Thomas Kessler - Bereichsleiter Lizenzfußball

Begonnen von iym, Donnerstag, 07.Jul.2016, 22:11:30

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MG56 und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Rheineye

Zitat von: Drahdiaweng am Dienstag, 24.Mär.2026, 12:11:09Wenn das wirklich die Hauptgründe sind, warum hat man dann so lange gewartet? Das Verhältnis zur Mannschaft dürfte seit dem Trainingslager nicht mehr gut gewesen sein. Und Weihnachtsfeier bzw. Karneval liegt auch schon eine Weile zurück. Ich glaube, der gute Kess kassiert seit Jahresbeginn eine Absage nach der anderen und muss jetzt Wagner so installieren, als sei der immer erste Wahl gewesen.
Und wenn Wagner so ein Macher ist, hätte man ihn ja dann auch schon lange problemlos befördern können. Ich glaube das Kessler einfach Druck von anderen Gremien bekommen hat, der hätte vermutlich weiter an Kwasniok festgehalten, damit ihm diese Fehlentscheidung nicht auf die Füße fällt.
7x Absteiger

Povlsen

Zitat von: van Gool am Montag, 23.Mär.2026, 19:10:36Das ist alles vollkommen richtig. Ich hätte den auch nicht geholt und ob der amtierende Vorstand ihn geholt hätte, werden wir nicht erfahren.

Aber wir müssen natürlich festhalten: in einer idealen Welt kommt ein neuer Vorstand und setzt alle vor die Tür. Eine solche Welt werden wir aber niemals vorfinden, vielmehr findet man einen guten Saisonstart, eine gute Transferperiode und Kess und Kwasniok vor.

Da kann man die nicht einfach austauschen. Das kann aber nicht verdecken, dass man im Winter hätte erkennen müssen, was hier Sache ist und da hat man eben krass versagt.
Und dafür gibt es keine Entschuldigung.



Ich meinte auch, dass man im Winter handeln hätte müssen. Dass man nicht im September handelt, war klar, da war ich ja auch noch so optimistisch zu glauben, dass wir Kwasniok Unrecht getan haben, da wäre es Wahnsinn gewesen, ein scheinbar funktionierendes Gebilde auseinanderzureissen, nur weil einem die Nase des Trainers nicht passt. Dann kam der Herbst und nach der Hinrunde hätte man erkennen müssen, dass es eben nicht nur die Verletzungen waren, die uns Punkte gekostet haben. Da hat man sich eingeredet, dass man tabellarisch ja völlig gut da steht und die anderen keine Gefahr darstellen. Das muss sich künftig ändern. Nicht die Tabelle ist entscheidend, sondern das Gesamtbild, das sich insbesondere aus dem Tagesgeschäft und den Spielen ergibt. Wenn man da Fehlentwicklungen erkennt, muss man unabhängig von Tabellenständen handeln. Das hat Kessler verkackt und der Vorstand nach 100 Tagen Einarbeitungszeit auch.

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globobock77

Zitat von: chg am Dienstag, 24.Mär.2026, 12:44:15Aus dem Geißblog Artikel zur Causa kann man heraus lesen das es nach dieser Saison so oder so einen Trainerwechsel gegeben hätte. Der Annahme folgend das man den Klassenerhalt einigermaßen solide schafft, wäre ein sauberer Schnitt nach der Saison der angedachte Weg gewesen. Nun hat sich diese Annahme als falsch heraus gestellt und damit wird der Wechsel eben in der Saison vollzogen.

Soweit das Narrativ das Kessler dem Geißblog gesteckt zu haben scheint, vollständig glaubhaft finde ich das jedoch nicht. Wenn es allerdings den Tatsachen entspricht wäre es nicht die schlechteste Variante gewesen.

Vorausgesetzt, man hält die Klasse.
"Es ist einfacher, Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht wurden."
-Mark Twain-
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Sagittarius

Zitat von: chg am Dienstag, 24.Mär.2026, 12:44:15Aus dem Geißblog Artikel zur Causa kann man heraus lesen das es nach dieser Saison so oder so einen Trainerwechsel gegeben hätte. 

Das habe ich so auch schon vor ein paar Wochen gehört.
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chg

Zitat von: Sagittarius am Dienstag, 24.Mär.2026, 13:44:02Das habe ich so auch schon vor ein paar Wochen gehört.
Hast du das zu diesem Zeitpunkt für dich als glaubhafte Information eingestuft?
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chg

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globobock77

Zitat von: chg am Dienstag, 24.Mär.2026, 14:06:51Selbtsverständlich, nur dann...
Um so sicher zu planen, müsste man im sicheren Mittelfeld sein. Aber dann wäre ein Wechsel nach Saisonende kaum vermittelbar gewesen.
"Es ist einfacher, Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht wurden."
-Mark Twain-
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chg

Zitat von: globobock77 am Dienstag, 24.Mär.2026, 14:10:26Um so sicher zu planen, müsste man im sicheren Mittelfeld sein. Aber dann wäre ein Wechsel nach Saisonende kaum vermittelbar gewesen.
Im Grunde kann man das ja recht einfach anhand der tabelle und dem Trend managen. So in der Art ist es nun ja auch gelaufen... Mir persönlich würde es gefallen wenn das vom Geißblog gesetzte Narrativ den Tatsachen entspricht. Es wäre angenehm unaufgeregt ohne die fehlende Passung von Kwasniok zur Aufgabe FC-Köln zu verneinen.

Aber wie gesagt, ich kann mir das nicht so recht vorstellen. Wenn Kwasniok den ein oder anderen Punkt mehr und damit den Klassenerhalt geholt hätte, dann hätte Kessler nach der Saison kalte Füße bekommen und sich lieber gemütlich zurück gelehnt.
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drago

wie kann kwasniok inhaltlich einer der besten sein, sich zeitgleich aber fehltritte leisten und ein mieses verhältnis zur mannschaft haben? gehört gerade letzteres nicht auch zum "inhalt" eines trainergefässes? i dont know. in meinen augen war kwasseldepp ein blender, und kessler hat sich blenden lassen wie ein anfänger in cs:go
Wenns so is, isses so, ich bin das ganze Leben schon Fan dieser massenkarambolage, da kommt es darauf auch nicht mehr an.  (c) Eigelsteiner

Ryan_Garn

Das ist doch nur Schöngequatsche, weil sich in der Branche keiner was tut. Da bekommen doch die nachweislich größten Trottel wieder und wieder nen Job. 
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Drahdiaweng

Ich denke niemand hat erwartet, dass Kessler sich hinstellt und sagt, dass er mit LK ins Klo gegriffen hat. 
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kabelbrad

Zitat von: dark1968 am Mittwoch, 25.Mär.2026, 12:46:181. FC Köln: Falscher Trainer? "Werde mir Gedanken machen" - GEISSBLOG

wer dauerhaft ruhe will, muss einen "perfekten" trainer holen - der sowohl menschlich als auch fachlich zum siegen mit dem fc taugt. da wurden bei kwasniok zu viele augen zugedrückt. wenn kessler das in aller klarheit sieht - sehr gut. denn den kader hat er größtenteils top zusammengestellt (minus die dünne besetzung auf der 9, allerdings auf trainerwunsch). 
Spät in der Nacht,
ovale Ente kommt zu mir
sie sagt:
"FC Cologne, FC Cologne!"
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Fc_Kölle75

Zitat von: kabelbrad am Mittwoch, 25.Mär.2026, 13:30:13wer dauerhaft ruhe will, muss einen "perfekten" trainer holen - der sowohl menschlich als auch fachlich zum siegen mit dem fc taugt. da wurden bei kwasniok zu viele augen zugedrückt. wenn kessler das in aller klarheit sieht - sehr gut. denn den kader hat er größtenteils top zusammengestellt (minus die dünne besetzung auf der 9, allerdings auf trainerwunsch).

Ich finde seine Kaderzusammenstellung auch sehr gelungen. So lange aber VDB und Johannesson (zusammen 14Millionen) nicht konstant gute Leistungen zeigen ist es für mich nicht mehr die Note Sehr gute sondern vielleicht eher "gut". In jedem Fall hat er mit dem Kader einen sehr erfreulichen Job gemacht.

Ich finde es auch nicht soo schlimm, dass er bei Kwasniok daneben gegriffen hat, so lange der Klassenerhalt gelingt. Auch die Top-Klubs wie Dortmund, Leverkusen, Leipzig etc. greifen öfters mal daneben. Das gehört leider zum Geschäft dazu. Hoffentlich schafft Wagner den Klassenerhalt und darüberhinaus noch mehr. Er ist sehr sympatisch und würde dem FC ein gutes Gesicht verleihen. Auch wenn ich mich in den letzten Wochen über Kessler geärgert habe, stehe ich voll hinter ihm. Ich mag seine Art und seine Transfers (auch JSP im Winter) waren bisher wirklich gelungen und lassen auf eine solide sportliche Entwicklung hoffen. Dahingehend hat Kessler seine Hausaufgaben wirklich gemacht.
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MARCO23

Zitat von: kabelbrad am Mittwoch, 25.Mär.2026, 13:30:13wer dauerhaft ruhe will, muss einen "perfekten" trainer holen - der sowohl menschlich als auch fachlich zum siegen mit dem fc taugt. da wurden bei kwasniok zu viele augen zugedrückt. wenn kessler das in aller klarheit sieht - sehr gut. denn den kader hat er größtenteils top zusammengestellt (minus die dünne besetzung auf der 9, allerdings auf trainerwunsch).
Man sollte ggf. mal das Profil des Trainers für eine Suche optimieren.

M.M.n. muss ein Trainer ein guter Moderator und Kommunikator sein. Ein Menschenfänger, der eine Gruppe führen kann und Gruppendynamiken lenken kann.
Damit meine ich explizit keine reinen Motivatoren, die für einen kurzen Zeitraum funktionieren. Ich glaube, eine Mannschaft ist da sehr senibel und erkennt schnell,
mit wem Sie es zu tun haben. Einen Anfang, einen Struber mit seinem Bullshitbingosprüchen, solche Trainer kann man als Spieler irgendwann nicht mehr ernst nehmen.
Ein Stöger war sicherlich nicht der hippe "Laptoptrainer" mit fancy Spielsystem, aber er war Erfolgreich, weil er die Mannschaft lange führen konnte.

Dieser Punkt ist mindestens so wichtig wie das Fachliche wenn nicht wichtiger. Wie viele tolle Fachtrainer sind gescheitert, weil diese 0,0 Ausstrahlung hatten
und alle meinten, den Fussball müsse man neu erfinden.

Fußball ist einfach und wird immer einfach bleiben. Diese 0,x% die ein Guardiola einbringen kann, sind für uns völlig ohne Relevanz. Das ist was für die
absoluten Weltklassespieler, nicht für ein Maina oder Thielmann.
Stell die Spieler dahin wo die ihre Stärken haben, finde eine Aufstellung die zum Team passt, analysiere den Gegner und gib die Infos an die Mannschaft und gut.
Dieses Überhöhen von etwas relativ simplen ist auch echt eine Kunst der Fußballbubble.

Wenn man mehr Fokus auf o.g. Dinge legt, schließen sich Trainer wie LK, Walter, Zorninger, Struber, Anfang usw. selber aus.

MARCO23

Zitat von: Fc_Kölle75 am Mittwoch, 25.Mär.2026, 14:36:25Ich finde seine Kaderzusammenstellung auch sehr gelungen. So lange aber VDB und Johannesson (zusammen 14Millionen) nicht konstant gute Leistungen zeigen ist es für mich nicht mehr die Note Sehr gute sondern vielleicht eher "gut". In jedem Fall hat er mit dem Kader einen sehr erfreulichen Job gemacht.


VDB war bis zur Verletzung stark. Dann blieb er, trotz Ausfällen, von LK unberücksichitg. - Führung. 
Ich hole einen starken Johannesson aus DDorf und sezte ihn bei uns anders ein. - Führung. 

kabelbrad

Zitat von: MARCO23 am Mittwoch, 25.Mär.2026, 15:05:27Man sollte ggf. mal das Profil des Trainers für eine Suche optimieren.

M.M.n. muss ein Trainer ein guter Moderator und Kommunikator sein. Ein Menschenfänger, der eine Gruppe führen kann und Gruppendynamiken lenken kann.
Damit meine ich explizit keine reinen Motivatoren, die für einen kurzen Zeitraum funktionieren. Ich glaube, eine Mannschaft ist da sehr senibel und erkennt schnell,
mit wem Sie es zu tun haben. Einen Anfang, einen Struber mit seinem Bullshitbingosprüchen, solche Trainer kann man als Spieler irgendwann nicht mehr ernst nehmen.
Ein Stöger war sicherlich nicht der hippe "Laptoptrainer" mit fancy Spielsystem, aber er war Erfolgreich, weil er die Mannschaft lange führen konnte.

Dieser Punkt ist mindestens so wichtig wie das Fachliche wenn nicht wichtiger. Wie viele tolle Fachtrainer sind gescheitert, weil diese 0,0 Ausstrahlung hatten
und alle meinten, den Fussball müsse man neu erfinden.

Fußball ist einfach und wird immer einfach bleiben. Diese 0,x% die ein Guardiola einbringen kann, sind für uns völlig ohne Relevanz. Das ist was für die
absoluten Weltklassespieler, nicht für ein Maina oder Thielmann.
Stell die Spieler dahin wo die ihre Stärken haben, finde eine Aufstellung die zum Team passt, analysiere den Gegner und gib die Infos an die Mannschaft und gut.
Dieses Überhöhen von etwas relativ simplen ist auch echt eine Kunst der Fußballbubble.

Wenn man mehr Fokus auf o.g. Dinge legt, schließen sich Trainer wie LK, Walter, Zorninger, Struber, Anfang usw. selber aus.

zum thema einfachheit fällt bei genannten trainern auch auf, wie oft sie an der positionsgerechten aufstellung scheitern. 
Spät in der Nacht,
ovale Ente kommt zu mir
sie sagt:
"FC Cologne, FC Cologne!"
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drago

Zitat von: MARCO23 am Mittwoch, 25.Mär.2026, 15:05:27Man sollte ggf. mal das Profil des Trainers für eine Suche optimieren.

M.M.n. muss ein Trainer ein guter Moderator und Kommunikator sein. Ein Menschenfänger, der eine Gruppe führen kann und Gruppendynamiken lenken kann.
Damit meine ich explizit keine reinen Motivatoren, die für einen kurzen Zeitraum funktionieren. Ich glaube, eine Mannschaft ist da sehr senibel und erkennt schnell,
mit wem Sie es zu tun haben.

glaube ich genauso.

aber am anfang sollte erstmal stehen, dass man nicht nach irgendeiner dummen spielidee sucht, sondern einfach nen pragmatiker holt, der das spielt, was der kader hergibt.

menschlich sollte er was drauf haben, kein labersack sein, aber auch kein lügner, und auch keiner, der sich wichtig nimmt. das sind alles dinge, die man abklopfen kann. ehrlich gesagt macht der "neue" genau diesen eindruck, aber das kann von aussen über 0,5 interview minuten auch täuschen.

solange man aber meint, einen suchen zu müssen, der "zu köln" passt, also karneval, schunkeln und was auch immer, oder einen, der für eine offensive spielidee steht, kann man es auch direkt sein lassen.

stöger ist eigentlich die blaupause dafür, wer hier erfolg haben kann. und stöger hätte auch länger erfolg gehabt, wenn schmaddi nicht so ein ****** GEwesen wäre, der schon frühzeitig die beine hochgelegt hat. der hat die letzten monate ,eher 1 1/2 jahre, fast keine arbeit mehr geleistet, und stöger dürfte sich noch anhören, dass er nicht alles aus dem kader rausholt.


ich glaube tatsächlich sogar, dass ein schultz hier funktioniert hätte, wenn der kader halbwegs ok gewesen wäre, und man davon ausgeht ,dass er fachlich was drauf hatte (was ich ehrlich gesagt nicht beurteilen kann). aber rein vom typ her, wenn auch das gegenteil von baumgart und kwasselstrippe, hätte das locker gepasst.
Wenns so is, isses so, ich bin das ganze Leben schon Fan dieser massenkarambolage, da kommt es darauf auch nicht mehr an.  (c) Eigelsteiner

chg

Schultz hätte hier funktioniert – aber nur mit Erfolg. Das Umfeld in Köln ist simpel gestrickt: Wer liefert, wird gefeiert. Wer nicht liefert, wird erstaunlich lange geschont. Kritik wird eher gedeckelt als geäußert. Dieses Muster wiederholt sich bei jedem Trainer: Erst Hoffnung, dann Heiligsprechung – und selbst der Absturz wird noch mit Samthandschuhen begleitet. Oder eben Hoffnung, kein Erfolg, und die Abrechnung kommt erst hinterher.

Wenn man Kontinuität will, braucht man vor allem fünf Dinge:
Einen Kader, der den Job des Trainers überhaupt ermöglicht.
Ein bisschen Anfangsglück, um den Bonusstatus aufzubauen.
Einen Trainer, der sich nicht vor der Mannschaft verbrennt.
Den Mut, die Mannschaft rechtzeitig zu erneuern – auch wenn es weh tut.
Einen Verantwortlichen, der sich selbst und seine Arbeit konsequent hinterfragt.

Stöger hatte Punkt 1 bis 3. Gescheitert ist er an 4 und 5 – auch, weil Schmadtke Punkt 1 irgendwann nicht mehr liefern konnte.

Baumgart hatte Punkt 1 und 2. Gescheitert ist er an Punkt 3 – und erneut an Punkt 1, weil man ernsthaft glaubte, mit Tigges als Erstliga-Stürmer durchzukommen.

Was Köln nicht braucht: den nächsten Lautsprecher der faxen an der Seitenlinie macht und sein Ego in den Vordergrund stellt. 

Was Köln braucht: einen Trainer mit klarer Idee, aber ohne ideologische Scheuklappen. Einen, der erkennt, wann der eingeschlagene Weg nicht mehr funktioniert. Und einen, der sich vom Umfeld nicht einlullen lässt.

Wenn man hier wirklich Kontinuität will, beginnt sie nicht beim Trainer, sondern bei Kessler. Verlässliche Strukturen und ein guter Kader sind die Grundlage. Dann kann auch ein Trainer mal drei oder mehr Jahre erfolgreich arbeiten – sofern er das überhaupt will. Denn wer in Köln drei Jahre Erfolg hat, bekommt zwangsläufig Angebote. Spätestens dann steht der nächste Wechsel ohnehin an.

Schoode

Zitat von: chg am Donnerstag, 26.Mär.2026, 14:03:25Schultz hätte hier funktioniert – aber nur mit Erfolg. Das Umfeld in Köln ist simpel gestrickt: Wer liefert, wird gefeiert. Wer nicht liefert, wird erstaunlich lange geschont. Kritik wird eher gedeckelt als geäußert. Dieses Muster wiederholt sich bei jedem Trainer: Erst Hoffnung, dann Heiligsprechung – und selbst der Absturz wird noch mit Samthandschuhen begleitet. Oder eben Hoffnung, kein Erfolg, und die Abrechnung kommt erst hinterher.

Wenn man Kontinuität will, braucht man vor allem fünf Dinge:
Einen Kader, der den Job des Trainers überhaupt ermöglicht.
Ein bisschen Anfangsglück, um den Bonusstatus aufzubauen.
Einen Trainer, der sich nicht vor der Mannschaft verbrennt.
Den Mut, die Mannschaft rechtzeitig zu erneuern – auch wenn es weh tut.
Einen Verantwortlichen, der sich selbst und seine Arbeit konsequent hinterfragt.

Stöger hatte Punkt 1 bis 3. Gescheitert ist er an 4 und 5 – auch, weil Schmadtke Punkt 1 irgendwann nicht mehr liefern konnte.

Baumgart hatte Punkt 1 und 2. Gescheitert ist er an Punkt 3 – und erneut an Punkt 1, weil man ernsthaft glaubte, mit Tigges als Erstliga-Stürmer durchzukommen.

Was Köln nicht braucht: den nächsten Lautsprecher der faxen an der Seitenlinie macht und sein Ego in den Vordergrund stellt.

Was Köln braucht: einen Trainer mit klarer Idee, aber ohne ideologische Scheuklappen. Einen, der erkennt, wann der eingeschlagene Weg nicht mehr funktioniert. Und einen, der sich vom Umfeld nicht einlullen lässt.

Wenn man hier wirklich Kontinuität will, beginnt sie nicht beim Trainer, sondern bei Kessler. Verlässliche Strukturen und ein guter Kader sind die Grundlage. Dann kann auch ein Trainer mal drei oder mehr Jahre erfolgreich arbeiten – sofern er das überhaupt will. Denn wer in Köln drei Jahre Erfolg hat, bekommt zwangsläufig Angebote. Spätestens dann steht der nächste Wechsel ohnehin an.
Da gehe ich mit. Wie hier so oft betont wird, gibt es mittlerweile selbst bei monatelangen Nichtleistungen auf Führungsebene so gut wie keine Kritik. Einfacher war es vermutlich noch nie beim FC zu arbeiten und mit minimalem Einsatz jahrelangen persönlichen Ertrag zu erhalten.
Dass man immer wieder mit dem Ablenken auf Erwartungshaltung durchkommt ist für mich unerklärlich.
Kontinuität nur um derselben Willen bringt halt auch nur etwas, wenn sie denn positiv verläuft und nicht auf Teufel komm raus um "cooler" als alle anderen zu sein.
Außerdem müssen mal professionelle Profile aufgestellt werden, wie man sich als Verein besetzen und agieren möchte. Dazu gehört zum Beispiel auch, sich nicht immer sofort jedem Trainer zu verschreiben, seine Lieblinge von früheren Stationen zu holen und sämtliche Taktiken oder sonstiges immer wieder über den Haufen zu werfen.
Es muss endlich Leistung und Professionalität auf allen Ebenen einkehren. Das wissen hier die meisten, die Wohlfühloase habt da aber natürlich eigene Interessen.
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Bot

https://geissblog.koeln/2026/03/fc-holt-ex-nationalspieler-einstiges-eigengewaechs-verstaerkt-trainerteam/

Lukas Sinkiewicz hatte sich seinerzeit im Express ja auch schon für die Beförderung von Kessler zum GF ausgesprochen. Man kennt sich, man hilft sich.
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Niggelz

Endlich wieder Klüngel, ich hab mir schon Sorgen gemacht. 
The natural state of the football fan is bitter disappointment, no matter what the score. - Nick Hornby

bocki1


Sagittarius

Zitat von: chg am Dienstag, 24.Mär.2026, 14:06:03Hast du das zu diesem Zeitpunkt für dich als glaubhafte Information eingestuft?
Ja, durchaus. 
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Steiger74

Zitat von: bocki1 am Donnerstag, 26.Mär.2026, 18:44:36Was zum Hänker wollen wir mit dem ?
Man kennt sich und man hilft sich. Dabei ist die jeweilige Qualität nicht relevant. Ohne dieses Prinzip wäre Kessler niemals in der aktuellen Position. 

Ryan_Garn

Direkt wieder fett Minuspunkte für Kessler. Was soll das?!

geromel21

Völlig unverständlich, da hätte man direkt Kainzi zum spielenden Co machen können. Wir haben genug aktive Spieler die bereits eine bessere Karriere und mehr Erfahrung als Sinkiewitz vorweisen
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Jupp23

Sein Werdegang nachdem er 17/18 ein Jahr Co-Trainer unter Pawlak/Helmes war:

Zuletzt 15 Monate ohne Trainerjob.
Davor 10 Wochen / 7 Spiele Trainer in der 5. Liga bei Bergisch Gladbach.
Davor 18 Monate ohne Trainerjob.
Davor 9 Monate / 22 Spiele Trainer in der 5. Liga beim Bonner SC.
Davor immerhin vier Jahre von 2018 bis 2022 Co-Trainer in der Regionalliga bei Düsseldorf 2.

bickendorfer

ZitatSinkiewicz trainierte zuletzt von Oktober bis Dezember 2024 den SV Bergisch Gladbach 09. Davor war er 22 Spiele für den Bonner SC als Cheftrainer verantwortlich, nachdem er zuvor vier Jahre lang als Co-Trainer der zweiten Mannschaft bei Fortuna Düsseldorf gearbeitet hatte. Auch beim FC hat Sinkiewicz schon als Co-Trainer der zweiten Mannschaft agiert, in der Saison 2017/18 unter André Pawlak und Patrick Helmes.

Das wäre auch eine nicht gerade vielversprechende Vita, wenn wir eine Drittligamannschaft wären und einen Co-Trainer suchten. Als Bundesligamannschaft ist das grotesk. Wahrscheinlich aber ist Sinkiewicz der neue Co-Trainer-Xabi-Alonso... Wahnsinn.

Bot

Zitat von: Bot am Donnerstag, 26.Mär.2026, 18:24:52https://geissblog.koeln/2026/03/fc-holt-ex-nationalspieler-einstiges-eigengewaechs-verstaerkt-trainerteam/

Lukas Sinkiewicz hatte sich seinerzeit im Express ja auch schon für die Beförderung von Kessler zum GF ausgesprochen. Man kennt sich, man hilft sich.
Der Vollständigkeit halber:

https://www.express.de/sport/fussball/1-fc-koeln/1-fc-koeln-sinkiewicz-will-kessler-in-cheftrolle-sehen-1176360

In seiner Trainervita nach Rechtfertigungen für die Anstellung zu suchen ist meines Erachtens verschwendete Energie.
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