Autor Thema: Achim Beierlorzer - Cheftrainer  (Gelesen 231726 mal)

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Offline Almidon

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #390 am: Dienstag, 13.Aug.2019, 11:44:27 »
Aufsteiger behalten aber normalerweise zumindest ihren Aufstiegstrainer. Bei uns kommen die Komponenten "nicht eingespielt" sowie neuer Trainer mit neuer taktischer Ausrichtung hinzu.

Beierlorzer tut gut daran, wenn er in der Liga mit zwei 6ern spielen lässt, die Defensive stabilisiert und zunächst einmal versucht mit schnellen Kontern zum Torerfolg zu kommen. Ein Stürmer (der formstärkste), zwei schnelle Außen, eine kompakte Doppel-Sechs, geringe Lücken bzw. Abstände zwischen Abwehr und Mittelfeld und man kann den ein oder anderen überraschenden Punktgewinn einfahren.


Offline P.A.Trick

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #391 am: Dienstag, 13.Aug.2019, 12:08:20 »
Aufsteiger behalten aber normalerweise zumindest ihren Aufstiegstrainer. Bei uns kommen die Komponenten "nicht eingespielt" sowie neuer Trainer mit neuer taktischer Ausrichtung hinzu.

GOTT SEI DANK!

Offline Almidon

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #392 am: Dienstag, 13.Aug.2019, 12:10:41 »
GOTT SEI DANK!

Schon klar. Anfang wollte keine mehr haben. Dennoch kommt es bei uns, wenn man den Vergleich zu anderen vorherigen Aufsteigern heranzieht, hinzu.

Offline ben

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #393 am: Dienstag, 13.Aug.2019, 12:53:07 »
Man könnte es auch andersrum sehen...Wir haben viele aus der 22-Punkte Saison von vor 2 Jahren im Kader. Die wurden durch 2.- und Drittligaspieler
wie Czichos, Sobiech und Co. im Vorjahr ergänzt. Und dieses Jahr ist mit Shakira nur ein Spieler gekommen der sich auf einem der Bundesliga vergleichbaren
Niveau durchgesetzt hat.

Alle anderen klingen vielversprechend, müssten aber erst zeigen das sie zurecht kommen. Gleiches gilt für den Lorzer. Er kommt als Typ klasse an und macht
insgesamt einen sehr professionellen Eindruck. Aber auch er hat auf dem Niveau hier bislang überhaupt nichts vorzuweisen.

Wir sind ganz klar ein Abstiegskandidat, weil diese Mannschaft jetzt 2 Jahre lang gar nicht oder nur mit Abstrichen funktioniert hat.
Man kann sicherlich drin bleiben, aber da muss vieles zusammen kommen. An eine Runde ohne Abstiegsangst wie wir sie unter Stöger
mehrfach hatten, glaube ich angesichts der Umstände nicht.

Gleiche Mannschaft wie vor 2 Jahren, glaubt hier jemand ernsthaft diese Seuchensaison als Maßstab nehmen zu können?! Da kam alles zusammen, das habe ich vorher nie in dieser Form bei einem anderen Vereinen gesehen.

Eine komplette Mannschaft die ausgefallen ist, ohne Torjäger, mit Fehlentscheidungen des Managements etc.

Die Jahre davor sollte man sich jetzt auch nicht schlecht reden, das waren souveräne Klassenerhalte + i Tüpfelchen Europapokal.

In Summe sollte die jetzige Mannschaft sogar stärker sein sofern sie Ihr können auf die Straße bringt.

Offline FC Karre

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #394 am: Dienstag, 13.Aug.2019, 13:22:10 »
ich bin für eine frühzeitige entlassung, alleine aus dem grund, damit ich hier "der Lorzer" nicht mehr lesen muss.
"Horst...je öfter ich den Namen höre um so bescheuerter klingt er."

Offline P.A.Trick

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #395 am: Dienstag, 13.Aug.2019, 15:11:34 »
"der Labbi" oder "der Tedi" klingt auch nicht toller.

Offline FC Karre

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #396 am: Dienstag, 13.Aug.2019, 15:12:41 »
beierlorzer wäre ganz cool.
"Horst...je öfter ich den Namen höre um so bescheuerter klingt er."

Offline Venus von Milos

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #397 am: Dienstag, 13.Aug.2019, 15:23:05 »
Man könnte es auch andersrum sehen...Wir haben viele aus der 22-Punkte Saison von vor 2 Jahren im Kader. Die wurden durch 2.- und Drittligaspieler
wie Czichos, Sobiech und Co. im Vorjahr ergänzt. Und dieses Jahr ist mit Shakira nur ein Spieler gekommen der sich auf einem der Bundesliga vergleichbaren
Niveau durchgesetzt hat.



Laut der Meinung vieler hat uns in dieser besagten Abstiegssaison doch nur Modeste gefehlt, der uns in der Saison zuvor nach Europa geschossen hat. Da Modeste jetzt wieder da ist, können wir wohl schonmal die Stadtpläne für Prag, Moskau und Kopenhagen bestellen.
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Offline Robson90

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #398 am: Dienstag, 13.Aug.2019, 15:29:46 »
Laut der Meinung vieler hat uns dieser besagten Saison doch nur Modeste gefehlt, der uns in der Saison zuvor nach Europa geschossen hat. Da Modeste jetzt wieder da ist, können wir wohl schonmal die Stadtpläne für Prag, Moskau und Kopenhagen bestellen.
längst erledigt  :cool:
Kevin McKenna zu seinem verschossenen Elfmeter in seinem letzten FC Heimspiel:

"Es wäre wohl besser gewesen, wenn ich den Ball in die Luft geworfen und anschließend geköpft hätte.."

Offline stanil

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #399 am: Dienstag, 13.Aug.2019, 23:35:34 »
Ich kann mit der (vereinzelten) Gesundbeterei nichts anfangen. Wir haben einen neuen Trainer, eine neue Spielweise, Fragezeichen-Neuzugänge auf Schlüsselpositionen und keine funktionierende Achse. Wir haben quasi alle verfügbaren Risiken maximiert.

Klar kann das mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit super funktionieren, aber mit weitaus größerer Wahrscheinlichkeit wird es richtig krachen.

Unser Vollprofi-Management hat uns trotz Aufstiegs in eine beinahe unmögliche Ausgangssituation manövriert.
Manche sind sogar zu blöd, um Fußballfan zu sein.

Offline weisweiler

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #400 am: Dienstag, 13.Aug.2019, 23:40:52 »
Ich kann mit der (vereinzelten) Gesundbeterei nichts anfangen. Wir haben einen neuen Trainer, eine neue Spielweise, Fragezeichen-Neuzugänge auf Schlüsselpositionen und keine funktionierende Achse. Wir haben quasi alle verfügbaren Risiken maximiert.

Klar kann das mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit super funktionieren, aber mit weitaus größerer Wahrscheinlichkeit wird es richtig krachen.

Unser Vollprofi-Management hat uns trotz Aufstiegs in eine beinahe unmögliche Ausgangssituation manövriert.

Du hast recht. Wir hätten Anfang behalten und Neuzugänge von den Ersatzbänken der Erstligisten rekrutieren sollen.
Bin nur aus Spaß hier!

Offline funkyruebe

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #401 am: Dienstag, 13.Aug.2019, 23:59:52 »
Ich kann mit der (vereinzelten) Gesundbeterei nichts anfangen. Wir haben einen neuen Trainer, eine neue Spielweise, Fragezeichen-Neuzugänge auf Schlüsselpositionen und keine funktionierende Achse. Wir haben quasi alle verfügbaren Risiken maximiert.

Klar kann das mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit super funktionieren, aber mit weitaus größerer Wahrscheinlichkeit wird es richtig krachen.

Unser Vollprofi-Management hat uns trotz Aufstiegs in eine beinahe unmögliche Ausgangssituation manövriert.
Sehe ich in etwa auch so und habe vor der TP noch viel schlimmeres befürchtet, aber Dank der hoffnungsvollen Neuverpflichtungen sehe ich eine Chance die Liga zu halten. Dank Veh wird es aber so bleiben wie es in den letzten 20 Jahren immer war, man kann nur hoffen. Die Vehler hat der Praktikant in der wichtigsten Zeit gemacht, jetzt muss die 20 Mio Schadensbegrenzung funktionieren, sonst sind wir wieder am Ar.ch.

Wer einen Praktikanten für so eine richtungsweisende  Aufgabe beauftragt, kann sportliche Kompetenz  nie besessen haben oder hat sie versoffen.

Dieser Aufstieg wird ein Abstieg sein. Danke Armin.
Schlimmer geht immer.
1 - 2 - 3 - tschüss

Offline stanil

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #402 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 06:45:06 »
Du hast recht. Wir hätten Anfang behalten und Neuzugänge von den Ersatzbänken der Erstligisten rekrutieren sollen.
Das ist Rabulistik. Anfang hätte natürlich nie Trainer werden oder zumindest nach kurzer Zeit durch einen passenden und kompetenten Trainer ersetzt werden müssen. Und die Fehler des Transfersommers 2018 müssen auch erst einmal langsam und Schritt für Schritt korrigiert werden. Das könnte noch Jahre dauern.
Manche sind sogar zu blöd, um Fußballfan zu sein.

Offline Drahdiaweng

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #403 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 07:20:54 »
Ich kann mit der (vereinzelten) Gesundbeterei nichts anfangen. Wir haben einen neuen Trainer, eine neue Spielweise, Fragezeichen-Neuzugänge auf Schlüsselpositionen und keine funktionierende Achse. Wir haben quasi alle verfügbaren Risiken maximiert.

Klar kann das mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit super funktionieren, aber mit weitaus größerer Wahrscheinlichkeit wird es richtig krachen.

Unser Vollprofi-Management hat uns trotz Aufstiegs in eine beinahe unmögliche Ausgangssituation manövriert.

Bin ganz bei Dir. Viele Dinge, die nicht funktionieren, wurden und werden angepackt. Es gibt ein neues Präsidium, einen neuen Trainer, die offensichtlichen Schwachstellen im Kader augenscheinlich ausgebessert. Dennoch bin ich weit davon entfernt den Klassenerhalt als realistisch anzusehen. Ich sehe die Mannschaft als nicht gefestigt genug, nach dem zu erwartenden schlechten Start den Schalter umzulegen und genügend Punkte zu hamstern.
EIN BISSCHEN MEHR RESPEKT, BITTE!!

Offline Oxford

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #404 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 10:58:15 »
Das ist Rabulistik. Anfang hätte natürlich nie Trainer werden oder zumindest nach kurzer Zeit durch einen passenden und kompetenten Trainer ersetzt werden müssen. Und die Fehler des Transfersommers 2018 müssen auch erst einmal langsam und Schritt für Schritt korrigiert werden. Das könnte noch Jahre dauern.

So ist es. Die Fehler vom letzten Jahr wirken nachhaltig. Die kann man nicht mit einem Streich wegwischen (zumal Freiburg Streich eh nicht ziehen lässt  :suff: ).

Ja, man musste auf dem Transfermarkt handeln. Das war aber schon wieder teuer und "zwingt" uns dazu, das einen Erfolg werden zu lassen. Problem: die Mannschaft muss sich erstmal finden. Immerhin trau ich dem Trainerteam zu, hierbei eine gute Rolle zu spielen, sodass der Findungsprozess möglicherweise schneller klappt als bei einem anderen Trainerteam.

Trotzdem hat das alles auch das Potential, fürchterlich zu scheitern. Ich hoffe, der neue Vorstand findet im Fall der Fälle die richtige Balance aus "genug Zeit geben" und "Handeln bevor es zu spät ist". Einen Abstieg können wir uns nicht leisten. Aber den Trainer rauswerfen, sollte es 0 Punkte aus den ersten 5 Spielen geben, wäre auch deutlich verfrüht.
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Offline AK2503

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #405 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 11:19:10 »
So ist es. Die Fehler vom letzten Jahr wirken nachhaltig. Die kann man nicht mit einem Streich wegwischen (zumal Freiburg Streich eh nicht ziehen lässt  :suff: ).

Ja, man musste auf dem Transfermarkt handeln. Das war aber schon wieder teuer und "zwingt" uns dazu, das einen Erfolg werden zu lassen. Problem: die Mannschaft muss sich erstmal finden. Immerhin trau ich dem Trainerteam zu, hierbei eine gute Rolle zu spielen, sodass der Findungsprozess möglicherweise schneller klappt als bei einem anderen Trainerteam.

Trotzdem hat das alles auch das Potential, fürchterlich zu scheitern. Ich hoffe, der neue Vorstand findet im Fall der Fälle die richtige Balance aus "genug Zeit geben" und "Handeln bevor es zu spät ist". Einen Abstieg können wir uns nicht leisten. Aber den Trainer rauswerfen, sollte es 0 Punkte aus den ersten 5 Spielen geben, wäre auch deutlich verfrüht.

Und dann gibt`s gegen Hertha am 6ten Spieltag auch nicht zählbares.
Was dann?
Die haben schon fertig

Offline bollock

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #406 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 12:47:34 »
Und dann gibt`s gegen Hertha am 6ten Spieltag auch nicht zählbares.
Was dann?
Ja was dann? Wie soll man die Frage JETZT beantworten?
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Offline Aentsch

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #407 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 12:50:01 »
Beierlorzer ist am Sonntag bei Sky90 (nach dem letzten Sonntagsspiel). Leider ist Alfred Draxler auch da.  :kotz:
https://www.presseportal.de/pm/33221/4348381
 

Offline bollock

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #408 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 13:08:54 »
Ich frage mich, warum wir es seit über 10 Jahren nicht schaffen, mal modernen Fußball zu spielen, obwohl wir keine schlechten Fußballer im Team haben. Mehrere Trainer haben hier schon versucht, aktiven und laufintensiven Fußball spielen zu lassen, aber über Anfangsstadien ist das nie hinaus gekommen, nach wenigen Spielen wurde dann wieder Steinzeitfußball gespielt - und trotzdem steigen wir immer wieder ab. Ich wünsche mir, dass Beierlorzer seine Idee durchsetzen kann und die Mannschaft bereit ist, das anzunehmen. Wir werden natürlich nicht wie Dortmund punkten, nur weil wir mal aktiven Fußball spielen wollen, aber diese Art Fußball kann man auch spielen, wenn man keine Supersprinter im Team hat. Ausdauer, Spielorganisation (automatisierte Laufwege) und Spielintelligenz sind da in meinen Augen genauso wichtig. Dafür muss man  das einüben und das dauert sicher länger als 7 Wochen Saisonvorbereitung.

Freiburg spielt traditionell aktiven und technisch guten Fußball. Heute reicht es nicht mehr, sich hinten rein zu stellen und reiner Konterfußball ist auch schnell entschlüsselt, wie wir wissen.
Entschuldige die späte Antwort auf Dein Posting, aber ich würde den Zeitrahmen weitaus länger ziehen. Das ist eine meiner größten Unzufriedenheiten mit dem FC seit Jahren.
Das fing mit dem Abwärtsstrudel vor dem ERSTEN Abstieg an und hat eigentlich nie wirklich aufgehört.

Der Einzige, der ernsthaft erfolgreichen frischen Fußball spielen ließ, war Ewald Lienen bis zu seinem Scheitern. Danach wurde auf der Trainerposition so wild agiert und die jeweiligen Kader nie richtig auf ein System gebracht. Wir spielten damals quasi als letzte Manschaft mit Libero. Kannst Du Dir nicht ausdenken.
Die ganzen Aufstiegs- und Abstiegstrainer standen nie lange am Rand. "Erfolg" hatten Stevens, Funkel und Co, wenn es um die Aufstiege ging. Aber frischer Fußball?
Man hat es mit Rapolder versucht, der Haken? Sein System war schei.ße und er ein Blender. Dann Koller? Der hätte meiner Meinung nach eventuell das System langfristig verändert, aber Overath wollte lieber den knurrenden Defensivstrategen. Solbakken war ein Revolutionärer Trainer, nur war der Fußball auf Profiniveau noch nicht bereit für seine verschmitzte Spielidee :D (oder das was er meinte gehabt zu haben). Nein, Solbakken war ein Irrer.Und sonst? Soldo? Daum? Stanislawski? Alles biedere Konzepte.
Die erfolgreichste Zeit hatte Stöger, aber schönen überraschenden Fußball? Mit Anfang hat man die Idee gehabt, ein "neues" FC System zu bauen. Aber Anfang war wohl ebenso wie Rapolder lediglich ein Blender.

Pressing, frühes angreifen? Das gab es beim FC faktisch NIE. Ehrlich gesagt verstehe ich das bis heute nicht.
Was man bei der Auflistung oben nie vergessen darf, sind die Kader, mit denen diese Trainer beglückt wurden. Man erinnere sich an den loyalen Soldo (den ich trotzdem nicht für einen guten Trainer halte), der ja gesagt hat, dass es ohne Verstärkungen schwer werden würde und der diese Verstärkungen nicht bekommen hat.
Deinen Satz, dass es Trainer gab die einen Laufintensiven Fußball spielen lassen wollten, hab ich mir mehrmals durch den Kopf gehen lassen. Ich komme da auf Solbakken und Lienen. Aber sonst?Ich bete dafür, dass ich endlich mal etwas anderes sehen darf.. Ach nee, bin ja nicht mehr in der Kirche...

Eigentlich ist es ja schon zu spät, aber wenn der FC irgendwann eine wiedererkennbare Spielidee bekommen soll, dann wäre jetzt der rechte Zeitpunkt
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Offline Povlsen

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #409 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 13:16:27 »
Ich kann mit der (vereinzelten) Gesundbeterei nichts anfangen. Wir haben einen neuen Trainer, eine neue Spielweise, Fragezeichen-Neuzugänge auf Schlüsselpositionen und keine funktionierende Achse. Wir haben quasi alle verfügbaren Risiken maximiert.

Klar kann das mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit super funktionieren, aber mit weitaus größerer Wahrscheinlichkeit wird es richtig krachen.

Unser Vollprofi-Management hat uns trotz Aufstiegs in eine beinahe unmögliche Ausgangssituation manövriert.

Ja, das war aber schon nach dem letzten Abstieg klar. Nachdem Veh hier Spieler angetischt hat, die für Laien erkennbar nach einem Aufstieg unbrauchbar sein würden, war doch klar, dass es nach einem Aufstieg kaum möglich sein wird, die Klasse zu halten. Damals war aber noch davon auszugehen, dass wir mit Markus Anfang in die Bundesligasaison gehen und dass Veh erneut untauglich einkaufen wird.

Jetzt sieht es aber so aus, dass wir mit Beierlorzer einen guten Trainer geholt haben und die Baustellen des Kaders zumindest im Rahmen des Möglichen gut besetzt worden sind. Daher bin ich schon deutlich optimistischer als im Sommer letzten Jahres, was die mittelfristige Zukunft des FC angeht. Dass der Klassenerhalt trotzdem am seidenen Faden hängt, wissen wir alle. Immerhin sind aber ein paar Teams (Union, Paderborn, Düsseldorf, Augsburg, vielleicht auch Mainz) so aufgestellt, dass wir uns vor denen nicht verstecken müssen. Klar müssen wir eine optimale Saison spielen, um diese hinter uns zu lassen, aber es ist möglich. Drei davon zu überflügeln würde ja reichen.

Offline Povlsen

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #410 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 13:26:23 »
Deinen Satz, dass es Trainer gab die einen Laufintensiven Fußball spielen lassen wollten, hab ich mir mehrmals durch den Kopf gehen lassen. Ich komme da auf Solbakken und Lienen. Aber sonst?

Ich denke da noch an Stöger und Anfang, und jetzt halt Beierlorzer. Auch Bernd Schuster wollte sicher anderen Fußball spielen lassen, als er dann selbst mit ansehen musste. Stögers erklärtes Lieblingssystem war immer das 4-3-3. Hat er hier aber nie spielen lassen, weil das "Material" nicht vorhanden war und er nach dem ersten oder spätestens zweiten Jahr in Liga 1 versäumt hat, mal mehr zu riskieren. Der Erfolg hat ihm Recht gegeben, die Spielkultur wurde 16/17 ja auch besser, zumindest streckenweise. Aber von einer Entwicklung, die hin zu einem Agieren statt Reagieren kommt, war nix zu sehen. Das hat eben Gladbach in den letzten Jahren geschafft, aber die hatten eben zur richtigen Zeit den richtigen Trainer.

Anfang wollte ja auch aktiven Fußball spielen lassen, dieser war dann aber als Slapstickfußball zu erkennen und nach wenigen Wochen hat er dieselbe Grütze spielen lassen wie alle anderen auch. Ein Blender, wie Du richtig sagst. Ich bin gespannt, wie lange Beierlorzer bei seiner Philosophie bleibt. Es muss gerade am Anfang einer Entwicklung immer die Balance zwischen spielerischer Weiterentwicklung und Ergebnisfußball gefunden werden. Das hinzubekommen wird die Kunst sein.

Offline bollock

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #411 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 13:31:21 »
Ich denke da noch an Stöger und Anfang,
Hmh.. Stöger hatte tatsächlich wohl eine andere Spielidee, war dem Pragmatismus aber näher. Ernsthaft verändert hat er das System aber auch nach zwei Transferphasen nicht. Du beschreibst das sehr richtig
Zitat
Aber von einer Entwicklung, die hin zu einem Agieren statt Reagieren kommt, war nix zu sehen.

Übrigens reden wir ja leider nur von dem, was wir gesehen haben. Das, was die Trainer (auch Schuster) spielen lassen WOLLTEN, war ja nie zu erkennen. Dementsprechend passt unsere Aussage zu der rückständigen Spielidee des FC 100%
Lass uns hoffen, dass wir irgendwann aus diesem biederen Hamsterrad aussteigen können. Idealerweise fangen wir jetzt damit an
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Offline Der Templer

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #412 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 13:37:38 »
Richtig schönen und attraktiven Fußball haben wir streckenweise in den ersten beiden Saisons (2.Liga/1. Liga) unter Lienen gespielt. Und das wohlgemerkt mit einer weitaus talentfreieren Truppe als wir heute haben. Im dritten Jahr war dann leider auch das vorbei.
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Offline Cuby

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #413 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 13:42:03 »
Ich denke da noch an Stöger und Anfang, und jetzt halt Beierlorzer. Auch Bernd Schuster wollte sicher anderen Fußball spielen lassen, als er dann selbst mit ansehen musste. Stögers erklärtes Lieblingssystem war immer das 4-3-3. Hat er hier aber nie spielen lassen, weil das "Material" nicht vorhanden war und er nach dem ersten oder spätestens zweiten Jahr in Liga 1 versäumt hat, mal mehr zu riskieren. Der Erfolg hat ihm Recht gegeben, die Spielkultur wurde 16/17 ja auch besser, zumindest streckenweise. Aber von einer Entwicklung, die hin zu einem Agieren statt Reagieren kommt, war nix zu sehen. Das hat eben Gladbach in den letzten Jahren geschafft, aber die hatten eben zur richtigen Zeit den richtigen Trainer.

Anfang wollte ja auch aktiven Fußball spielen lassen, dieser war dann aber als Slapstickfußball zu erkennen und nach wenigen Wochen hat er dieselbe Grütze spielen lassen wie alle anderen auch. Ein Blender, wie Du richtig sagst. Ich bin gespannt, wie lange Beierlorzer bei seiner Philosophie bleibt. Es muss gerade am Anfang einer Entwicklung immer die Balance zwischen spielerischer Weiterentwicklung und Ergebnisfußball gefunden werden. Das hinzubekommen wird die Kunst sein.

Das ist eben auch das Problem. "Aktiver Fußball" ist mit einem deutlich höheren Risiko verbunden, das hätten wir in der Euro-League Saison versuchen können, aber bis dahin hatten wir schlicht ewig nicht mehr die Position uns weitgehend etabliert zu haben und stabile Finanzen vorweisen zu können, mit denen man das entsprechende Spielermaterial kaufen kann. An Gladbach hat man ja zuletzt auch sehen können, wie schnell so ein System umschlagen kann, wenn die Spieler nicht mehr passen. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass Beierlorzer mit seiner Idee vom aktiven Fußball ein viel zu hohes Risiko darstellt, sofern er es nicht entsprechend anpassen kann. Mit aktivem Fußball, so wie Beierlorzer sich das vorstellt, gehen wir nächste Saison baden, dafür fehlt uns grade in der Verteidigung auf allen Positionen außer RV die Geschwindigkeit. Ich hoffe, dass er auch anders spielen lassen kann, bin aber, daher auch meine Vergleiche zu Regensburg, nicht besonders optimistisch.

Offline Patrick Bateman

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #414 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 13:45:33 »
Richtig schönen und attraktiven Fußball haben wir streckenweise in den ersten beiden Saisons (2.Liga/1. Liga) unter Lienen gespielt. Und das wohlgemerkt mit einer weitaus talentfreieren Truppe als wir heute haben. Im dritten Jahr war dann leider auch das vorbei.

Tja, genau DIE Truppe, welche hier so oft verpönt wird, mit Lottner, Scherz, Voigt, Cullmann, Springer, Kurth, Timm, Cichon, Pröll, Bade, Pivaljevic, Baranek, Donkov, Kreuz, Sichone etc.
Die Maske meiner Zurechnungsfähigkeit droht herunter zu rutschen, weil in meinem Kopf ist jemand, den Du niemals siehst !

Offline dackelclubber

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #415 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 13:47:11 »
Natürlich ist das Küchentischphilosophie - aber ich habe von einem Trainingsbesuch, dem Spiel gegen Wehen im Stadion und zwei Testspielen im TV aktuell nicht den allerbesten Eindruck von der "Stimmung" in der Mannschaft. Es herrscht eine gewisse Gereiztheit und Genervtheit insbesondere, wenn Dinge nicht so ganz klappen oder Leute einen Pass erwarten, aber keinen bekommen, obwohl sie frei sind oder eben die Lücken offen sind. Klar ist das ein Stück weit normal und geht es jetzt auch um Plätze, aber so in der Rückschau ist die Stimmung/Lage mit Sicherheit unterdurchschnittlich verglichen mit den anderen Vorbereitungen, die ich so nebenher verfolgt habe.

Ob das eine Mannschaft ist, die ein System "durchzieht" gegen Widrigkeiten, da habe ich gewisse Zweifel, dafür wirkt das alles irgendwie leicht genervt. Es ist auch schon erstaunlich, wenn bei einem Pokalspiel bei einem Verein eine Liga drunter Hector, Modeste und Cordoba quasi parallel ausflippen und sich irgendwie auch nicht so recht beruhigen im Spielverlauf.

Auch deshalb rechne ich mit einem Umbau der Mannschaft auf ein 4-2-3-1, oder aber eine sehr defensives 4-4-1-1 mit einer tiefen Doppelsechs. Womöglich wurde dafür schon viel Vorbereitungszeit mit etwas offensiverem verplempert, aber ich befürchte schlimmes, wenn wir mit einer offensiven Variante 0-2 zurück liegen nach 20 Minuten.

Offline Der Templer

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #416 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 13:48:18 »
Tja, genau DIE Truppe, welche hier so oft verpönt wird, mit Lottner, Scherz, Voigt, Cullmann, Springer, Kurth, Timm, Cichon, Pröll, Bade, Pivaljevic, Baranek, Donkov, Kreuz, Sichone etc.

Und davon könntest du heutzutage vielleicht gerade noch Timm in seiner damaligen Form gebrauchen. Ansonsten würde da niemand mehr im heutigen Profifußball ein Bein an die Erde bekommen.
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Offline bollock

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #417 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 13:48:37 »
Das ist eben auch das Problem. "Aktiver Fußball" ist mit einem deutlich höheren Risiko verbunden,
Für mich ist aktiver Fußball nicht gleichbedeutend mit kompromisslos offensivem Fußball. Aber alleine das frühe angreifen und stören des gegnerischen Spielaufbaus, haben wir die letzten 20 Jahre nicht hinbekommen. Da frage ich mich ernsthaft, warum man sich selber so zurückzieht und den gegner kommen lässt. Teilweise wurden doch die Gegner erst zwischen eigenem 16er und Mittellinie ERNSTHAFT angegriffen. Das kann es aber doch nicht sein.
Ich teile Deine Sorge, dass unser Spielermaterial vor allem in der Breite nicht reicht. Da wir aber nicht mit Leverkusen, Bayern und Dortmund konkurrieren, sondern mit den anderen "kleinen Fischen", muss es einfach gut gehen
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Offline Arroganzius

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #418 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 13:49:39 »
Der Einzige, der ernsthaft erfolgreichen frischen Fußball spielen ließ, war Ewald Lienen bis zu seinem Scheitern.

Sehr richtig.
Die Aufstiegssaison 99/00 unter Ewald Lienen hab ich immer noch als vielleicht meine "Lieblingssaison" im Kopf...
Auch wenn hier die lokalen Spieler als "durch et füer"-Fraktion abgekanzelt werden, ich erinnere mich gut, dass damals ne gute kölsche Gruppe um scoring scoring Lottner viel Spaß gemacht hat. Lienens blaues Hemd als Glücksbringer und  Karnevalsoutfit inklusive. Gut, hat noch eine Saison gehalten, dann war's vorbei...

Jedenfalls bin ich guter Hoffnung, dass Beierlorzer sich vielleicht als ähnlicher Volltreffer erweist wie damals Lienen. Hab wirklich ein gutes Gefühl vom Feeling her...

Offline bollock

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Re: Achim Beierlorzer - Cheftrainer
« Antwort #419 am: Mittwoch, 14.Aug.2019, 13:54:25 »
Tja, genau DIE Truppe, welche hier so oft verpönt wird, mit Lottner, Scherz, Voigt, Cullmann, Springer, Kurth, Timm, Cichon, Pröll, Bade, Pivaljevic, Baranek, Donkov, Kreuz, Sichone etc.
Komm bleib fair. Da sind schon mal 2 Torhüter aufgeführt und vor allem Pröll war anfangs saustark. Kurth war sauschnell, Kreuz galt als Juwel, Timm ein mega Talent. Sichone ein feiner Fußballer, Lottner technisch über jeden Zweifel erhaben. Anfangs gab es einen gewissen Ojigwe im Team, der konnte einem die Zunge zum schnalzen bringen. An der Spielkultur hat es sicher nicht gelegen, da waren andere Gründe ausschlaggebend. Zu dem Zeitpunkt waren Spieler wie Springer (der hier immer viel zu schlecht wegkam) und Voigt wichtige Stützen. Und wie auch später hat man einfach nie ernsthaft versucht, die kölschen Helden durch bessere Spieler zu ersetzen. Die Stimmung gegenüber Lottner, Voigt, Cichon, Springer und Co schlug dann ja auch deutlich später um.
Und unsere "schwarze Serie" bei Verpflichtungen vom Balkan ist ja fast schon legendär...
OH MEIN GOTT!!! Es war ein Unfall