TSG 1899 Hoffenheim

Begonnen von iym, Mittwoch, 14.Jun.2017, 16:08:05

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Okudera

Zitat von: FC Karre am Dienstag, 03.Mär.2020, 10:33:55
ich habe den zum ersten mal gesehen, als er mit tim mälzer im europapark rust achterbahn gefahren ist. das war im rahmen von kitchen impossible, vor drei (?) wochen.

War das nicht der Bruder Franz ?
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FC Karre

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I.Ronnie

Zitat von: FC Karre am Dienstag, 03.Mär.2020, 10:33:55
ich habe den zum ersten mal gesehen, als er mit tim mälzer im europapark rust achterbahn gefahren ist. das war im rahmen von kitchen impossible, vor drei (?) wochen.

Als er den Mälzer zur Begrüßung wie ein kleines Kind mit Bewegungsstörung angesprungen hat, wusste ich, dass der nicht alle beisammen haben kann.

shorty

Ich durfte Fritz Keller über meinen Freundeskreis mehrmals kennenlernen als sein Job als Patron des Winzerhofes und Sternerestaurants ihn noch mehr forderten als sein damaliger Vorstandsjob beim SCF . War so um die Jahrtausendwende.

Seit dem TV-Auftritt weiss ich jetzt aber, dass selbst die integersten und reflektierstesten Menschen, und als solchen hätte ich ihn bis jetzt bezeichnet, beim DFB zu ignoranten Zombies mutieren.
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jerry

Wenn Typen wie Grindel und Keller den größten Fußballverband der Welt vorstehen und repräsentieren, dann sagt das Alles aus, was man zur aktuellen Situation und zur Zukunftsfähigkeit des Deutschen Fußballs wissen muss.

Manche haben Moral - einige sogar Doppelmoral
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Ich werfe meine Sorgen in den Fluss und freue mich auf jeden neuen Tag. (Tünn/04.03.2019)
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Wormfood

Zitat von: jerry am Dienstag, 03.Mär.2020, 12:02:24
Wenn Typen wie Grindel und Keller den größten Fußballverband der Welt vorstehen und repräsentieren, dann sagt das Alles aus, was man zur aktuellen Situation und zur Zukunftsfähigkeit des Deutschen Fußballs wissen muss.

Hermann Neuberger (Argentinien 1978!) oder Gerhard Mayer-Vorfelder waren weitaus schlimmer. Von den DFB-Präsidenten, die ich bislang erlebt habe, fand ich Egidius Braun am erträglichsten.
Gesendet von meinem Atari ST mit Akustikkoppler
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Millwall

Zitat von: FC Karre am Montag, 02.Mär.2020, 23:23:32
hausdurchsuchungen und haft bei beleidigungen, weil es sich bewährt hat. verlassen wir doch einfach mal kurz den boden der rechtsordnung und werfen die grundsätze der rechtsstaatlichkeit über bord.

merkt der eigentlich noch was?

Na gut - sein Mandant ist der Sohn eines SA Offiziers. Ich nehme an, das man in diesen Kreisen automatisch auch eine besondere Auslegung von dem propagiert, was man allgemein Rechtsstaat nennt.
No one likes us....we don't care.

11.04.1979 (Nottingham Forest - 1.FC Köln)

15.09.2017
Ian Stirling of the Manchester United Supporters' Trust tweeted: "Cologne fans reminded us of what we lost as supporters. The media reports remind us of why we lost it."
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lommel

Peco Bauwens nicht zu vergessen, auch wenn den nur Heddi live erleben durfte.
Ich wuchs mit Neuberger als Präsident auf, den hätte mein Opa auf offener Straße erschossen. Gerade im Rahmen der WM 78 hat sich viel auf ihn allein konzentriert, da haben aber alle gemeinsam richtig in die Scheiße gegriffen. Das ist in meinem Lieblingsbuch https://www.amazon.de/Samstags-halb-vier-Geschichte-Fu%C3%9Fballbundesliga/dp/3827500060 recht differenziert dargestellt, eh ein gutes Buch, aber das nur nebenbei. Aber auch in diesem Zusammenhang ist Kellers Bemerkung im Sportstudio absurd. Wenn man die mangelhafte Aufarbeitung der NS-Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg mit all ihren Folgen sieht, dann muss man sich die Frage stellen, wann es denn in Deutschland kein Rassismus-Problem gab.
Keine Idee für den Urlaub? [url="//11km.de"]11km.de[/url] - 99 Orte, die Fußballfans gesehen haben müssen
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Punko

Opa lommel war aber ordentlich auf Krawall aus.
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lommel

Zitat von: Punko am Dienstag, 03.Mär.2020, 12:43:34
Opa lommel war aber ordentlich auf Krawall aus.

Aufm Dorf war der Opa wichtiger als der Vadder, der war halt arbeiten, die Mutter war für die Erziehung zuständig. So war es damals halt. Richtig aufarbeiten konnte man das alles nicht, denn als ich in ein Alter kam, in dem ich die Gesetze des Dorfes (und den damit in Verbindung stehenden latenten Rassismus) zu hinterfragen begann, bekam mein Opa sowohl Demenz als auch Alzheimer. Ich weiß nicht, wie gut man das jemals hätte auflösen können, aber zwischen dem Held aus meiner Kindheit und den vielen anderen Persönlichkeiten, die da noch in ihm wucherten, ist eine Lücke, die für mich nicht geschlossen werden kann. Der kam mit 19 an die Front, in einem Altern, in dem wir heute in irgendeiner Phase der Ausbildung sind, musste er über Leichenberge klettern. Er hat mir mal gesagt, dass er nachts immer wieder aufwache und den Geruch der Verwesung in der Nase hätte. Da frage ich mich schon: Was macht das mit einem Menschen? Vielleicht war das gerade zu persönlich, aber das bleibt ja alles unter uns.
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globobock77

Treffend dazu Thomas Bach (IOC), der sagt dass die olympischen Spiele 2020 in Tokyo AUF JEDEN FALL stattfinden werden.
"Es ist einfacher, Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht wurden."
-Mark Twain-
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Punko

Zitat von: lommel am Dienstag, 03.Mär.2020, 12:57:17
Aufm Dorf war der Opa wichtiger als der Vadder, der war halt arbeiten, die Mutter war für die Erziehung zuständig. So war es damals halt. Richtig aufarbeiten konnte man das alles nicht, denn als ich in ein Alter kam, in dem ich die Gesetze des Dorfes (und den damit in Verbindung stehenden latenten Rassismus) zu hinterfragen begann, bekam mein Opa sowohl Demenz als auch Alzheimer. Ich weiß nicht, wie gut man das jemals hätte auflösen können, aber zwischen dem Held aus meiner Kindheit und den vielen anderen Persönlichkeiten, die da noch in ihm wucherten, ist eine Lücke, die für mich nicht geschlossen werden kann. Der kam mit 19 an die Front, in einem Altern, in dem wir heute in irgendeiner Phase der Ausbildung sind, musste er über Leichenberge klettern. Er hat mir mal gesagt, dass er nachts immer wieder aufwache und den Geruch der Verwesung in der Nase hätte. Da frage ich mich schon: Was macht das mit einem Menschen? Vielleicht war das gerade zu persönlich, aber das bleibt ja alles unter uns.

Passt schon. Mein Opa väterlicherseits war schweigsam. Mein Opa mütterlicherseits war 1940 mit 19 als Besatzer in Frankreich, 1941 mit 20 in Polen und wurde ebenfalls 1941 im Russlandfeldzug angeschossen. Er kam in ein Lazarett in Deutschland. Als er dann im Lazarett zu denen gehörte, deren Verwundungen verheilt waren, aber noch nicht wieder fronteinsatzbereit waren, trotzdem schon wieder leichte Arbeit verrichten konnten, wurde er zur Hilfe in die Küche abkommandiert. Er verlief sich dann ein wenig, aber einer der Lazarettköche pfiff ihn zurück mit einem sinngemäßen: Geh nicht da hinten hin. Da ist ein Gefangenlager. Da sind Russen. Die sitzen da im eigenen Dreck, wir dürfen denen nichts geben, die fressen sich da gegenseitig auf, das willst du nicht sehen. Das hat in meinem Opa auch etwas ausgelöst. Und erst, als ich ihn mit 16 ausfragte, öffnete er sich gegenüber seinem lieben Enkel, der nie, nie, nie in seinem Leben so eine Scheiße erleben soll.
Und was hat er sich immer über Relativierungen und Verharmlosungen aufgeregt. Und nie soll ich so werden wie er bis Kriegsende war! Das war seine Lehre aus seiner Lebensdummheit. Bis zu seinem Tod 2014.

lommel

Soweit isses schon gekommen. In den 90ern brauchten wir die Wehrmachtsausstellung, um uns mit den Taten unserer Großväter auseinanderzusetzen, jetzt macht's der Didi.
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I.Ronnie

Meine Familie mütterlicherseits ist eine Bande von Heuchlern und weinerlichen Kriegsverlierern. Man hat das Vermögen verloren und kam nicht drüber hinweg. Der Verlustschmerz überdeckte alles. Nazis? Juden? Hat keiner etwas von mitbekommen und wurde immer mit einer abfälligen Bewegung beiseite gewischt. Die Familie war sauber und wurde räudig über den Tisch gezogen - das ist die Kriegserzählung der einen Hälfte meiner Familie. Oma väterlicherseits ist 1937 geboren. Die hat sowieso nix mitbekommen, nie irgendwas gefragt und hasst heute Ausländer. "War nicht alles schlecht damals."
Einzig mein Opa väterlicherseits ist ein guter Mensch gewesen. Er litt unter den Eindrücken des Krieges, unter der Ignoranz seiner Frau und der Dummheit der restlichen Familie. Er ertrug es nicht, wenn jemand die Kriegszeit relativierte oder verherrlichte. Darüber sprechen wollte er aber auch nicht. Mir sagte er einmal, dass er sich schäme, nie Widerstand geleistet zu haben, das wäre die Schande seines Lebens, die nie mehr gutzumachen sei. Er schloss nie Frieden mit seiner Generation oder auch mit der Generation danach. Für ihn waren das alles Heuchler.

FC Karre

mein einziger kontakt zu einem zeitzeugen war mein nazi-grundschullehrer. damals, als kind hat man das alles gar nicht so wahrgenommen. im nachhinein jedoch...
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KHHeddergott

Zitat von: lommel am Dienstag, 03.Mär.2020, 12:36:54
Peco Bauwens nicht zu vergessen, auch wenn den nur Heddi live erleben durfte.
Ich wuchs mit Neuberger als Präsident auf, den hätte mein Opa auf offener Straße erschossen. Gerade im Rahmen der WM 78 hat sich viel auf ihn allein konzentriert, da haben aber alle gemeinsam richtig in die Scheiße gegriffen. Das ist in meinem Lieblingsbuch https://www.amazon.de/Samstags-halb-vier-Geschichte-Fu%C3%9Fballbundesliga/dp/3827500060 recht differenziert dargestellt, eh ein gutes Buch, aber das nur nebenbei. Aber auch in diesem Zusammenhang ist Kellers Bemerkung im Sportstudio absurd. Wenn man die mangelhafte Aufarbeitung der NS-Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg mit all ihren Folgen sieht, dann muss man sich die Frage stellen, wann es denn in Deutschland kein Rassismus-Problem gab.

Vor geraumer Zeit hatte ich mal eine Arbeit in den Fingern, die sich mit der Sprache der deutschen Sportjournalisten in den 70ern und frühen 80ern beschäftigte, vorneweg ging es natürlich um das Qualitätsblatt aus der Stadt der Reichsparteitage. Wie offen damals rassistische Klischees nicht nur in die Texte einflossen, sondern auch zu Forderungen erhoben wurden. Jimmy Hartwig kann da einiges zu erzählen, zum Beispiel.
Whenever the literary German dives into a sentence, that is the last you are going to see of him till he emerges on the other side of his Atlantic with his verb in his mouth.
Mark Twain
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TT

Zitat von: lommel am Dienstag, 03.Mär.2020, 12:57:17
Aufm Dorf war der Opa wichtiger als der Vadder, der war halt arbeiten, die Mutter war für die Erziehung zuständig. So war es damals halt. Richtig aufarbeiten konnte man das alles nicht, denn als ich in ein Alter kam, in dem ich die Gesetze des Dorfes (und den damit in Verbindung stehenden latenten Rassismus) zu hinterfragen begann, bekam mein Opa sowohl Demenz als auch Alzheimer. Ich weiß nicht, wie gut man das jemals hätte auflösen können, aber zwischen dem Held aus meiner Kindheit und den vielen anderen Persönlichkeiten, die da noch in ihm wucherten, ist eine Lücke, die für mich nicht geschlossen werden kann. Der kam mit 19 an die Front, in einem Altern, in dem wir heute in irgendeiner Phase der Ausbildung sind, musste er über Leichenberge klettern. Er hat mir mal gesagt, dass er nachts immer wieder aufwache und den Geruch der Verwesung in der Nase hätte. Da frage ich mich schon: Was macht das mit einem Menschen? Vielleicht war das gerade zu persönlich, aber das bleibt ja alles unter uns.

Das größte Glück der letzten 2 Generationen. Kein Krieg. Diese ganze scheiße nicht zu erleben, halte ich für meinen größten Glücksfall. Im Grunde steht alles Glück dem hinten an.

mutierterGeißbock

https://www.stern.de/philipp-koester--kabinenpredigt---das-steckt-hinter-den-angriffen-auf-dietmar-hopp-9167252.html
ZitatDas alles nährt den Verdacht, dass die Schnappatmung, die weite Teile des Fußballestablishments befiel, auch etwas damit zu tun hatte, wer da attackiert wurde. Wäre Hopp kein mächtiger Klubboss und Sponsor, hätte sich die Entrüstung der Bayern-Funktionäre womöglich in engeren Grenzen gehalten.
Alle Wege führen nach Rom und irgendwann zurück nach Köln
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Lobi

Zitat von: TT am Dienstag, 03.Mär.2020, 15:54:42
Das größte Glück der letzten 2 Generationen. Kein Krieg. Diese ganze scheiße nicht zu erleben, halte ich für meinen größten Glücksfall. Im Grunde steht alles Glück dem hinten an.

Und genau dieses Glück sollten wir nicht auf die leichte Schulter nehmen und hier sucht Europa seinesgleichen. Ich meine wo sonst kann ich wenn ich Lust habe jetzt aufbrechen und dann morgen früh beispielsweise in Spanien frühstücken, dabei quer durch Frankreich fahren ohne auch nur einmal an ner Grenze stoppen oder Geld wechseln zu müssen. Das sind Sachen die man sehr zu schätzen weiss wenn man mal ausserhalb Europas verreist ist und aus irgendwelchen Gründen mal 5 Stunden an einer Grenze in Afrika festsitzt. Umso fassungsloser macht es mich dass dann die Beleidigungen gegen einen Milliardär mit den Taten gleichgesetzt werden die unter anderem dieses Privileg als Zielscheibe haben.

Strafstoß

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mutierterGeißbock

Alle Wege führen nach Rom und irgendwann zurück nach Köln
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SashVL

ZitatInstalliert wurde sie vor dem Spiel des 1. FC Köln bei den Hoffenheimern im März 2018.
Wir laufen nicht den Trends hinterher, der effzeh setzt Trends :-)
Nun wäre aber der Zeitpunkt gekommen gewesen, gegen die ganze betrügerische Genossenschaft dieser ty-haschenden Volksvergifter vorzugehen
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TT

Auf ARD gerade ne ganz interessante Sendung. Gute Moderatorin.



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jerry

... und ein Friedhelm Funkel der schon eingangs zeigt, dass er gar nichts rafft.
Manche haben Moral - einige sogar Doppelmoral
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Ich werfe meine Sorgen in den Fluss und freue mich auf jeden neuen Tag. (Tünn/04.03.2019)
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TT

Zitat von: jerry am Dienstag, 03.Mär.2020, 23:35:00
... und ein Friedhelm Funkel der schon eingangs zeigt, dass er gar nichts rafft.
Unfassbar wie verpeilt der ist. Dem geht es nur um Hopp und schnallt nichts mehr.



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TT

Der Unioner packt gleich den Schwinger aus. Ich applaudiere.



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FC Karre

Zitat von: jerry am Dienstag, 03.Mär.2020, 23:35:00
... und ein Friedhelm Funkel der schon eingangs zeigt, dass er gar nichts rafft.

was sagt er?
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NebelGeist

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Punko

Der SA-Vater von Dietmar Hopp.

Entschuldigung.

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Mittelfeldmotor

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