Autor Thema: Sebastian Andersson  (Gelesen 196519 mal)

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Offline LuxOhr

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Re: Sebastian Andersson
« Antwort #1890 am: Donnerstag, 23.Jun.2022, 02:14:56 »
https://geissblog.koeln/2022/06/anderssons-zukunft-darum-wuerde-eine-trennung-schwierig/


Zitat

Das Problem: Andersson besitzt noch einen Vertrag beim FC bis 2023, verdient nicht nur über zwei Millionen Euro pro Jahr. Der 30-Jährige hat 2020 zudem sechs Millionen Euro Ablöse gekostet. Das bedeutet: Andersson steht nach zwei Vertragsjahren und einem Restjahr noch mit zwei dieser sechs Millionen Euro in den Büchern der Geißböcke.

Das bedeutet: Der FC kann den Stürmer eigentlich nicht unter einer Ablösesumme in Höhe dieses Restbetrags abgeben, ohne ein Eigenkapital-Minus hinzunehmen. Eigenkapital, das der FC bekanntlich nicht hat. Womit auch eine Vertragsauflösung keine Option sein dürfte, denn dann müsste der FC die restliche Ablöse abschreiben und dem Stürmer überdies noch einen Teil des restlichen Gehalts auszahlen.

Im Vergleich zu diesen Optionen wäre es also finanziell günstiger, Andersson bis zum Vertragsende zu halten.


Was ein Stuss.

Mal angenommen Andersson hat tatsächlich 6 Mio gekostet und verdient tatsächlich 2 Mio pro Jahr. Dann würden bei Verbleib des Spielers im Geschäftsjahr 22/23 4 Mio (Abschreibung + Gehalt) als Aufwand ("Eigenkapital-Minus") verbucht. Das wäre dann die Situation, "Andersson bis zum Vertragsende zu halten".

Würde er dagegen bspw. für 1 Mio wechseln, würde der FC das Gehalt von 2 Mio sparen und bräuchte auch nur 1 Mio abschreiben. Der Aufwand ("Eigenkapital-Minus") wäre nur 1 Mio anstatt 4 im Falle eines Verbleibs. Alle möglichen Szenarien, die den FC weniger als 4 Mio kosten würden, sind mithin günstiger als ein Verbleib (sogar die vom gb erwähnte, utopische, weil idiotische Vetragsauflösung). Und würden somit das "Eigenkapital-Minus" verringern. Das ja eh entstehen wird, fragt sich bloss in welcher Höhe (Verbleib oder Abgang).

"Im Vergleich zu diesen Optionen wäre es also finanziell günstiger, Andersson" NICHT "bis zum Vertragsende zu halten".

Dieser Non-Stop-Nonsense bei Zahlenspielereien geht gehörig auf die Eier. Und wird vom Express natürlich auch noch blind abgeschrieben.

https://www.express.de/sport/fussball/1-fc-koeln/hertha-sagt-horn-ab-fc-mit-verkaufs-problem-bei-topverdienern-100365
Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. (Albert Einstein)

Offline THC-Ben

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Re: Sebastian Andersson
« Antwort #1891 am: Donnerstag, 23.Jun.2022, 05:28:24 »
https://geissblog.koeln/2022/06/anderssons-zukunft-darum-wuerde-eine-trennung-schwierig/


Was ein Stuss.

Mal angenommen Andersson hat tatsächlich 6 Mio gekostet und verdient tatsächlich 2 Mio pro Jahr. Dann würden bei Verbleib des Spielers im Geschäftsjahr 22/23 4 Mio (Abschreibung + Gehalt) als Aufwand ("Eigenkapital-Minus") verbucht. Das wäre dann die Situation, "Andersson bis zum Vertragsende zu halten".

Würde er dagegen bspw. für 1 Mio wechseln, würde der FC das Gehalt von 2 Mio sparen und bräuchte auch nur 1 Mio abschreiben. Der Aufwand ("Eigenkapital-Minus") wäre nur 1 Mio anstatt 4 im Falle eines Verbleibs. Alle möglichen Szenarien, die den FC weniger als 4 Mio kosten würden, sind mithin günstiger als ein Verbleib (sogar die vom gb erwähnte, utopische, weil idiotische Vetragsauflösung). Und würden somit das "Eigenkapital-Minus" verringern. Das ja eh entstehen wird, fragt sich bloss in welcher Höhe (Verbleib oder Abgang).

"Im Vergleich zu diesen Optionen wäre es also finanziell günstiger, Andersson" NICHT "bis zum Vertragsende zu halten".

Dieser Non-Stop-Nonsense bei Zahlenspielereien geht gehörig auf die Eier. Und wird vom Express natürlich auch noch blind abgeschrieben.

https://www.express.de/sport/fussball/1-fc-koeln/hertha-sagt-horn-ab-fc-mit-verkaufs-problem-bei-topverdienern-100365


Ich hab leider keine Ahnung ob das richtig ist was du da schreibst, aber mein gesunder Verstand sagte mir beim Lesen des Artikels schon, dass es keinen Sinn macht.
Da ich aber kein Zahlenmagier wie Wehrle, Broker oder der Geissblock bin musste ich es erstmal so aufnehmen

Offline MLM

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Re: Sebastian Andersson
« Antwort #1892 am: Donnerstag, 23.Jun.2022, 11:16:46 »
Laut Rundschau soll es erste Interessenten geben.
Na Palm

Offline I.Ronnie

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Re: Sebastian Andersson
« Antwort #1893 am: Donnerstag, 23.Jun.2022, 11:30:51 »
https://geissblog.koeln/2022/06/anderssons-zukunft-darum-wuerde-eine-trennung-schwierig/
Was ein Stuss.

Mal angenommen Andersson hat tatsächlich 6 Mio gekostet und verdient tatsächlich 2 Mio pro Jahr. Dann würden bei Verbleib des Spielers im Geschäftsjahr 22/23 4 Mio (Abschreibung + Gehalt) als Aufwand ("Eigenkapital-Minus") verbucht. Das wäre dann die Situation, "Andersson bis zum Vertragsende zu halten".

Würde er dagegen bspw. für 1 Mio wechseln, würde der FC das Gehalt von 2 Mio sparen und bräuchte auch nur 1 Mio abschreiben. Der Aufwand ("Eigenkapital-Minus") wäre nur 1 Mio anstatt 4 im Falle eines Verbleibs. Alle möglichen Szenarien, die den FC weniger als 4 Mio kosten würden, sind mithin günstiger als ein Verbleib (sogar die vom gb erwähnte, utopische, weil idiotische Vetragsauflösung). Und würden somit das "Eigenkapital-Minus" verringern. Das ja eh entstehen wird, fragt sich bloss in welcher Höhe (Verbleib oder Abgang).

"Im Vergleich zu diesen Optionen wäre es also finanziell günstiger, Andersson" NICHT "bis zum Vertragsende zu halten".

Dieser Non-Stop-Nonsense bei Zahlenspielereien geht gehörig auf die Eier. Und wird vom Express natürlich auch noch blind abgeschrieben.

https://www.express.de/sport/fussball/1-fc-koeln/hertha-sagt-horn-ab-fc-mit-verkaufs-problem-bei-topverdienern-100365



Jipp, es wird einfach nur nachgebrabbelt. Was die Lohnschreiber nicht verstanden haben: Es geht um einen Transfer vor Beginn des letzten Wirtschaftsjahres, in dem der Vertrag Gültigkeit besitzt. Wechselte Andersson heute, wäre das Wirtschaftsjahr 2021/2022 noch gar nicht vorbei. Für dieses Wirtschaftsjahr müsste dann direkt der gesamte Restwert abgeschrieben werden: 4 Mio. € statt der jährlichen 2 Mio. €.
Die eigentliche Story wäre also: "Muss der FC bis Juli auf einen Transfer Anderssons warten?"

Die ganze Eigenkapitalstory wird viel zu hoch gehangen. Cash ist King! Wenn der Club Liquidität gewinnen kann, wird das passieren. Negatives Eigenkapital ist murks, ja. Aber deswegen geht der Club nicht unter. Dann wäre er schon vor Jahren in die Insolvenz gegangen - und viele andere Clubs auch.

Offline hitti

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Re: Sebastian Andersson
« Antwort #1894 am: Donnerstag, 23.Jun.2022, 12:10:45 »
Seit wann können Sportjournalisten, sofern das ein Beruf ist, wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen, für was andere 8 Semester studieren und es dann immer noch nicht begriffen haben? Raffschnet, warum man so was schreibt. Wer will sowas wissen? Wozu?
Keine Ahnung? Dann bitte Fresse halten.

Online funkjoker

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Re: Sebastian Andersson
« Antwort #1895 am: Donnerstag, 23.Jun.2022, 12:56:30 »
Ich hab überhaupt keine Ahnung von Finanzdingen und diesem ganzen Abschreibungsgedöns.
Aber irgendwie sagt mir mein Verstand, dass es weniger schlecht ist 1 Million die Toilette runter zu spülen anstatt 2 Millionen.

Offline van Gool

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Re: Sebastian Andersson
« Antwort #1896 am: Donnerstag, 23.Jun.2022, 13:07:47 »


Die ganze Eigenkapitalstory wird viel zu hoch gehangen. Cash ist King! Wenn der Club Liquidität gewinnen kann, wird das passieren. Negatives Eigenkapital ist murks, ja. Aber deswegen geht der Club nicht unter. Dann wäre er schon vor Jahren in die Insolvenz gegangen - und viele andere Clubs auch.

Das ist mit Verlaub einfach falsch. Negatives EK ist von Gesetzes wegen eine Insolvenzsituation, dann kann man die Insolvenz mit einer positiven Fortführungsprognose gesetzlich abwenden. Aber: neg. EK berechtigt die Kreditinstitute, die Kredite zu kündigen, das würden sie angesichts der Zinsentwicklung vielleicht tun. Und selbst wenn man dann neue Kredite bekäme, so nur mit aktuellen Zinsen und einem hohen Risiko-Zuschlag. Für Jahre hinaus wäre die Bonitätsauskunft beschädigt. Bauvorhaben wie NLZ mit negativem EK starten? Kann man vergessen.
Und: Bei negativem EK bekommt man mindestens Lizenzauflagen. Transferauflagen z.B.- dann hätten wir die jetzigen Transfers nicht tätigen können. Bei Verstössen 2-4 Punkte Abzug.
Die wilde 1317

Offline CMBurns

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Re: Sebastian Andersson
« Antwort #1897 am: Donnerstag, 23.Jun.2022, 13:29:04 »
#DankeAlex
Ein möglicher Vorwurf, die Administration habe eine wie auch immer geartete Mitverantwortung für das Forum, entbehrt jeder Grundlage.

Offline bollock

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Re: Sebastian Andersson
« Antwort #1898 am: Donnerstag, 23.Jun.2022, 13:32:09 »

Und: Bei negativem EK bekommt man mindestens Lizenzauflagen. Transferauflagen z.B.- dann hätten wir die jetzigen Transfers nicht tätigen können. Bei Verstössen 2-4 Punkte Abzug.
Ist das so ein schafes (beachte Wortwitz!) Schwert, wie dieses Financial Fairplay, nach dem die Spanier und Franzosen seit Jahren keine namhaften Transfers mehr tätigen können?
Sehe nicht was Du glaubst, sondern glaube was Du siehst!

Offline uan

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Re: Sebastian Andersson
« Antwort #1899 am: Donnerstag, 23.Jun.2022, 14:01:11 »
Mit negativem EK muss man allerdings nicht direkt Insolvenz anmelden. Die Aussage des neg. EK ist zunächst, dass das bilanzierte Vermögen die Schulden nicht deckt. Das kann natürlich in eine Insolvenz führen, keine Frage, aber da gibt es einige Instrumentarien, mit denen man dann hantieren kann. Wie der Vorredner schon sagte, kann eine positive Fortführungsprognose eine Insolvenz ebenso abwenden, wie eine häufig genutzte Prüfung der Vermögenswerte. So kann beispielsweise eine aktueller Liquidationswert den bilanzierten Buchwert eines Vermögenswertes deutlich übersteigen und so zu einem anderen Ergebnis führen. Auch so kann der sog. insolvenzrechtliche Überschuldungstatbestand aufgehoben werden.

Das hätten wir beispielsweise bei Skhiri. Buchwert vielleicht im letzten Vertragsjahr 2Mio, aktueller Liquidationswert 11Mio. 9Mio Überschuß.

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FC to the bones

Offline Der Templer

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Re: Sebastian Andersson
« Antwort #1900 am: Donnerstag, 23.Jun.2022, 16:43:23 »
Laut Rundschau soll es erste Interessenten geben.

Zweite luxemburgische Liga?
FC: spürbar schlecht

Offline Nebuchad

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Re: Sebastian Andersson
« Antwort #1901 am: Donnerstag, 23.Jun.2022, 16:48:28 »
Tippe auf Lautern.

Offline Sprühwurst

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Re: Sebastian Andersson
« Antwort #1902 am: Donnerstag, 23.Jun.2022, 16:58:59 »
Ich denke, da bereitet sich jemand schon darauf vor, ein Angebot vorzubereiten.

Offline enJOyIT

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Re: Sebastian Andersson
« Antwort #1903 am: Donnerstag, 23.Jun.2022, 17:22:40 »
Do it like Hinteregger!

Offline I.Ronnie

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Re: Sebastian Andersson
« Antwort #1904 am: Donnerstag, 23.Jun.2022, 17:42:56 »
Das ist mit Verlaub einfach falsch. Negatives EK ist von Gesetzes wegen eine Insolvenzsituation, dann kann man die Insolvenz mit einer positiven Fortführungsprognose gesetzlich abwenden. Aber: neg. EK berechtigt die Kreditinstitute, die Kredite zu kündigen, das würden sie angesichts der Zinsentwicklung vielleicht tun. Und selbst wenn man dann neue Kredite bekäme, so nur mit aktuellen Zinsen und einem hohen Risiko-Zuschlag. Für Jahre hinaus wäre die Bonitätsauskunft beschädigt. Bauvorhaben wie NLZ mit negativem EK starten? Kann man vergessen.
Und: Bei negativem EK bekommt man mindestens Lizenzauflagen. Transferauflagen z.B.- dann hätten wir die jetzigen Transfers nicht tätigen können. Bei Verstössen 2-4 Punkte Abzug.

Mir ist schon bewusst, wozu negatives Eigenkapital führen kann. Die Risiken schätze ich allerdings anders ein. Ich sehe kein Insolvenzrisiko (jedenfalls nicht durch die Veräußerung von Spielern unter Buchwert. Der FC wird nicht wegen negativen Eigenkapitals in die Insolvenz gehen.), ich sehe kein großes Risiko, dass Kredite aufgekündigt würden. Aber du bist da näher dran.

Abschreibungen belasten die Bilanz so oder so. Es ist nur die Frage, wann die Verluste realisiert werden. Eine Bank, die Kreditlinien aufkündigt, weil der Schuldner kurzfristig das Eigenkapital schwächt, in dem er für den Geschäftsbetrieb wertlose Vermögenswerte unter Buchwert veräußert, die legt keinen Wert auf die Geschäftsbeziehung. Denn über die Laufzeit der Abschreibung des Anlagegutes wird das Eigenkapital durch die Veräußerung sogar gestärkt.

Zur Lizenzierung kann ich nix sagen.

Offline Juto

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Re: Sebastian Andersson
« Antwort #1905 am: Gestern um 16:18 »
Herr Andersson hat gestern wieder die akute Lustlosigkeit mit sich rumgetragen.
Frechheit das Engagement. Bitte verschenken!
anno 1317

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