Thomas Kessler - Bereichsleiter Lizenzfußball

Begonnen von iym, Donnerstag, 07.Jul.2016, 22:11:30

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mutierterGeißbock

Zitat von: Jupp23 am Gestern um 21:51:29Ich finde das bei Sport Geschäftsführern richtig. Die sollen mittel- bis langfristig denken und arbeiten. Auf den Nachwuchs setzen, Scouting aufbauen, entwicklungsfähige Spieler kaufen und Strukturen einführen, wo diese sich entwickeln können.

Mit Jahresverträgen handeln Manager anders. Dann optimieren sie auf das Jahr hin, weil Prio 1 die Verlängerung des Vertrags hat. Ergo sehr kurzfristiger Erfolg.
Grundsätzlich hast du da natürlich Recht, beim Sport Geschäftsführer macht es schon mehr Sinn als beim Trainer. Andererseits gibt es sicher auch viele Sport Geschäftsführer/Manager, denen das langfristige Arbeiten völlig am Arsch vorbei geht. Nehmen wir mal beispielsweise Armin Veh, der bekam bei uns einen Vertrag für drei Jahre. Nachwuchs war dem ja nachweislich völlig egal, um einen Aufbau des Scoutings wird er sich auch wohl kaum gekümmert haben und abgesehen von Bornauw und Skhiri hat er wahrscheinlich auch keinen einzigen entwicklungsfähigen Spieler verpflichtet.

In den meisten Fällen ist es doch mittlerweile auch so, ein zwei verpatzte Transferphasen, dazu noch ein oder zwei falsche Trainerentscheidungen und man sitzt auch als Sport Geschäftsführer auf dem Hot Seat.
Alle Wege führen nach Rom und irgendwann zurück nach Köln
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Jupp23

Zitat von: I.Ronnie am Gestern um 22:02:24Sehe ich auch so. Ich sehe es auch so, dass wir in der Organisationsstruktur mit Bereichs-GF auch einen GF für den sportlichen Bereich brauchen.

Ich erkenne auch an, dass die Sommertransferperiode durchaus solide bis gut war und auch Simpson scheint ein guter Griff gewesen zu sein. Ich sehe aber keinen Grund, wieso Transfers/Kaderentwicklung/Scouting zwingend die Aufgabe eines Geschäftsführers sein sollen. Das ist für mich operatives Tagesgeschäft und muss nicht dem Geschäftsführer übertragen werden.

Allerdings bin ich auch nicht naiv. Das, was im Fußball der "Manager Sport" ist, will über Transfers, Trainer und über die mittelfristige sportliche Ausrichtung bestimmen. Und da beißt sich die Katze in den Schwanz, da wir so nicht über den Horizont kurzfristigen sportlichen Erfolgs hinwegkommen. Zwei beschissene Transferperioden und ggf. ein Abstieg und der GF-Sport ist weg. Dann ist die Fragestellung vom Mutierten doch berechtigt.
Agree. Ich denke, wir sind uns einig, dass die Aufgabenverteilung hier ein gewisses Dilemma ist, aus dem es auch keinen einfachen Ausweg gibt (sonst wäre es auch kein Dilemma).

Spontan überlegt sähe mein Organigramm wahrscheinlich ungefähr so aus: Wir haben einen GF Sport. Und unter dem gäbe es 4-6 "Direktoren" (die kann man von mir aus auch Abteilungsleiter, Bereichsleiter, VP oder Head nennen).
1) Sportdirektor: eng am Team, verantwortlich für Kaderplanung
2) Trainer: selbsterklärend
3) Direktor NLZ
4) Direktor Scouting & Analytics
5) Direktor Performance, Nutrition & Health: Ärzteteam, Fitness, Ernährung usw.
6) Direktor Lizenzierung und Spielbetrieb: kümmert sich um alles Organisatorische rund um Bundesligaspiele

Wenn man das so hinbekäme, dann könnte der Sportdirektor jene Personalie sein, die bei Misserfolg fliegt, während der GF deutlich breiter gemessen wird. (Wissend wie schwierig das gegen öffentlichen Druck ist.)

Meine Idee zeigt aber auch bereits die weiteren Konfliktlinien: Soll der Trainer direkt unter dem GF sein oder unter dem Sportdirektor? Gilt analog für die meisten anderen Direktorenposten. Der ein oder andere davon könnte auch eine Ebene unter dem Sportdirektor sein.

I.Ronnie

Ich denke, sowas in der Art hat man mit Keller versucht. Später hat er dann die Duschen renoviert und Brötchen im Vereinsheim belegt. 

Du brauchst schon eine starke, prozessgetriebene Unternehmenskultur, damit ein geneigter GF nicht zum Micromanager wird. Dann sind Organigramme nichts mehr wert. 
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J.R.

Zitat von: Rheineye am Gestern um 21:04:12,,In Köln ist man da ja mal schnell der Königstransfer"
,,In Köln kommt natürlich ganz schnell Unruhe auf"

Das gute Geld in Köln nehmen se aber alle gerne mit, wenn es aber darum geht von eigenen Fehlern abzulenken wird gerne auf das angeblich psychopathische Umfeld gezeigt. Wirklich unsäglich, wie man da immer den Wecker nach stellen kann.

Kessler liest wahrscheinlich nur die Express-Schlagzeilen und unterstellt, dass das bei allen anderen auch so ist.
"Without data, you're just another person with an opinion" -> W. Edwards Deming
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jsturm

In England gibt's einen Manager und fertig 
There are four lights!
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Hazard

Ich sags mal so:
So lange er Deals wie die von Puesey, Ache, Kaminski, Sebulonsen (meines Erachtens der am unterbewerteste Transfer), VdB oder auch Castro Montes hier antischt, ist es mir egal
a) was er nach den Spielen von sich gibt
b) wie lange sein Vertrag läuft
c) ob seine Berufsbezeichnung Facility Manager oder Master of the Universe lautet

Juckt mich Null, solange ich nicht mehr solche Transfers wie unter Keller ertragen muss.
Deswegen halten wir auch die Klasse, unabhängig davon ob Kwasniok oder irgendjemand anders an der Linie steht. : Der jetziger Kader ist Qualitativ dem Abstiegskader vor 2 Jahren, wo wie quasi chancenlos waren, um längen überlegen und definitiv Bundeligatauglich.

Und ja, er hatte ein paar Euros zur Verfügung. Dass das nicht gleichbedeutend mit guten Transfers einhergeht, sollten wir in den letzten 20 Jahren allerdings x-fach gelernt haben.
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