Autor Thema: Schwule Profis  (Gelesen 82398 mal)

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Offline Humorkritik

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Re: Schwule Profis
« Antwort #120 am: Freitag, 14.Sep.2012, 11:53:36 »
Ist Holger Fach dann schwul, weil er es mit lesbischen Fußballerinnen treibt?
Holger Fach ist schlicht eine Beleidung für alle hetero-, bi- und homosexuellen Männlein und Weiblein und Cislein...
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Offline Sichel

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Re: Schwule Profis
« Antwort #121 am: Freitag, 14.Sep.2012, 11:53:49 »
Hat nicht unsere Nationaltorwärterin sich dazu bekannt das sie BI ist? da kommt auch nix... Angerer heisst die oder? Denke aber auch das es etwas anderes ist, als wenn sich ein Mann dazu outet. Dämlich ist das.

Offline Alci

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Re: Schwule Profis
« Antwort #122 am: Freitag, 14.Sep.2012, 13:18:20 »
Hat nicht unsere Nationaltorwärterin sich dazu bekannt das sie BI ist? da kommt auch nix... Angerer heisst die oder? Denke aber auch das es etwas anderes ist, als wenn sich ein Mann dazu outet. Dämlich ist das.

Bei Frauen ist das in der Tat etwas völlig anderes in  der öffentlichen Wahrnehmung. Vielleicht schwingt da noch etwas die Vorstellung des "Nach dem Spiel, alle unter die Dusche" mit.

Oder bin nur ich das?
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Offline märkel

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Re: Schwule Profis
« Antwort #123 am: Freitag, 14.Sep.2012, 13:26:44 »
interessant ist die diskussion über die echtheit des interviews allemal.
köster begibt sich auf ziemlich dünnes eis, wenn er den kollegen offen unterstellt, ein gefaktes interview zu veröffentlichen. es kommt mir aber so vor, als würde er das nicht ganz ohne hintergrund tun, den er nicht nennen möchte oder kann.
was richtig ist - das interview war eigentlich nur eine aneinanderreihung von dingen, die man kennt, oder sich auch denken kann. teilweise widerspricht der spieler sich auch in bezug auf die "geheimhaltung". mal ist alles top secret, mal weiß "jeder" bescheid.
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Offline koelner

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Re: Schwule Profis
« Antwort #124 am: Freitag, 14.Sep.2012, 13:33:39 »
Bei Frauen ist das in der Tat etwas völlig anderes in  der öffentlichen Wahrnehmung. Vielleicht schwingt da noch etwas die Vorstellung des "Nach dem Spiel, alle unter die Dusche" mit.

Oder bin nur ich das?

Naja... Frauen haben mit dem Thematik eh weniger Probleme....

Männer haben bei Lesben, solange es keine Kampflesben sind  ;) , natürlich positivere Fantasien als bei schwulen Männern :angel: . Ist jetzt ja grundsätzlich auch nicht verkehrt
Man darf halt nur keinen Hass gegenüber männlichen Schwulen entwickeln.
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Offline bibo

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Re: Schwule Profis
« Antwort #125 am: Freitag, 14.Sep.2012, 13:38:33 »
interessant ist die diskussion über die echtheit des interviews allemal.
köster begibt sich auf ziemlich dünnes eis, wenn er den kollegen offen unterstellt, ein gefaktes interview zu veröffentlichen. es kommt mir aber so vor, als würde er das nicht ganz ohne hintergrund tun, den er nicht nennen möchte oder kann.
was richtig ist - das interview war eigentlich nur eine aneinanderreihung von dingen, die man kennt, oder sich auch denken kann. teilweise widerspricht der spieler sich auch in bezug auf die "geheimhaltung". mal ist alles top secret, mal weiß "jeder" bescheid.

Hab's gerade auch gelesen. Kann man so sehen wie Köster, und ich muss sagen, dass ich mich beim ersten Lesen auch über die Wortwahl "junger Mann" gewundert habe, weil ich vorher schon gesehen hatte, dass Autor und Spieler wohl ungefähr gleich alt sind. Der vermeintliche Widerspruch der Geheimhaltung könnte allerdings auch gerade deshalb glaubhaft sein, weil er genau das wiedergibt, was ja auch hier einige geschildert haben: Dass Verein, Mitspieler und Presse eigentlich alles wissen bzw. einen konkreten Verdacht haben, es aber niemand auspricht bzw. aussprechen will. Das heißt aber noch lange nicht, dass man dann knutschend mit dem Freund durch die Fußgängerzone laufen kann - wenn man es selber öffentlich macht, und sei es nur aus Unachtsamkeit, würde die Presse das ggf. als Startschuss begreifen.

Ich finde das Interview insgesamt nicht unbedingt unglaubwürdig, aber ich kann mir irgendwie auch nicht vorstellen, dass die 11Freunde sowas ohne Hintergrundwissen macht.
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Offline koelner

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Re: Schwule Profis
« Antwort #126 am: Freitag, 14.Sep.2012, 13:44:22 »
Hab's gerade auch gelesen. Kann man so sehen wie Köster, und ich muss sagen, dass ich mich beim ersten Lesen auch über die Wortwahl "junger Mann" gewundert habe, weil ich vorher schon gesehen hatte, dass Autor und Spieler wohl ungefähr gleich alt sind. Der vermeintliche Widerspruch der Geheimhaltung könnte allerdings auch gerade deshalb glaubhaft sein, weil er genau das wiedergibt, was ja auch hier einige geschildert haben: Dass Verein, Mitspieler und Presse eigentlich alles wissen bzw. einen konkreten Verdacht haben, es aber niemand auspricht bzw. aussprechen will. Das heißt aber noch lange nicht, dass man dann knutschend mit dem Freund durch die Fußgängerzone laufen kann - wenn man es selber öffentlich macht, und sei es nur aus Unachtsamkeit, würde die Presse das ggf. als Startschuss begreifen.

Ich finde das Interview insgesamt nicht unbedingt unglaubwürdig, aber ich kann mir irgendwie auch nicht vorstellen, dass die 11Freunde sowas ohne Hintergrundwissen macht.



Aber für viele Leser ist es eben ein junger Mann.... bzw. generell kann man eine Person zwischen 18-25 (oder noch ein paar Jährchen mehr) als "jungen Mann" bezeichnen.
Wenn der Autor das genaue Alter geschrieben hätte (wie gefordert), wären es anstatt ~400 mögliche Spieler nur noch 20 oder 30 gewesen.....


Davon abgesehen könnte ich mir auch vorstellen das es ein fiktives Interview ist... habe ich aber weiter oben ja auch schon einmal selbst in Erwägung gezogen.
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Offline Humorkritik

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Re: Schwule Profis
« Antwort #127 am: Freitag, 14.Sep.2012, 13:52:19 »
Ich finde das Interview insgesamt nicht unbedingt unglaubwürdig, aber ich kann mir irgendwie auch nicht vorstellen, dass die 11Freunde sowas ohne Hintergrundwissen macht.

Die entscheidenden Frage stellt Köster im Detail. Warum weiß nur der Autor, um wen es sich handelt, nicht aber die Redaktion, die das Interview ebenfalls verantwortet? Gerade die BPB ist bei ihren Standards normalerweise äußerst strikt.

Ferner: Warum ein Jahr Recherche für ein solches ja dann doch eher belangloses Interview? Da hätte ein Tag googlen gereicht. Gut, die Suche nach einem Interviewpartner und der Aufbau von Vertrauen dauert natürlich seine Zeit, aber eine Liste mit Namen würde man doch schon erhalten, wenn man nur jemandem beim Express, der Bild oder 11Freunde (gut) kennt. Oder aus der Schwulenszene selbst.
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Offline P.A.Trick

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Re: Schwule Profis
« Antwort #128 am: Freitag, 14.Sep.2012, 13:58:18 »
interessant ist die diskussion über die echtheit des interviews allemal.
köster begibt sich auf ziemlich dünnes eis, wenn er den kollegen offen unterstellt, ein gefaktes interview zu veröffentlichen. es kommt mir aber so vor, als würde er das nicht ganz ohne hintergrund tun, den er nicht nennen möchte oder kann.
was richtig ist - das interview war eigentlich nur eine aneinanderreihung von dingen, die man kennt, oder sich auch denken kann. teilweise widerspricht der spieler sich auch in bezug auf die "geheimhaltung". mal ist alles top secret, mal weiß "jeder" bescheid.

Der Kommentar von Herrn Köster ist aber noch schlechter als das Interview an sich, finde ich.
Die "Beweisführung" ist mehr als schwammig. Wo taucht denn da ein konkretes Faktum für seine
Vermutung auf? Nirgendwo! Das ist noch mehr Wischiwaschi und Phrasendrescherei als bei dem
Werk, das er kritisiert.

Die Echtheit des Interviews zu in Frage zu Stellen, in dem man die relativ wenigen bisherigen
Veröffentlichungen des Kollegen aufführt und sich über seinen selbstständigen Nebenberuf lustig
macht, zeugt jedenfalls nicht gerade von gutem Stil.

Auf mich wirkt das so, als sei er beleidigt das Interview nicht selber bekommen zu haben. Und
wenn die Aufmerksamkeit schon woanders ist, dann wenigstens ein bisschen Publicity erzeugen,
in dem man den Kollegen diskreditiert.

Entweder Beweise auf'n Tisch oder Klappe halten! Bleiben Sie ordentlich, Herr Köster!

Offline märkel

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Re: Schwule Profis
« Antwort #129 am: Freitag, 14.Sep.2012, 14:06:37 »
beweise gibt er keine an, das macht mich ja stutzig. ich habe eher das gefühl, köster "weiß" etwas, kann es aber nicht belegen. ist natürlich die frage, ob er dann nicht besser den mund hält.
die 11freunde hat sicher keine vollständige liste aller schwulen profis. aber daß die einen überblick haben, wer von den prominenteren grundsätzlich zu solchen interviews bereit ist, denke ich schon. vielleicht gab es ja einen tipp aus der "community", daß da was nicht stimmt.
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Offline P.A.Trick

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Re: Schwule Profis
« Antwort #130 am: Freitag, 14.Sep.2012, 14:08:12 »
Vielleicht ist auch nur die Auflage ein bisschen im Keller ... ;)

Offline Alci

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Re: Schwule Profis
« Antwort #131 am: Freitag, 14.Sep.2012, 14:09:05 »
Naja, was für eine "Community" und welche Schwulenszene? Ist jeder Homosexuelle da involviert? Gibt es auch eine Heterosexuelle Szene von der ich nichts weiß?
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Offline Fosco

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Re: Schwule Profis
« Antwort #132 am: Freitag, 14.Sep.2012, 14:10:53 »
dieses thema homosexualität ist ohne ein echtes beispiel natürlich nur eine akademische diskussion. es gibt fragmente die bekannt sind (es gibt schwule fussballer, es gibt reporter die dieses wissen und dichthalten zu dem preis internas aus der kabine zu leaken) und es gibt viele dinge die lanciert werden. da soll es doch diesen ehemaligen nationalverteidiger geben der es mal mit einem torhüter getan hat und im anschluss persönliche konsequenzen gezogen haben soll.

ist natürlich tratsch. aber eigentlich genauso wenig/viel schlimmer tratsch wie novas saufeskapaden etc pp.

allerdings hat homosexualität scheinbar ein gesellschaftliches stigma, oder es ist ein stigma das sich schlicht in männerdomänen befindet. schwule soldaten, holzfäller, maurer gibt es wahrscheinlich genauso wenig, wie es heterosexuelle weddingplaner gibt. das problem sind wohl die schubladen in der sich alle irgendwie befinden. ob gewollt oder nicht. es gibt so etwas wie eine gesellschaftliche erwartung an bestimmten typen. und manchmal scheint homosexualität schlicht nicht vorgesehen zu sein. lesbische fussballerinnen sind da wohl auch eher beleg für diese these.

Offline kilino

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Re: Schwule Profis
« Antwort #133 am: Freitag, 14.Sep.2012, 14:12:45 »
Bin ich der einzige, der es ziemlich nebensächlich findet, ob das Interview gefälscht ist oder nicht? Wichtiger wäre es, wenn das Interview (ob gefälscht oder nicht) mal zum Anlass genommen werden würde, dass sich die Öffentlichkeit mal mit dem Thema "Homosexualität im Fussball" an sich sachlich auseinandersetzt. Stattdessen gibt es eine Phantomjagd auf den Journalisten, der für das Interwiev geführt hat.
Stellt sich nun heraus, dass das Interview tatsächlich gefälscht ist, wird auf Adrian Bechtold draufgehauen und das Thema verschwindet wieder von der Bildfläche. Da gefälscht, gäbe es ja dann kein Problem mehr?
"Weil, so schließt er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf."

Offline P.A.Trick

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Re: Schwule Profis
« Antwort #134 am: Freitag, 14.Sep.2012, 14:16:34 »
Der Spieler sagt im Interview zum Journalisten:
"Außerdem kannst du meine Situation nachvollziehen und da spricht es sich einfacher."
 
Will heißen, der Autor ist selber homosexuell, oder?
 

Offline Fosco

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Re: Schwule Profis
« Antwort #135 am: Freitag, 14.Sep.2012, 14:18:14 »
Der Spieler sagt im Interview zum Journalisten:
"Außerdem kannst du meine Situation nachvollziehen und da spricht es sich einfacher."
 
Will heißen, der Autor ist selber homosexuell, oder?
 
oder hat nen homosexuellen bruder.

Offline Alci

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Re: Schwule Profis
« Antwort #136 am: Freitag, 14.Sep.2012, 14:18:32 »
Der Spieler sagt im Interview zum Journalisten:
"Außerdem kannst du meine Situation nachvollziehen und da spricht es sich einfacher."
 
Will heißen, der Autor ist selber homosexuell, oder?

Kann man nur so verstehen.
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Offline Humorkritik

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Re: Schwule Profis
« Antwort #137 am: Freitag, 14.Sep.2012, 14:19:42 »
Naja, was für eine "Community" und welche Schwulenszene? Ist jeder Homosexuelle da involviert? Gibt es auch eine Heterosexuelle Szene von der ich nichts weiß?
Die Schwulenszene ist in Berlin nicht gerade klein. Dafür umso "medienaffiner". Und wie in allen Subkulturen gibt es auch da entsprechende Codierungen, einschlägige Treffpunkte u.v.m., die Outsider nicht kennen oder sich nicht dafür interessieren.

Es wäre zumindest nicht ungewöhnlich, wenn ein szeniges, popkulturelles Intellektuellenblatt in einer modernen deutschen Großstadt nicht auch gute Kontakte in die Subkultur hätte.
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Offline Varanus macraei

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Re: Schwule Profis
« Antwort #138 am: Freitag, 14.Sep.2012, 14:40:33 »
Musste ja so kommen, dass jetzt die Bild einen deutschen Nationalspieler outet...
 
http://www.bild.de/sport/fussball/fifa/warum-kuesst-goetze-arsenals-giroud-26194670,view=popupAutoOverflow.bild.html
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Offline bibo

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Re: Schwule Profis
« Antwort #139 am: Freitag, 14.Sep.2012, 14:44:29 »
Die entscheidenden Frage stellt Köster im Detail. Warum weiß nur der Autor, um wen es sich handelt, nicht aber die Redaktion, die das Interview ebenfalls verantwortet? Gerade die BPB ist bei ihren Standards normalerweise äußerst strikt.

Ferner: Warum ein Jahr Recherche für ein solches ja dann doch eher belangloses Interview? Da hätte ein Tag googlen gereicht. Gut, die Suche nach einem Interviewpartner und der Aufbau von Vertrauen dauert natürlich seine Zeit, aber eine Liste mit Namen würde man doch schon erhalten, wenn man nur jemandem beim Express, der Bild oder 11Freunde (gut) kennt. Oder aus der Schwulenszene selbst.

Wie da die Standards sind, weiß ich ehrlich gesagt nicht - mag natürlich sein, dass bei anderen Journalisten da sofort die Alarmglocken angehen und dieser Umstand schon ausreicht, um die Echtheit anzuzweifeln.

Die Dauer der "Recherche" würde ich allerdings unbedingt nicht als Indiz gegen die Echtheit auffassen: Offenbar ist der Autor selber schwul und hat nach eigener Aussage zunächst ein Vertrauensverhältnis zu dem Spieler aufgebaut. Ob man diesen Umstand an sich jetzt schon als unglaubwürdig abtun möchte, muss wohl jeder für sich entscheiden. Ich würde eher zu der Annahme tendieren, dass jemand, der ein selbstgebasteltes Interview aus relativ bekannten oder allgemeingültigen Aussagen als echt verkaufen möchte, eher nicht noch weitere Fragen dadurch aufwerfen würde, indem er auf eine unverhältnismäßig lange Recherchedauer verweist, die ggf. völlig außer Verhältnis zum Inhalt steht.
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Offline märkel

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Re: Schwule Profis
« Antwort #140 am: Freitag, 14.Sep.2012, 14:44:50 »
Bin ich der einzige, der es ziemlich nebensächlich findet, ob das Interview gefälscht ist oder nicht? Wichtiger wäre es, wenn das Interview (ob gefälscht oder nicht) mal zum Anlass genommen werden würde, dass sich die Öffentlichkeit mal mit dem Thema "Homosexualität im Fussball" an sich sachlich auseinandersetzt. Stattdessen gibt es eine Phantomjagd auf den Journalisten, der für das Interwiev geführt hat.
Stellt sich nun heraus, dass das Interview tatsächlich gefälscht ist, wird auf Adrian Bechtold draufgehauen und das Thema verschwindet wieder von der Bildfläche. Da gefälscht, gäbe es ja dann kein Problem mehr?
  ist es denn so wichtig, ob vor pezzonis haus nun ultras standen, oder nur irgendwelche chaoten? schließlich gibt es doch genug probleme mit den ultras.....
man tut einer sache nichts gutes, wenn man ihr mit einer unwahrheit helfen möchte. vielleicht etwas moralisch, aber (hoffentlich nicht nur) mein standpunkt. zudem wohl absoluter konsens unter journalisten, die den namen verdienen.

womit ich definitiv nicht die authentizität des interviews in frage stellen möchte.
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Offline Humorkritik

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Re: Schwule Profis
« Antwort #141 am: Freitag, 14.Sep.2012, 15:00:16 »
Wie da die Standards sind, weiß ich ehrlich gesagt nicht - mag natürlich sein, dass bei anderen Journalisten da sofort die Alarmglocken angehen und dieser Umstand schon ausreicht, um die Echtheit anzuzweifeln.

Die Dauer der "Recherche" würde ich allerdings unbedingt nicht als Indiz gegen die Echtheit auffassen: Offenbar ist der Autor selber schwul und hat nach eigener Aussage zunächst ein Vertrauensverhältnis zu dem Spieler aufgebaut. Ob man diesen Umstand an sich jetzt schon als unglaubwürdig abtun möchte, muss wohl jeder für sich entscheiden. Ich würde eher zu der Annahme tendieren, dass jemand, der ein selbstgebasteltes Interview aus relativ bekannten oder allgemeingültigen Aussagen als echt verkaufen möchte, eher nicht noch weitere Fragen dadurch aufwerfen würde, indem er auf eine unverhältnismäßig lange Recherchedauer verweist, die ggf. völlig außer Verhältnis zum Inhalt steht.
Letzteres wird ihm ja gerade vorgeworfen. ;) Aber Du hast natürlich Recht, dass es etwas dauert, bis ein Vertrauensverhältnis aufgebaut ist. Gleichwohl finde ich auch Kösters Einwand nachvollziehbar, da es im Grunde nichts zur Sache, wie lange man für das Interview gebraucht. Denn "Recherche" alleine kann niemals so lange dauern, jedenfalls in diesem Fall nicht.

Ich hatte (ebenso wie einige Kollegen) gelegentlich schon mit der BPB zu tun, allerdings nicht mit dem Fluter. Daher weiß ich (oder glaube zu wissen), dass sie hohe Standards haben.
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Offline P.A.Trick

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Re: Schwule Profis
« Antwort #142 am: Freitag, 14.Sep.2012, 15:17:11 »
Vor allem kann das mit dem Jahr ja allesmögliche beinhalten.

Wenn die zwei mal irgendwo einander vorgestellt wurden, sich 3 Monate später wieder getroffen haben
und nach 6 Monaten eine intensiverer Kontakt zustande kam, der in dem Interview mündete, dann ist das
auch ein Jahr und die Aussage erst mal richtig.

Offline bibo

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Re: Schwule Profis
« Antwort #143 am: Freitag, 14.Sep.2012, 15:17:35 »
Letzteres wird ihm ja gerade vorgeworfen. ;)

Schon klar, ich meinte aber was anderes: Ich würde einem durchschnittlich intelligenten Menschen, der so eine große Nummer drehen will, mal grundsätzlich unterstellen, dass er sich durch eine solche Aussage nicht von vornherein unglaubwürdig machen würde. Denn natürlich tut die Dauer nichts zur Sache. Warum sollte er also ungefragt etwas zu seiner Recherchedauer sagen, wenn es a) falsch ist und b) die Zweifel an der ganzen Sache auch noch unterstreicht bzw. hervorruft?

Aber klar, vielleicht ist es mit der Cleverness auch nicht soweit her. Die widersprüchlichen Aussagen zu den "Mitwissern" in der Redaktion finde ich auch sehr merkwürdig.
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Offline Humorkritik

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Re: Schwule Profis
« Antwort #144 am: Freitag, 14.Sep.2012, 15:20:07 »
Vor allem kann das mit dem Jahr ja allesmögliche beinhalten.

Wenn die zwei mal irgendwo einander vorgestellt wurden, sich 3 Monate später wieder getroffen haben
und nach 6 Monaten eine intensiverer Kontakt zustande kam, der in dem Interview mündete, dann ist das
auch ein Jahr und die Aussage erst mal richtig.
Die Aussage ist dann formal sicherlich richtig, "ein Jahr Recherche" erweckt bei mir (und vermutlich nicht nur bei mir) aber durchaus andere Assoziationen. Ist aber auch so von drissejal... :D
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Offline Humorkritik

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Re: Schwule Profis
« Antwort #145 am: Freitag, 14.Sep.2012, 15:21:20 »
Schon klar, ich meinte aber was anderes: Ich würde einem durchschnittlich intelligenten Menschen, der so eine große Nummer drehen will, mal grundsätzlich unterstellen, dass er sich durch eine solche Aussage nicht von vornherein unglaubwürdig machen würde. Denn natürlich tut die Dauer nichts zur Sache. Warum sollte er also ungefragt etwas zu seiner Recherchedauer sagen, wenn es a) falsch ist und b) die Zweifel an der ganzen Sache auch noch unterstreicht bzw. hervorruft?

So hatte ich es ja auch verstanden und deshalb meine Aussage ironisiert. ;)
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Offline van Gool

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Re: Schwule Profis
« Antwort #146 am: Freitag, 14.Sep.2012, 15:43:15 »
Nun, ob es authentisch ist oder nicht, keine Ahnung. Es sind merkwürdig viele Standardsätze drin, die man sich genau so auch vorgestellt hat, bzw. die in der öffentlichen Diskussion bekannt sind.

Das war eigentlich mein Eindruck.
Das Interview ist halt so herrlich unspektakulär.
Ich meine, sonst hat man beim Lesen eines Interviews doch zumindest einmal einen "Aha-Effekt", ein Detail, eine Tatsache, die man nicht kennt oder weiß.
Das fehlt auffälligerweise völlig. Es ist im Grunde so: Es steht nur drin was sich jeder halbwegs mit dem Thema beschäftigende Mensch denkt, wie es sein könnte.
Vielleicht weil es verfremdet ist (welcher Profi redet schon so wie dort gedruckt? Mit dem Kleinhirn z.B. ist kein Fußballerdeutsch), oder eben ein Fake.
Man muß sich ja fragen: welches Interesse soll ein versteckt lebender Profi an diesem öffentlich verhandelten Nicht-Outing haben? Denn er äußert ja zugleich, dass er das Versteckspiel fortsetzen möchte.
Die wilde 1317

Offline Hüüb Holland Hüüb

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Re: Schwule Profis
« Antwort #147 am: Freitag, 14.Sep.2012, 16:39:00 »
I hate the word homophobia. It's not a phobia. You're not scared. You're just an asshole.
(Der Aussage nach reduzieren Schwule andere Männer also nur auf ihr Loch. Und vor denen soll man keine Angst haben?
Wie wäre das, wenn ich alle meine 4 Üs zur Verfügung stellen würde, um sie Thorsten Kinhoyzer rektal in den Arrsch einzuführen. Wäre ich dann auch schwul?

nein. der aussage nach sind homophobe menschen schlicht [...].

@ Fosco, Oxford, bibo, Veedelbock, Marai Torres, Diva, Märkel und so:

Jaahaa, schon klar. Natürlich hatte ich verstanden wie das gemeint war. Das englische Zitat war aber in seiner Zweideutigkeit so etwas von einer Steilvorlage, dass ich mir diese Auslegung einfach nicht verkneifen konnte.

Man könnte das Zitat auch umdrehen (z.B. auf männerhassende Frauen) und so übersetzen:

Ich hasse das Wort Männerhasser. Es ist kein Hass. Du hasst nicht. Du bist nur eine Funz.


Dann ist es doch genau so zweideutig, genau so eine steilvorlage, und dann wäre eine Auslegung von wegen "du bist nur ein Loch" doch auch nicht so weit hergeholt.
Schade dass das keiner verstanden hat.


 
MONSANTO, NEIN DANKE !

Offline Fosco

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Re: Schwule Profis
« Antwort #148 am: Freitag, 14.Sep.2012, 16:58:55 »
I hate the word homophobia. It's not a phobia. You're not scared. You're just an asshole.
(Der Aussage nach reduzieren Schwule andere Männer also nur auf ihr Loch. Und vor denen soll man keine Angst haben?
Wie wäre das, wenn ich alle meine 4 Üs zur Verfügung stellen würde, um sie Thorsten Kinhoyzer rektal in den Arrsch einzuführen. Wäre ich dann auch schwul?

@ Fosco, Oxford, bibo, Veedelbock, Marai Torres, Diva, Märkel und so:

Jaahaa, schon klar. Natürlich hatte ich verstanden wie das gemeint war. Das englische Zitat war aber in seiner Zweideutigkeit so etwas von einer Steilvorlage, dass ich mir diese Auslegung einfach nicht verkneifen konnte.

Man könnte das Zitat auch umdrehen (z.B. auf männerhassende Frauen) und so übersetzen:

Ich hasse das Wort Männerhasser. Es ist kein Hass. Du hasst nicht. Du bist nur eine Funz.


Dann ist es doch genau so zweideutig, genau so eine steilvorlage, und dann wäre eine Auslegung von wegen "du bist nur ein Loch" doch auch nicht so weit hergeholt.
Schade dass das keiner verstanden hat.


 
hm, nä:)

Offline baenderriss

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Re: Schwule Profis
« Antwort #149 am: Freitag, 14.Sep.2012, 18:40:59 »
Das war eigentlich mein Eindruck.
Das Interview ist halt so herrlich unspektakulär.
Ich meine, sonst hat man beim Lesen eines Interviews doch zumindest einmal einen "Aha-Effekt", ein Detail, eine Tatsache, die man nicht kennt oder weiß.
Das fehlt auffälligerweise völlig. Es ist im Grunde so: Es steht nur drin was sich jeder halbwegs mit dem Thema beschäftigende Mensch denkt, wie es sein könnte.
Vielleicht weil es verfremdet ist (welcher Profi redet schon so wie dort gedruckt? Mit dem Kleinhirn z.B. ist kein Fußballerdeutsch), oder eben ein Fake.
Man muß sich ja fragen: welches Interesse soll ein versteckt lebender Profi an diesem öffentlich verhandelten Nicht-Outing haben? Denn er äußert ja zugleich, dass er das Versteckspiel fortsetzen möchte.

Also wie ich schon geschrieben hatte, gab es für mich einen "Aha-Effekt": Wenn gesagt wird, dass seine Homosexualität innerhalb der Mannschaft kein Problem ist.
baenderriss = bänderriss