Autor Thema: Schwule Profis  (Gelesen 82416 mal)

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Offline .schildpad

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Re: Schwule Profis
« Antwort #90 am: Mittwoch, 12.Sep.2012, 17:31:57 »
Nutellaboys ist für mich eher ne Anspielung auf das Alter.
Und wenn man böswillig ist kann man auch diesen Begriff homophob interpretieren.
Dramaqueen triffts imho auch nicht.
Wie gesagt,ich assoziiere mit [...] nicht zwingend Homosexualität,aber ich kann verstehen wenn jemand den Begriff so interpretiert.

Was spricht denn gegen "Zicker"? Ich wüsste dann ohne Umwege über anderweitige Klischees was gemeint ist.

Offline märkel

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Re: Schwule Profis
« Antwort #91 am: Mittwoch, 12.Sep.2012, 17:35:25 »
naja, "dramaqueen" meint aber sicher nichts heterosexuelleres als "[...]".
Die Mutter des Schwachkopfs ist ständig schwanger.

Offline märkel

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Re: Schwule Profis
« Antwort #92 am: Mittwoch, 12.Sep.2012, 17:48:30 »
Was spricht denn gegen "Zicker"? Ich wüsste dann ohne Umwege über anderweitige Klischees was gemeint ist.
was ist denn gemeint? letztenendes doch das, was diva sagt, nämlich, daß das verhalten irgendwie "unmännlich", und damit für den fußballplatz unangemessen ist.
ich finde, man muß sich jetzt nicht völlig verbiegen. beschimpfungen sind eben nicht nett, ob "stümper" oder "tucke". wenn das mal im eifer des gefechts rausrutscht und auf den moment passt, finde ich das auch nicht schlimm. "nutellaboy" fände ich da viel schlimmer, weil ich dafür erst mal um drei ecken denken müsste und eigentlich von mir erwarte, nach drei mal nachdenken beschimpfungen komplett vermeiden zu können.
womit wir wieder z.b. beim n11 thread wären, wo ich den "analysen" der experten hier über die sexuellen präferenzen von löw und co. keinerlei spontaneität zugestehen möchte.
Die Mutter des Schwachkopfs ist ständig schwanger.

Offline märkel

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Re: Schwule Profis
« Antwort #93 am: Mittwoch, 12.Sep.2012, 17:53:19 »
der unterschied ist aber doch, dass mit der bezeichnung nicht die sexuelle orientierung thematisiert wird, sondern das gehabe.

PS: hm, mir fällt gerade auf, dass in diesem forum s.chwuchtel drei punkte bringt... noch mal nachdenken, was das für den fußball bedeutet... ;)
ohne das jetzt etymologisch ergründen zu wollen, denke ich doch, daß das wort in den eckigen klammern selbst, bzw. gerade in homosexuellen kreisen als bezeichnung für ein bestimmtes verhalten verwendet wird (so jedenfalls bei meinen schwulen freunden, die alle naslang jemanden als solches bezeichnen). und an "dramaqueen" als bezeichnung ohne den homosexuell-hintergedanken gaube ich nicht.
Die Mutter des Schwachkopfs ist ständig schwanger.

I.Ronnie

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Re: Schwule Profis
« Antwort #94 am: Mittwoch, 12.Sep.2012, 18:03:51 »
Wie der Ausdruck Sch.wuchtel nun gemeint ist, sei mal dahin gestellt. Das ist mir gar nicht mal so wichtig, da die Absender hier in den wenigsten Fällen eine sexuelle Neigung herabwürdigen wollen - auch nicht indirekt. Im Zweifel ist es einfach ein unüberlegter, dummer Spruch.

Aber an der allgemeinen Kritik an der Nationalelf und auch an diesen Bezeichnungen hier im Forum zeigt sich doch etwas anderes, sehr viel latenteres. Der Nationalmannschaft werden Fähigkeiten abgesprochen, die zumeist sehr maskulin besetzt sind. Da wird Führungsstärke, Kampf, Willen und Biss gefordert und Nervenflattern und Angst unterstellt. Nun stelle man sich mal vor, dass ein Schweinsteiger sich outen würde. Ein Spieler, der genau deswegen kritisiert wird. Schlagartig würde dies bei vielen Leuten dazu führen, dass sie die Kritik mit seiner Homosexualität verbinden würden. Ein Beckenbauer würde vermutlich nicht sagen: "Na, seht's! Der Basti ist halt ein Homosexueller, die könnens net besser!", aber vermutlich würde er unnachahmlich herumlavieren. Und genau dann ist die homosexuelle Neigung nicht eine dahergesagte Beleidigung im Stadion wie "Kirsten, du Sch.wuchtel!!", sondern wird zur latenten Begleitung jeder Kritik an dem Spieler.

Es sind nicht die ausgesprochenen Beleidigungen im Stadion oder in den Foren. Damit käme vermutlich jeder schwule Fußballer klar. Es ist die unterschwellige Vermischung von sachlich formulierter Kritik mit den vermeintlichen Attributen der Homosexualität, die latente öffentliche Wahrnehmung eines schwulen Fußballers. Und solange man Spielern, die die Nationalhymne nicht mitsingen, unterstellt, sie seien weniger motiviert, so lange sollte sich auch kein schwuler Fußballer outen. Nicht wegen der Gesänge im Stadion, sondern wegen der rostigen Nägel in den Köpfen der Menschen

Offline bibo

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Re: Schwule Profis
« Antwort #95 am: Mittwoch, 12.Sep.2012, 18:45:05 »
Es sind nicht die ausgesprochenen Beleidigungen im Stadion oder in den Foren. Damit käme vermutlich jeder schwule Fußballer klar. Es ist die unterschwellige Vermischung von sachlich formulierter Kritik mit den vermeintlichen Attributen der Homosexualität, die latente öffentliche Wahrnehmung eines schwulen Fußballers. Und solange man Spielern, die die Nationalhymne nicht mitsingen, unterstellt, sie seien weniger motiviert, so lange sollte sich auch kein schwuler Fußballer outen. Nicht wegen der Gesänge im Stadion, sondern wegen der rostigen Nägel in den Köpfen der Menschen.

Da ist auf jeden Fall was dran. Aus diesem Grund halte ich ein Outing auch allenfalls kurz vor oder nach dem Karriereende für sinnvoll, wenn überhaupt. Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, hat das der Rugby-Spieler Gareth Thomas so gemacht und dabei eher positive Reaktionen bekommen. Diese Reaktionen waren aber wohl vor allem dem Umstand geschuldet, dass er bis dahin eine Bilderbuch-Karriere hingelegt hatte. Bei einem Durchschnitts-Kicker ohne nennenswerte Titel und Erfolge würde der von Dir beschriebene Mechanismus vermutlich noch verstärkt.
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Offline Matrix

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Re: Schwule Profis
« Antwort #96 am: Mittwoch, 12.Sep.2012, 18:53:34 »
Welche FC-Spieler Anfang der 90er Jahre sind denn gemeint?

Offline Nidhoegger

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Re: Schwule Profis
« Antwort #97 am: Mittwoch, 12.Sep.2012, 18:54:56 »
Welche FC-Spieler Anfang der 90er Jahre sind denn gemeint?

Wayne?
Lieber Mond, du hast es schwer,
hast allen Grund zur Klage.
Du bist nur 12 mal voll im Jahr,
ich bin es alle Tage.

Offline Matrix

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Re: Schwule Profis
« Antwort #98 am: Mittwoch, 12.Sep.2012, 19:05:21 »
Uah, die elitäre Arroganz.

Stehgeiger

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Re: Schwule Profis
« Antwort #99 am: Mittwoch, 12.Sep.2012, 21:02:56 »
Hatte ich hier nicht eben nachgefragt, ob sich wohl mal ein schwuler User "outen" würde?  :oezil:
 
Und das ist immer noch eine ernst gemeinte Frage, da das Echo wohl ähnlich gelagert wäre, wie wenn es ein Fußballer macht.

Im alten Brett oder wars gar noch das schwarze war doch mal ein ziemlich aktiver User der offen schwul war. Habe allerdings seinen Namen vergessen (kein Witz!) weil es doch überhauüpt garkeine Rolle spielt.
@ topic: Ein Outing eines BL Spieler sehe ich garnicht als so großes Problem bez. der Fans an, da der political-correctness Druck mittlerweile so hoch ist, dass Schmähgesänge von der Presse gleich mit Singen von NS Liedgut gleichgesetzt würden.
Allerdings würde er sich durch sein Outing in eine derart exponierte Stellung bringen, die wohl einen ähnlichen psychischen Druck ausüben würde wie ein Mobbing.

Offline Nekoelschekrat

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Re: Schwule Profis
« Antwort #100 am: Mittwoch, 12.Sep.2012, 21:32:53 »
Was spricht denn gegen "Zicker"? Ich wüsste dann ohne Umwege über anderweitige Klischees was gemeint ist.

Siehste.
Ich schere mich nicht sonderlich darum ob der Ausdruck politisch korrekt ist.
Ebenso wie Märkel kenne ich einige Schwule die diesen Begriff definitiv häufiger und "mal nebenbei" gebrauchen,da schere ich mich nicht darum
ob das mal irgendwo falsdch ankommt.
Ich verknüpfe das mit keinerlei sexueller orientierung.

Davon ab versuche ich hier eh nicht beleidigend zu werden,daher sehe ich die Diskussion für mich auch als müssig an.
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Offline breisgau-kölner

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Re: Schwule Profis
« Antwort #101 am: Mittwoch, 12.Sep.2012, 22:50:47 »
Welche FC-Spieler Anfang der 90er Jahre sind denn gemeint?

Rico Steinmanns Lieblingsfilm ist Top Gun.

Offline powow

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Re: Schwule Profis
« Antwort #102 am: Mittwoch, 12.Sep.2012, 23:01:32 »
Rico Steinmanns Lieblingsfilm ist Top Gun.

Na und? Ich steh auf George Clooney und bin net schwul. Okay, vielleicht ein bisschen. :)
Aurora Borealis, the icy sky at night...

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Re: Schwule Profis
« Antwort #103 am: Donnerstag, 13.Sep.2012, 08:19:16 »
Welche FC-Spieler Anfang der 90er Jahre sind denn gemeint?
Also, wirklich feminin wirkte doch allenfalls Paul Steiner. ;)

Was ich mich beim Interview noch gefragt habe: Der Spieler hat ja angegeben, jeden Tag schauspielern zu müssen. Kann es sein, dass Marko Marin da irgendetwas falsch verstanden hat?
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I.Ronnie

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Re: Schwule Profis
« Antwort #104 am: Donnerstag, 13.Sep.2012, 08:34:33 »
Also, wirklich feminin wirkte doch allenfalls Paul Steiner. ;)

Was ich mich beim Interview noch gefragt habe: Der Spieler hat ja angegeben, jeden Tag schauspielern zu müssen. Kann es sein, dass Marko Marin da irgendetwas falsch verstanden hat?

Mittwochs war immer große Sause im Stiefelknecht. Wer will da schon in die Nationalmannschaft? Heute... ach ne, keine sexuell reduzierenden Witze über die deutsche N11...

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Re: Schwule Profis
« Antwort #105 am: Donnerstag, 13.Sep.2012, 08:49:28 »
So weit scheint ja noch kein Land zu sein. Schließlich ist das kein deutsches Problem.

An dein Bedenken bzgl. Religion hab ich noch gar nicht gedacht. Keine Ahnung, ob ein Moslem z.B. mit einem schwulen "abklatschen" "dürfte".

 

 
Yep. Nicht auszudenken, dieser Spieler würde mit seiner Mannschaft mal auf der Insel antreten müssen.  :-/
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Re: Schwule Profis
« Antwort #106 am: Donnerstag, 13.Sep.2012, 09:35:27 »
I hate the word homophobia. It's not a phobia. You're not scared. You're just an asshole.

Der Aussage nach reduzieren Schwule andere Männer also nur auf ihr Loch. Und vor denen soll man keine Angst haben?
Wie wäre das, wenn ich alle meine 4 Üs zur Verfügung stellen würde, um sie Thorsten Kinhoyzer rektal in den Arrsch einzuführen. Wäre ich dann auch schwul?
MONSANTO, NEIN DANKE !

Offline Fosco

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Re: Schwule Profis
« Antwort #107 am: Donnerstag, 13.Sep.2012, 16:13:30 »
Der Aussage nach reduzieren Schwule andere Männer also nur auf ihr Loch. Und vor denen soll man keine Angst haben?
Wie wäre das, wenn ich alle meine 4 Üs zur Verfügung stellen würde, um sie Thorsten Kinhoyzer rektal in den Arrsch einzuführen. Wäre ich dann auch schwul?
nein. der aussage nach sind homophobe menschen schlicht [...].

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Offline Sprühwurst

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Re: Schwule Profis
« Antwort #109 am: Freitag, 14.Sep.2012, 10:32:24 »
Was soll eigentlich einem schwulen Fußballprofi passieren, der sich outet? Bin ich zu naiv, weil ich keine Hetzjagd erwarten würde? 
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I.Ronnie

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Re: Schwule Profis
« Antwort #110 am: Freitag, 14.Sep.2012, 11:08:33 »
Was soll eigentlich einem schwulen Fußballprofi passieren, der sich outet? Bin ich zu naiv, weil ich keine Hetzjagd erwarten würde?

Der wird als schwule Sau durchs Dorf getrieben. Wir brauchen uns also nicht umstellen.

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Re: Schwule Profis
« Antwort #111 am: Freitag, 14.Sep.2012, 11:15:24 »
Was soll eigentlich einem schwulen Fußballprofi passieren, der sich outet? Bin ich zu naiv, weil ich keine Hetzjagd erwarten würde? 
Ja, bist Du.

Es ist zwar nicht anzunehmen, dass das von Anbeginn an eine Hetzjagd würde, bisweilen würde gar der Mut gelobt, aber sobald beispielsweise die Leistungen schlechter werden, dürfte es sowohl auf subtiler Andeutungsebene als auch auf brachialer Stadionebene eine eher unangenehme Atmosphäre geben. (Solange Nova getroffen hat, war es egal, dass er gesoffen hat. Als er nicht mehr traf, war es ein Problem. Solange Pezzoni solide gespielt hat, war es egal, wen er weggeflankt hat; später wurde es zum Thema. Solange Eichner ordentlich gespielt hat, galten seine Interviews als reflektiert, jetzt gelten sie als weinerlich und selbstgerecht usw.)

Ein Einzelouting bringt daher m.E. nichts. Im Grunde müsste man die "Wir-haben-abgetrieben"-Kampagne des Stern wiederholen, die ja zum einen durch die schiere Masse beeindruckt hat, zum anderen aber auch durch unerwartet prominente Protagonistinnen wie Romy Schneider. Solange ein Einzelner sich outet, bleibt er ein Außenseiter; erst eine kritische Masse von, sagen wir, mindestens 50 Profis würde Schwulsein im Fußball als Normalität erscheinen lassen.

(In diesem Fall ist Schwulsein übrigens keine Diskriminierung der Lesben. Denn es gibt im deutschen Fußball schließlich keine Diskriminierung von Homosexualität generell, sondern das hatte der Männerfußball exklusiv...)
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Offline van Gool

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Re: Schwule Profis
« Antwort #112 am: Freitag, 14.Sep.2012, 11:18:59 »
Ergänzung dazu: Der DFB hat eine Reihe von diskriminierenden Auflagen gegenüber den lesbischen Nationalspielerinnen gemacht, man kann also keinesfalls von einer exklusiv dem Männerfußball vorbehaltenen Sache sprechen. Die Aufmerksamkeit ist halt nicht so da. Würde eine lesbische Spielerin aber sich und ihre Sexualität öffentlich zum Thema machen - so offensiv, wie viele das von schwulen Spielern erwarten - sollte man den DFB aber mal kennenlernen. Die werden ganz subtil zur Ordnung gerufen.
Die wilde 1317

I.Ronnie

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Re: Schwule Profis
« Antwort #113 am: Freitag, 14.Sep.2012, 11:23:47 »
Btw.: Wusstet ihr, das Exhibitionismus nur für Männer strafbar ist? Denkt mal drüber nach...

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Re: Schwule Profis
« Antwort #114 am: Freitag, 14.Sep.2012, 11:24:53 »
Ergänzung dazu: Der DFB hat eine Reihe von diskriminierenden Auflagen gegenüber den lesbischen Nationalspielerinnen gemacht, man kann also keinesfalls von einer exklusiv dem Männerfußball vorbehaltenen Sache sprechen. Die Aufmerksamkeit ist halt nicht so da. Würde eine lesbische Spielerin aber sich und ihre Sexualität öffentlich zum Thema machen - so offensiv, wie viele das von schwulen Spielern erwarten - sollte man den DFB aber mal kennenlernen. Die werden ganz subtil zur Ordnung gerufen.
Das wir mir so nicht bewusst, überrascht mich aber keineswegs, weil es gerade im weiblichen Spitzenfußball bisweilen den Anschein hat, als gäbe es eine zumindest implizite Diskriminierung der (rein) Heterosexuellen. Das wäre natürlich auch nicht gut für das DFB-Image. (Wobei dessen Haltung dann auch in der Tat wieder eine Diskriminierung der Homosexualität darstellt.)
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Offline koelner

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Re: Schwule Profis
« Antwort #115 am: Freitag, 14.Sep.2012, 11:25:02 »
Ergänzung dazu: Der DFB hat eine Reihe von diskriminierenden Auflagen gegenüber den lesbischen Nationalspielerinnen gemacht, man kann also keinesfalls von einer exklusiv dem Männerfußball vorbehaltenen Sache sprechen. Die Aufmerksamkeit ist halt nicht so da. Würde eine lesbische Spielerin aber sich und ihre Sexualität öffentlich zum Thema machen - so offensiv, wie viele das von schwulen Spielern erwarten - sollte man den DFB aber mal kennenlernen. Die werden ganz subtil zur Ordnung gerufen.
Aufklärung Bitte, Frauenfußball schenke ich keine große Aufmerksamkeit und habe es daher nicht mitbekommen...
Ich habe mit diesem Posting nichts zu tun, ich bin nicht Verfahrensbeteiligter!!!

I.Ronnie

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Re: Schwule Profis
« Antwort #116 am: Freitag, 14.Sep.2012, 11:26:27 »
Ist Holger Fach dann schwul, weil er es mit lesbischen Fußballerinnen treibt?

Offline breisgau-kölner

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Re: Schwule Profis
« Antwort #117 am: Freitag, 14.Sep.2012, 11:27:48 »
Btw.: Wusstet ihr, das Exhibitionismus nur für Männer strafbar ist? Denkt mal drüber nach...

Ich denke darüber nach, warum du das weißt. :D

Offline Sprühwurst

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Re: Schwule Profis
« Antwort #118 am: Freitag, 14.Sep.2012, 11:31:27 »
Ja, bist Du.

Es ist zwar nicht anzunehmen, dass das von Anbeginn an eine Hetzjagd würde, bisweilen würde gar der Mut gelobt, aber sobald beispielsweise die Leistungen schlechter werden, dürfte es sowohl auf subtiler Andeutungsebene als auch auf brachialer Stadionebene eine eher unangenehme Atmosphäre geben. (Solange Nova getroffen hat, war es egal, dass er gesoffen hat. Als er nicht mehr traf, war es ein Problem. Solange Pezzoni solide gespielt hat, war es egal, wen er weggeflankt hat; später wurde es zum Thema. Solange Eichner ordentlich gespielt hat, galten seine Interviews als reflektiert, jetzt gelten sie als weinerlich und selbstgerecht usw.)

Okay, aber Du schreibst es ja selbt. Ausschlaggebend ist in diesen Fällen erstmal die sportliche Leistung gewesen. Zumal Nova säuft/Eichner denkt/ Pezzo fickt ja nichts ist, was von irgendeinem öffentlichen Interesse war und dementsprechend auch eigentlich unter Ausschluss der breiten Masse diskutiert wurde. Einen Grund, einen Spieler anzufeinden, gibt es immer. Es gibt/gab ja den einen oder anderen Spieler, um den sich das Gerücht, er sei schwul, lange gehalten hat. Da würde es mich mal interessieren, ob diese Spieler tatsächlich deswegen angefeindet wurden. Oder liegt das Problem wirklich nur in Deinem und meinem beschränkten Geist, weil es vermutlich für geistreich halten würden, einem formschwachen homosexuellen Torhüter zu unterstellen, er hätte ja nichts dagegen, mal öfters einen hinten rein zu bekommen, höhö.

Ein Einzelouting bringt daher m.E. nichts. Im Grunde müsste man die "Wir-haben-abgetrieben"-Kampagne des Stern wiederholen, die ja zum einen durch die schiere Masse beeindruckt hat, zum anderen aber auch durch unerwartet prominente Protagonistinnen wie Romy Schneider. Solange ein Einzelner sich outet, bleibt er ein Außenseiter; erst eine kritische Masse von, sagen wir, mindestens 50 Profis würde Schwulsein im Fußball als Normalität erscheinen lassen.

(In diesem Fall ist Schwulsein übrigens keine Diskriminierung der Lesben. Denn es gibt im deutschen Fußball schließlich keine Diskriminierung von Homosexualität generell, sondern das hatte der Männerfußball exklusiv...)

Im Grunde genom,men sehe ich das ähnlich wie Du, wobei die Zahl 50 wohl eher unrealistisch ist. Da müsste man schon Spieler zu outing zwingen, die ihre Orientierung wohl auch für sich behalten würden, wenn sie Bänker, Gärtner oder Rechtsanwälte wären.
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Re: Schwule Profis
« Antwort #119 am: Freitag, 14.Sep.2012, 11:51:52 »
Okay, aber Du schreibst es ja selbt. Ausschlaggebend ist in diesen Fällen erstmal die sportliche Leistung gewesen. Zumal Nova säuft/Eichner denkt/ Pezzo fickt ja nichts ist, was von irgendeinem öffentlichen Interesse war und dementsprechend auch eigentlich unter Ausschluss der breiten Masse diskutiert wurde. Einen Grund, einen Spieler anzufeinden, gibt es immer. Es gibt/gab ja den einen oder anderen Spieler, um den sich das Gerücht, er sei schwul, lange gehalten hat. Da würde es mich mal interessieren, ob diese Spieler tatsächlich deswegen angefeindet wurden. Oder liegt das Problem wirklich nur in Deinem und meinem beschränkten Geist, weil es vermutlich für geistreich halten würden, einem formschwachen homosexuellen Torhüter zu unterstellen, er hätte ja nichts dagegen, mal öfters einen hinten rein zu bekommen, höhö.

Im Grunde genom,men sehe ich das ähnlich wie Du, wobei die Zahl 50 wohl eher unrealistisch ist. Da müsste man schon Spieler zu outing zwingen, die ihre Orientierung wohl auch für sich behalten würden, wenn sie Bänker, Gärtner oder Rechtsanwälte wären.
Zu oben. Die Beispiele sollten eigentlich verdeutlichen, wie sehr die Bewertung des Verhaltens außerhalb des Platzes vom Geschehen auf dem Platz abhängt, d.h. die sexuelle Orientierung würde gerade in Phasen besonders zum Thema, in denen es schlecht läuft - und damit m.E. auch zur zusätzlichen und außergewöhnlichen (!) Belastung der meisten Spieler. Saufen, rumhuren, Blödsinn labern - damit kann sich meistens jeder einigermaßen identifizieren, mit Schwulsein aber nicht, so dass ich glaube, dass es dort einen Unterschied gäbe.

Zu unten: Ja, das ist in der Tat ein Grund, warum ich daran nicht glauben mag. Es gibt ja auch im Grunde keinen Anreiz für Spieler und Ex-Spieler, sich zu outen. Sie sind jedenfalls nicht so hoch, dass sich das Risiko lohnt.
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