Jörn Stobbe - Präsident des 1. FC Köln

Begonnen von Mirai_Torres, Sonntag, 28.Sep.2025, 10:21:36

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Santillana

Zitat von: van Gool am Dienstag, 04.Aug.2026, 20:11:52Ich sehe das leider auch so, dass wir vielleicht in anderen Städten anders, aber auf Sicht sind die politischen Verhältnisse in Köln nun einmal so wie sie sind. Und da ist ein Ausbau von 50 auf 75, schlicht und ergreifend, völlig unrealistisch.

Möglicherweise weiß er das aber selbst und die Idee dahinter ist, dass man die Mitglieder für die Stadionfrage mitnimmt und am Ende die Bereitschaft einer großen Mehrheit steht, den Standort aufzugeben, einfach, weil wir in Müngersdorf nicht konkurrenzfähig sein werden und bei 170 T Mitgliedern ein 50 T Stadion zu klein ist.
Wir werden dieses Stadion in Köln nicht zu angemessenen Preisen kaufen können, und wir werden es nicht nennenswert erweitern können.

Angesichts der derzeitigen Preise und Zinsen  habe ich  Zweifel, ob es möglich ist, zu für den FC interessanten  Bedingungen ein neues 75er Stadion am Stadtrand zu bauen.




Es war von vornherein ein Fehler, ein durchaus taugliches 60.000-Zuschauer-Stadion nach nur 25 Jahren Existenz kurzerhand abzureißen, weil man dieses Mal der WM nicht nur aus der Ferne beiwohnen wollte, und stattdessen eine nur 50.000 Zuschauer fassende Arena zu bauen, als bereits abzusehen war, dass der Fussball in andere Dimensionen vorstoßen würde.


Ess et winnigstens ene Stürmer ? Dann nemme mer der !  (Hennes Weisweiler zur Verpflichtung von Pierre Littbarski)

Oropher

Zitat von: Santillana am Mittwoch, 05.Aug.2026, 22:17:11Es war von vornherein ein Fehler, ein durchaus taugliches 60.000-Zuschauer-Stadion nach nur 25 Jahren Existenz kurzerhand abzureißen, weil man dieses Mal der WM nicht nur aus der Ferne beiwohnen wollte, und stattdessen eine nur 50.000 Zuschauer fassende Arena zu bauen, als bereits abzusehen war, dass der Fussball in andere Dimensionen vorstoßen würde.



Und sich dann noch von den Architekten verarschen zu lassen, denn den Zuschlag haben sie nur erhalten weil sie (behauptet haben) es sehr viel billiger hinzukriegen.
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Dr. Mabuse

Zitat von: Santillana am Mittwoch, 05.Aug.2026, 22:17:11Es war von vornherein ein Fehler, ein durchaus taugliches 60.000-Zuschauer-Stadion nach nur 25 Jahren Existenz kurzerhand abzureißen, weil man dieses Mal der WM nicht nur aus der Ferne beiwohnen wollte, und stattdessen eine nur 50.000 Zuschauer fassende Arena zu bauen, als bereits abzusehen war, dass der Fussball in andere Dimensionen vorstoßen würde.



Ich mochte ja unsere alte Schüssel sehr, schließlich war ich da schon bei der Eröffnung als 10-Jähriger drin und mit der bin ich groß geworden. Die war vom Umfang her auch riesengroß. Ich war mal am selben Tag sowohl im alten Wembley-Stadion (Sightseeing-Tour, samstags morgens um 8) als auch nachmittags um 15.30 h beim Heimspiel gg. Dynamo Dresden in Müngersdorf. Vom Umfang her unterschieden die sich kaum. Die alte Kampfbahn hatte ja nicht nur eine Laufbahn, dann kam ja nochmal ein grüner Ring und dann nochmal der Graben. Man muss aber auch sagen, dass die alte Schüssel wegen der Sitzplätze zuletzt nur noch 48.000 Zuschauer fasste. Und man damals unbedingt eine "englisches" Stadion haben wollte (ohne Laufbahn). Hätte man die alte Schüssel tiefer gelegt, man hätte daraus bestimmt ein 70. bis 80.000er Stadion bauen können. Man wollte aber unbedingt neu bauen. Ich nicht ;-) Die alten Bänke waren sowieso besser. 

bollock

Zitat von: Dr. Mabuse am Donnerstag, 06.Aug.2026, 05:06:31Ich mochte ja unsere alte Schüssel sehr, schließlich war ich da schon bei der Eröffnung als 10-Jähriger drin und mit der bin ich groß geworden. Die war vom Umfang her auch riesengroß. Ich war mal am selben Tag sowohl im alten Wembley-Stadion (Sightseeing-Tour, samstags morgens um 8) als auch nachmittags um 15.30 h beim Heimspiel gg. Dynamo Dresden in Müngersdorf. Vom Umfang her unterschieden die sich kaum. Die alte Kampfbahn hatte ja nicht nur eine Laufbahn, dann kam ja nochmal ein grüner Ring und dann nochmal der Graben. Man muss aber auch sagen, dass die alte Schüssel wegen der Sitzplätze zuletzt nur noch 48.000 Zuschauer fasste. Und man damals unbedingt eine "englisches" Stadion haben wollte (ohne Laufbahn). Hätte man die alte Schüssel tiefer gelegt, man hätte daraus bestimmt ein 70. bis 80.000er Stadion bauen können. Man wollte aber unbedingt neu bauen. Ich nicht ;-) Die alten Bänke waren sowieso besser.

Hmh... Im Rückblick verklärt sich immer so einiges. Klar, Müngersdorf hatte durchaus seinen Charme, Stimmung allerdings war dort im Vergleich zu den heutigen reinen Fußballstadien nur bei ganz voller Hütte annehmbar. Und die Bänke waren saumäßig unbequem ;)
Die Sicht war halt durch die Entfernung zum Spielfeld nicht die Beste. Ich war - so lange es en Block noch ab - immer auf Stehplatz Mitte.
Das heutige Stadion ist schon deutlich geiler, nur eben zu klein. Man hatte sich damals - so weit ich mich erinnere - für das 50000er Fassungsvermögen entschieden, da die Zuschauerzahlen beim FC damals auch geringer waren. Tja, mal wieder nicht in die Zukunft gedacht.
Auch, dass man ein Stadion ohne Ausbauoption geplant hat, ist rückblickend ein Fehler.
Ich fand einen anderen Entwurf (5?) auch besser. Da gab es geschlossene Ecken.
Sei es drum. Ist vergossener Wein.

Wir haben immer wieder die Entscheidung. Betonieren wir unsere Möglichkeiten durch Festhalten an vermeintlicher "Tradition" oder werden wir flexibler und dadurch (vielleicht) erfolgreicher, wenn wir uns mehr in die Zukunft orientieren.

Das Problem sieht man ja am GBH. Ich hätte da gar nicht so viel Energie und Geld reingesteckt, nur um dazubleiben um dazubleiben.

Das GBH zu einem Traditionspunkt ausgebaut, Spielstätte Jugend/Amateure, Museum, Gastro, Eventlocation und was weiß ich noch. Trainingszentrum neu woanders. Aber wir gehen lieber mit dem Kopf durch die Wand und erklären unsere Beulen noch als Erfolg...
Sehe nicht was Du glaubst, sondern glaube was Du siehst!

I.Ronnie

Zitat von: Dr. Mabuse am Donnerstag, 06.Aug.2026, 05:06:31Hätte man die alte Schüssel tiefer gelegt, man hätte daraus bestimmt ein 70. bis 80.000er Stadion bauen können. Man wollte aber unbedingt neu bauen. Ich nicht ;-) Die alten Bänke waren sowieso besser. 

Nein, das hat alles keinen Sinn ergeben. Die alte Schüssel hatte keine Logen, keinen richtigen Hospitalitybereich und fasste ja, wie du bereits geschrieben hast, zum Ende hin weniger Zuschauer als das jetzige Stadion. Was man durch eine Absenkung des Rasens und eines sehr flachen unteren Ranges gewonnen hätte, wäre durch den Einbau von Logen und Businessplätzen an anderer Stelle wieder verloren gegangen. Auf 70k oder 80k wäre man niemals gekommen. Dazu war die Schüssel viel zu klein. 

Es wäre auch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht billiger geworden als der damalige Neubau, weil man die alte Schüssel komplett hätte entkernen müssen. Ob die Dachkonstruktion hätte verlängert werden können, weiß von uns auch niemand. 

ZeckePl

Zitat von: bollock am Donnerstag, 06.Aug.2026, 08:24:36Hmh... Im Rückblick verklärt sich immer so einiges. Klar, Müngersdorf hatte durchaus seinen Charme, Stimmung allerdings war dort im Vergleich zu den heutigen reinen Fußballstadien nur bei ganz voller Hütte annehmbar. Und die Bänke waren saumäßig unbequem ;)
Die Sicht war halt durch die Entfernung zum Spielfeld nicht die Beste. Ich war - so lange es en Block noch ab - immer auf Stehplatz Mitte.
Das heutige Stadion ist schon deutlich geiler, nur eben zu klein. Man hatte sich damals - so weit ich mich erinnere - für das 50000er Fassungsvermögen entschieden, da die Zuschauerzahlen beim FC damals auch geringer waren. Tja, mal wieder nicht in die Zukunft gedacht.
Auch, dass man ein Stadion ohne Ausbauoption geplant hat, ist rückblickend ein Fehler.
Ich fand einen anderen Entwurf (5?) auch besser. Da gab es geschlossene Ecken.
Sei es drum. Ist vergossener Wein.

Wir haben immer wieder die Entscheidung. Betonieren wir unsere Möglichkeiten durch Festhalten an vermeintlicher "Tradition" oder werden wir flexibler und dadurch (vielleicht) erfolgreicher, wenn wir uns mehr in die Zukunft orientieren.

Das Problem sieht man ja am GBH. Ich hätte da gar nicht so viel Energie und Geld reingesteckt, nur um dazubleiben um dazubleiben.

Das GBH zu einem Traditionspunkt ausgebaut, Spielstätte Jugend/Amateure, Museum, Gastro, Eventlocation und was weiß ich noch. Trainingszentrum neu woanders. Aber wir gehen lieber mit dem Kopf durch die Wand und erklären unsere Beulen noch als Erfolg...

Ja, Stimmung war im alten Bau oft nicht so prickelnd. Das habe ich in den 70ern als junger Kerl in der Südkurve nicht gemerkt, aber im Studium bin ich in den 80ern dann auf Mitte umgezogen. Oft waren da weniger als 30.000 Zuschauer und Stimmung war wie Habbelrath gegen Quadrat-Ichendorf. Das jetzige Stadion ist schon schick und wer weiss, wie lange der Eventhype anhält. Ich glaube nicht, dass eine 75.000er Hütte in Köln realistisch ist. Dann kann man es auch lassen. Lieber günstig :D  kaufen und besser vermarkten.
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Povlsen

Zitat von: Dr. Mabuse am Donnerstag, 06.Aug.2026, 05:06:31Ich mochte ja unsere alte Schüssel sehr, schließlich war ich da schon bei der Eröffnung als 10-Jähriger drin und mit der bin ich groß geworden. Die war vom Umfang her auch riesengroß. Ich war mal am selben Tag sowohl im alten Wembley-Stadion (Sightseeing-Tour, samstags morgens um 8) als auch nachmittags um 15.30 h beim Heimspiel gg. Dynamo Dresden in Müngersdorf. Vom Umfang her unterschieden die sich kaum. Die alte Kampfbahn hatte ja nicht nur eine Laufbahn, dann kam ja nochmal ein grüner Ring und dann nochmal der Graben. Man muss aber auch sagen, dass die alte Schüssel wegen der Sitzplätze zuletzt nur noch 48.000 Zuschauer fasste. Und man damals unbedingt eine "englisches" Stadion haben wollte (ohne Laufbahn). Hätte man die alte Schüssel tiefer gelegt, man hätte daraus bestimmt ein 70. bis 80.000er Stadion bauen können. Man wollte aber unbedingt neu bauen. Ich nicht ;-) Die alten Bänke waren sowieso besser.

Ich fand das alte Stadion auch super. Man war allerdings tatsächlich zu weit weg. Stehplatz Mitte war okay, aber in der Kurve sah man wenig. Oberrang ging dann wieder. Insgesamt war das alte Stadion cooler, ich mochte auch das klassische "weite Rund". Die eckigen Stadien gefallen mir generell nicht so gut. Dass es nur 25 Jahre stand, war mir bis eben gar nicht bewusst, obwohl ich das Jahr der Eröffnung kannte. Hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass die 25 Jahre seitdem gefühlt deutlich schneller vergangen sind als die 25 Jahre davor. Das alte Müngersdorfer war für mich immer schon ewig da, weil ich kein anderes kannte. Das Neue steht für mich erst seit gestern. ;) Dass es "in die Jahre" gekommen sein soll, wie Stobbe sagt, sieht man ihm nicht an. Die alte Schüssel sah zuletzt deutlich heruntergekommener aus. Insbesondere die Sitzbänke.

dixie

Zitat von: Povlsen am Donnerstag, 06.Aug.2026, 10:13:17Ich fand das alte Stadion auch super. Man war allerdings tatsächlich zu weit weg. Stehplatz Mitte war okay, aber in der Kurve sah man wenig. Oberrang ging dann wieder. Insgesamt war das alte Stadion cooler, ich mochte auch das klassische "weite Rund". Die eckigen Stadien gefallen mir generell nicht so gut. Dass es nur 25 Jahre stand, war mir bis eben gar nicht bewusst, obwohl ich das Jahr der Eröffnung kannte. Hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass die 25 Jahre seitdem gefühlt deutlich schneller vergangen sind als die 25 Jahre davor. Das alte Müngersdorfer war für mich immer schon ewig da, weil ich kein anderes kannte. Das Neue steht für mich erst seit gestern. ;) Dass es "in die Jahre" gekommen sein soll, wie Stobbe sagt, sieht man ihm nicht an. Die alte Schüssel sah zuletzt deutlich heruntergekommener aus. Insbesondere die Sitzbänke.
Nur der historischen Korrektheit wegen:

Mit dem ,,alten" Müngersdorfer Stadion meinst Du den Neubau, der am 12. November 1975 eingeweiht wurde.

 Die ganz alten Fans unter uns erinnern sich noch an das wirklich ,,alte" Müngersdorfer, in dem ich z.B. in den 60er Jahren viele Heimspiele des FC live erleben durfte.

KimJones

Zitat von: dixie am Donnerstag, 06.Aug.2026, 12:24:12Nur der historischen Korrektheit wegen:

Mit dem ,,alten" Müngersdorfer Stadion meinst Du den Neubau, der am 12. November 1975 eingeweiht wurde.

 Die ganz alten Fans unter uns erinnern sich noch an das wirklich ,,alte" Müngersdorfer, in dem ich z.B. in den 60er Jahren viele Heimspiele des FC live erleben durfte.
dazwischen gab es noch die Radrennbahn....da drin war der FC so gut wie unschlagbar
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van Gool

Ich fand die Schüssel nie super, kannte aber natürlich nichts anderes. Zurück wollte ich da auf keinen Fall-die 70er Stadien waren alles andere als gut. Nostalgie kommt bei mir da keine auf.
Ich fand es damals schon falsch, nur für 50 T zu bauen, obwohl die Topspiele mehrfach ausverkauft hätten werden können und die Zahlen nach oben gingen. Der Boom kam nicht aus dem Nichts, da hat man sich leider falsch entschieden, denn die Konkurrenz hatte ihre größeren Stadien schon gebaut oder geplant. 60 wäre ausreichend, freilich wenn man erweitert, lohnt sich nur der ganz große Wurf mit vielen abgestuften Hospitality-Plätzen.
Die wilde 1317

bollock

Zitat von: I.Ronnie am Donnerstag, 06.Aug.2026, 09:03:27Nein, das hat alles keinen Sinn ergeben. Die alte Schüssel hatte keine Logen, keinen richtigen Hospitalitybereich und fasste ja, wie du bereits geschrieben hast, zum Ende hin weniger Zuschauer als das jetzige Stadion. Was man durch eine Absenkung des Rasens und eines sehr flachen unteren Ranges gewonnen hätte, wäre durch den Einbau von Logen und Businessplätzen an anderer Stelle wieder verloren gegangen. Auf 70k oder 80k wäre man niemals gekommen. Dazu war die Schüssel viel zu klein.

Es wäre auch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht billiger geworden als der damalige Neubau, weil man die alte Schüssel komplett hätte entkernen müssen. Ob die Dachkonstruktion hätte verlängert werden können, weiß von uns auch niemand.
Da gab es noch nicht mal ordentliche Kabinen. Mit Weg zur Halbzeit ergab das eine 5 Minütige Verlängerung und nach der Pause stünde heute nach Erreichen des Anstoßkreises die erste Werbeunterbrechung..äh...Trinkpause an :)
Sehe nicht was Du glaubst, sondern glaube was Du siehst!
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Songbird

Zitat von: van Gool am Donnerstag, 06.Aug.2026, 13:20:02ch fand die Schüssel nie super, kannte aber natürlich nichts anderes. Zurück wollte ich da auf keinen Fall-die 70er Stadien waren alles andere als gut. Nostalgie kommt bei mir da keine auf.
Ich fand es damals schon falsch, nur für 50 T zu bauen, obwohl die Topspiele mehrfach ausverkauft hätten werden können und die Zahlen nach oben gingen. Der Boom kam nicht aus dem Nichts, da hat man sich leider falsch entschieden, denn die Konkurrenz hatte ihre größeren Stadien schon gebaut oder geplant. 60 wäre ausreichend, freilich wenn man erweitert, lohnt sich nur der ganz große Wurf mit vielen abgestuften Hospitality-Plätzen.
Jein. Ich stand auch schonmal in der Südkurve, als insgesamt der Gruss und Dank heraus ging an 5.000 Zuschauer an einem verregneten Freitagabend gegen Waldhof Mannheim. Als Vorstand hätte ich da auch keinen Plan für ein Stadion mit 60-70 Tsd. Zuschauerkapazität vorgelegt. Das wäre ja albern. Also, da gab es auch andere Zeiten als "das weisse Ballett". Aber das weisst Du ja, wollte es auch nur nochmal akzentuieren.
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Dr. Mabuse

Zitat von: I.Ronnie am Donnerstag, 06.Aug.2026, 09:03:27Nein, das hat alles keinen Sinn ergeben. Die alte Schüssel hatte keine Logen, keinen richtigen Hospitalitybereich und fasste ja, wie du bereits geschrieben hast, zum Ende hin weniger Zuschauer als das jetzige Stadion. Was man durch eine Absenkung des Rasens und eines sehr flachen unteren Ranges gewonnen hätte, wäre durch den Einbau von Logen und Businessplätzen an anderer Stelle wieder verloren gegangen. Auf 70k oder 80k wäre man niemals gekommen. Dazu war die Schüssel viel zu klein.

Es wäre auch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht billiger geworden als der damalige Neubau, weil man die alte Schüssel komplett hätte entkernen müssen. Ob die Dachkonstruktion hätte verlängert werden können, weiß von uns auch niemand.
Mit den Logen hast Du natürlich recht, heute ist ja auch mehr "Gedöns" als Fußball wichtig. Wenn man es aber abgesenkt hätte mit Tribünen bis zum Spielfeldrand wären da noch sehr viele Zuschauerplätze möglich gewesen. Der Innenraum war riesengroß. Ob das Sinn ergeben hätte, auch insbesondere bautechnisch, das weiß ich nicht. Das Dach wäre m. E. nicht anhebbar gewesen.

Stimmungstechnisch macht man da immer m. E. nicht zulässige Quervergleiche. Wenn die alte Hütte voll war ging es da auch gut drin ab. Heute ist jedes Spiel so gut wie ausverkauft. Wenn im heutigen Stadion 7.000 Zuschauer gegen Bayer Uerdingen sich verlaufen würden, wäre das auch nicht viel besser als damals. Ein wenig vlt. schon wegen der Nähe, viel mehr aber auch nicht.

Interessant war ja auch das Schulten-Stadion, auch Bügeleisenstadion genannt, dass der Architekt Schulten anstelle des Dyckerhoff-Entwurfs (die alte Schüssel) geplant hatte. Das sah richtig futuristisch aus für die 70er Jahre, da war eine ursprüngliche Kapazität von 70 k geplant.
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Mister P.

Zitat von: Dr. Mabuse am Donnerstag, 06.Aug.2026, 15:47:38[..]

Stimmungstechnisch macht man da immer m. E. nicht zulässige Quervergleiche. Wenn die alte Hütte voll war ging es da auch gut drin ab. Heute ist jedes Spiel so gut wie ausverkauft. Wenn im heutigen Stadion 7.000 Zuschauer gegen Bayer Uerdingen sich verlaufen würden, wäre das auch nicht viel besser als damals. Ein wenig vlt. schon wegen der Nähe, viel mehr aber auch nicht.

[..]

Der Vergleich zur Betonschüssel fällt imo lediglich dann zu Ungunsten des heutigen Stadions aus, wenn jede Menge Nostalgie das Urteil beeinflusst. Die Sicht auf das Spiel, das Gefühl ganz nah am Geschehen dran zu sein, ist im "neuen" eckigen Stadion deutlich besser. Die Laufbahn und der Graben hatte einen negativen Effekt, den wohl einige weniger stark in Erinnerung haben als er tatsächlich gewesen ist. Die Sicht vom Stehplatz Mitte war "nicht schlecht" aber deutlich schlechter als im neuen Stadion. Das Gedränge dort war teilweise gruselig, die Sitzbänke in anderen Bereichen unbequem und schmuddelig.

Was die Stimmung angeht hinkt ein Vergleich alleine deswegen, weil es den Klangteppich der Dauerlala damals nicht gegeben hat. War ein Spiel mies und ereignisarm, war es im Stadion still oder es bluteten die Ohren ob des Pfeifkonzert, welches die Zuschauer veranstalteten. Wir hatten damals häufiger lediglich um die 20.000 Zuschauer, deren Unzufriedenheit allerdings deutlich zu vernehmen gewesen ist. Umgekehrt gab es auch bei Spitzenspielen, voller Bude und guten Spielen regelmäßig "nur" spielbezogenen Support. Abgesehen vom spielbezogenen Support, den unterschiedlichen Büdchen und Imbissmöglichkeiten (Pizzastücke/Reibekuchen etc.) und dem sportlich ungleich besseren FC, vermisse ich die damalige Zeit-, insbesondere das Stadion nicht.

DBTV

Das Schicksal meinte es damals nicht gut mit ihm, seiner Familie und leider auch dem FC.
Wer weiß wo wir heute stehen würden, wenn Harry Blum ein Jahr länger gelebt hätte.
Erweiterbares Stadion, Trainingsplätze mit Anschluss an die Spo Ho, Hotel

1. FC Köln: - GEISSBLOG

Dr. Mabuse

Zitat von: Mister P. am Donnerstag, 06.Aug.2026, 16:14:02Der Vergleich zur Betonschüssel fällt imo lediglich dann zu Ungunsten des heutigen Stadions aus, wenn jede Menge Nostalgie das Urteil beeinflusst. Die Sicht auf das Spiel, das Gefühl ganz nah am Geschehen dran zu sein, ist im "neuen" eckigen Stadion deutlich besser. Die Laufbahn und der Graben hatte einen negativen Effekt, den wohl einige weniger stark in Erinnerung haben als er tatsächlich gewesen ist. Die Sicht vom Stehplatz Mitte war "nicht schlecht" aber deutlich schlechter als im neuen Stadion. Das Gedränge dort war teilweise gruselig, die Sitzbänke in anderen Bereichen unbequem und schmuddelig.

Was die Stimmung angeht hinkt ein Vergleich alleine deswegen, weil es den Klangteppich der Dauerlala damals nicht gegeben hat. War ein Spiel mies und ereignisarm, war es im Stadion still oder es bluteten die Ohren ob des Pfeifkonzert, welches die Zuschauer veranstalteten. Wir hatten damals häufiger lediglich um die 20.000 Zuschauer, deren Unzufriedenheit allerdings deutlich zu vernehmen gewesen ist. Umgekehrt gab es auch bei Spitzenspielen, voller Bude und guten Spielen regelmäßig "nur" spielbezogenen Support. Abgesehen vom spielbezogenen Support, den unterschiedlichen Büdchen und Imbissmöglichkeiten (Pizzastücke/Reibekuchen etc.) und dem sportlich ungleich besseren FC, vermisse ich die damalige Zeit-, insbesondere das Stadion nicht.
Mit dem spielbezogenen Support und dem Dauerlalala stimme ich zu 100% zu.

Alles andere ist natürlich subjektiv. Ich saß meistens (später auch als DK) Oberrang West Mitte ganz unten, da war die Sicht prima ;-)

Jedenfalls wenn ich wählen könnte zwischen Spitzenfußball, alte Schüssel, mäßiger Stimmung mit halb vollem Stadion gegen Fahrstuhl, Dauerlalala mit ständig ausverkauftem Haus mit Eventottos ich wüßte was mir lieber wäre  ;)

Mister P.

Zitat von: Dr. Mabuse am Donnerstag, 06.Aug.2026, 17:29:59[..]

Jedenfalls wenn ich wählen könnte zwischen Spitzenfußball, alte Schüssel, mäßiger Stimmung mit halb vollem Stadion gegen Fahrstuhl, Dauerlalala mit ständig ausverkauftem Haus mit Eventottos ich wüßte was mir lieber wäre  ;)

Klar, da würde ich umgekehrt zustimmen. 😉 Hängt nur nicht vom Stadion ab. 

Einen FC, der regelmäßig im ersten Tabellendrittel einläuft, mit Spielern à la Litti, Hässler, Klaus Allofs, Schumacher & Co. in ihrer Prime, werden wir in Müngersdorf nie wieder beim FC sehen. 
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Santillana

Die alte Schüssel mochte ich sehr. Es war auch mein erstes FC-Stadion. Was mir besonders gefiel, war das gleißende Flutlicht der vier mächtigen Masten, der Platz war im Vergleich zu heute viel heller ausgeleuchtet. Toll fand ich auch der den Unterrang weit überragende Oberrang, was den Stadioncharakter noch verstärkte. Von Stehplatz Mitte hatte man eine sehr gute Sicht zu erschwinglichen Preisen, ich meine 12 bis 15 DM. Der späte Umbau in eine Sitzplatzzone war ein echter Stimmungskiller. Im Oberrang fühlte ich mich erhaben durch den vorzüglichen Rundumblick, den man dort genoß. Auf den Bänken saß man beinahe wie auf einem harten Sofa. Weit weg war man trotz Graben und Laufbahn in meiner Erinnerung nicht, zumindest im Bereich Mitte und Seite, unten wie oben nicht. Die Büdchen im Umlauf waren ungeschliffen, bodenständig, teilweise improvisiert, weit entfernt von dem, was man heute "Catering" nennt. Die nicht gerade gut ausgesteuerten Lautsprecher mit der strengen Stimme von Stadionsprecher Hans-Gerhard König rundeten jedes Spiel ab.

Ess et winnigstens ene Stürmer ? Dann nemme mer der !  (Hennes Weisweiler zur Verpflichtung von Pierre Littbarski)

bollock

Zitat von: Santillana am Freitag, 07.Aug.2026, 00:25:43Die alte Schüssel mochte ich sehr. Es war auch mein erstes FC-Stadion. Was mir besonders gefiel, war das gleißende Flutlicht der vier mächtigen Masten, der Platz war im Vergleich zu heute viel heller ausgeleuchtet. Toll fand ich auch der den Unterrang weit überragende Oberrang, was den Stadioncharakter noch verstärkte. Von Stehplatz Mitte hatte man eine sehr gute Sicht zu erschwinglichen Preisen, ich meine 12 bis 15 DM. Der späte Umbau in eine Sitzplatzzone war ein echter Stimmungskiller. Im Oberrang fühlte ich mich erhaben durch den vorzüglichen Rundumblick, den man dort genoß. Auf den Bänken saß man beinahe wie auf einem harten Sofa. Weit weg war man trotz Graben und Laufbahn in meiner Erinnerung nicht, zumindest im Bereich Mitte und Seite, unten wie oben nicht. Die Büdchen im Umlauf waren ungeschliffen, bodenständig, teilweise improvisiert, weit entfernt von dem, was man heute "Catering" nennt. Die nicht gerade gut ausgesteuerten Lautsprecher mit der strengen Stimme von Stadionsprecher Hans-Gerhard König rundeten jedes Spiel ab.


Ich erinnere mich, dass ich bei einigen Spielen ca. 5 Minuten vor Anpfiff eine Karte gekauft habe am Kassenhäuschen und dann reingeschlendert bin ohne Eile und trotzdem in Stehplatz Mitte einen Platz mit guter Sicht bekommen habe. Es gab damals auch noch ein richtiges Stadionheft zum Spieltag.
Aber ich will es auch nicht mehr wieder haben.
Sehe nicht was Du glaubst, sondern glaube was Du siehst!
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