Wer bildet das neue Vorstandsteam? Vorschläge und Diskussionen

Begonnen von WES FC, Dienstag, 19.Mär.2019, 14:55:36

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Sichel

Ich bin kein Fan vom Quasselkopp und hätte mir ebenfalls bereits eine Entlassung im letzten Jahr gewünscht.

Hier jetzt aber den Vorstand anzugehen finde ich falsch. Kessler ist derjenige der die Kritik ernten sollte. Vom Vorstand erwarte ich hier lediglich eine interne Kommunikation.
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Müngersdorf

Zitat von: Sihoer am Montag, 16.Mär.2026, 11:29:09Ich bin mir nicht sicher, was vom Präsidium jetzt erwartet wird - oder eigentlich doch, aber dann frage ich mich in welcher Welt viele Leben.
Denkt wirklich jemand, dass ein Vizepräsident jetzt Kessler bypasst und Kwasniok rausschmeißen lässt, nur weil er einen Trainerschein hat?
Glaubt jemand ernsthaft, dass unser Präsident dafür sorgt? Dass letztendlich - Kessler und Kwasniok rausgeschmissen werden? Dass wir vor dem vorerst wichtigsten Spiel der Saison hier alles über den Haufen werfen? Während wir weiterhin alles in der eigenen Hand haben?
Unsere Struktur ist einfach nicht dafür ausgelegt, dass der Vorstand so aktiv ins Tagesgeschäft eingreift. Ich war schon bei Keller und Struber positiv überrascht, aber auch hier sah man, wie lange es gedauert hat, bis mal etwas passiert ist...
Ich sage ja nicht, dass ich Kwasniok umbedingt halten will, aber in dieser Konstellation ist einfach nicht zu erwarten, dass der Vorstand eingreift, wir brauchen einen GF Sport, dem man diese Entscheidung zutraut.
Wenn ich sehenden Auges in´s Verderben renne und der von mir bestellte Geschäftsführer keine Anstalten macht korrigierend einzugreifen, dann selbstverständlich. Notfalls mit allen Konsequenzen, auch wenn der Geschäftsführer das anders sieht und nicht handeln möchte.

Was ist denn die Alternative? Um des internen Friedens Willen die Akteure schalten und walten lassen?

Du fragst in welcher Welt die Leute leben die das erwarten. Ich frage mich seit Monaten in welcher Welt die Verantwortlichen am Geißbockheim leben.

Oropher

Zitat von: Sichel am Montag, 16.Mär.2026, 11:35:24Hier jetzt aber den Vorstand anzugehen finde ich falsch. Kessler ist derjenige der die Kritik ernten sollte. Vom Vorstand erwarte ich hier lediglich eine interne Kommunikation.
sie haben Kessler zum starken Mann gemacht und ihn dann, zu früh und unnötig, befördert. Und dadurch ist ihr Schicksal genauso mit seinem verknüpft wie das von Kessler mit Kwasniok, spätestens seit der Winterpause.

Drahdiaweng

Zitat von: Sichel am Montag, 16.Mär.2026, 11:35:24Ich bin kein Fan vom Quasselkopp und hätte mir ebenfalls bereits eine Entlassung im letzten Jahr gewünscht.

Hier jetzt aber den Vorstand anzugehen finde ich falsch. Kessler ist derjenige der die Kritik ernten sollte. Vom Vorstand erwarte ich hier lediglich eine interne Kommunikation.
Der Vorstand hat in Form von Sobek bereits nach außen kommuniziert und macht nicht den Anschein, sich der Situation bewusst zu sein. Es geht darum, den Verein vor dem nächsten Abstieg zu bewahren. Wenn Kessler nicht handelt, muss der Vorstand handeln!

Kölner

Das Wahlkampfversprechen Kessler zu befördern war und ist eine riesige Hypothek. So hat man sich Kessler komplett unterworfen.

Die Beförderung hätte niemals vor dem Klassenerhalt passieren dürfen. Oder anders gesagt: Beförderung nur bei Klassenerhalt.

Povlsen

Zitat von: Sihoer am Montag, 16.Mär.2026, 11:29:09Ich bin mir nicht sicher, was vom Präsidium jetzt erwartet wird - oder eigentlich doch, aber dann frage ich mich in welcher Welt viele Leben.
Denkt wirklich jemand, dass ein Vizepräsident jetzt Kessler bypasst und Kwasniok rausschmeißen lässt, nur weil er einen Trainerschein hat?
Glaubt jemand ernsthaft, dass unser Präsident dafür sorgt? Dass letztendlich - Kessler und Kwasniok rausgeschmissen werden? Dass wir vor dem vorerst wichtigsten Spiel der Saison hier alles über den Haufen werfen? Während wir weiterhin alles in der eigenen Hand haben?
Unsere Struktur ist einfach nicht dafür ausgelegt, dass der Vorstand so aktiv ins Tagesgeschäft eingreift. Ich war schon bei Keller und Struber positiv überrascht, aber auch hier sah man, wie lange es gedauert hat, bis mal etwas passiert ist...
Ich sage ja nicht, dass ich Kwasniok umbedingt halten will, aber in dieser Konstellation ist einfach nicht zu erwarten, dass der Vorstand eingreift, wir brauchen einen GF Sport, dem man diese Entscheidung zutraut.
Von DIESEM Präsidium hätte ich erwartet, dass sie sich von den "Fußballern" nicht so an der Nase herumführen lassen, wie das die Vorgängervorstände getan haben. Ich hätte erwartet, dass man Kessler erst dann zum GF macht, wenn der Saisonerfolg feststeht. Ich hätte erwartet, dass man erkennt, dass Kwasniok der falsche Trainer ist und entsprechende Fragen an Kessler stellt, die bei nicht überzeugender Antwort in den Druck münden, sich vom Trainer zu trennen. Natürlich kann ein Vorstand auch in unserer Struktur ins Tagesgeschäft eingreifen - natürlich führt das dann auch zur Entlassung des zuständigen GF, wenn es hier Meinungsverschiedenheiten gibt. In der letzten Saison hat ja auch Lionel Souque dafür gesorgt, dass der Trainer und Keller den Weg für Funkel und das heutige Personal frei machen. Der FC ist sicherlich nicht den leitenden Angestellten ausgeliefert, die Macht liegt beim Präsidium, was aber je nach dem viel Geld kostet. Mehr als ein Abstieg kostet es aber nicht. Ich habe den Vorstand gewählt, weil ich von Ulf Sobek erwartet habe, dass er sportliche Fehlentwicklungen im Tagesgeschäft schnell erkennt, mindestens so schnell wie unser Forum und bei offensichtlicher Inkompetenz auch schnell eingreift. Offenbar habe ich mich hier getäuscht und es regieren weiterhin die angeblichen Besonderheiten des Fußballs, die immer wieder von den überbezahlten Besitzstandswahrern und Parasiten der Vereine ins Feld geführt werden. Ich habe diesen Vorstand gewählt, um das zu ändern. Sollte ich ihn in diesem Punkt überschätzt haben, wäre das sehr bedauerlich und würde dazu führen, dass ich diesbezüglich aufgebe und es für sinnlos erachte, noch Vereinsmitglied zu sein. 

I.Ronnie

Was wie Führungsschwäche aussieht, könnte auch Überzeugung sein. Und das wäre aus meiner Sicht noch fataler. 
Ich glaube auch nicht, dass der Vorstand und insbesondere Sobek von "Fußballern" eingeseift werden. Sobek kannst du zu dem Kreis hinzuzählen. 

Mein Eindruck ist eher, dass Kessler und Sobek daran glauben wollen, dass ihre Sicht auf Kwasniok und die Entwicklung der Mannschaft richtig ist. Da befinden sich mindestens diese beiden und vermutlich noch ein paar mehr beim FC in einem Confirmation Bias. 

drago

Zitat von: I.Ronnie am Montag, 16.Mär.2026, 14:19:36Was wie Führungsschwäche aussieht, könnte auch Überzeugung sein. Und das wäre aus meiner Sicht noch fataler.
Ich glaube auch nicht, dass der Vorstand und insbesondere Sobek von "Fußballern" eingeseift werden. Sobek kannst du zu dem Kreis hinzuzählen.

Mein Eindruck ist eher, dass Kessler und Sobek daran glauben wollen, dass ihre Sicht auf Kwasniok und die Entwicklung der Mannschaft richtig ist. Da befinden sich mindestens diese beiden und vermutlich noch ein paar mehr beim FC in einem Confirmation Bias.
glaub ich zu 100% genauso

der vorstand hat, wenn man mal was zu hören oder sehen bekam, nur einen eindruck erweckt : dass man völlig überzeugt von den handelnden personen und ihren einschätzungen ist. und kessler ist ebenso überzeugt von dem, was er tut und sagt. zu kwasniok muss man diesbezüglich kein wort verlieren, der ist so überzeugt von sich selbst wie nur wenige menschen auf der welt.

alles in allem handelt es sich aktuell also nicht um zögern oder führungsschwäche, sondern dem wunsch und dem festen glauben daran, dass die eigene überzeugung erfüllt wird. wo das normalerweise hinführt kann sich jeder denken. es scheint da intern einfach keine kritischen stimmen zu geben. 
Wenns so is, isses so, ich bin das ganze Leben schon Fan dieser massenkarambolage, da kommt es darauf auch nicht mehr an.  (c) Eigelsteiner
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kilino

Zitat von: I.Ronnie am Montag, 16.Mär.2026, 14:19:36Was wie Führungsschwäche aussieht, könnte auch Überzeugung sein. Und das wäre aus meiner Sicht noch fataler.
Ich glaube auch nicht, dass der Vorstand und insbesondere Sobek von "Fußballern" eingeseift werden. Sobek kannst du zu dem Kreis hinzuzählen.

Mein Eindruck ist eher, dass Kessler und Sobek daran glauben wollen, dass ihre Sicht auf Kwasniok und die Entwicklung der Mannschaft richtig ist. Da befinden sich mindestens diese beiden und vermutlich noch ein paar mehr beim FC in einem Confirmation Bias.
Meine Theorie ist, dass Sobek auf die sportliche Situation wie ein Trainer und nicht wie ein Vizepräsident schaut und entsprechend die falschen Fragen stellt bzw. die falsche Bemessungsgrundlage hat. Er schaut ob die Mannschaft die taktischen Vorgaben umsetzt, ob sie unter der Woche mitarbeitet, ob es innerhalb der Mannschaft Unzufriedenheit gibt, ob sie sich abschießen lässt und die Köpfe bei Widerstand sich senken, ob das Trainerteam in der Analyse Lösungen findet. Und all diese Fragen lassen sich relativ einfach so beantworten, dass der Trainer noch der richtige ist bzw. für eine Entlassung die Lampen nicht aktiv auf Grün stehen. Anstatt das man das Pferd auch mal andersrum aufsattelt und sich fragt, wo der Trainer wirklich ein Plus für den Verein darstellt und wirklich etwas richtig gut macht.
Ein Trainer entlässt einen anderen Trainer erst, wenn er gar keine sportlichen Gründe mehr sieht, ihn zu behalten. So unnötig und unentschuldbar dieser Abstieg wäre, so wenig lässt sich diese Saison auf dem Rasen für mich letztlich auch greifen. Es ist nicht diese Gegentorflut von 11/12, nicht der unzureichende Kader vollgepackt mit Zweitligaspielern wie in den Nullerjahren und auch nicht eine zerstrittene Trainer/GF Beziehung und emotionaler Europapokal overload wie 17/18. Natürlich muss man Kwasniok sein Auftreten und die Rotation vorwerfen, aber das führt eben auch nicht dazu das sich Debakel auf dem Rasen aneinanderreihen. Man kann eben nicht auf diese eine Kennziffer zeigen. Dazu redet man sich selber pausenlos ein das man Aufsteiger ist und der Saisonstart hat natürlich eine trügerische Sicherheit gegeben.

Kessler will glaube ich schlichtweg im ,,unruhigen Umfeld" als derjenige rüberkommen, der immer die Ruhe bewahrt, rationale Entscheidungen trifft und sich auf keinen Fall unter Druck setzen lässt. Daher fällt eine Entscheidung auf der Trainerbank eben auch in der Länderspielpause, da hat man Zeit für solche Entscheidungen und kann ,,nach einer eingehenden Analyse der Situation" einen Trainerwechsel vollziehen. Und das wird Kessler auch machen, wenn das Derby nicht gewonnen wird. Davon gehe ich aus, das würde auch zu Kessler passen.

Ich muss aber auch sagen: Wenn der Verein letztlich wieder absteigt, dann liegt das auch daran, dass jeder der Vorstandskandidaten auf offener Bühne vor dem Dom ausgepeitscht und um Vergebung gebetet worden wäre, wenn er Kessler im Wahlkampf nicht die Füße geküsst und die Beförderung auf dem Silbertablett präsentiert hätte. Das Umfeld und die Stadt konnten sich nach dem Saisonstart einfach wieder keinen Zentimeter zurückhalten wie ein Hundewelpen wenn er einen angepissten Laternenpfahl riecht. iykyk.
Wenn Kessler jetzt zu spät oder vielleicht auch nie die Bremse zieht und der Verein absteigt, dann ist das so. Dann ist er als GF gescheitert und sollte sich zurückziehen, dann muss man aber auch sagen mit der ersten Liga ist in dieser Stadt scheinbar nicht möglich.

Dem Vorstand traue ich sogar zu, aus der Episode ihre Schlüsse zu ziehen, Lehrgeld zu zahlen und eine gute Präsidentschaft hinzulegen, aber das bringt halt alles nichts wenn man nächstes Jahr wieder Samstag um 13 Uhr Elversberg und Braunschweig empfängt. Der Makel lässt sich bis zur nächsten Wiederwahl kaum beheben.
"Weil, so schließt er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf."

Sihoer

Zitat von: Povlsen am Montag, 16.Mär.2026, 13:51:04Von DIESEM Präsidium hätte ich erwartet, dass sie sich von den "Fußballern" nicht so an der Nase herumführen lassen, wie das die Vorgängervorstände getan haben. Ich hätte erwartet, dass man Kessler erst dann zum GF macht, wenn der Saisonerfolg feststeht. Ich hätte erwartet, dass man erkennt, dass Kwasniok der falsche Trainer ist und entsprechende Fragen an Kessler stellt, die bei nicht überzeugender Antwort in den Druck münden, sich vom Trainer zu trennen. Natürlich kann ein Vorstand auch in unserer Struktur ins Tagesgeschäft eingreifen - natürlich führt das dann auch zur Entlassung des zuständigen GF, wenn es hier Meinungsverschiedenheiten gibt. In der letzten Saison hat ja auch Lionel Souque dafür gesorgt, dass der Trainer und Keller den Weg für Funkel und das heutige Personal frei machen. Der FC ist sicherlich nicht den leitenden Angestellten ausgeliefert, die Macht liegt beim Präsidium, was aber je nach dem viel Geld kostet. Mehr als ein Abstieg kostet es aber nicht. Ich habe den Vorstand gewählt, weil ich von Ulf Sobek erwartet habe, dass er sportliche Fehlentwicklungen im Tagesgeschäft schnell erkennt, mindestens so schnell wie unser Forum und bei offensichtlicher Inkompetenz auch schnell eingreift. Offenbar habe ich mich hier getäuscht und es regieren weiterhin die angeblichen Besonderheiten des Fußballs, die immer wieder von den überbezahlten Besitzstandswahrern und Parasiten der Vereine ins Feld geführt werden. Ich habe diesen Vorstand gewählt, um das zu ändern. Sollte ich ihn in diesem Punkt überschätzt haben, wäre das sehr bedauerlich und würde dazu führen, dass ich diesbezüglich aufgebe und es für sinnlos erachte, noch Vereinsmitglied zu sein.
Der markierte Satz war ja gerade nicht das, was der Vorstand im Wahlkampf angekündigt hat. Man hat versprochen (auch unter Druck der Medien wie ich meine) Kessler zum GF zu machen. Aus meiner Sicht zu voreilig und unnötig früh, aber so war es offen kommuniziert. 
Ich sage ja nicht, dass ich das alles richtig finde, aber ich wundere mich über die Leute, die jetzt enttäuscht sind. Ich finde das alles wenig überraschend...

p_m

Ich habe Perplexity damit beauftragt, die schlimmsten Aussagen Kwasnioks herauszusuchen. Das Ergebnis in vier Akten:

ZitatIn den letzten Monaten haben vor allem wenige, aber sehr prominente Aussagen von Lukas Kwasniok für großen Ärger rund um den FC gesorgt. Besonders negativ aufgenommen wurden seine Worte nach dem Heimspiel gegen Hoffenheim sowie einige Formulierungen zum Umgang mit Spielern und Fans.

Nach Hoffenheim-Spiel: Kritik an Fans beim Notfall
• Nach dem 2:2 gegen Hoffenheim beklagte Kwasniok den fehlenden Heimvorteil, weil die Südkurve nach einem medizinischen Notfall im Stadion den Support einstellte, und sagte sinngemäß: Für den FC sei das ,,natürlich schade", weil das Heimspiel so ,,nicht mehr so einen Vorteil darstellt".
• Besonders scharf kritisiert wurde, dass er dies äußerte, obwohl er bereits darüber informiert gewesen sein soll, dass es einen schweren medizinischen Zwischenfall gegeben hatte, der später zum Tod eines FC-Fans führte.
Vergleich mit Kompany-Rede zu Rassismus
• In demselben Kontext zog Kwasniok einen Vergleich zu Vincent Kompanys viel beachteter Rede zum Thema Rassismus und meinte, für eine ,,Grundsatzrede" zur Fan-Unterstützung bei Sanitätereinsätzen würden ,,zwölfeinhalb Minuten" nicht reichen – in Anspielung auf die Länge von Kompanys Statement.
• Diese Verbindung zwischen einem tödlichen Notfall im Stadion, Fan-Verhalten und einer Rede über Rassismus wurde als empathielos und verharmlosend wahrgenommen; etwa bezeichnete ein ,,Spiegel"-Journalist den Selbstvergleich mit Kompany als ,,vollkommen hohl".

Umgang mit Kritik und Entschuldigung
• In einer späteren, minutenlangen Stellungnahme vor dem Spiel in Augsburg sagte Kwasniok, wenn er jemandem ,,auf den Schlips getreten" sei, bitte er um Entschuldigung, und betonte, es gebe zwei Dinge, die immer wichtiger seien als Fußball: ,,die Geburt und der Tod eines Menschen".
• Gleichzeitig erklärte er, die Lage sei ,,unübersichtlich" gewesen, obwohl er laut Berichten schon kurz nach Abpfiff auf den Grund des ausbleibenden Supports angesprochen worden war, was von vielen als Ausrede statt klare Fehlerübernahme verstanden wurde.

Aussagen zu Spielern und Kader
• Sportlich wurde Kwasniok unter anderem für seine Begründung kritisiert, warum er den formstarken El Mala trotz Personalnot wieder nur als Joker brachte: Er sei ,,einer der besten Bundesliga-Spieler von der Bank", da ,,seine Waffen" besser zur Geltung kämen, wenn der Gegner müde sei.
• Bei Fans wirkte diese Einordnung herablassend, weil ein Leistungsträger trotz schwacher Resultate weiter auf die Joker-Rolle festgelegt wurde und das als bewusste Strategie verkauft wurde.

Reaktion auf Banner und Fan-Protest
• Als beim Spiel in Heidenheim ein Banner mit der Aufschrift ,,Kwasni Yok" (türkisch ,,Nein") gezeigt wurde, sagte Kwasniok sinngemäß, er wisse ,,jetzt nicht genau, warum und weswegen", nehme das aber zur Kenntnis.
• Gerade vor dem Hintergrund der aufgeheizten Stimmung werteten viele diese Mischung aus Unwissenheitsbehauptung und Distanzierung als weiteres Zeichen, dass er die Tiefe der Fan-Kritik unterschätze.

ZitatNeben den bereits genannten Fan- und El-Mala-Aussagen sind in den letzten Monaten noch einige weitere Formulierungen von Kwasniok negativ aufgefallen. Es geht dabei vor allem um den Umgang mit Kritik, Fans, Medien und internen Vorwürfen.

Weitere Fan- und Umfeld-Aussagen
• Zum wiederholten Ausbleiben oder Einschränken der Unterstützung sagte er sinngemäß, man habe das ,,im Laufe der Saison schon zum wiederholten Male erfahren müssen", etwa wenn Fans auswärts nicht da waren oder die Unterstützung bei Heimspielen fehlte; auch das stellte er in einen Kontext sportlicher Nachteile für sein Team.
• Zur aufgeheizten Stimmung rund um den Klub mahnte er vor dem Bayern-Spiel, man solle sich ,,nicht um die Dinge im Umfeld kümmern", sondern den Fokus auf den Klassenerhalt legen, was von Teilen der Fans als Wegwischen legitimer Kritik verstanden wurde.

Reaktion auf Vorwürfe und Gerüchte
• Gerüchte über ein schlechtes Verhältnis zur Mannschaft und einen angeblich verbotenen Teamabend wies er als ,,Kokolores" zurück und betonte, er sei seit 19 Jahren Trainer und ,,derjenige, der die Teamabende zur Pflicht ausruft".
• Zugleich stellte er klar, dass die Mannschaft ein ,,Top-Team" sei und er ,,in keiner Form etwas auf die Jungs kommen" lasse, was Kritiker als Verteidigung durch Abwiegeln der eigentlichen Vorwürfe interpretierten.

Aussagen zu Medien und El Mala
• In Richtung Medien griff er bei der El-Mala-Debatte an: Man hätte ,,alle mehr von Said, wenn wir weniger drüber berichten würden", weil ihn die ständige Fokussierung auf den Spieler im Abstiegskampf nerve.
• Auf den fehlenden Einsatz in der Startelf trotz Topform ging er wiederholt ausweichend ein und verwies nur darauf, dass er Saids Entwicklung ,,hier" bewerte und der Bundestrainer seine eigene Entscheidung getroffen habe.

Wortwahl in der sportlichen Krise
• Zu den massiven Standardproblemen des FC erklärte er, die Standard-Bilanz mache ihn ,,fuchsteufelswild", was angesichts der Häufung solcher Ausraster in der öffentlichen Wahrnehmung das Bild eines zunehmend dünnhäutigen Trainers verstärkte.
• Gleichzeitig betonte er immer wieder, es stehe ,,immer eine Einheit auf dem Platz" und man gebe ,,immer alles", was mit der tabellarischen Situation kollidierte und von einigen als Realitätsverweigerung oder Schönrednerei gedeutet wurde.

ZitatZu Frauen, Alkohol und Karneval gibt es vor allem Anspielungen auf seine eigene Trinkfreude und sehr lockere Aussagen zur feiernden Mannschaft, während explizite sexistische Äußerungen in Köln nicht belegt sind. Kritisch diskutiert werden diese Sprüche vor allem vor dem Hintergrund der früheren Vorwürfe aus Paderborn und der FC-Vergangenheit mit Party- und Sexismus-Themen.

Alkohol & ,,einen hinter die Rüstung römern"
• In Paderborn- und frühen FC-Interviews betonte Kwasniok mehrfach, wie gern er ,,sich einen hinter die Rüstung römert", also ordentlich trinkt; diese Attitüde wird in FC-Fanforen bis heute spöttisch aufgegriffen.
• Dort wird ihm vorgeworfen, er inszeniere sich als jemand, der sehr gern trinkt, obwohl der Klub gerade wegen früherer Exzesse einzelner Spieler und Verantwortlicher als besonders sensibel beim Thema Alkohol gilt.

Karneval: ,,richtig Gas geben" und ,,Karnevalsflucht"
• Bei der FC-Karnevalssitzung erklärte er verkleidet als Mönch, normalerweise müsse man am Karnevalswochenende spielfrei haben, ,,dann könnte man heute richtig Gas geben", schob aber nach, dass es wegen des Spielplans nur ,,mit angezogener Handbremse" gehe und man ,,auch in zwei Stunden Gas geben" könne.
• Zur frühen Abreise rund um Weiberfastnacht sagte er später: ,,Das ist keine Karnevalsflucht, sondern Professionalität", weil die Ablenkungsgefahr groß sei und die FC-Ergebnisse rund um Karneval ,,alles andere als berauschend" gewesen seien.

ZitatKwasniok hat den öffentlich diskutierten Wunsch nach einer Trennung teilweise sehr scharf zurückgewiesen und dabei Begriffe wie ,,hysterisch" und ,,unsolidarisch" ins Spiel gebracht. In seinen Aussagen schwang die Kritik mit, dass eine Entlassung in der aktuellen Lage eher reflexhaft und von einer aufgeheizten Stimmung getrieben sei als sachlich begründet.

Einordnung seiner ,,hysterisch"-Aussage
• Inhaltlich stellte er die Debatte um seinen Rauswurf als überzogen dar und sprach sinngemäß davon, dass die Forderungen nach einem Trainerwechsel hysterisch seien, weil man damit auf kurzfristige Emotionen reagiere statt auf langfristige Entwicklung.
• Damit setzte er sich selbst als eine Art Stabilitätsfaktor in Szene und rückte Teile der öffentlichen und medialen Kritik in die Nähe von Panikreaktionen, was die ohnehin angespannte Stimmung weiter verschärfte.

Vorwurf der ,,Unsolidarität"
• Zugleich deutete er an, dass ein Rauswurf in der aktuellen Situation "unsolidarisch" sei – sowohl ihm persönlich gegenüber als auch gegenüber dem Team, dem damit mitten im Abstiegskampf ein wichtiges Element der gemeinsamen Arbeit entzogen würde.
• Kritiker sehen in dieser Rhetorik den Versuch, die Verantwortung für die sportliche Lage von sich wegzuschieben, indem jede Diskussion über Konsequenzen als mangelnde Loyalität oder Solidarität markiert wird.
Ich erspare allen die Auflistung der Quellen. Man hätte das ganze Konglomerat auch noch wesentlich bissiger und klüger auf-, bzw. darstellen können (dazu fehlt mir ehrlicherweise die Zeit, aber ich finde, das da oben reicht auch schon aus).

Was ich mir - neben dem Klassenerhalt- wünsche: Eine neue Medienabteilung. Es ist nicht zu fassen, was man Kwasniok alles ungestraft erzählen ließ. Auch hier muss der Vorstand tätig werden, die Geschäftsführung macht es ja offenbar nicht.
"In der Dummheit liegt eine Zuversicht, worüber man rasend werden möchte."

p_m

Zitat von: p_m am Sonntag, 22.Mär.2026, 21:31:26Ich habe Perplexity damit beauftragt, die schlimmsten Aussagen Kwasnioks herauszusuchen. Das Ergebnis in vier Akten:
Ich erspare allen die Auflistung der Quellen. Man hätte das ganze Konglomerat auch noch wesentlich bissiger und klüger auf-, bzw. darstellen können (dazu fehlt mir ehrlicherweise die Zeit, aber ich finde, das da oben reicht auch schon aus).

Was ich mir - neben dem Klassenerhalt- wünsche: Eine neue Medienabteilung. Es ist nicht zu fassen, was man Kwasniok alles ungestraft erzählen ließ. Auch hier muss der Vorstand tätig werden, die Geschäftsführung macht es ja offenbar nicht.
Auch hierzu eine KI, in diesem Fall Gemini:

ZitatDer Übungsleiter als Rüstungsschmied
Man hat ihn also entfernt. Lukas Kwasniok, jener Mann, der den 1. FC Köln nicht bloß trainierte, sondern ihn mit einer Suada aus Kasernenhof-Metaphysik und Tresen-Lyrik überzog, ist nicht mehr. Dass ein Fußballtrainer entlassen wird, ist so gewöhnlich wie der Umstand, dass in Köln im Februar erwachsene Menschen in Tierkostümen Urin an Kirchenmauern hinterlassen; dass dieser spezielle Übungsleiter jedoch bis zum Schluss glaubte, seine rhetorischen Ausfälle seien eine Form von intellektuellem Widerstand gegen eine ,,hysterische" Umwelt, macht den Fall nicht mehr zu einer Petitesse der Zeitgeschichte.

Es begann mit der Entdeckung des ,,Heimvorteils" im Angesicht des Todes. Während in der Kurve ein Mensch um sein Leben rang und schließlich verstarb, beklagte Kwasniok mit der Empathie eines amtlich beglaubigten Buchhalters, dass die Stille im Stadion dem Spielfluss abträglich sei. Ein ,,Vorteil" sei verloren gegangen. Man muss sich das vorstellen: Da wird ein Leichnam aus dem Block getragen, und der Herr an der Seitenlinie rechnet in Drei-Punkte-Einheiten. Als man ihn auf die Pietätlosigkeit ansprach, flüchtete er sich in einen Vergleich mit Vincent Kompanys Rede gegen Rassismus. Zwölfeinhalb Minuten reichten ihm nicht für eine ,,Grundsatzrede". Es ist das Kennzeichen des Halbbildungsproleten, dass er die Dauer einer moralischen Instanz mit der Stoppuhr misst, während er den qualvollen Tod eines Zuschauers zur taktischen Unannehmlichkeit degradiert.

Überhaupt, die Sprache. Wenn Kwasniok nicht gerade damit beschäftigt war, sich ,,einen hinter die Rüstung zu römern" – eine Formulierung, die in ihrer angestrengten Männlichkeit so peinlich ist wie ein Junggesellenabschied in der Schildergasse –, dann erfand er die ,,Waffe von der Bank". Sein Spieler El Mala sei als Joker am besten, weil seine ,,Waffen" gegen müde Gegner besser stechen. Das ist die Prosa von Leuten, die Clausewitz für einen Staubsaugervertreter halten, aber im Abstiegskampf gerne so tun, als würden sie Verdun verteidigen.

Dass die Fans ihm schließlich mit einem knappen ,,Kwasni Yok" – türkisch für ,,Nichts da" oder schlicht ,,Nein" – die Leviten lasen, quittierte er mit dem arroganten Unwissen desjenigen, der jede Kritik als ,,Kokolores" abtut. Wer die berechtigte Wut eines Anhangs als ,,unsolidarisch" bezeichnet, hat das Wesen des Berufsfußballs so wenig verstanden wie die Grammatik der Anständigkeit. Solidarität fordert man nicht ein, wenn man gerade dabei ist, einen Traditionsverein mit der Feinfühligkeit einer Abrissbirne gegen die Wand zu fahren.

Kwasniok gerierte sich als der letzte Aufrechte, der ,,die Teamabende zur Pflicht ausruft", während er gleichzeitig vor der ,,Karnevalsflucht" warnte, um dann doch als Mönch verkleidet den Zapfhahn zu fixieren. Es war eine Inszenierung des Kumpelhaften, die stets dort endete, wo das eigene Ego bedroht war. Kritik war ihm ,,hysterisch". In der Welt der Kwasnioks ist jede Form von Widerspruch eine psychische Störung des Gegenübers.

Nun ist er weg. Er hinterlässt eine Trümmerlandschaft aus hohlen Phrasen und taktischer Ödnis. Dass er seinen Rauswurf als Reflex einer aufgeheizten Stimmung missversteht, passt ins Bild. Es war kein Reflex, es war eine hygienische Maßnahme. Wenn ein Trainer den Unterschied zwischen einer Beerdigung und einem Einwurf nicht mehr kennt, sollte er nicht länger Menschen führen, sondern sich vielleicht ganz auf das ,,Römern" verlegen. Da ist der Flurschaden wenigstens garantiert.
"In der Dummheit liegt eine Zuversicht, worüber man rasend werden möchte."
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