Thekenphilosophen - Der Talk (FC-Anteil)

Begonnen von magic, Mittwoch, 24.Aug.2022, 13:23:48

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r9naldo

Sympathischer Gast in der neuen Folge. Konnte mich 0.0 dran erinnern dass der beim fc war. Bei einem alten Bild hat es dann etwas Klick gemacht 
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magic

Zitat von: r9naldo am Dienstag, 10.Feb.2026, 09:11:25Sympathischer Gast in der neuen Folge. Konnte mich 0.0 dran erinnern dass der beim fc war. Bei einem alten Bild hat es dann etwas Klick gemacht

Es ist Ex-FC-Torwart Sebastian Selke, der heute Torwarttrainer in Vaduz ist. Die Folge ist in der Spotify-Version bereits online.

Um 18 Uhr erscheint dann heute auch die YouTube-Variante.
"Der FC ist kein Verein, den man sich selbst überlassen darf"
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JoeFC

tolle Folge. Die alten Geschichten kann man sich stundenlang anhören  :D  :tu:
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Will P.

Wer war(en) eigentlich der/die Torhüter Eurer Flop-11 der 2000er?   :oops: :D
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Will P.

Sehe gerade, war 97 - 00 beim FC. Wahrscheinlich in diesem Jahrtausend nicht mehr gespielt? 
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magic

Zitat von: Will P. am Freitag, 13.Feb.2026, 18:04:42Wer war(en) eigentlich der/die Torhüter Eurer Flop-11 der 2000er?  :oops: :D

Das Ding hat sich Miro Varvodic geholt ...


"Der FC ist kein Verein, den man sich selbst überlassen darf"
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magic

Frischer FC-Talk nach Stuttgart mit Jim Decker (Kicker) ...

Spotify (bereits online)
YouTube (ab 18 Uhr)

"Der FC ist kein Verein, den man sich selbst überlassen darf"

Gerold Steiner

Ich höre Euren Podcast wirklich sehr gerne. 

Das was Jim Decker und heute auch Julian zum Thema Trainer gesagt haben, passt für mich nicht zur Realität.

Es ist manchmal wirklich erschreckend, wie die verschiedensten Berichterstatter (Kicker, Express und Stadtanzeiger) sich nicht öffentlich kritisch mit dem Thema befassen.

Mister P.

Was für eine Schönschwätzerei der evidenten Fehler Kwasnioks. Ob die Herausnehme sämtlicher regulärer Innenverteidiger die Abwehr wirklich geschwächt hat? War es nicht nachvollziehbar nach dem Ausgleich, noch zusätzlich das komplette ZM auf die Bank zu bugsieren?

Nicht zu fassen, wie wenig man bereit ist, noch die offensichtlichsten Fehlentscheidungen des Trainers auch nur ernsthaft in Frage zu stellen. Als Sahnehäubchen auf der Torte wird das wöchentliche Aufstellungsbingo K.s -generell- mit dem unausgewogen zusammengestellten Kader und dem Verletzungspech gerechtfertigt.

In 2-3 Wochen reibt man sich dann verwundert die Augen, wie tief der FC im
Abstiegssumpf steckt. Wie kann man die spielerische Nichtentwicklung-, das ,,Talent" K.s viele Spieler sukzessive zu verunsichern und schlechter zu machen, nicht erkennen? Auch die Punktausbeute ist mies. Der Tabellenplatz kann, bei dem geringen Abstand zur Abstiegszone, nicht über die negative Entwicklung hinwegtäuschen.

Müngersdorf

Ich bin auch etwas konsterniert über die (zumindest öffentlichen) Einschätzungen von Jim Decker und Julian. Das man, zumindest im Nachgang eines Spiels, wenn Kwasniok sein Aufstellungs- und Wechselbingo erklärt, nachvollziehen kann, was der Trainer sich dabei gedacht hat, entbehrt für mich jeder seriösen Betrachtungsweise.

Bis auf die Tatsache, dass unsere Mannschaft sich unter Kwasniok nicht abschlachten lässt diese Saison, was richtig und bemerkenswert ist, spricht seit dem Spiel gegen Gladbach so ziemlich alles gegen eine positive Betrachtungsweise.

Und der alleinige Fakt, dass wir als Aufsteiger tabellarisch ja noch gut dastehen würden, reicht für mich bei genauer Betrachtung überhaupt nicht aus, um Kwasniok ein seriöses und erfolgreiches Arbeiten zu konstatieren.

3 Siege aus den letzten 17 Partien, 6 Siege aus bisher 22 Partien.
Groteske Schwäche bei Defensiv- und Offensivstandards
4 Punkte zum Relegationsplatz
Keinerlei, wirklich überhaupt keine Herausbildung einer funktionierenden Stammelf, die du grundsätzlich ins Rennen schicken kannst und die eingespielt ist. Das wir nicht auseinanderfallen ist ja tatsächlich positiv zu bewerten, wie viel effektiver könnten wir sein, wenn wir mal einige Spiele am Stück eben nicht wie gewürfelt aufspielen könnten?
Wenn wir gegen Hoffenheim nicht punkten und die vier Teams unter uns am WE einigermaßen abliefern, sind es im dümmsten Falle noch genau 1 Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz.
 
Allerspätestens dann ist maximaler Druck auf dem Kessel und alle schauen sich verwundert an.


Warum das Aufstellungsbingo, die (trügerisch) gute Tabellensituation, die eklatante Schwäche bei Standards und der Trend der letzten 17 Spiele ( eine komplette Halbserie) Sportjournalisten nicht zu dem Schluss kommen lassen, dass wir straight in Richtung konkrete Abstiegsgefahr laufen, erschließt sich mir überhaupt gar nicht.
Und da sprechen wir ausschließlich über die sportliche Bewertung des Trainers. Da sind die persönlichen Faktoren gar nicht notwendig mit einzubeziehen, was Julia und Jim Decker ebenfalls als Möglichkeit bewertet haben, dass Kwasniok möglicherweise deshalb überkritisch gesehen werden mag.

Aber, das ist meine persönliche Meinung zum Trainer. Es steht jedem selbstverständlich zu das anders zu bewerten in der Bilanz. Die Erfahrung der letzten 25 Jahre FC lehrt mich, dass das Verschließen der Augen vor offensichtlichen Problemen uns ein jedes Mal zurück in Liga 2 gespült hat.

Litti7

17 Punkte aus den letzten 20 Spielen! Aber spielt die Platte "Wir sind Aufsteiger" ruhig weiter!
Irgendwo habe ich heute gelesen:
"Der FC erklärt die Karnevalsaktivitäten für beendet." 

Dafür hat Franz Kremer diesen Club aber nicht gegründet!
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r9naldo

als decker in den ersten 10 minuten mit dem satz "ich bin auch kölner und träume von der champions league" kam war alles klar

dabei wirkte der in der Vergangenheit sehr kritisch (für einen Journalisten)
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Senõr503

Zitat von: magic am Dienstag, 17.Feb.2026, 13:24:07Frischer FC-Talk nach Stuttgart mit Jim Decker (Kicker) ...

Spotify (bereits online)
YouTube (ab 18 Uhr)


Man könnte den Eindruck bekommen, dass der ein oder andere Journalist Angst hat, das Lil ihm die Akkreditierung entzieht. 
Wahnsinn. 
Viel zu soft. 

Kritisch wird's dann wohl erst, wenn die Entlassung hinter verschlossenen Türen schon durch ist um die Stimmung dahingehend zu lenken. 

Naja, ich höre trotzdem weiterhin bei euch rein bisher fand ich's immer ein gutes Format  :)
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MG56

Zitat von: r9naldo am Mittwoch, 18.Feb.2026, 10:01:00als decker in den ersten 10 minuten mit dem satz "ich bin auch kölner und träume von der champions league" kam war alles klar

dabei wirkte der in der Vergangenheit sehr kritisch (für einen Journalisten)

Ich hoffe, er verzichtet dann, wenn Kwasniok hier Geschichte ist, darauf, aufzuzählen, woran der Supertrainer hier gescheitert ist. 

Wäre doch peinlich, wenn da dann all das auftauchen würde, was heute schon für einen Rauswurf reichen würde und was er im Podcast gerade noch mit Verweis auf den Tabellenplatz für Unfug erklärt hat. 
Was ist schon ein schlappes Argument gegen eine starke Behauptung?
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Mister P.

Als Nachtrag noch die Haltung zu Jakub Kaminski in der Diskussionsrunde. Dass seine Ladehemmung aka offensive Formschwäche etwas damit zu tun haben könnte, dass Kaminski seit Monaten vom Trainer als Aushilfskellner mißbraucht wird, kommt ja noch irgendwie, wenn auch übervorsichtig (bloß keine klare Kritik an Kwasniok!) zum Ausdruck.

Worüber aber geschwiegen wird, bzw. einfach die wenig nachvollziehbare Einschätzung Kwasnioks übernommen wird, ist die Begründung für dieses Herumschieben Kaminskis. Es wird als notwendige Maßnahme des bedauernswerten Trainers dargestellt, der hiermit auf den unausgewogenen Kader und das arge Verletzungspech reagieren müsse.

Dass K. regelmäßig Spieler (so auch Kaminski) nicht auf ihren Stammpositionen aufstellt, hatte aber schon lange vor der Verletztenmisere angefangen. Kwasniok setzte zudem grds. lieber postionsfremde Spieler ein (Lund, Kraus, Sebulonsen) und ließ dafür die originären Spieler auf die Bank (bspw. van den Berg, lange Zeit Lund und Cenk).

Wieso werden für diese abstrusen-, erratischen Aufstellungen nicht einmal die naheliegende Erklärung als zumindest möglich in Erwägung gezogen, dass es Kwasniok bei seinen allwöchentlichen Aufstellungsrochaden und dem regelmäßigen positionsfremden Aufstellen vieler Spieler primär darum gehen könnte, sich selbst darzustellen? Und da sind wir wieder bei der Grundmelodie, die dieses Format in Bezug auf Kwasniok an den Tag legt. Bloß keine allzu deutliche Kritik, niemanden auf die Füße treten.


Conjúlio

Ich höre den Podcast gerne und zwar auch (im Gegensatz zum Geissblog) weil Ralf eigentlich den riesen Vorteil hat unabhängiger vom Business Fußball/FC-Medienwelt zu sein. Da kann man schon mal Tacheles reden ohne 2 Minuten später einen "bereinigenden" Anruf aus dem GBH zu bekommen.

Das man diese Chance nicht nutzt verstehe ich nicht. Kwasniok ist überfordert, fachlich wie menschlich. Jeder sieht es aber niemand hat den Mumm es mal öffentlich auszusprechen. Früher war nicht alles besser aber in diesen Zeiten sehnt man sich nach den einfachen "Trainer raus"-Kampagnen aus dem DuMont-Haus zurück.
- Kutten raus aus Oberrang Nord -

Rheineye

Was soll das eigentlich positive sein, wenn man keine ,,Reise" bekommen hat? Der HSV hat 5:0 gegen Bayern verloren, haben dennoch 2 Punkte mehr und ein Spiel weniger. Augsburgs dasselbe, die haben sogar häufiger ne richtige Klatsche bekommen stehen aber bei 25 Punkten.

Ich kann dieses Argument nicht wirklich nachvollziehen. Bringt einem am Ende auch nix, wenn man nach 34 Spielen noch in die Relegation muss.
7x Absteiger
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magic

Als jemand, der selbst an der Diskussion beteiligt war, fällt es mir möglicherweise schwer, den Abstand dazu zu finden. Dennoch möchte ich es versuchen, losgelöst von den Einzelpersonen, das gesagte so neutral wie möglich einzuordnen.

Für mich war das gestrige Gespräch exemplarisch dafür, wie unterschiedlich Journalisten und Fans an eine solche Situation herangehen. Vorweg: Ganz so überkritisch, wie es große Teile dieses Forums derzeit tun, sehe ich den Trainer aktuell noch nicht – allerdings durchaus kritisch, und dafür gibt es eine Vielzahl an Gründen, die ich gerade hier an dieser Stelle nicht im Detail ausführen muss.

Das Umfeld hat in der Mehrzahl eine klare Meinung derzeit zum Trainer und die wird auch zumeist konstruktiv mit Argumenten unterfüttert. Und die muss man sich zumindest anhören und darüber diskutieren, was ich übrigens manchmal vermisse. Wir haben es jetzt getan und es ging nun einmal so aus, wie es ausging ...

Für mich persönlich gilt dabei folgendes: Gerade für diejenigen aus der Fanszene, die sich seit Jahren oder gar Jahrzehnten intensiv mit den Entwicklungen beim 1. FC Köln befassen, wiederholen sich viele Muster. Ich behaupte, dass man aus dieser Erfahrung heraus bestimmte Dinge deutlich sensibler wahrnimmt als manche Journalisten, deren Perspektive naturgemäß häufig stärker auf den rein sportlichen Saisonverlauf ausgerichtet ist. Dass ein Verein auch eine gewachsene Identität, eine ,,DNA", besitzt, gehört vielleicht nicht bei jedem zum Standardrepertoire dieser Betrachtung.

Das führt dazu, dass gerade langjährigen Beobachter/Fans bestimmte Entwicklungen wahrnehmen – etwa sich wiederholende Fehler (beispielsweise im Umgang mit dem Karneval) –, die in anderen Kreisen möglicherweise gar nicht registriert werden. Sei es, weil diese vereinsinterne DNA nicht in gleicher Tiefe bekannt ist, oder weil schlicht die langjährige Erfahrung fehlt.

Leider wird diese kritische Sichtweise der Fanszene dann häufig als überzogene Erwartungshaltung interpretiert und entsprechend etikettiert. Aus der eigentlichen Sorge vor einem achten Abstieg wird so schnell die vermeintliche Enttäuschung darüber, dass sich der FC nicht für die Champions League qualifizieren könnte. Wenn eine solche Einordnung dann noch mit einem süffisanten Lächeln vorgetragen wird, offenbart sich darin ein grundlegendes Missverständnis.

Ich schätze meine Mitdiskutanten sehr – dennoch habe ich in Teilen einige dieser Aspekte gestern in der Diskussion wiedererkannt.

Natürlich lebt eine solche Debatte auch von unterschiedlichen Meinungen und Perspektiven. Aber: Es braucht den sportlichen Analysten ebenso wie denjenigen, der ein ausgeprägtes Bauchgefühl für den Verein, seine typischen Abläufe und leider auch seine wiederkehrenden Fehler hat. Am Ende wird sich zeigen, wie es diesmal ausgeht. Gut möglich, dass derzeit manches überzogen kritisch diskutiert wird. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass genau diese kritische Begleitung notwendig sein kann, um zu verhindern, dass ein grundsätzlich bundesligatauglicher Kader erneut in die zweite Liga abrutscht.

Oft wurden die sogenannten Kritiker im Laufe der Jahre abgewatscht – im Nachhinein scheinbar zu Recht, weil der Abstieg noch vermieden wurde. Oder war es vielleicht doch die zuvor geäußerte Kritik und die daraus entstehende Reibung, die die Verantwortlichen beim FC noch rechtzeitig zum Umdenken bewegt hat?

Siebenmal allerdings ging es nicht gut. Auch damals sollte sich Mannschaft und Trainer ,,in Ruhe entwickeln" – und entwickelten sich am Ende in Richtung zweite Liga. Mal sehen, wie es diesmal ausgeht ...
"Der FC ist kein Verein, den man sich selbst überlassen darf"

Müngersdorf

Zitat von: Rheineye am Mittwoch, 18.Feb.2026, 10:24:29Was soll das eigentlich positive sein, wenn man keine ,,Reise" bekommen hat? Der HSV hat 5:0 gegen Bayern verloren, haben dennoch 2 Punkte mehr und ein Spiel weniger. Augsburgs dasselbe, die haben sogar häufiger ne richtige Klatsche bekommen stehen aber bei 25 Punkten.

Ich kann dieses Argument nicht wirklich nachvollziehen. Bringt einem am Ende auch nix, wenn man nach 34 Spielen noch in die Relegation muss.
Völlig richtig, bei uns waren besagte Reisen aber in der Vergangenheit einhergehend mit wenigen Punkten aus den anderen Spielen. Das, gepaart mit einem verträglichen Torverhältnis, spreche ich ihm also auf der Habenseite zu. Mager, aber immerhin.
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Rheineye

Zitat von: Müngersdorf am Mittwoch, 18.Feb.2026, 10:54:32Völlig richtig, bei uns waren besagte Reisen aber in der Vergangenheit einhergehend mit wenigen Punkten aus den anderen Spielen. Das, gepaart mit einem verträglichen Torverhältnis, spreche ich ihm also auf der Habenseite zu. Mager, aber immerhin.
Unter Schultz in der Abstiegssaison hatten wir 3 ,,Reisen" in seiner Amtszeit mit einem schwächeren Kader.

Dortmund 0:4
Leipzig 1:5
Heidenheim 1:4

Dennoch 8 Unentschieden (also nach deren Argument sehr enge Spiele) und 17 Punkte nach 18 Spielen. Also nah an der Kwasniok Performance, der die besseren Spieler hat. Ich kann das irgendwie nicht so positiv sehen. Zumal ich bei unseren Spielen auch oft das Gefühl habe, dass es der Matchplan vom Gegner ist uns viel Ball zu geben, weil wir uns eh kaum noch große und klare Chancen erspielen.
7x Absteiger

Müngersdorf

Zitat von: magic am Mittwoch, 18.Feb.2026, 10:53:33Als jemand, der selbst an der Diskussion beteiligt war, fällt es mir möglicherweise schwer, den Abstand dazu zu finden. Dennoch möchte ich es versuchen, losgelöst von den Einzelpersonen, das gesagte so neutral wie möglich einzuordnen.

Für mich war das gestrige Gespräch exemplarisch dafür, wie unterschiedlich Journalisten und Fans an eine solche Situation herangehen. Vorweg: Ganz so überkritisch, wie es große Teile dieses Forums derzeit tun, sehe ich den Trainer aktuell noch nicht – allerdings durchaus kritisch, und dafür gibt es eine Vielzahl an Gründen, die ich gerade hier an dieser Stelle nicht im Detail ausführen muss.

Das Umfeld hat in der Mehrzahl eine klare Meinung derzeit zum Trainer und die wird auch zumeist konstruktiv mit Argumenten unterfüttert. Und die muss man sich zumindest anhören und darüber diskutieren, was ich übrigens manchmal vermisse. Wir haben es jetzt getan und es ging nun einmal so aus, wie es ausging ...

Für mich persönlich gilt dabei folgendes: Gerade für diejenigen aus der Fanszene, die sich seit Jahren oder gar Jahrzehnten intensiv mit den Entwicklungen beim 1. FC Köln befassen, wiederholen sich viele Muster. Ich behaupte, dass man aus dieser Erfahrung heraus bestimmte Dinge deutlich sensibler wahrnimmt als manche Journalisten, deren Perspektive naturgemäß häufig stärker auf den rein sportlichen Saisonverlauf ausgerichtet ist. Dass ein Verein auch eine gewachsene Identität, eine ,,DNA", besitzt, gehört vielleicht nicht bei jedem zum Standardrepertoire dieser Betrachtung.

Das führt dazu, dass gerade langjährigen Beobachter/Fans bestimmte Entwicklungen wahrnehmen – etwa sich wiederholende Fehler (beispielsweise im Umgang mit dem Karneval) –, die in anderen Kreisen möglicherweise gar nicht registriert werden. Sei es, weil diese vereinsinterne DNA nicht in gleicher Tiefe bekannt ist, oder weil schlicht die langjährige Erfahrung fehlt.

Leider wird diese kritische Sichtweise der Fanszene dann häufig als überzogene Erwartungshaltung interpretiert und entsprechend etikettiert. Aus der eigentlichen Sorge vor einem achten Abstieg wird so schnell die vermeintliche Enttäuschung darüber, dass sich der FC nicht für die Champions League qualifizieren könnte. Wenn eine solche Einordnung dann noch mit einem süffisanten Lächeln vorgetragen wird, offenbart sich darin ein grundlegendes Missverständnis.

Ich schätze meine Mitdiskutanten sehr – dennoch habe ich in Teilen einige dieser Aspekte gestern in der Diskussion wiedererkannt.

Natürlich lebt eine solche Debatte auch von unterschiedlichen Meinungen und Perspektiven. Aber: Es braucht den sportlichen Analysten ebenso wie denjenigen, der ein ausgeprägtes Bauchgefühl für den Verein, seine typischen Abläufe und leider auch seine wiederkehrenden Fehler hat. Am Ende wird sich zeigen, wie es diesmal ausgeht. Gut möglich, dass derzeit manches überzogen kritisch diskutiert wird. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass genau diese kritische Begleitung notwendig sein kann, um zu verhindern, dass ein grundsätzlich bundesligatauglicher Kader erneut in die zweite Liga abrutscht.

Oft wurden die sogenannten Kritiker im Laufe der Jahre abgewatscht – im Nachhinein scheinbar zu Recht, weil der Abstieg noch vermieden wurde. Oder war es vielleicht doch die zuvor geäußerte Kritik und die daraus entstehende Reibung, die die Verantwortlichen beim FC noch rechtzeitig zum Umdenken bewegt hat?

Siebenmal allerdings ging es nicht gut. Auch damals sollte sich Mannschaft und Trainer ,,in Ruhe entwickeln" – und entwickelten sich am Ende in Richtung zweite Liga. Mal sehen, wie es diesmal ausgeht ...

Es ist völlig klar, dass nicht ausschließlich die ganz negativen Betrachtungen, als auch nicht die ganz positive Betrachtungen übermäßig repräsentiert sind in einem solchen Format. 

Talkrunden leben von Diskussionen und dem Austausch von Argumenten und Sichtweisen. Gerne unterlegt mit Zahlen Daten, Fakten. 

An Sportjournalisten, die sich hauptberuflich mit dem 1.FC Köln befassen, habe ich den Anspruch, dass sie eine ausgewogene Sichtweise darlegen können und für den Fall, dass offensichtliche Zahlen, Daten, Fakten vorliegen, die Gemengelage nicht positiver mitzuteilen, als sie ist. 

Beim letzten Talk fehlte mir die kritische Betrachtung der Gefahren, die jeder von uns aus der Erfahrung heraus glasklar erkennt.

wiedster

wir kommen ja ein wenig vom thema ab, welches ja nach meinem verständnis war, dass viele journalisten und menschen die über den effzeh berichten, die lage unerklärlich positiv sehen, während das forum zu einem guten teil sehr besorgt ist. also woher kommt diese diskrepanz, veranschaulicht an der aktuellen podcastfolge des threadtitels? ich höre mehrere fussballpodcasts und in einigen ist der effzeh ohnehin nur eine fußnote. und da, sowie bei typen wie hamann würde ich ja auch verstehen, dass man das thema mit "für einen aufsteiger" und "stehen doch gut da", "halten gut mit" etc. ohne weitere sorgfalt oder vorbereitung schnell erledigen kann um dann wieder zu den bayern zu kommen. aber in effzeh zentrierten formaten kann ich das nicht nachvollziehen. denn genau da müsste ja die kenntnis über alle dinge die geschehen und wie sie geschehen vorliegen. trotzdem kommt man zu einem sehr anderen schluss. gibt es denn auch podcasts, wo die berichtenden ohne angst vor oder rücksicht auf die beim effzeh agierenden personen kommentieren? muss ja nicht gleich hsv-arena'esque gülle sein, aber ein wenig mehr biss wäre schon nicht schlecht.
Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.

Povlsen

Von Jim Decker war nichts anderes zu erwarten. Das war doch der, der wochenlang geschrieben hat, dass der Vorstand sein "Wahlversprechen", Kessler zum GF zu machen, endlich einlösen muss. Erstens gab es kein derartiges Wahlversprechen und zweitens zeigt das nur, dass er die nötige Distanz zu Kessler und damit auch dem Trainer vermissen lässt. Ein reiner Gefälligkeitsjournalist, den ich schon deshalb nicht ernst nehmen kann. Was ist nur aus dem kicker geworden? Nichts Neues, aber ich habe gehofft, dass die neuen Leute auch wieder höheres Niveau einführen. Pustekuchen!

Es gab Zeiten, da waren die Journalisten viel zu kritisch mit dem FC (z.B. in der Lienen-Ära, lange her, ich weiß). Aber was zur Zeit abgeht, ist eine inkompetente Schönrednerei, die ich nicht nur ärgerlich finde, sondern auch für unredlich halte. Die Journaille freut sich schon jetzt drauf, wenn ihre Valium-Berichterstattung dazu führt, dass der FC wieder abschmiert. Dann haben sie wieder tolle Themen für seitenfüllenden Bullshit.


r9naldo

Zitat von: Povlsen am Mittwoch, 18.Feb.2026, 11:32:31Von Jim Decker war nichts anderes zu erwarten. Das war doch der, der wochenlang geschrieben hat, dass der Vorstand sein "Wahlversprechen", Kessler zum GF zu machen, endlich einlösen muss. Erstens gab es kein derartiges Wahlversprechen und zweitens zeigt das nur, dass er die nötige Distanz zu Kessler und damit auch dem Trainer vermissen lässt. Ein reiner Gefälligkeitsjournalist, den ich schon deshalb nicht ernst nehmen kann. Was ist nur aus dem kicker geworden? Nichts Neues, aber ich habe gehofft, dass die neuen Leute auch wieder höheres Niveau einführen. Pustekuchen!

Es gab Zeiten, da waren die Journalisten viel zu kritisch mit dem FC (z.B. in der Lienen-Ära, lange her, ich weiß). Aber was zur Zeit abgeht, ist eine inkompetente Schönrednerei, die ich nicht nur ärgerlich finde, sondern auch für unredlich halte. Die Journaille freut sich schon jetzt drauf, wenn ihre Valium-Berichterstattung dazu führt, dass der FC wieder abschmiert. Dann haben sie wieder tolle Themen für seitenfüllenden Bullshit.


letztes jahr war er aber einer der wenigen (ich meine sogar der erste) der kritisch zu keller war. wenn der also schon als gefälligkeitsjournalist durch ging stellt sich die frage was express und co sind 

wiedster

ich hatte auch mal zwischendurch gefragt wer das ist, weil man das gefühl hatte, dass es beim kicker besser wurde.
Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.
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wiedster

Zitat von: r9naldo am Mittwoch, 18.Feb.2026, 11:50:43letztes jahr war er aber einer der wenigen (ich meine sogar der erste) der kritisch zu keller war. wenn der also schon als gefälligkeitsjournalist durch ging stellt sich die frage was express und co sind
keine journalisten zumindest 
Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.
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Mister P.

Zitat von: r9naldo am Mittwoch, 18.Feb.2026, 11:50:43letztes jahr war er aber einer der wenigen (ich meine sogar der erste) der kritisch zu keller war. wenn der also schon als gefälligkeitsjournalist durch ging stellt sich die frage was express und co sind
Public Relations Dienstleister.
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Matrix

Lieber magic, ich wäre dir dankbar, wenn die Thematik LK und seine Aussagen in der PK / bei sky zum Thema "Zwischenfall / Support" angesprochen und eingeordnet werden. 

Oropher

Da diese, im Gegensatz zur Weihnachtsfeier, keine unbewiesenen Social Media Geschichten sind wird magic das sicherlich besprechen. ;)
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