - genau mein Humor

joerg85

Zitat von: blonder engel am Montag, 01.Dez.2025, 09:18:38Wunderbar, wie sich hier alle schon wieder in Stellung bringen, damit man sich hinterher nicht nachsagen lassen muss, zu spät zur Jagd geblasen zu haben.

Aber dann ein Problem mit Erwartungshaltungen haben - genau mein Humor
The same procedure as every year
  •  
    The following users thanked this post: Oropher

Badabing

Zitat von: blonder engel am Montag, 01.Dez.2025, 09:18:38Wunderbar, wie sich hier alle schon wieder in Stellung bringen, damit man sich hinterher nicht nachsagen lassen muss, zu spät zur Jagd geblasen zu haben.

Aber dann ein Problem mit Erwartungshaltungen haben - genau mein Humor

Da ist was Wahres dran. Dass im Spieltagsthread gegen Bremen ernsthaft über eine Trainerentlassung diskutiert wird, ist schon speziell. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass hier unisono (zurecht) moniert wird, dass die Verantwortlichen regelmäßig die angeblich so hohe Erwartungshaltung in Köln thematisieren. Wer nach 15 Punkten in 12 Spielen und (größtenteils) sehr ordentlichen Leistungen in dieser Saison über den Trainer diskutiert, darf sich da zukünftig gerne angesprochen fühlen.

Davon ab ist die Außendarstellung von Kwasniok aber zuletzt tatsächlich kritikwürdig. Ich habe das kicker-Interview noch nicht komplett gesehen, aber da scheinen durchaus problematische Äußerungen vorzukommen. Leider fürchte ich, dass die Baumgartisierung ungebremst voranschreitet.
  •  
    The following users thanked this post: Oropher

I.Ronnie

Kein Schwein interessiert sich für Lukas Kwasnioks Lebensphilosophien und dennoch wird man von ihm in unschöner Regelmäßigkeit damit ungefragt beglückt. Das ist ja schon nervig genug. Der Inhalt seines Sermons kann man ja noch unter Fremdscham zu ignorieren versuchen, aber wenn er sich dann auch noch jammertittig darüber beklagt, man/er dürfe ja nicht mehr alles sagen... Poah, wie hohl muss ein Mensch eigentlich sein? 
Wer hat ihm denn je den Mund verboten? Und was glaubt er denn, was passiert, wenn er seinen Quatsch öffentlich kundtut? Dass sich alle bei ihm bedanken, am Output seiner überschaubaren Intelligenz teilhaben zu dürfen?

Haben andere Clubs eigentlich auch unter solchen Menschen zu leiden oder werden die erst alle beim FC drüsch?

vianomentana

Soll sich einfach auf den Fußball konzentrieren. Seine PKs fand ich bisher überraschend gut, aber dieses Opfergelaber wie im Kicker-Interview ist komplett unnötig und seine Aussagen zu Meinungsfreiheit, Shitstorms usw. sind einfach nur totaler Quatsch.

I.Ronnie

Zitat von: Badabing am Montag, 01.Dez.2025, 09:36:28Da ist was Wahres dran. Dass im Spieltagsthread gegen Bremen ernsthaft über eine Trainerentlassung diskutiert wird, ist schon speziell. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass hier unisono (zurecht) moniert wird, dass die Verantwortlichen regelmäßig die angeblich so hohe Erwartungshaltung in Köln thematisieren. Wer nach 15 Punkten in 12 Spielen und (größtenteils) sehr ordentlichen Leistungen in dieser Saison über den Trainer diskutiert, darf sich da zukünftig gerne angesprochen fühlen.

Davon ab ist die Außendarstellung von Kwasniok aber zuletzt tatsächlich kritikwürdig. Ich habe das kicker-Interview noch nicht komplett gesehen, aber da scheinen durchaus problematische Äußerungen vorzukommen. Leider fürchte ich, dass die Baumgartisierung ungebremst voranschreitet.

Weil ein paar User während eines Kackspiels die Nerven verlieren, haben wir noch keine hitzige Trainerdiskussion. Dass man aber beunruhigt über die sportliche Entwicklung ist, auch weil die Entscheidungen des Trainers häufig nicht nachvollziehbar erscheinen und auch manchmal inkonsequent wirken, ist jetzt auch kein Anzeichen von Hysterie. 

Ich versuche mich aus den Diskussionen über Kwasniok so weit es geht herauszuhalten. Mir ist der Mann sehr, sehr unsympathisch und ich habe meine Probleme damit, dass er Trainer beim FC ist. Da beschäftige ich mich lieber so wenig es geht mit ihm. 

I.Ronnie

  •  

dafrocka

Köln in drei Worte 

Kölsch
Karneval
FC

sagt eigentlich alles aus  :suff:
Fettes Rot Coeln
  •  

p_m

Zitat von: DSR-Schnorri am Montag, 01.Dez.2025, 07:09:05Die Stimmen aus Paderborn bezüglich der ewigen Experimente und unverständlichen Positionierungen von Spielern werden nachvollziehbar und Scheitern aktuell Spieltag für Spieltag.
Man kann eigentlich alles Wichtige in den damaligen Beiträgen von MARCO23 nachlesen. Nichts passiert hier überraschend, aber beim FC sind trotzdem alle immer überrascht.
"In der Dummheit liegt eine Zuversicht, worüber man rasend werden möchte."

p_m

Zitat von: I.Ronnie am Montag, 01.Dez.2025, 09:36:58Haben andere Clubs eigentlich auch unter solchen Menschen zu leiden oder werden die erst alle beim FC drüsch?
Der FC hat auf jeden Fall eine beachtliche Quote beim Einstellen der unangenehmsten Großmäuler. Kwasniok, Baumgart, Veh, Anfang... puh. 
"In der Dummheit liegt eine Zuversicht, worüber man rasend werden möchte."

Ted

Zitat von: Lückenfüller am Sonntag, 30.Nov.2025, 23:13:42Schwer verdauliches Interview mit ihm im Kicker, was keineswegs dabei hilft, meine Vorbehalte und Zweifel an seiner charakterlichen Eignung zu beseitigen. Am schlimmsten fand ich seine Äußerungen zur angeblich geringer werdenden Freiheit in unserer Gesellschaft, weil man nicht mehr alles sagen darf, ohne einen Shitstorm zu ernten - und dann kommt er mit so einem hirnrissigen Beispiel, nachdem er das heterosexuelle "klassische" Familienbild bevorzugt, ohne dabei etwas gegen andere Formen des Zusammenlebens zu haben... als ob sich irgendwer aufregen würde, wenn jemand persönlich das "klassische" Familienbild bevorzugt  :-/ . Kritik gibt es zurecht, wenn man Andere diskriminiert oder Anderen ihren Lebensentwurf verwehren will. Mir stellt sich bei seinem Beispiel (und so wie er es vorgetragen hat) eher die Frage, wie er zu der Überzeugung kommt, dass man heutzutage Probleme bekommen würde, wenn man zum klassischen Familienbild steht und warum man das in einem solchen Interview auch noch so herausstellen muss? Sorry, aber ich bezweifle, dass ich mich jemals mit dem Umstand anfreunden kann, dass der Typ den FC nach Außen vertritt.

Unabhängig deiner, seiner oder meiner Meinung zu dem Thema: warum müssen sich die Leute ständig als Vertreter ihres Arbeitgebers zu nicht arbeitsfeldbezogenen Themen äußern?

Lukas, es ist einem völlig egal, welches Familienbild du toll findest.  Entweder du vertrittst die vorgelebten Vereinswerte und lebst diese selbst oder du hältst den Sabbel und konzentrierst dich auf das Ausüben deines Jobs. Da gibt es genug Baustellen zu bearbeiten.

Unerträglich diese persönliche Arroganz, als wäre seine Meinung wichtig für die Welt.


Simmet 1970

Zitat von: p_m am Montag, 01.Dez.2025, 11:37:09Der FC hat auf jeden Fall eine beachtliche Quote beim Einstellen der unangenehmsten Großmäuler. Kwasniok, Baumgart, Veh, Anfang... puh.
In der Vorstandsetage waren es Schumacher, Ritterbach und Wehrle.
  •  

dafrocka

Fettes Rot Coeln
  •  

saltybreeze

Zitat von: vianomentana am Montag, 01.Dez.2025, 09:44:21Soll sich einfach auf den Fußball konzentrieren. Seine PKs fand ich bisher überraschend gut, aber dieses Opfergelaber wie im Kicker-Interview ist komplett unnötig und seine Aussagen zu Meinungsfreiheit, Shitstorms usw. sind einfach nur totaler Quatsch.
Die Reaktionen auf sein Interview im Kicker zeigen vor allem, das er komplett recht hat. Ich empfehle sich mal in der Tube ein paar Interviews von verschiedenen Persönlichkeiten aus den 80er-90er Jahren anzuschauen. Oder ggf. auch Talkshows, oder vielleicht eine Comedy Show aus dieser Zeit. Der Korridor des öffentlich Sagbaren hat sich komplett verengt und es hat schon eine gewisse Ironie, zu sagen das man heute wegen jedem Scheiß einen Shitstorm erntet, um dann einen Shitstorm zu ernten, weil das Gesagte angeblich totaler Quatsch sei.

Man kann es ja toll finden, wie es heute so läuft. Auch dies ist ja legitim und hat was mit Freiheit zu tun. Muss aber nicht jeder so empfinden.

vianomentana

Zitat von: saltybreeze am Montag, 01.Dez.2025, 12:20:02Die Reaktionen auf sein Interview im Kicker zeigen vor allem, das er komplett recht hat. Ich empfehle sich mal in der Tube ein paar Interviews von verschiedenen Persönlichkeiten aus den 80er-90er Jahren anzuschauen. Oder ggf. auch Talkshows, oder vielleicht eine Comedy Show aus dieser Zeit. Der Korridor des öffentlich Sagbaren hat sich komplett verengt und es hat schon eine gewisse Ironie, zu sagen das man heute wegen jedem Scheiß einen Shitstorm erntet, um dann einen Shitstorm zu ernten, weil das Gesagte angeblich totaler Quatsch sei.

Man kann es ja toll finden, wie es heute so läuft. Auch dies ist ja legitim und hat was mit Freiheit zu tun. Muss aber nicht jeder so empfinden.

Wenn ein paar nicht wohlwollende Reaktionen hier im Forum schon ein "Shitstorm" sind, dann hat Kwasniok natürlich Recht. Betrachtet man aber die Reaktionen hier und zusätzlich z.B. die in den YouTube-Kommentaren, dann zeigt sich doch eine relativ große Bandbreite, manche finden es gut, wie er ist und was er sagt, manche nicht.

Ich habe bisher noch keinen Beleg dafür gefunden, dass man in Deutschland manche Dinge nicht mehr sagen darf, die man in den 80ern oder 90ern oder 00ern noch sagen durfte. Wer soll es denn auch verbieten?

joerg85

Zitat von: vianomentana am Montag, 01.Dez.2025, 12:30:55Wenn ein paar nicht wohlwollende Reaktionen hier im Forum schon ein "Shitstorm" sind, dann hat Kwasniok natürlich Recht. Betrachtet man aber die Reaktionen hier und zusätzlich z.B. die in den YouTube-Kommentaren, dann zeigt sich doch eine relativ große Bandbreite, manche finden es gut, wie er ist und was er sagt, manche nicht.

Ich habe bisher noch keinen Beleg dafür gefunden, dass man in Deutschland manche Dinge nicht mehr sagen darf, die man in den 80ern oder 90ern oder 00ern noch sagen durfte. Wer soll es denn auch verbieten?
Man darf vielleicht noch größtenteil die selben Dinge sagen, aber sowohl die Medien als auch vor allem Social Media stürzt sich doch viel schneller auf alles was geäußert wird. Im Zweifelsfall wird ein Halbsatz aus dem Zusammenhang gerissen, irgendwo gepostet und geht viral. Je nachdem was das dann für ein Halbsatz ist, hat derjenige, der ihn ausgesprochen hat schon einen Stempel auf der Stirn. Also nicht umsonst geben doch fast alle nur noch Weichgewachenes aus der Phrasentonne von sich.

Also prinzipiell gebe ich ihm da schon recht (habe das Interview selbst allerdings nicht gesehen). Ob man sich als Trainer eines Fussballvereins dann damit öffentlich auseinandersetzen muss, steht auf einem anderen Blatt Papier. Meiner Meinung nach nicht.
  •  
    The following users thanked this post: Oropher

I.Ronnie

Zitat von: saltybreeze am Montag, 01.Dez.2025, 12:20:02Die Reaktionen auf sein Interview im Kicker zeigen vor allem, das er komplett recht hat. Ich empfehle sich mal in der Tube ein paar Interviews von verschiedenen Persönlichkeiten aus den 80er-90er Jahren anzuschauen. Oder ggf. auch Talkshows, oder vielleicht eine Comedy Show aus dieser Zeit. Der Korridor des öffentlich Sagbaren hat sich komplett verengt und es hat schon eine gewisse Ironie, zu sagen das man heute wegen jedem Scheiß einen Shitstorm erntet, um dann einen Shitstorm zu ernten, weil das Gesagte angeblich totaler Quatsch sei.

Man kann es ja toll finden, wie es heute so läuft. Auch dies ist ja legitim und hat was mit Freiheit zu tun. Muss aber nicht jeder so empfinden.

Der Korridor des öffentlich Sagbaren hat sich nicht verengt. Der Unterschied ist lediglich, dass "öffentlich" heute auch Social Media bedeutet. Ein Kanal der Kommunikation, den es früher gar nicht gab. Der Widerspruch zu öffentlich geäußertem Unsinn war damals nicht wahrnehmbar für die Kwasnioks. Oder wie wäre ihm zu jener Zeit bitte zu Ohren kommen sollen, wenn Leute über sein Gesagtes am Küchentisch in Rage gerieten?

Und nimmt man die Sozialen Medien zur Öffentlichkeit hinzu, ist der Korridor heute gar nicht mehr vorhanden. Alles ist sagbar, so gut wie nichts wird sanktioniert. Beleidigungen, Volksverhetzungen - alles millionenfach im Netz zu lesen. Und Menschen, die früher für ihre Scheiße keine öffentliche Plattform bekommen hätten, bespielen heute Kanäle mit größerer Audienz als RTL aktuell.

Was Kwasniok zu sagen hat, ist außerdem inhaltlich überhaupt kein großer Aufreger. Es hat für ihn auch persönlich wie beruflich keine Konsequenzen, außer dass ihn einige für einen Trottel halten und sich wünschten, der Trainer des 1.FC Köln möge sich einfach auf das Sportliche konzentrieren. Daneben gibt es eine Gruppe von Menschen, die sich von seinen Aussagen immerhin soweit getriggert fühlen, ihm irgendwo im Internet zu widersprechen. Widerspruch ist aber keine Verengung des öffentlich Sagbaren sondern nur eine Reflexion des öffentlich Gesagten. Etwas, mit dem Menschen im Internet wie im realen Gespräch große Probleme haben.

Seb

Zitat von: saltybreeze am Montag, 01.Dez.2025, 12:20:02Die Reaktionen auf sein Interview im Kicker zeigen vor allem, das er komplett recht hat. Ich empfehle sich mal in der Tube ein paar Interviews von verschiedenen Persönlichkeiten aus den 80er-90er Jahren anzuschauen. Oder ggf. auch Talkshows, oder vielleicht eine Comedy Show aus dieser Zeit. Der Korridor des öffentlich Sagbaren hat sich komplett verengt und es hat schon eine gewisse Ironie, zu sagen das man heute wegen jedem Scheiß einen Shitstorm erntet, um dann einen Shitstorm zu ernten, weil das Gesagte angeblich totaler Quatsch sei.

Man kann es ja toll finden, wie es heute so läuft. Auch dies ist ja legitim und hat was mit Freiheit zu tun. Muss aber nicht jeder so empfinden.
Dieser ominöse Korridor hat sich nur dahingehend verengt, dass viele rassischtische, sexistische und auf sonstige Art und Weise herabwürdigende Aussagen, die vor 30 Jahren unwidersprochen und unkommentiert in die (damals mangels Internet noch sehr "kleine") Welt herausposaunt wurden, inzwischen völlig zurecht auf Gegenwehr stoßen. Es gibt keine Sprechverbote - es gibt nur Menschen, die ein Mindestmaß an Empathie aufbringen und auf der anderen Seite Menschen, denen es zu lästig ist, ihre Sprache konträr zu ihrem rassistischen, sexistischen oder auf sonstige Art und Weise herabwürdigendem Mindset auszurichten.  

dackelclubber

Zitat von: saltybreeze am Montag, 01.Dez.2025, 12:20:02Die Reaktionen auf sein Interview im Kicker zeigen vor allem, das er komplett recht hat. Ich empfehle sich mal in der Tube ein paar Interviews von verschiedenen Persönlichkeiten aus den 80er-90er Jahren anzuschauen. Oder ggf. auch Talkshows, oder vielleicht eine Comedy Show aus dieser Zeit. Der Korridor des öffentlich Sagbaren hat sich komplett verengt und es hat schon eine gewisse Ironie, zu sagen das man heute wegen jedem Scheiß einen Shitstorm erntet, um dann einen Shitstorm zu ernten, weil das Gesagte angeblich totaler Quatsch sei.

Man kann es ja toll finden, wie es heute so läuft. Auch dies ist ja legitim und hat was mit Freiheit zu tun. Muss aber nicht jeder so empfinden.



Ich kann mit dieser Diagnose einfach nichts anfangen, der Korridor des Sagbaren habe sich verengt. Hierzulande kann jeder Youtube-Kanäle betreiben, Twittern, bloggen, die Meinungs- und Pressefreiheit wird sehr gut geschützt. Selbst ein Fußballtrainer kann sich zu allem und jedem äußern. Ja, für manches erntet man einen "Shitstorm". Aber die veränderte Medienwelt hat für hunderte/tausende Menschen mit  "Öffentlichkeit" und "Bekanntheit" auch sensationelle Monetarisierungsmöglichkeiten geschaffen, die früher in der Hand von vielleicht fünf überregionalen Tageszeitungen und zwei Fernsehsendern lag. Jeder, der gerne besonders "kritisch" denkt und seine Meinung sagt, hatte dafür früher den Resonanzboden der Kneipe ums Eck und die Familie an Weihnachten und heute mit paar Mausclicks die ganze Welt. 

Gilt auch für diesen ganzen Zirkus an Ex-Trainern und Ex-Schiedsrichtern und Ex-Profis, die heute wunderbar "die Kanäle bespielen" und Lesereisen machen und Vertriebsevents mit Impulsvorträgen bereichern

Zum Thema Kwasniok, der kann von mir aus quatschen, was er will, solange er liefert - so ein Gerede über Dinge jenseits des Fußballs fällt einem nun mal dann auf die Füße, wenn's nicht mehr läuft. Mir war schon nach dem Phrasenmäher-Podcast klar, dass Kwasniok sich für wahnsinnig helle hält und gerne reden hört und dass das irgendwann mal problematisch werden wird

Wir komme nit an die Woosch ran, dat provoziert Randale

vianomentana

Zitat von: joerg85 am Montag, 01.Dez.2025, 12:55:57Man darf vielleicht noch größtenteil die selben Dinge sagen, aber sowohl die Medien als auch vor allem Social Media stürzt sich doch viel schneller auf alles was geäußert wird. Im Zweifelsfall wird ein Halbsatz aus dem Zusammenhang gerissen, irgendwo gepostet und geht viral. Je nachdem was das dann für ein Halbsatz ist, hat derjenige, der ihn ausgesprochen hat schon einen Stempel auf der Stirn.

Ich bleibe dabei, dass "vielleicht" und "größtenteils" hier gestrichen werden können, solange die Aussagen nicht strafrechtlich relevant sind.

Dass sich die Medienlandschaft verändert hat und Social Media fast komplett beschissen (geworden) ist, stelle ich gar nicht in Frage. Kwasniok kritisiert aber nicht den allgemeinen Umgang mit aus dem Kontext genommenen Aussagen, sondern sagt z.B., dass er sich in Deutschland nicht mehr frei fühlt und belegt es damit, dass die Gefahr besteht, dass er nicht mehr sagen darf, dass für ihn "Mann und Frau und Kinder in irgendeiner Form die Basis der Gesellschaft, auch für die Zukunft sind" und dass er das priorisiert.

Das ist eben leider das alte Narrativ, dass es Menschen gibt, die die Macht haben, solche (in dem Fall ja selbst total banale) Aussagen zu verbieten in welche Form auch immer. Das ist alles so hanebüchen, dass man es selbst kaum wahrhaben will, aber so ist die Welt heute eben.