Hauptmenü

Formel 1 2022

Begonnen von Drahdiaweng, Dienstag, 21.Feb.2017, 12:04:28

« vorheriges - nächstes »

0 Mitglieder und 3 Gäste betrachten dieses Thema.

lynnejim

Interessant finde ich noch, dass Rainer Braun (Sportjournalist) Stefan Bellof "irgendwie eine Zweitausgabe von Jochen Rindt" nannte. Braun kannte beide Fahrer gut.
Was it a Fiff? (Rolf Töpperwien)
  •  

Boris Mirhaiss

Zitat von: lynnejim am Freitag, 05.Sep.2025, 17:40:255. September 1970 15:44 Uhr

Jochen Rindt's tödlicher Unfall als WM- Führender  im Qualifying am Samstag in Monza.

Vor der Parabolica brach bei Tempo 280 die rechte vordere Bremswelle der innenliegenden Scheibenbremse am Lotus 72D, wodurch das Auto in einem 90-Grad-Winkel scharf nach links abbog und in die schlecht montierten Leitplanken prallte.
Das Fahrzeug war durch die gebrochene Welle führerlos. Der Unfall hatte Ähnlichkeiten mit denen von Senna 1994 und Lauda 1976.

Rindt starb wahrscheinlich binnen Sekunden nach dem Aufprall.

Am Ende des Jahres wurde er posthum Weltmeister der Saison 1970.

Frank Williams (verstorben 2021) hielt ihn für den schnellsten Fahrer aller Zeiten, für Bernie Ecclestone gehört er in die Top-5 aller Zeiten. Eine Umfrage unter ca. 200 Formel 1-Insidern listet ihn immerhin auf Rang 14, obwohl er schon tot war, als er mit 28 Jahren erst auf dem Weg war, seinen Zenit zu erreichen. Jackie Stewart war bei seinem ersten Titel 1969 ein Jahr älter.

Bis heute hält Jochen Rindt mit 29 Siegen den Rekord in der Formel 2. Damals fuhren alle Formel 1-Asse auch regelmäßig in der Formel 2: Jackie Stewart, Jack Brabham, Jim Clark, Graham Hill etc. Rindt war dort regelmäßig der Sieger.
Clark starb im April 1968 in einem Formel 2-Rennen in Hockenheim.

Formel 2 Europameister wurde Rindt trotzdem nicht, da alle Fahrer mit einer sog. A-Lizenz für die Meisterschaft nicht gewertet wurden.

Nach Artikel 9.4 der FIA wäre Jochen Rindt sogar der erste deutsche Weltmeister, da er deutscher Staatsbürger war und blieb. Allerdings ist es verständlich, dass er als österreichischer Weltmeister gilt, da er mit kaum 2 Jahren zu seinen Großeltern nach Graz kam und zudem immer mit einer österreichischen Lizenz fuhr.

https://www.motorsport-total.com/formel-1/news/williams-rindt-war-schnellster-fahrer-aller-zeiten-11052516


im 72c verünglückte er.
  •  
    The following users thanked this post: lynnejim

lynnejim

Was it a Fiff? (Rolf Töpperwien)
  •  

Boris Mirhaiss

Zitat von: lynnejim am Sonntag, 07.Sep.2025, 20:48:18Ja, natürlich.
ja, uninteressant, aber halt richtig. 
  •  

KHHeddergott

Zitat von: lynnejim am Freitag, 05.Sep.2025, 17:40:25Bis heute hält Jochen Rindt mit 29 Siegen den Rekord in der Formel 2. Damals fuhren alle Formel 1-Asse auch regelmäßig in der Formel 2: Jackie Stewart, Jack Brabham, Jim Clark, Graham Hill etc. Rindt war dort regelmäßig der Sieger.
Clark starb im April 1968 in einem Formel 2-Rennen in Hockenheim.

Jim Clark fuhr Mitte der 60er Jahre in der Formel 1, der französischen Formel 2, der britischen Formel 2, der britischen Tourenwagenmeisterschaft, der britischen Sportwagenmeisterschaft, dem Vorläufer der US-Indiecar-Serie, und in der Tasman Series. In Zeiten, in denen ein Flug nach Australien mit mehreren Zwischenstopps verbunden war. Obendrein war er keiner der "Herrenfahrer", die sich den Sport mit dem Vermögen der Familie ermöglichten. Dabei stellte er mehrere Formel 1-Rekorde auf, von denen einige heute noch gültig sind: 
45,2 % poles, 34,7 % wins to races, 73,5 % wins to finishes, 70,3 % lap leading, 68 % distance leading, acht Grand Chelems

Tragischer Weise hätte er am 7.4.1968 eigentlich in Brands Hatch an den Start gehen sollen, der Formel 2-Start am Hockenheimring im Lotus 48 war Sponsorenverpflichtungen gegenüber Firestone geschuldet.  

Müsste ich meine Stimme abgeben bei der Wahl des greates of all time, ich würde sie sehr wahrscheinlich Clark geben. 


Whenever the literary German dives into a sentence, that is the last you are going to see of him till he emerges on the other side of his Atlantic with his verb in his mouth.
Mark Twain
  •  
    The following users thanked this post: drago

lynnejim

Zitat von: Boris Mirhaiss am Montag, 08.Sep.2025, 14:10:46ja, uninteressant, aber halt richtig.
Uninteressant nicht, da es ja nur um Richtigstellung geht. Habe selber ein 1:18 Modell des 72 C und ich redigiere im Wesentlichen nicht minutiös, was ich hier schreibe. Wahrscheinlich hatte ich gerade irgendwie E. Fittipaldi im Kopf, als ich zum D griff.
Tatsächlich hatte Fittipaldi am 4.9.70 ebenfalls einen schweren Unfall, landete im Wald am Auslauf der Parabolica und schrottete einen der 72C komplett, mit dem Rindt wohl am Samstag gefahren wäre. Der tödliche Unfall von Jochen Rindt hatte verschiedene tragische Facetten.
Was it a Fiff? (Rolf Töpperwien)

Boris Mirhaiss

Zitat von: lynnejim am Donnerstag, 11.Sep.2025, 11:48:56Uninteressant nicht, da es ja nur um Richtigstellung geht. Habe selber ein 1:18 Modell des 72 C und ich redigiere im Wesentlichen nicht minutiös, was ich hier schreibe. Wahrscheinlich hatte ich gerade irgendwie E. Fittipaldi im Kopf, als ich zum D griff.
Tatsächlich hatte Fittipaldi am 4.9.70 ebenfalls einen schweren Unfall, landete im Wald am Auslauf der Parabolica und schrottete einen der 72C komplett, mit dem Rindt wohl am Samstag gefahren wäre. Der tödliche Unfall von Jochen Rindt hatte verschiedene tragische Facetten.
:D ich wusste das auch nicht, aber exakt als ich dein posting gelesen habe, sah ich rein zufällig eine Doku bei auto motor u. sport über den lotus 72.  :tu: :D
  •  
    The following users thanked this post: lynnejim

Boris Mirhaiss

und wollte dann nur klugkacken.  :-/ :D
  •  

Boris Mirhaiss

weil eigentlich bin ich ja nicht so sehr viel Klug.  :P
  •  

TT

Verstappen geht am Freitag in die Fahrschule und macht am Samstag praktische Prüfung

https://www.motorsport-magazin.com/formel1/news-295368-max-verstappen-am-nuerburgring-warum-er-nicht-in-der-nls-starterliste-auftaucht/

Zufällig haben wir 2 Tickets für das Rennen am Samstag gewonnen :-)
  •  
    The following users thanked this post: Cikaione

Cikaione

Der Typ ist wirklich unfassbar, größter Racer momentan auf dem Planeten.
  •  

lynnejim

Zitat von: Boris Mirhaiss am Donnerstag, 11.Sep.2025, 14:52:46weil eigentlich bin ich ja nicht so sehr viel Klug.  :P
Das tut mir leid. :D :tu:
Was it a Fiff? (Rolf Töpperwien)

lynnejim

Zitat von: KHHeddergott am Donnerstag, 11.Sep.2025, 10:30:41Jim Clark fuhr Mitte der 60er Jahre in der Formel 1, der französischen Formel 2, der britischen Formel 2, der britischen Tourenwagenmeisterschaft, der britischen Sportwagenmeisterschaft, dem Vorläufer der US-Indiecar-Serie, und in der Tasman Series. In Zeiten, in denen ein Flug nach Australien mit mehreren Zwischenstopps verbunden war. Obendrein war er keiner der "Herrenfahrer", die sich den Sport mit dem Vermögen der Familie ermöglichten. Dabei stellte er mehrere Formel 1-Rekorde auf, von denen einige heute noch gültig sind:
45,2 % poles, 34,7 % wins to races, 73,5 % wins to finishes, 70,3 % lap leading, 68 % distance leading, acht Grand Chelems

Tragischer Weise hätte er am 7.4.1968 eigentlich in Brands Hatch an den Start gehen sollen, der Formel 2-Start am Hockenheimring im Lotus 48 war Sponsorenverpflichtungen gegenüber Firestone geschuldet. 

Müsste ich meine Stimme abgeben bei der Wahl des greates of all time, ich würde sie sehr wahrscheinlich Clark geben.



Das ist eine durchaus nachvollziehbare Einschätzung. Jackie Stewart sieht es ähnlich. Stewart hat auch betont, dass er Jim Clark nicht als seinen Hauptkonkurrenten im Motorsport sah, da er bereits der dominierende Fahrer war, als er in die Formel 1 einstieg. Seinen größten Gegner sah er eben in Jochen Rindt, da beide gemeinsam als Rookies 1964 ihre Karriere begannen und beide das Zeug zum Weltmeister hatten. Rindt war der erste Kontinentaleuropäer in einem englischen Rennstall. Bei Cooper hatte er allerdings mit dem schwerfälligen Cooper Maserati einen klaren Wettbewerbsnachteil. Dennoch fuhr er Podiumsplätze heraus und in Spa Francorchamps 1966 fuhr er in einem legendären Unwetterrennen - das heute nie und nimmer überhaupt gestartet würde - einen unfassbares Rennen, war lange an der Spitze, bis er von John Surtees in dem wesentlich agileren Ferrari noch abgefangen wurde, als die Strecke abtrocknete. Originalaufnahmen dieses Rennens sind in John Frankenheimer's Film Grand Prix zu sehen. Bei Brabham 1968 fiel er in 10 von 12 Rennen wegen Defekten aus. Selbst bei Lotus 1969 hatte er großes Pech mit dem Material. Bei den großen Preisen von Spanien (Montjuic) und Holland (Zandvoort) lag er klar in Führung. In Barcelona brach der völlig überdimensionierte Heckflügel ab, was einen potentiell tödlichen Unfall zur Folge hatte. In Zandvoort war es nur ein kleines mechanisches Teil, das ihn zur Aufgabe zwang. In Silverstone lösten sich Stewart und Rindt x-mal an der Spitze ab, bis Rindt wiederum wegen eines Defekts an die Boxen musste. In der Saison, in der Stewart seinen ersten Titel holte, war Rindt quasi der einzige Fahrer auf Augenhöhe und hätte mit etwas Glück 3 Siege eingefahren. Wahrscheinlich hat er genau mit diesen Erfahrungen im Kopf 1970 kurz vor seinem Tod den Spruch getan, dass ihm sein Glück in der laufenden (1970er Saison) anfange, Sorgen zu machen. Jochen Rindt wurde von Colin Chapman als Nachfolger von Jim Clark bei Lotus ausgewählt. Er war - wenn man so will - der Kronprinz. Zwischen den tödlichen Unfällen der beiden liegen gerade einmal 2 1/2 Jahre. Rindt hätte es als amtierender Weltmeister auf jeden Fall Stewart und Fittipaldi in den folgenden Saisons sehr schwer gemacht, ihre Titel zu holen.
Was it a Fiff? (Rolf Töpperwien)

KHHeddergott

Zitat von: lynnejim am Sonntag, 21.Sep.2025, 11:28:50...bei Lotus 1969 hatte er großes Pech mit dem Material...

Naja, da stellt sich die Frage, ab wievielen Rennausfällen man bei Lotus damals von Pech sprechen konnte. 30-35 % dürfte die Regel gewesen sein, 50 % noch im Bereich der statistischen Streuung. Die Kehrseite der Konstruktionen am Rande des damals Machbaren.

Whenever the literary German dives into a sentence, that is the last you are going to see of him till he emerges on the other side of his Atlantic with his verb in his mouth.
Mark Twain
  •  

lynnejim

Zitat von: KHHeddergott am Sonntag, 21.Sep.2025, 17:26:28Naja, da stellt sich die Frage, ab wievielen Rennausfällen man bei Lotus damals von Pech sprechen konnte. 30-35 % dürfte die Regel gewesen sein, 50 % noch im Bereich der statistischen Streuung. Die Kehrseite der Konstruktionen am Rande des damals Machbaren.


Er ist in Rennen am Material gescheitert, die er bereits klar dominierte und gewonnen hätte - in Zandvoort hatte er nach ca. 20 Runden schon 10 Sekunden Vorsprung. Jackie Stewart im Matra hatte 1969 diese Probleme nicht.
Was it a Fiff? (Rolf Töpperwien)
  •  
    The following users thanked this post: Oropher

Rheineye

7x Absteiger
  •  

Cikaione

Zitat von: Rheineye am Sonntag, 28.Sep.2025, 11:11:55https://sport.sky.de/formel-1/artikel/max-verstappen-gewinnt-beim-debuet-in-der-gt3-auf-der-nordschleife/13439369/35311

Der ist schon eine ziemliche Maschine :tu:

und zum abschalten fährt er abends dann noch online Rennen, ich glaube die Freundin hats auch nicht leicht  :D

KHHeddergott

Zitat von: lynnejim am Mittwoch, 24.Sep.2025, 10:37:09Er ist in Rennen am Material gescheitert, die er bereits klar dominierte und gewonnen hätte - in Zandvoort hatte er nach ca. 20 Runden schon 10 Sekunden Vorsprung. Jackie Stewart im Matra hatte 1969 diese Probleme nicht.
Wie gesagt, der Preis für das schnellste Auto im Wettbewerb war hoch, die Liste verunglückter Lotus-Fahrer lang. Ich meine mich an ein Zitat eines Indianapolis--Fahrers zu erinnern mit gleichem Inhalt.

Edith
Dan Gurney:
"Did I think the Lotus way of doing things was good? No. We had several structural failures in those cars. But at the time, I felt it was the price you paid for getting something significantly better."
Whenever the literary German dives into a sentence, that is the last you are going to see of him till he emerges on the other side of his Atlantic with his verb in his mouth.
Mark Twain
  •  

TT

Zitat von: Cikaione am Sonntag, 28.Sep.2025, 11:20:06und zum abschalten fährt er abends dann noch online Rennen, ich glaube die Freundin hats auch nicht leicht  :D
Die ist doch gewohnt, dass die Männer im Haus etwas häufiger nicht zu Hause sind. Ihr Vater ist Nelson Piquet und ihr Ex-Freund Daniil Kwyat.
  •  
    The following users thanked this post: Cikaione

TT

Zitat von: Rheineye am Sonntag, 28.Sep.2025, 11:11:55https://sport.sky.de/formel-1/artikel/max-verstappen-gewinnt-beim-debuet-in-der-gt3-auf-der-nordschleife/13439369/35311

Der ist schon eine ziemliche Maschine :tu:
Wobei man dazu sagen muss, dass die richtig flotten Nordschleifen Cracks nicht dabei waren. Dazu ist der Ferrari wohl aktuell das Maß der Dinge der GT3 Autos. 
Man müsste jetzt einen anderen Topfahrer (Estre, Güven, Preining, van der Linde) im gleichen Auto haben, um die Zeiten besser vergleichen zu können. Lulham ist ein guter, aber kein Topfahrer. 

Trotzdem eine super Leistung. 

Mehr dazu: https://www.motorsport-total.com/nuerburgring-langstrecken-serie/news/analyse-max-verstappens-dominanz-bei-nls9-in-zahlen-25092802

Fazit: 
Zitat...dass sein Auftritt fahrerisch absolut gigantisch war.


Ich war bisher kein Verstappen Fan. Diese NLS-Geschichte man ihn aber sehr sympathisch und wie man liest und hört, verhält er sich alles andere als Arrogant oder mit Starallüren. 
  •  
    The following users thanked this post: drago

lynnejim

Zitat von: KHHeddergott am Sonntag, 28.Sep.2025, 11:46:39Wie gesagt, der Preis für das schnellste Auto im Wettbewerb war hoch, die Liste verunglückter Lotus-Fahrer lang. Ich meine mich an ein Zitat eines Indianapolis--Fahrers zu erinnern mit gleichem Inhalt.

Edith
Dan Gurney:
"Did I think the Lotus way of doing things was good? No. We had several structural failures in those cars. But at the time, I felt it was the price you paid for getting something significantly better."
Bei Lotus zu fahren war auf jeden Fall mit dem größten Risiko für Leib und Leben verbunden. Colin Chapman hat die Gewichtsreduktion absolut auf die Spitze getrieben, die Sicherheit spielte gar keine Rolle. Ich glaube ja, dass Rindt auch Weltmeister hätte werden können, wäre er statt zu Lotus zu wechseln bei Brabham geblieben. Die 68'er Saison war einfach ein negativer Ausreißer mit den 10 Ausfällen. Und er hätte überlebt.
Was it a Fiff? (Rolf Töpperwien)
  •  

Cikaione

Hulk mit P4 im Sprintquali  :oezil: :tu: :)
  •  

lupefc

Wär schon cool wenn er den Platz halten könnte. War im 1. Training und in den Sprint Q aber immer vorne dabei. Vielleicht machen die Papaya-Jungs ja Quatsch.
  •  

Cikaione

  •  

lupefc

Beide Papaja in Kurve 1 raus zusammen mit Hulk.
  •  

Cikaione

Hulk aber noch dabei mit neuem Flügel
  •  

lupefc

  •  

Cikaione

Zitat von: lupefc am Samstag, 18.Okt.2025, 19:09:52@Cikaione  Fehler von Alonso ?

schwer typischer Startrennunfall in der ersten Kurve, einer zieht zurück die anderen können nicht mehr reagieren
  •  

lupefc

Hast Recht. Für 4 Autos ist die Kurve halt zu eng.
  •  

Cikaione

Piastri würde ich sagen, fährt da als gäbe es die anderen gar nicht
  •