Historie des 1. FC Köln

Begonnen von magic, Sonntag, 29.Apr.2018, 15:12:37

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Povlsen

Ja, das war damals zwar auch schon professionell, zumindest ambitioniert, aber nicht so durchgeplant wie heute. Littbarski und/oder Schumacher haben ja schon häufiger erklärt, dass sie damals die schönere Zeit als Profi hatten als die heutigen Spieler. Das gilt auch für uns Fans, finde ich. Nicht nur, weil der FC damals auf Augenhöhe mit Bayern München war, sondern weil das ganze Flair um den Fußball interessanter war. Die Einheitsgesichter und -charaktere von heute langweilen mich nur noch. Jedes Interview ist die perfektionierte Nichtigkeit. Klar, die Hauptsache, der Sport, ist heute um Welten besser als damals, aber Fußball ist eben doch mehr als nur perfektionierter Sport. Dass das Interesse an ihm heute nicht nur nicht abgenommen, sondern immer stärker zu wachsen scheint, ist schon etwas verwunderlich. Letzmalig war diese Art der Außendarstellung bei der WM 1994 zu sehen. Die Doku in der ARD dazu, die man im Moment abrufen kann, ist sehr zu empfehlen. Die Interviews der Protagonisten Matthäus, Strunz und Effenberg darin zeigen, wie die Mannschaft und die Presselandschaft damals tickten, das alles ist heute undenkbar und war auch schon 1996 dann nicht mehr so. Mir war auch gar nicht mehr klar, wie schamlos Beckenbauer über die Medien damals Stimmung gemacht hat. Unfassbar, dass sich Matthäus da öffentlich via TV während des Turniers darüber ausheulen durfte, dass der Bundestrainer mit ihm die Mannschaftsaufstellung nicht abstimmt. Vogts hat die Quertreiber (zurecht) für die EM 1996 aussortiert und ab dann hat der Fußball die Entwicklung hin zur heutigen Generation genommen. Nicht wegen Vogts, aber die Zeit hatte sich geändert. Bosman, CL-Reformen und Pay-TV haben dann zu dem geführt, was wir heute haben. 

Zu 1986: Schumacher hatte damals völlig Recht, wenn die Aussagen im Buch halbwegs stimmen. Man kann zu ihm stehen, wie man will, als Fußballer hat er alles dem Erfolg untergeordnet. Völler/Allofs waren 1986 beide auf dem Zenit ihres Könnens und besser als Rummenigge. Ich weiß noch, was damals im Vorfeld der WM schon für ein Theater in den Medien um dessen Fitness gemacht wurde. Hat mich genervt.