Müngersdorfer Stadion

Begonnen von diva, Freitag, 14.Dez.2012, 06:53:53

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mutierterGeißbock

Alle Wege führen nach Rom und irgendwann zurück nach Köln
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van Gool

Zitat von: facepalm am Dienstag, 04.Jul.2017, 08:24:13. schaut man sich mal um ist das hier noch das kritischste ausserhalb der ultraszene. überall sonst ist die überwiegende mehrheit desinteressiert oder steht dem wohlwollend gegenüber. 



Nein, nach meiner Einschätzung ist die überwiegende Mehrheit der Meinung, dass der FC nur blufft/pokert, um den Ausbau in Müngersdorf durchzubekommen. Und dies wird auch gutgeheißen. Außerhalb der Szene, die sich sehr intensiv mit dem FC befasst, wie Forum, Ultras etc., also bei Otto Normalfan, glaubt (noch) keiner an einen Umzug.
Die wilde 1317
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facepalm

Zitat von: van Gool am Dienstag, 04.Jul.2017, 16:41:13
Nein, nach meiner Einschätzung ist die überwiegende Mehrheit der Meinung, dass der FC nur blufft/pokert, um den Ausbau in Müngersdorf durchzubekommen. Und dies wird auch gutgeheißen. Außerhalb der Szene, die sich sehr intensiv mit dem FC befasst, wie Forum, Ultras etc., also bei Otto Normalfan, glaubt (noch) keiner an einen Umzug.

ist für mich nicht viel anders als eben desinteressiert. wer sich wirklich mit der thematik beschäftigt kann gar nicht daran vorbei das der umzug die wahrscheinlichste option ist.

Der Zyniker

Zitat von: I.Ronnie am Montag, 03.Jul.2017, 15:43:19
Berechtigte Frage. Nun ist es ein kommunales Politikum und ein Vereinsthema. Ich wohne nicht in Köln und sehe daher nicht, dass ich mich in die kommunalen Belange der Stadt aktiv einmischen müsste. Nichtsdestotrotz kann ich hier die politischen Aspekte diskutieren und kritisieren.
Als Vereinsthema sind Mitglieder angesprochen, ihre Bedenken zu artikulieren. Tja, und da bin ich nicht der Hoffnung, eine Mehrheitsmeinung vertreten zu können. Mal ganz davon abgesehen, dass ich auch keine Bereitschaf im Vorstand sehe, Bedenken der Mitglieder zu diesem Thema an die Geschäftsführung heranzutragen. Der Draht des Mitgliederrates zur Geschäftsführung ist ja auch mau.

Ich meinte Mitnichten, dass man das hier nicht diskutieren könnte und dürfte. Ganz im Gegenteil.
Und ich verstehe auch deine (persönlichen) Einwände, aber meine Frage zielt eher darauf ab, dass sich hier einige User ja auch privat kennen und gut vernetzt sind. Ein FC:Reloaded gegen die Stadionverlegung könnte durchaus etwas bewirken. Dass sich das Ganze so oder so schwierig gestalten wird, ist evident. Aber meine Frage zielte wirklich darauf ab, ob es Anstrengungen - abseits der Ultrà-Szene - gibt, das wahrscheinliche Vorhaben der FC-Führung auch öffentlich zu kritisieren.
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Povlsen

Zitat von: Der Zyniker am Dienstag, 04.Jul.2017, 16:47:26
Ich meinte Mitnichten, dass man das hier nicht diskutieren könnte und dürfte. Ganz im Gegenteil.
Und ich verstehe auch deine (persönlichen) Einwände, aber meine Frage zielt eher darauf ab, dass sich hier einige User ja auch privat kennen und gut vernetzt sind. Ein FC:Reloaded gegen die Stadionverlegung könnte durchaus etwas bewirken. Dass sich das Ganze so oder so schwierig gestalten wird, ist evident. Aber meine Frage zielte wirklich darauf ab, ob es Anstrengungen - abseits der Ultrà-Szene - gibt, das wahrscheinliche Vorhaben der FC-Führung auch öffentlich zu kritisieren.

Bisher sicher nicht. Um das tun zu können, braucht man Kenntnisse zu Zahlen für die Alternativen, die im Raum stehen. Das bloße Festhalten an Müngersdorf aus nostalgischen oder traditionellen Gründen wird nicht ausreichen und wäre selbst mir als selbsternannten Traditionalisten zu wenig. Es geht rein um die Kohle. Um das beurteilen zu können, braucht man eine Machbarkeitsstudie, die sich hochkompetent an der Realität orientiert und die Zukunft so sicher wie möglich darstellt. Ich glaube, dass sich da Initiativen schwer tun werden, wirklich belastbare Argumente zu entwickeln und diese dann auch öffentlich zu bewerben. Es sei denn, man findet in der Mitgliedschaft fachkundige Menschen, die sich von Berufs wegen mit der Thematik beschäftigen und sich berufen fühlen, Müngersdorf zu retten. Schlecht reden kann man sowohl das eine wie das andere. Die hier - laienhaft - vorgetragenen Argumente leuchten mir beidseitig ein. Insbesondere das Problem der Infrastruktur drängt sich einem auf. Wie man das lösen will, ist mir völlig unklar. In Müngersdorf, aber noch viel mehr an einem neuen Standort. Aber das ist wie gesagt eine Frage, die man sich als erstes stellen muss und für die man als erstes eine Antwort braucht, bevor der erste Bagger anrollt. Daher gehe ich davon aus, dass man da eine Lösung im Kopf hat, die tragfähig ist, denn daran hängt das gesamte Projekt. Wir werden ja sehen, was der FC irgendwann entscheiden wird und wie das Konzept dann aussieht.
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van Gool

Zitat von: facepalm am Dienstag, 04.Jul.2017, 16:46:22
ist für mich nicht viel anders als eben desinteressiert. wer sich wirklich mit der thematik beschäftigt kann gar nicht daran vorbei das der umzug die wahrscheinlichste option ist.

Das sehe ich genauso wie Du, aber nimm z.B. den Stadtanzeiger: Er ist der Auffassung, dass der FC nur pokert und ein Umzug/Neubau gar nicht wirklich geplant sei. Man muß sich also intensiv damit befassen, um zu dem Schluß zu gelangen, dass der FC den Neubau favorisiert.
Die wilde 1317
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frankissimo

 
Zitat von: veedelbock am Dienstag, 04.Jul.2017, 09:50:16
Die wirtschaftlichen Interessen nur mit den genannten 15 Mio. Umsatz zu taxieren ist mir zu eindimensional. Da würde ich Dir sogar folgen, dass dann das Risiko fragwürdig wäre.

Der FC scheint doch offensichtlich ein höheres Ziel zu haben, die klare Positionierung als Verein Nr. 4 im Lande.

Sobald die 100.000 Mitglieder geknackt sind wird man das langsam auch thematisch intensivieren.

Sportlicher Erfolg ist unabdingbar, doch Renommee zählt sich auch in barer Münze aus.

Und der FC hat da gute Aussichten, weil die Stadt und die Mentalität ein positiv beklopptes Image hat. Der spießige Deutsche denkt zwar gerne, ach die bekloppten Kölner, doch so richtig kann man einen angeblich feierwütigen Lebemann eben nicht wirklich schei.ße finden.

Und genau so soll der FC aufgebaut werden. Die viertmeisten Mitglieder, ein großes Stadion - die Nr. 1 hinter Bayern, Dortmund und Schalke.

Ähnlich wie das ursprünglich utopisch wirkende Mitgliederziel, das nun im Kürze erreicht wird, finde ich das grundsätzlich auch in Ordnung sich hohe Ziele zu stecken.

Deine Ausführungen zur Premier League sind so weit zutreffend, doch da in Deutschland ein völlig anderes Mischverhältnis der Einnahmequellen vorliegt, sehe ich nicht, dass man direkt alle negativen Punkte übernimmt.

Und an Schalke kann man sehen, dass Werbetreibende nicht nur an sportlichen Etmrfokgen interessiert sind, sondern auch was ein Club nach außen darstellt.

Da muss man beim Beispiel Schalke schmunzeln, doch die Ballermann Fraktion in Deutschland ist nicht nur eine Nische als Kundschaft.

Kurz, die Wahrnehmung 75.000 Stadion, verrückte Fans, lustige Stadt, dann vielleicht 120k Mitglieder wird sich auf dem Werbemarkt und die zu zahlenden Preise auswirken.

Ich kann nicht einerseits beim Dillettantenstadl um Wolle bemängeln, dass sie das Potential nicht ausschöpfen (was habe ich mich damals aufgeregt, dass Rewe der am dritthäufigste wahrgenommene Hauptsponsor war und das für ein Taschengeld als Gegenleistung).

Man muss die Pläne nicht gut finden, es gibt selbstverständlich da auch eine Kehrseite, doch dieser unausgesprochene Plan scheint doch offensichtlich.

Vielleicht auch ein wenig ein Grund weshalb ich die Transferpoltik von JS besonders kritisch sehe, da sie seitdem größere Entwicklungsschritte möglich sind extrem konservativ angelegt ist.

Wer große Ziele hat muss dann eben auch sportlich sich trauen ebenfalls irgendwelche jungen, teuren entwicklungsfähigen Xhakas zu holen.

Denn wenn wir 2024 Dauergast im Mittelfeld sein sollten, dann ist das für Fahrstuhl geschundene Fans zwar in Ordnung, nur dann könnte der Widerspruch zwischen nationalem Big Player und dem Sportlichen ein Hemmnis sein.

Mein Traum ist es diese Ziele in Müngersdorf zu erreichen. Doch der Verein sieht das leider anders.

Die Zahl von 15 Millionen stammt von unserem Vereinsvorsitzenden. Das Problem:
Die wissen selber nicht. Es gibt zuerst den Plan ein neues Stadion zu bauen, aber nicht eine einzige Zahl, keinen Ort, keinen Plan.
Das war bei Schalke eben ganz, ganz anders. Assauer hat nicht im Verborgenen agiert.
Assauer hat immer akzeptiert, dass er am langen Ende in einem Mitgliederverein agiert.
Ja, wir sind das noch. Geht Euch allen das komplett am Arsch vorbei ?
Nö, bei uns kann die KGaA die Zukunft frei gestalten und bekommt auch noch Applaus.
Habt Ihr Euch eigentlich nie gefragt, warum man den Menschen im Aufsichtsrat der solche Erfahrung
mit Zahlen dieser Größenordnung hatte entsorgt hat ?
Es ist dann am Ende vollkommen okay, wenn man beweist dass man für unsere Entwicklung ein Umzug und ein von uns zu finanzierendes  Stadion nebst dann ja auch zu finanzierender Infrastruktur braucht.
Aber der Beweis ist doch erst VORHER anzutreten. Aber es findet nur ein Schauspiel statt.
Der Standort Müngersdorf wird niedergemacht, weil man einen anderen Plan verfolgt.
Okay. Dann aber mal auf den Tisch damit.
Aufwachen. Der Verein sind wir.
Wenn ich das schon lese. Wir wollen ja Müngersdorf; DER VEREIN will nicht.
   
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facepalm

Zitat von: frankissimo am Dienstag, 04.Jul.2017, 18:16:47
     

Die Zahl von 15 Millionen stammt von unserem Vereinsvorsitzenden. Das Problem:
Die wissen selber nicht. Es gibt zuerst den Plan ein neues Stadion zu bauen, aber nicht eine einzige Zahl, keinen Ort, keinen Plan.


   


nur mal ein gedanke. sicher das die das nicht wissen? oder wenigstens theoretisch durchkalkuliert haben? möglicherweise werden die zur verfügung stehenden informationen/zahlen/pläne/standorte erst dann rausgegeben wenn es taktisch geschickter erscheint? #aluhut
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baenderriss

Zitat von: frankissimo am Dienstag, 04.Jul.2017, 18:16:47
     

Die Zahl von 15 Millionen stammt von unserem Vereinsvorsitzenden. Das Problem:
Die wissen selber nicht. Es gibt zuerst den Plan ein neues Stadion zu bauen, aber nicht eine einzige Zahl, keinen Ort, keinen Plan.
Das war bei Schalke eben ganz, ganz anders. Assauer hat nicht im Verborgenen agiert.
Assauer hat immer akzeptiert, dass er am langen Ende in einem Mitgliederverein agiert.
Ja, wir sind das noch. Geht Euch allen das komplett am Arsch vorbei ?
Nö, bei uns kann die KGaA die Zukunft frei gestalten und bekommt auch noch Applaus.
Habt Ihr Euch eigentlich nie gefragt, warum man den Menschen im Aufsichtsrat der solche Erfahrung
mit Zahlen dieser Größenordnung hatte entsorgt hat ?
Es ist dann am Ende vollkommen okay, wenn man beweist dass man für unsere Entwicklung ein Umzug und ein von uns zu finanzierendes  Stadion nebst dann ja auch zu finanzierender Infrastruktur braucht.
Aber der Beweis ist doch erst VORHER anzutreten. Aber es findet nur ein Schauspiel statt.
Der Standort Müngersdorf wird niedergemacht, weil man einen anderen Plan verfolgt.
Okay. Dann aber mal auf den Tisch damit.

   

Ich lese deine Wut aus deinem post heraus, verstehe aber nicht ganz, was du dem Vorstand genau unterstellst. Welcher Plan, der - wie du andeutest - dem FC finanziell sehr schaden kann, steckt hinter dem Schauspiel. Das ist jetzt wirklich kein Angriff von mir, ich möchte dich nur wirklich verstehen. Vielleicht habe ich mich tatsächlich zu wenig mit der Stadion-Scharade auseinandergesetzt.

baenderriss = bänderriss
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veedelbock

Zitat von: frankissimo am Dienstag, 04.Jul.2017, 18:16:47
     

Die Zahl von 15 Millionen stammt von unserem Vereinsvorsitzenden. Das Problem:
Die wissen selber nicht. Es gibt zuerst den Plan ein neues Stadion zu bauen, aber nicht eine einzige Zahl, keinen Ort, keinen Plan.
Das war bei Schalke eben ganz, ganz anders. Assauer hat nicht im Verborgenen agiert.
Assauer hat immer akzeptiert, dass er am langen Ende in einem Mitgliederverein agiert.
Ja, wir sind das noch. Geht Euch allen das komplett am Arsch vorbei ?
Nö, bei uns kann die KGaA die Zukunft frei gestalten und bekommt auch noch Applaus.
Habt Ihr Euch eigentlich nie gefragt, warum man den Menschen im Aufsichtsrat der solche Erfahrung
mit Zahlen dieser Größenordnung hatte entsorgt habt.
Es ist dann am Ende vollkommen okay, wenn man beweist dass man für unsere Entwicklung einen Umzug und ein von uns zu finanzierendes  Stadion braucht.
Aber der Beweis ist doch erst anzutreten. Aber es findet nur ein Schaupiel statt.
Der Standort Müngersdorf wird niedergemacht, weil man einen anderen Plan verfolgt.
Okay. Dann aber mal auf den Tisch damit.

   
Mir ist bekannt woher die Zahl stammt. Doch dabei handelt es sich lediglich um den zusätzlichen Umsatz der Zuschauereinnahmen.

Ich wollte deutlich machen, dass sich Prestige eben auch in barer Münze auszahlen kann, weshalb man direkt so groß denkt.

Du hast völlig Recht das es schade ist wenn im Erfolg einfach alles unkritisch abgenickt wird und man eine solche große Veränderung ohne Einbindung der Mitglieder plant.

Wie sich im Herbst zeigen wird macht das aber auch keinen Unterschied. Da wird es auf der MV eine satte Mehrheit für einen Bau außerhalb geben.

Man sieht das ja auch hier das immer mehr User die unkritische Brett Kultur mitbringen und dann der Verdienste der handelnden Personen offensichtliche Fehler gar nicht mehr sehen wollen.

Die gemütliche Passivhaltung dominiert, nach dem Motto - Die werden schon Recht haben...
"Man kommt vom FC nicht mehr los, wenn man einmal in Köln war. Der FC macht süchtig." (Lukas Podolski)

frankissimo

Wir haben keine Kenntnis dass ein Mitgliederrat des e.V. oder der Aufsichtsrat solche Kalkulationen gesehen hat.
Die Frage ist ob ein Verein den legalen Kontrollgremien noch jemals irgendetwas vorlegen muss, wenn man dem Argument eines taktischen Vorteils folgt. Aber das können wir auf der Mitgliederversammlung fragen, ob unserer Vertretung solches Material vorgelegen hat. 
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facepalm

Zitat von: baenderriss am Dienstag, 04.Jul.2017, 18:27:02
Ich lese deine Wut aus deinem post heraus, verstehe aber nicht ganz, was du dem Vorstand genau unterstellst. Welcher Plan, der - wie du andeutest - dem FC finanziell sehr schaden kann, steckt hinter dem Schauspiel. Das ist jetzt wirklich kein Angriff von mir, ich möchte dich nur wirklich verstehen. Vielleicht habe ich mich tatsächlich zu wenig mit der Stadion-Scharade auseinandergesetzt.


auch wenn ich nicht angesprochen bin, dieses projekt ist natürlich risiko und eine wette auf eine sportlich erfolgreiche zukunft. der jetzige fc geht davon aus das der positive weg der letzten jahre auch so weiter geht. das ist mal risiko eins. risiko zwei ist das für dieses projekt eine enorme geldsumme aufgenommen werden muss dessen rückzahlungsmodalitäten völlig unklar sind. dazu hätte man kein auffangbecken mehr das einem bei einem abstieg mit mietzahlungskürzung entgegen kommt. dann bleibt stand jetzt völlig offen wo das geld dafür her kommt. kreditaufnahme/anteilsverkauf/mischung aus beidem.


und letztlich bleiben die fragen offen ob ein 75k-stadion nicht überdimensioniert ist, gibt nicht viele clubs die so etwas ihr eigen nennen. und dann noch die frage ob müngersdorf wirklich so unbedeutend ist das man für theoretischen geld- und imagezufluss diesen historischen standort aufgeben muss. das sind jetzt keine monetären gründe/risiken, aber mindestens genauso wichtig.
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Povlsen

Zitat von: frankissimo am Dienstag, 04.Jul.2017, 18:16:47
     

Die Zahl von 15 Millionen stammt von unserem Vereinsvorsitzenden. Das Problem:
Die wissen selber nicht. Es gibt zuerst den Plan ein neues Stadion zu bauen, aber nicht eine einzige Zahl, keinen Ort, keinen Plan.
Das war bei Schalke eben ganz, ganz anders. Assauer hat nicht im Verborgenen agiert.
Assauer hat immer akzeptiert, dass er am langen Ende in einem Mitgliederverein agiert.
Ja, wir sind das noch. Geht Euch allen das komplett am Arsch vorbei ?
Nö, bei uns kann die KGaA die Zukunft frei gestalten und bekommt auch noch Applaus.
Habt Ihr Euch eigentlich nie gefragt, warum man den Menschen im Aufsichtsrat der solche Erfahrung
mit Zahlen dieser Größenordnung hatte entsorgt hat ?
Es ist dann am Ende vollkommen okay, wenn man beweist dass man für unsere Entwicklung ein Umzug und ein von uns zu finanzierendes  Stadion nebst dann ja auch zu finanzierender Infrastruktur braucht.
Aber der Beweis ist doch erst VORHER anzutreten. Aber es findet nur ein Schauspiel statt.
Der Standort Müngersdorf wird niedergemacht, weil man einen anderen Plan verfolgt.
Okay. Dann aber mal auf den Tisch damit.
Aufwachen. Der Verein sind wir.
Wenn ich das schon lese. Wir wollen ja Müngersdorf; DER VEREIN will nicht.
   

Also, von Niedermachen von Müngersdorf lese ich nichts. Die Schwierigkeiten, die ein dortiger Ausbau mit sich brächte, sind ja nun nicht von der Hand zu weisen. Ob es an anderer Stelle weniger Probleme gäbe und auch noch kostengünstiger gebaut werden könnte, weiß ich nicht. Ausschließen kann ich es aber nicht. Der FC wird nur dann neu bauen, wenn die Vorteile eines Neubaus überwiegen. Ziel des 1. FC Köln ist maximaler sportlicher und wirtschaftlicher Erfolg. Beides bedingt sich gegenseitig, beide Felder muss man optimal beackern. Wenn auf der Negativseite das Gefühl einiger oder auch vieler Fans steht, die einen Neubau ablehnen und ihm daher möglicherweise fern bleiben, wird man das in der Kosten-Nutzen-Rechnung berücksichtigen.

Dass die KGaA ein Stadion baut, obwohl es wirtschaftlich Schwachsinn ist, will ich auch nicht völlig ausschließen, halte es aber bei den aktuell handelnden Personen - so eitel diese auch sein mögen - für wenig wahrscheinlich.

Dass die Mitgliederversammlung über ein neues Stadion abstimmen darf, halte ich für ausgeschlossen. Es wäre auch sachlich Unsinn, denn nicht der Verein baut, sondern die KGaA. Die Kontrolle der KGaA findet über den Vorstand und den Mitgliederrat statt. Wir spielen nun mal Bundesliga und nicht Kreisklasse. Das System kann man ablehnen, aber es geht am Ende immer um die Konkurrenzfähigkeit des FC im Profifußball und nicht um die Befindlichkeiten der Fans oder gar Mitglieder. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in einem Neubau keinen Zuschauerschwund geben würde. Dieser hängt allein am sportlichen Erfolg und an der Preispolitik des FC. Klar würden einige aus Trotz wegbleiben, dafür kommen neue. Wenn es sportlich wieder nachhaltig nach unten gehen würde, wäre die Bereitschaft zum "Aufstand" deutlich größer. Es geht wie gesagt immer nur um die Konkurrenzfähigkeit des FC und um den maximalen Erfolg. Alles andere ist willkommene Folklore, solange es eben dem sportlichen Ziel nicht schadet.

Povlsen

Übrigens stehe ich der Stadionfrage völlig neutral gegenüber: Als Fan brauche ich kein größeres Stadion, ich brauche auch nicht unbedingt einen neuen Standort, aber ich hänge auch nicht an Müngersdorf. Da bin ich relativ unemotional. Was dort schön ist, ist die nahe Gastronomie und das relativ entspannte Parken. Alles andere ist mir Wurscht. Ich gebe zu, dass ich sogar etwas mehr an der alten Schüssel gehangen habe. Da war Tradition zu spüren, im "Rheinenergiestadion" ist davon doch nichts mehr übrig. Es ist ein tolles Stadion, aber wenn ich da drin sitze, denke ich an alles, nur nicht an die 80er Jahre. Das wäre in der alten Schüssel ganz anders, auch wenn sie nicht komfortabel war.
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lommel

Zitat von: facepalm am Dienstag, 04.Jul.2017, 18:37:53
auch wenn ich nicht angesprochen bin, dieses projekt ist natürlich risiko und eine wette auf eine sportlich erfolgreiche zukunft. der jetzige fc geht davon aus das der positive weg der letzten jahre auch so weiter geht.


Da man selbst in Liga 2 mit einer der miesesten Truppen der Vereinsgeschichte noch stabile Zuschauerzahlen hatte (um die 45.000 und mehr?), hält sich zumindest dieses Risiko in Grenzen.
Unabhängig davon finde ich eine Kapazität von 75.000 unangemessen. Und ich glaube (wie schon mehrfach erwähnt), dass der Fußball-Boom gerade auf seinem Zenit ist und eher abflachen wird.
Keine Idee für den Urlaub? [url="//11km.de"]11km.de[/url] - 99 Orte, die Fußballfans gesehen haben müssen
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bastifc

Zitat von: facepalm am Dienstag, 04.Jul.2017, 18:37:53

auch wenn ich nicht angesprochen bin, dieses projekt ist natürlich risiko und eine wette auf eine sportlich erfolgreiche zukunft. der jetzige fc geht davon aus das der positive weg der letzten jahre auch so weiter geht. das ist mal risiko eins. risiko zwei ist das für dieses projekt eine enorme geldsumme aufgenommen werden muss dessen rückzahlungsmodalitäten völlig unklar sind. dazu hätte man kein auffangbecken mehr das einem bei einem abstieg mit mietzahlungskürzung entgegen kommt. dann bleibt stand jetzt völlig offen wo das geld dafür her kommt. kreditaufnahme/anteilsverkauf/mischung aus beidem.


und letztlich bleiben die fragen offen ob ein 75k-stadion nicht überdimensioniert ist, gibt nicht viele clubs die so etwas ihr eigen nennen. und dann noch die frage ob müngersdorf wirklich so unbedeutend ist das man für theoretischen geld- und imagezufluss diesen historischen standort aufgeben muss. das sind jetzt keine monetären gründe/risiken, aber mindestens genauso wichtig.
Falls darüber auf der MV abgestimmt wird, bin ich mir ziemlich sicher, dass eine große Mehrheit im Zweifel für den Ausbau außerhalb von Müngersdorf stimmen wird. Außerhalb dieses Forums werden Themen rund um den FC von einem großen Teil der Fangemeinschaft nicht ansatzweise so kritisch betrachtet. Viele beschäftigen sich in der Woche genau 90 Minuten mit Fussball und der Erfolg gibt den handelnden Personen dann recht. Das bemerke ich leider bei einigen Bekannten, die dann mit Argumenten wie "Man muss halt mit der Zeit gehen" oder "Man muss ans große Ganze denken" kommen. Aber vielleicht kenne ich auch nur die falschen Leute und der Schein trügt...
Ähnlich läuft das doch mit der breiten Akzeptanz von RB. Der einfach deutsche Fussballfan findet es toll, dass "jemand den Bayern mal Paroli bieten kann", ohne das Konstrukt und die Auswirkungen auf den Fussball zu hinterfragen. Das alles fällt wahrscheinlich unter "Kommerzialisierung des Fussballs", welche nach und nach auch bei uns einrückt und lästige Themen wie Tradition zurücklässt - für das große Ganze.
Das klingt vielleicht etwas polemisch und schwarzmalerisch, aber ich fürchte, das ist - auch beim FC - auf Dauer nicht mehr aufzuhalten.

facepalm

Zitat von: lommel am Dienstag, 04.Jul.2017, 19:07:29

Da man selbst in Liga 2 mit einer der miesesten Truppen der Vereinsgeschichte noch stabile Zuschauerzahlen hatte (um die 45.000 und mehr?), hält sich zumindest dieses Risiko in Grenzen.
Unabhängig davon finde ich eine Kapazität von 75.000 unangemessen. Und ich glaube (wie schon mehrfach erwähnt), dass der Fußball-Boom gerade auf seinem Zenit ist und eher abflachen wird.


naja, da hatten wir aber mit 45.000 eine auslastung von über 90% was eben bei einem 75.000er ganz anders wäre  ;)
für das hat man ja auch so oder so 100% der laufenden kosten zu tragen.


ich gehe durchaus auch davon aus das die zuschauerzahlen konstant bleiben, mit zunehmendem erfolg auch noch steigen, das sehe ich anders als du. ich sehe weder ein platzen irgendeiner blase noch das der boom in absehbarer zeit endet. nur kann das alles eben niemand genau wissen. aber: wer erfolg haben will muss eben auch bereit sein risiken einzugehen. gerade in zeiten in denen die konstrukte immer mehr werden muss man irgendwie versuchen neue geldquellen zu erschließen.
ich selbst sehe mich auch eher als traditionalist, trotzdem ist mir bewusst das der fc anders denken muss.
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facepalm

Zitat von: bastifc am Dienstag, 04.Jul.2017, 19:08:57
Falls darüber auf der MV abgestimmt wird, bin ich mir ziemlich sicher, dass eine große Mehrheit im Zweifel für den Ausbau außerhalb von Müngersdorf stimmen wird.


ich auch. und trotzdem glaube ich nicht daran das es eine abstimmung geben wird. das, wenn auch kleine risiko, wird der fc vermeiden wollen.
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epop

Zitat von: bastifc am Dienstag, 04.Jul.2017, 19:08:57
Falls darüber auf der MV abgestimmt wird, bin ich mir ziemlich sicher, dass eine große Mehrheit im Zweifel für den Ausbau außerhalb von Müngersdorf stimmen wird.
Hmmm. Also wenn da für einen Ausbau von etwas, was es da gar nicht gibt mehrheitlich gestimmt wird, sollten wir schleunigst das Wahlrecht abschaffen oder aber diese Leute entmündigen lassen. Wundern würd es mich aber ehrlich gesagt auch nicht. Vielleicht sollte genau dafür ein Antrag gestellt werden. ;)
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frankissimo

Ich denke es wird klar, dass es nicht nur um den Stadionbau oder -ausbau an sich geht.
Bin vor Tagen gefragt worden, wo denn meine Wut herkäme. Ja, ich habe zumindest Sorge.
Je mehr ich mich mit dem Stadionthema intensiv befasse, desto mehr erschrecke ich.
Nicht etwa weil der Verein Optionen prüft. Ein Profiverein muss dies sogar.
Wenn man der Überzeugung ist, dass unser Verein mit diesem Stadion nicht zukunftsfähig ist muss man etwas unternehmen.
Auch die Frage wie man mehr Mitglieder die Chance verschafft ins Stadion zu kommen ist mehr als nur legitim.
Umsatzsteigerungen muss man immer fördern. Es bleibt Profisport. So weit so gut.

Nur sind wir zwar ein Profiverein als KGaA, aber wir sind auch ein e.V. mit 80000 Mitgliedern.
Und wir haben eine hart erkämpfte Satzung.  Dank Vielen hier unter dem Dach von reloaded.
Ich habe mich deshalb ohne die Satzung genauer zu kennen in der Sicherheit gewogen, dass solche Zukunftsprozesse transparent unter Teilhabe unserer
Mitglieder stattfinden würden. Wenn nicht durch die MV, dann wenigsten durch den Mitgliederat und den Aufsichtsrat der KGaA. Seit dem Konflikt zwischen Mitgliederrat und Vorstand bezüglich der Vorstandvergütungen schaute ich da etwas genauer hin.
Oho. Der Vorstand wischt den Vorschlag des von uns gewählten Gremiums so einfach vom Tisch. Hier wurde ja schon im Spinner-Fred geunkt was da zur Akzeptanz
des Vorstandes von Vereinsdemokratie ein Defizit herrschte. Wir wußten nichts, der Mitgliedsrat durfte nichts sagen, Reiner Callmund wußte aber genau von der mangelnden
Zukunftsfähigkeit zu Kölner Vereines zu berichten. 
Nun muss man wissen, dass die Stadionplanung ja nun in der KGaA liegt die ja Wehrle und Schmadtke führen. Damit gibt es keine direkte Kontrollmöglichkeiten.
Unsere Kontrolle dort besteht in einem Aufsichtsrat der vom Vorstand des Vereins benannt sowie abberufen werden kann.
Das kaufmännische und juristische Hirn des Aufsichtsrates war Dr. Sieger. Er konnte als Fachanwalt und Spezialist für Mergers und Aquisitions am besten beurteilen was unsere
Bilanzen und Zahlen sagten, was Verträge betraf und ob diesem Kontrollgremium alle Unterlagen vorgelegt würden.
Das war ein sehr wichtige Person, weil er auch der Architekt unserer wirtschaftlichen Rettung war. Wehrle hat es zwar gemacht, aber der FC konnte immer auf diese Sachkenntnis zurückgreifen
und die Situation in der Krise war eben so dass wir dies ohne erfahrene Wirtschaftsjuristen nicht oder nicht so flüssig überlebt hätten.
Das wäre jetzt die Person, die Unterlagen, Pläne einfordern würde. Und es wäre die Person gewesen die auch ein solches Großprojekt hätte beurteilen können auf rein kaufmännischer Seite.
Eine solche Person wird dann irgendwann ein Problem. Schöner ist es als Geschäftsführer frei handeln zu können.
Dann muss man gar nichts mehr vorlegen und sich Kritik von Kontrollgremien stellen.
Wenn dann eine solche Person durch unseren Vorstand vom Aufsichtsrat abberufen wird klingeln alle Alarmglocken.
Ich hätte erwartet, dass unser Vorstand sich hinter den Aufsichtsrat gestellt hätte und gesagt hätte das die Geschäftsführung die Leute die sie kontrollieren nicht aussuchen darf.
Leider darf und wird sich hier niemand aus dem Mitgliederrat äußern. Vielleicht ist ja dort vom Verein über etwaige Pläne informiert worden.         
In der Praxis deutet sich aber an, dass dies nicht so gehandhabt wird. Wir haben dies natürlich nachgefragt, aber niemand wagt sich zu äußern.

facepalm

Zitat

Regionalligist TuS Koblenz sucht verzweifelt ein Stadion, in dem er am 12. August sein Erstrunden-Spiel des DFB-Pokals gegen Dynamo Dresden austragen kann.

..


Konkret angefragt hatten die Koblenzer unter anderem beim 1. FC Köln. Sie wollten für das Spiel gegen Dresden nicht die Bundesliga-Arena des Vereins nutzen, sondern nur das Stadion des Reserveteams. "Aus Sicherheitsgründen hat uns Nordrhein-Westfalen aber eine generelle Absage erteilt", sagte van Heesch.



http://www.rp-online.de/sport/fussball/dfb-pokal/koblenz-braucht-austragungsort-fuer-duell-mit-dresden-aid-1.6933309[/size]
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koelner

Zitat von: facepalm am Freitag, 07.Jul.2017, 12:33:26

http://www.rp-online.de/sport/fussball/dfb-pokal/koblenz-braucht-austragungsort-fuer-duell-mit-dresden-aid-1.6933309



Das die gegen Dresden nicht ins Franz-Kremer Stadion dürfen, kann ich aber nachvollziehen.... Da wäre das Südstadion ja noch angebrachter.
Von Koblenz nach Köln auszuweisen ist aber auch ne ganz schöne Strecke... da wäre ja selbst Frankfurt oder Siegen näher. Was ist denn mit deren Stadion?
🌈 🌈 🌈 FUCK FIFA 🌈🌈🌈
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Niggelz

Ich hasse die Bezeichnung "Arena" für Fußballstadien.
The natural state of the football fan is bitter disappointment, no matter what the score. - Nick Hornby
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Oxford

Zitat von: Niggelz am Freitag, 07.Jul.2017, 12:41:20
Ich hasse die Bezeichnung "Arena" für Fußballstadien.

Who doesn't? Für son Allgemeinplatz kriegste von mir kein TY.
Ich lese den Economist und hasse Twitter (äh X).
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facepalm

Zitat von: koelner am Freitag, 07.Jul.2017, 12:38:12

Das die gegen Dresden nicht ins Franz-Kremer Stadion dürfen, kann ich aber nachvollziehen.... Da wäre das Südstadion ja noch angebrachter.
Von Koblenz nach Köln auszuweisen ist aber auch ne ganz schöne Strecke... da wäre ja selbst Frankfurt oder Siegen näher. Was ist denn mit deren Stadion?

umbauarbeiten. ist wohl erst irgendwann im september wieder bespielbar.

und dortmund ist eingeknickt.
http://www.kicker.de/news/fussball/em/startseite/701180/artikel_dortmund-bewirbt-sich-doch-als-spielort-der-em-2024.html#omsmtwkicker
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Alci

Wahrscheinlich ist dann Köln nicht dabei.
Wir spiel'n nie wieder im Europapokal!
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Kurt Sartorius

,,Am besten, Flugzeug stirzt ab."

facepalm

Zitat von: Alci am Freitag, 07.Jul.2017, 12:54:00
Wahrscheinlich ist dann Köln nicht dabei.

die chance ist sicher mit einer 75.000er ARENA etwas geringer.
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