Autor Thema: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln  (Gelesen 38299 mal)

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Online Rheineye

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1410 am: Montag, 29.Jun.2020, 20:52:36 »
Unser Problem ist nicht der fehlende Drecksack, die Mannschaft war körperlich und geistig sowie taktisch nach Corona nicht mehr in der Lage annähernd an das Maximum zu kommen, in keinem Bereich der Basics.

Wir brauchen eine Person vom Charakter her wie Matthias Sammer im Verein, sonst geht dieses ständige gepimmel immer weiter, jemand der hungrig nach Erfolg ist und nicht auf Würstchen oder Burger.
Danke Markus, nun aber schnell weg

Offline Kater Karlo

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1411 am: Montag, 29.Jun.2020, 21:17:04 »
Eine Person mit Charakter und Hunger wird es in Köln nicht geben, denn das würde bedeuten, dass einige aus ihren Wohlfühlecken heraus müssten. Passt auch nicht zum ganzen "Et Jeföhl-" und "Spürbar Anders"-Gefasel. So einen würde man gleich wieder rausbeißen.

Ich bin ehrlich gesagt froh, dass die Bundesliga-Saison zu Ende ist und ich Abstand von diesem Verein finde. Das ich das mal so empfinden würde, hätte ich nie gedacht. Aber wenn dieser Verein auf seine Anhänger pfeift, dann sollten auch die Anhänger ihre Schlussfolgerungen daraus ziehen. Mein Verhältnis zu diesem Verein hat sich jedenfalls ziemlich abgekühlt. Ist halt ein Jeföhl und das ist spürbar anders als noch in der Vergangenheit.


P.S. Als FC -Fan muss man sich ja ohnehin einiges bieten lassen, aber der Auftritt am Samstag hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt. Im Moment habe ich genug von dem Scheiß.
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Offline Fzool

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1412 am: Montag, 29.Jun.2020, 22:07:35 »
Der User Okudera hat es im Timo Hörnchen Thread passend getroffen:

Den Eindruck habe ich auch:

Ins Stadion kommen, zur kölschen Musik schunkeln, die kölschen Originale (die den Verein auch in schweren Zeiten nicht verlassen haben) bejubeln. Und wenn man verliert: Egal, wir sind eben kölsch. Da ist ein bisschen Chaos und Verlierertum ganz normal. Wir sind doch keine Streber oder unsympathische Ehrgeizlinge.
Zu Hause, in der Nachbarschaft und auf der Arbeit lässt man sich dann aufmunternd auf die Schultern klopfen und ist ein bisschen Stolz darauf, dass man Fan eines solchen Vereins ist, der ja "spürbar anders" auftritt. So wie jetzt gegen Bremen.

Die gleiche Selbstbesoffenheit, die diese Stadt schon ewig auszeichnet:
Mir sin kölsch und stolz op Kölle am Rhing.
In Urlaub ist man der sympathische, voll Lebensfreude sprühende kleine Rebell, den alle nur wegen seiner Herkunft toll finden (müssen).

Der Verein hat das erkannt und greift genau das auf.

Der letzte und einzige Trainer der hier wirkliche GIER nach Erfolg hatte war Christoph Daum. Der Rest waren größtenteils Selbstdarsteller die sich hauptsächlich darin gefallen haben den großen Traditionsclub 1.FC Köln zu trainieren. Und die Spieler nehmen es ja auch wahr, dass sie hier auf ein Publikum treffen, dass jeden noch so kleinen Erfolg mit einer riesen Sympathie Welle begleitet. Ansonsten wären Geschichten wie ein Kessler hier überhaupt nicht möglich. Und selbst die größten Graupen hier in Köln wurden irgendwann gefeiert wie die größten Helden. Sei es wegen einem Aufstieg oder weil man ausnahmsweise mal ein Spiel in der Bundesliga gewonnen hatte.

Jetzt wo wegen Corona das ganz große TamTam im Stadion weg fällt und im Fokus nur noch der sportliche Erfolg fällt - sieht man umso deutlicher welch lächerliche Götzen man beim FC anhimmelt. Man muss sich weg tun das hier ein Marco Höger ein mehr als sattes Gehalt einfährt. Für was eigentlich? 

Den Weg der Jugend den Gisdol eingeschlagen hatte fand ich einfach so extrem gut. Er hätte ihn konsequent weiter gehen sollen. Genauso wie damals ein Ruthenbeck. Warum z.b. ein Führich nach der starken Leistung in München nie wieder ein Spiel gemacht hat werde ich nie verstehen. Danach hat man ihn abgeschenkt nach Dortmund II. Und hier spielt weiter Höger.

Mag sein das man mit Spielern wie Katterbach, Jakobs und wie sie alle heißen vielleicht nicht die Klasse hält. Aber ich wenn da zum großen Teil Kölner Jungs auf dem Rasen stehen die beim FC kicken gelernt haben und sich für den Verein zerreisen, dann gehe ich mit denen auch gerne in Liga 2. Sehe ich hier allerdings weiterhin die 2 Katastrophen H's Horn und Höger auf dem Platz verliere ich bzw. habe schon lange die Lust verloren diese Spiele wirklich zu verfolgen. Ich tue das eigentlich nur noch aus Gewohnheit und wegen dem Forum hier.

Mir fällt auch wirklich nichts ein wie man diese ganzen Probleme in Köln lösen könnte. Vielleicht ist Heldt wirklich eine gute Lösung weil er den Verein gut kennt und den Verein noch kennen gelernt hat als man noch nicht die größte Lachnummer in der Bundesliga war. Oder er ist eine schlechte Lösung weil er zu tief in diesem gesamtem FC Kosmos drin steckt. Ich weis es nicht. Die Zeiten wo man sich wirklich noch auf ein Wochenende mit dem FC gefreut hat sind lange vorbei und das ist einfach schade.

Auf YouTube gibt es übrigens mittlerweile sehr viel Material aus den guten Zeiten wie z.b. das hier: 4:0 gegen die Bayern ... https://www.youtube.com/watch?v=YXEMiNANeEQ ... Janßen, Banach, Illgner ... Spieler aus einem anderen Universum. Und heute trägt Höger dieses Trikot. Es ist zum weinen.

Offline tollibob

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1413 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 08:27:09 »
Zitat
Auf YouTube gibt es übrigens mittlerweile sehr viel Material aus den guten Zeiten wie z.b. das hier: 4:0 gegen die Bayern ... https://www.youtube.com/watch?v=YXEMiNANeEQ ... Janßen, Banach, Illgner ... Spieler aus einem anderen Universum. Und heute trägt Höger dieses Trikot. Es ist zum weinen.

Weiß gar nicht, was du hast. Der Rutemöller ist doch immer noch da! :suff: :tired: :psycho: 
Herr Gisdol, draußen nur Kännchen.

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1414 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 08:33:34 »
Der letzte und einzige Trainer der hier wirkliche GIER nach Erfolg hatte war Christoph Daum.

In den 89er/90ern meinst du hoffentlich. Beim zweiten Mal stimmt zwar "Gier" noch, aber sonst nicht viel.
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Online Rheineye

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1415 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 08:37:04 »
Erfolg hatte er auch in seiner 2. Amtszeit, dieser war nur deutlich zu teuer.
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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1416 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 09:23:53 »
Erfolg hatte er auch in seiner 2. Amtszeit

Mühsamster Aufstieg aller Zeiten plus ein halbwegs solider Klassenerhalt. Das haben hier auch schon andere geschafft. Würd ich jetzt nicht als Erfolg werten, zumal er eine absolute Sau-Truppe zusammengestellt hat, die uns auf Jahre hinaus sportlich und finanziell handlungsunfähig gemacht hatte.

Der Einzige, der hier in den letzten 20 Jahren wirklich Erfolg hatte, war der Pitter. Mit Abstrichen evtl. noch Ewald für 2 Saisons.
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Offline Kurt Sartorius

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1417 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 09:55:25 »
Mühsamster Aufstieg aller Zeiten plus ein halbwegs solider Klassenerhalt. Das haben hier auch schon andere geschafft. Würd ich jetzt nicht als Erfolg werten, zumal er eine absolute Sau-Truppe zusammengestellt hat, die uns auf Jahre hinaus sportlich und finanziell handlungsunfähig gemacht hatte.

Der Einzige, der hier in den letzten 20 Jahren wirklich Erfolg hatte, war der Pitter. Mit Abstrichen evtl. noch Ewald für 2 Saisons.
Und Markus Anfang.
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Offline Povlsen

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1418 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 10:46:02 »
Und Markus Anfang.

Siehe Daum. Mit dem Kader wärst Du auch aufgestiegen.

Offline MC41

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1419 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 13:45:23 »
Mühsamster Aufstieg aller Zeiten plus ein halbwegs solider Klassenerhalt. Das haben hier auch schon andere geschafft. Würd ich jetzt nicht als Erfolg werten, zumal er eine absolute Sau-Truppe zusammengestellt hat, die uns auf Jahre hinaus sportlich und finanziell handlungsunfähig gemacht hatte.

Der Einzige, der hier in den letzten 20 Jahren wirklich Erfolg hatte, war der Pitter. Mit Abstrichen evtl. noch Ewald für 2 Saisons.

Bei Lienen ist ja das lustige, dass er von der originalen #durchetfüer Fraktion durch den Fleischwolf geschickt wurde. Lienen ist und war ein komischer Vogel, aber gescheitert ist er hier als er die Lottners, Springers und Cullmanns ersetzen wollte. Da war dann der Drops gelutscht.

Offline Der Templer

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1420 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 13:45:53 »
Siehe Daum. Mit dem Kader wärst Du auch aufgestiegen.

Prinzipiell richtig. Aber am Beispiel HSV siehst du auch, dass ein für Zweitligaverhältnisse namhafter Kader keine Garantie ist. Und auch Stuttgart ist von einer Peinlichkeit in die nächste gerutscht.
Am Ende weiß der VFB selbst nicht, warum die kommende Saison wieder gegen Bayern und Dortmund antreten dürfen. Keine Frage, Anfang war ein richtig mieser Trainer. Aber auch so ein Aufstieg ist kein Selbstläufer.
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Offline Fzool

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1421 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 16:40:40 »
Mühsamster Aufstieg aller Zeiten plus ein halbwegs solider Klassenerhalt. Das haben hier auch schon andere geschafft. Würd ich jetzt nicht als Erfolg werten, zumal er eine absolute Sau-Truppe zusammengestellt hat, die uns auf Jahre hinaus sportlich und finanziell handlungsunfähig gemacht hatte.

Daum wollte aber den Erfolg. Auch in seiner zweiten Amtszeit. Vergiss nicht das er einer der Gründe war warum Podolski hier wieder aufgetischt ist. Und die Kombination Daum und Podolski hätte ich trotz allem nochmal gerne erlebt. Und den Aufstieg von Daum sollte man nicht klein reden. Es war damals die wahrscheinlich wirklich stärkste 2.Liga aller Zeiten. Mit starken Gladbachern, Hoffenheim(!) und Mainz mit Klopp. Vergleiche das bitte nicht mit der Saison als Anfang hier aufgestiegen ist.

Offline Kurt Sartorius

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1422 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 16:45:53 »
Das war ein Scherz. Markus Anfang war der schlimmste FC-Trainer seit Rapolder.
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Offline Digger79

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1423 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 17:08:04 »
Ein en Sandsack haben wir ja, zumindest fällt er so....

Drexler ist für mich kein Leader. Für mich gehört dazu die Kommunikation auf und neben dem Platz dazu. Ein Spieler, der motiviert und positiv verrückt ist, aber in entscheidenden Phasen die Jungs mitreißen oder aufwecken kann. Wir haben keinen „Lautsprecher“, denn wenn es Ernst wird verstecken sich zu viele Spieler. Die Hierarchie der Mannschaft muss hinterfragt werden. Generell geht es im Fußball nicht nur um spielerische und fußballerische Qualität. Unser Team ist zu leise und in sich in Gruppen geteilt.

Córdoba und seine Deutschkenntnisse....da ist es schwierig, wenn man so Spielern im Spiel als Mitspieler Kommandos geben will. Wenn ein Stürmer einen Raum zustellen soll oder aktiv nach hinten arbeiten muss.

Die Struktur innerhalb des Teams muss verbessert werden und unsere jungen Wilden benötigen eine Führung. Bournauw kann ich mir sehr gut vorstellen, auch wenn selbst noch blutjung, natürlich Hector.....allerdings alles keine „Lautsprecher“ oder die die Mitspieler mitreißen.
Wer gegen den Wind pisst, wird Sturm ernten👆🏾

Offline Lobi

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1424 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 17:15:27 »
Die Struktur innerhalb des Teams muss verbessert werden und unsere jungen Wilden benötigen eine Führung. Bournauw kann ich mir sehr gut vorstellen, auch wenn selbst noch blutjung, natürlich Hector.....allerdings alles keine „Lautsprecher“ oder die die Mitspieler mitreißen.

Bornauw kann schon in diese Rolle reinwachsen und sicher auch lauter werden wenn es sein mus. Mit einem #durchetfuer verseuchten Kader wird das aber hier sowieso nichts werden. Hector mag ich als Spieler durchaus auch wenn seine Leistungen in den letzten 3 Jahren doch sehr schwankend waren. Als Typ is er jedoch völlig ungeeignet für das Kapitänsamt.

Offline Roter Ziegenbart

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1425 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 17:19:10 »
Daum wollte aber den Erfolg. Auch in seiner zweiten Amtszeit. Vergiss nicht das er einer der Gründe war warum Podolski hier wieder aufgetischt ist. Und die Kombination Daum und Podolski hätte ich trotz allem nochmal gerne erlebt. Und den Aufstieg von Daum sollte man nicht klein reden. Es war damals die wahrscheinlich wirklich stärkste 2.Liga aller Zeiten. Mit starken Gladbachern, Hoffenheim(!) und Mainz mit Klopp. Vergleiche das bitte nicht mit der Saison als Anfang hier aufgestiegen ist.


Er war auch der, der bei Overath eine moderne, ausgegliederte und zukunftsorientierte Trainigsanlage, ausserhalb der Stadt gefordert hat.
10 Jahre ist das jetzt her.
Ja ja und der Verein hat immer noch nix da stehen.
Durch die Reihe weg, wird hier gepennt wo es nur geht.

Und wenn sie nicht vom Hof gejagt werden, flüchten sie.

Bin mal gespannt ob Daum seine letzte FC Zeit in einem Buch festhält.


Offline Eigelsteiner

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1426 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 17:37:53 »
Drexler ist für mich kein Leader. Für mich gehört dazu die Kommunikation auf und neben dem Platz dazu. Ein Spieler, der motiviert und positiv verrückt ist, aber in entscheidenden Phasen die Jungs mitreißen oder aufwecken kann. Wir haben keinen „Lautsprecher“, denn wenn es Ernst wird verstecken sich zu viele Spieler. Die Hierarchie der Mannschaft muss hinterfragt werden. Generell geht es im Fußball nicht nur um spielerische und fußballerische Qualität. Unser Team ist zu leise und in sich in Gruppen geteilt.

Córdoba und seine Deutschkenntnisse....da ist es schwierig, wenn man so Spielern im Spiel als Mitspieler Kommandos geben will. Wenn ein Stürmer einen Raum zustellen soll oder aktiv nach hinten arbeiten muss.

Die Struktur innerhalb des Teams muss verbessert werden und unsere jungen Wilden benötigen eine Führung. Bournauw kann ich mir sehr gut vorstellen, auch wenn selbst noch blutjung, natürlich Hector.....allerdings alles keine „Lautsprecher“ oder die die Mitspieler mitreißen.
wer glaubt, dass bournauw hier nächste saison noch verfügbar ist, hat den effzeh nie geliebt.
Babbsagg

Offline rudde

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1427 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 18:59:15 »
Indem er die strukturellen Probleme hinter dem Mentalitätsproblem benennt, macht Ronnie hier einen sehr wichtigen Punkt, der tatsächlich in vielen Analysen zu kurz kommt, bzw. nur im Nebensatz berücksichtigt wird. Allerdings lässt Ronnies Argumentation nur eine Schlussfolgerung zu und zu der kommt er auch selbst: es kann nicht besser werden. An so viel Determinismus glaube ich aber nicht und ich denke es ist wichtig, dass wir als kritische Fans das auch nicht tun, denn sonst wird das zur self-fulfilling prophecy.

Zunächst mal stimme ich vollkommen damit überein, dass es wenig bringt, einzelne Spieler als Ursache für die Probleme herauszustellen. Klar, kann sein, dass Högi und Horni am liebsten Shisha rauchen und in der Spielo abhängen und andere Spieler sich einfach zuhause einen gut bezahlten lauen Lenz machen - aber wieso ist das das beim FC überhaupt möglich? Wieso ist es seit Jahren so, dass Spieler sich hier so aufführen können? Die zwei sind ja nicht die Ersten. Es geht dabei nicht darum, dass ihnen die Freizeit verboten werden müsste - wie auch - aber Ambitionslosigkeit muss bei einem Profisportler eben Konsequenzen haben oder noch besser: es müsste eine Kultur herrschen, dass die gar nicht erst auf die Idee kämen, zu so Schluffis zu werden.

Ich bin weit davon entfernt, im gesellschaftlichen und beruflichen Leben nach Leistung, Performance, Work hard usw. zu schreien - das Gegenteil ist der Fall und es wäre für unsere Gesellschaft sehr viel besser, wenn wir die Ansprüche und schwachsinnigen Leistungsbemessungen im Leben sehr weit herunterfahren würden. Hier allerdings geht es hier im professionellen Sport - das ist per Definition ein permanenter Leistungsvergleich nach sehr klaren Kriterien. Es gibt eigentlich keine Überraschungen, was die Erwartungen an Profisportler angeht, das ist schon mal ganz nett, so als Berufstätiger. Dazu kommt noch ein unfassbar privilegierter Lebensstil. Selbst ein unterdurchschnittlicher Bundesligaprofi wird in seiner aktiven Zeit sehr viel reicher, als ein normaler Berufstätiger und kann, wie ja einige unsere Spieler auch, nebenbei noch eine akademische Ausbildung durchlaufen. Das ist auch ganz schön geil.

Aber als Konsequenz, bzw. Voraussetzung für so eine berufliche Laufbahn, muss ein anderer Anspruch herrschen. Zumal es ja auch nicht darum geht, dass niemand niemals ein Bier trinken darf oder dass Karneval ab sofort verboten ist. Aber dazu gehört, dass Erwartungen ganz klar kommuniziert werden (Arsch aufreißen, Gewinnenwollen) und dass eine gewisse "Accountability" eingeführt wird - auch mit Blick auf die Außendarstellung: Beschwerden über Erwartungshaltungen darf es vom Klub nicht mehr geben, im Gegenteil, sportlicher Druck sollte denen Recht sein. Dazu gehört auch, dass Dreijahresverträge für Spieler eher das obere Ende, und Vertragsverlängerungen, vor allem mit Spielern jenseits der 25, eher die Ausnahme als die Regel darstellen sollten. Dazu gehört auch, dass Leute wie Kessler nicht selbstverständlich einen Job beim FC bekommen oder dass Modeste für zehn Jahre zurückgeholt wird. Das ist unprofessioneller Blödsinn und kurz vor Mauschelei.

Ronnie hat auch Recht, dass sich das Problem damit durch alle Level zieht: Geschäftsführer Sport, Präsidium etc. und auch die Fans.
Aber ich stimme nicht zu, dass es deshalb keinen Ausweg mehr gibt.

Denn es war ja nicht immer so. Der FC war ja mal so ziemlich das Gegenteil von dem selbstzufriedenen Haufen, der wir jetzt sind (Anwesende ausgeschlossen), selbstverständlich ganz zu Beginn ("Wollt ihr mit mir Deutscher Meister werden?"), aber auch noch sehr viel länger bis in die 1990er. Und selbst in den ersten Jahren unter Spinner/Schmadtke/Stöger/Wehrle gab es eine bedeutsame Änderung im Anspruch und Management des Klubs, die meiner Meinung nach echt war, nicht nur oberflächlich. Dementsprechend glaube ich schon, dass trotz aller struktureller Ursachen ein Weg nach Vorne möglich ist.

Die analytisch interessanten Fragen für mich wären dann 1) wie und wieso in den späten 90ern die Mentalität flöten gegangen ist, 2) was genau 2012/2013 die entscheidenden Änderungen waren und 3) warum der neue Weg letztlich nicht beibehalten werden konnte. Mir ist schon klar, dass in diesem Forum viel Richtiges und Wichtiges darüber geschrieben wurde und dass das im Endeffekt sowas wie das übergreifende Thema des Forums ist. Wir wissen hier wahrscheinlich mehr darüber als irgendwer beim FC.

Allerdings scheint mir auch hier in letzter Zeit "Wir haben halt ein Mentalitätsproblem" als Grund für die Misere missverstanden zu werden, dabei ist es nur ein Symptom. Warum haben wir ein Mentalitätsproblem? Welche Entscheidungen institutionalisieren das? Für mich sind es weniger die Eventottos und Spürbar-Anders-Kampagnen oder Shishahögis (die kommen im zweiten Schritt und reproduzieren das), sondern langfristig schlechte sportliche Arbeit, vor allem im Sportmangagement: endlose Vertragslaufzeiten, permanente Verlängerungen, k(l)eine sinnvolle(n) Netzwerke, Abhängigkeit von den gleichen drei Beratern, und vor allem keine Verkaufsstrategie und größere sportliche Idee. Ich bin sicher, es gibt noch sehr viel mehr dieser eher langweiligen Gründe, die mir nicht bewusst sind oder nicht einfallen. Aber generell würde ich sagen, dass wir weniger darauf angewiesen sind, alle rauszuschmeißen (auch wenn ich Wehrle und Co liebend gerne die Tür zeigen würde), als darauf zu schauen, wie wir die Strukturen des Klubs nicht nur demokratisieren, sondern auch professionalisieren können. Die hart erkämpften Gremien sind dafür meines Erachtens unerlässlich, aber sie müssen anscheinend noch besser genutzt werden. Wie, weiß ich nicht. Aber vielleicht ja Leute hier.
   
Ich verfolge schon seit vielen Jahren die These, dass der 1.FC Köln kein professionell geführter Fussballverein ist. Ein Verein ohne jeden Plan und noch schlimmer, ohne Ambitionen. Ich erwarte ja nicht, dass wir die Liga gewinnen, ich erwarte allerdings, dass man Ziele über Jahre im Auge behält und dementsprechend handelt. Alles das fehlt. Man eiert hin und her und übersäht sich gegenseitig mit Lob, man ist zufrieden mit dem ganzen Mist. Genau so präsentiert sich auch die Mannschaft, ist der Abstieg erstmal verhindert dann fangen im Kopf der Spieler die Ferien an. Von da an wollen alle jedes Schwitzen vermeiden, jämmerlich!

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1428 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 19:13:09 »
Bei gravesen hab ich einen Kommentar gelesen, in dem es hieß, "der HSV hat einen schrumpelschwanz, und keine Eier".
Das gleiche trifft auch für den FC zu.

Offline Kater Karlo

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1429 am: Dienstag, 30.Jun.2020, 20:02:02 »
Der letzte Spieltag hat bei mir das Fass zum Überlaufen gebracht. Eine Mannschaft, die die Arbeit verweigerte, ein Geschäftsführer, der beim 3:0 freundlich grinsend zu den Bremern schaute und ein Modeste, der sich nach dem Debakel von den Bremer Fans feiern ließ. Wenn die Typen nur einen Funken Anstand und Ehre hätten, wären sie vor Scham in die nächste Latrine gesprungen.
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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1430 am: Mittwoch, 01.Jul.2020, 08:13:30 »
Daum wollte aber den Erfolg. Auch in seiner zweiten Amtszeit. Vergiss nicht das er einer der Gründe war warum Podolski hier wieder aufgetischt ist. Und die Kombination Daum und Podolski hätte ich trotz allem nochmal gerne erlebt. Und den Aufstieg von Daum sollte man nicht klein reden. Es war damals die wahrscheinlich wirklich stärkste 2.Liga aller Zeiten. Mit starken Gladbachern, Hoffenheim(!) und Mainz mit Klopp. Vergleiche das bitte nicht mit der Saison als Anfang hier aufgestiegen ist.

Das alles verblasst im Vergleich zu dem Schaden, den er diesem Verein in seiner zweiten Amtszeit zugefügt hat. Sportlich hat er die Minimalanforderungen erfüllt, aber zu einem nicht tolierbaren Preis (was sowohl bildlich als auch wörtlich zu verstehen ist). Schlimm, dass man das in diesem Forum noch erklären muss.
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Offline Fzool

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1432 am: Mittwoch, 01.Jul.2020, 18:19:24 »
Das alles verblasst im Vergleich zu dem Schaden, den er diesem Verein in seiner zweiten Amtszeit zugefügt hat. Sportlich hat er die Minimalanforderungen erfüllt, aber zu einem nicht tolierbaren Preis (was sowohl bildlich als auch wörtlich zu verstehen ist). Schlimm, dass man das in diesem Forum noch erklären muss.

Es sind zwei getrennte Themen. Das Daum/Meier diesen Verein hier beinahe an die Wand gefahren haben im Zusammenspiel mit Overath darüber müssen wir wirklich nicht reden. Aber es ging mir hier darum zu sagen das Daum in meinen Augen unabdingbaren Erfolg wollte. Ob er das gut gelöst oder eine Minimalanforderung erfüllt hat - darüber kann man bei nem Kölsch diskutieren. Aber mir geht es einzig um den WILLEN wirklich ERFOLG haben zu WOLLEN.

Wie oft haben wir hier über die "fantastischen" Möglichkeiten einer der größten Städte Deutschlands gesprochen. Die Rahmenbedingungen in Köln mit seinen Vereinen und Jugendarbeit sind herausragend. Dazu wird der FC getragen von zig tausenden Menschen. Jedesmal ist die Kiste bumsvoll, an Sponsoren hat es uns auch noch nie gemangelt. Wir haben Geschichte, Tradition, altehrwürdige Spieler mit Titeln. Eigentlich ist alles da um diesen Verein zu einem zu formen der direkt hinter den Bayern stehen könnte.

Stattdessen krebsen wir seit Jahren in der 2.Liga und am unteren Rand der Tabelle in der 1.Liga. "Wir sind Aufsteiger", "Nicht absteigen" ... ich kann diese scheisse echt nicht mehr hören. Und genau da war Daum anders. Der wollte Europapokal. Der wollte den FC wieder da hin bringen wo wir in den 80zigern waren. Der Anspruch vom FC muss sein um den Meistertitel zu spielen und nicht VFL Bochum 2.0 zu sein.

Und wenn ein Trainer, eine GF diesen Anspruch in sich trägt. Dann bin ich überzeugt das man eine Pfeife wie Höger hier nicht mehr sehen würde. Das ist doch der geist von Franz Kremer: "Wollen Sie mit mir Deutscher Meister werden?".

Offline MC41

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1433 am: Mittwoch, 01.Jul.2020, 19:45:16 »
Der Mensch der hier den Ton vorgibt findet aber die Stadt Köln ganz schön und selbst sein eigener Chef zu sein auch nicht verkehrt.

Mit solchen Aussagen und unserer neuen DNA schützt und untermauert er ja nur seinen Job noch mehr. Unter Wehrle and Friends wird es hier von Verantwortlichen NIEMALS sportliche Formulierungen geben, die den Job einer Person in diesem erlesenen Kreis gefährden könnte. Wäre das Ziel nach Corona gesichertes Mittelfeld gewesen mit Blick nach ganz oben (war ja möglich), hätte man die Leute packen können damit. Die hätten sich fragen gefallen lassen müssen. So stellt man sich mit ausgebreiteten Armen vor die Leute und will bejubelt werden, wer das nicht macht bekommt das Codewort "November" zu hören.

Anstelle dessen wird halt die Folklore Nummer gespielt (zieht immer wenn man sonst nichts hat) und ansonsten halt Demut, Demut und Demut eingefordert. Wenn man keine Ziele hat bzw nur das allermindeste einfordert, kann man es sich halt weiter gemütlich machen. Steigen wir nächstes Jahr ab wird es das schwere zweite Jahr gewesen sein und was auch immer.

Ich bin mir fast sicher, dass wenn Wehrle hier mal irgendwann (von selbst) geht, wird hier ein finanzieller Scherbenhaufen wiederzufinden sein, den wir uns nicht vorstellen können.

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1434 am: Donnerstag, 02.Jul.2020, 06:47:40 »
Das schwere zweite Jahr! Auch das noch. Auweia.
Waymaker. Promisekeeper. Miracle worker. Light in the darkness.
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Offline Kater Karlo

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1435 am: Donnerstag, 02.Jul.2020, 07:19:08 »
Ich bin mir fast sicher, dass wenn Wehrle hier mal irgendwann (von selbst) geht, wird hier ein finanzieller Scherbenhaufen wiederzufinden sein, den wir uns nicht vorstellen können.


Ich befürchte, da wirst du Recht haben.
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Offline Fzool

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1436 am: Donnerstag, 02.Jul.2020, 16:31:33 »
Egal. Man kann froh sein das die - Entschuldigung - Scheiße endlich vorbei ist und man diese ganzen spärlich möblierten Gesichter ne Weile nicht mehr ertragen muss. Warten wir ab was uns die neue Saison bietet, wahrscheinlich wenig erbauliches. In diesem Sinne freue ich mich auf die Formel 1. Bis dann!

Offline tuenn1960

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1437 am: Donnerstag, 02.Jul.2020, 21:30:15 »
Heidenheim verkauft sich in Bremen um einiges besser wie unsere Looser.

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1438 am: Donnerstag, 02.Jul.2020, 21:33:28 »
Heidenheim verkauft sich in Bremen um einiges besser wie unsere Looser.

Sollen sich in Grund und Boden schämen, sitzen aber wahrscheinlich irgendwo debil grinsend in ner Shisha-Bude.
EIN BISSCHEN MEHR RESPEKT, BITTE!!

Offline tuenn1960

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Re: 34.Spieltag SV Werder Bremen vs. abschenkender 1.FC Köln
« Antwort #1439 am: Donnerstag, 02.Jul.2020, 21:47:11 »
Sollen sich in Grund und Boden schämen, sitzen aber wahrscheinlich irgendwo debil grinsend in ner Shisha-Bude.
Und bisher außer Phrasen keine Kritik zu diesem ekelhaften Auftritt seitens eines Verantwortlichen. Das ist genau so schlimm wie der blutleere Auftritt in Bremen. Statt dessen Vertragsverlängerungen und Zugeständnisse. Das zeigt mir wie weit weg alle beim FC von der Realität sind.