Autor Thema: Drogen/Doping im Fußball/Sport  (Gelesen 49588 mal)

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Offline mutierterGeißbock

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #120 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 13:56:37 »
Und: Generell kommt dazu, dass Mannschaftssportarten eher vom Kollektiv leben als von der Leistung des einzelnen. Natürlich macht immer mal einer den Unterschied aus, aber dennoch: Ein einzelner gedopter Fußballer würde wohl nicht so einen großen Vorteil für sein Team bedeuten. Anders sieht es natürlich aus, wenn das ganze Team gedopt wäre...
ich gehe mal davon aus das es nicht nur Einzelspieler sind die gedopt sind, sondern ganze Mannschaften!

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #121 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 13:56:59 »
Ist ja schön, wenn man mit Doping im Fußball schneller und länger laufen kann.
Aber noch besser wäre es, wenn man mal Ballgefühl dopen könnte. DAS wäre mal was für den FC!!!

Was nützt mir die ganze Rennerei, wenn ich keinen Ball gradeaus kicken kann...


Und wenn Barcelona und Madrid gedopt sind, dann sind es die Bayern und der BVB mit Sicherheit auch. Die sind nämlich letzte Saison beide länger schneller gelaufen als die Spananier....
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Online FCMartin

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #122 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 13:57:23 »
Das müssen die Außenspieler beim FC, wenn sie Flanken schlagen, offensichtlich auch nicht...

Da gebe ich Dir recht!  :D

Offline Sagittarius

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #123 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 13:58:36 »
Bröker hat sich zum FC gedopt??
Ja, aber natürlich nur als Beispiel. In der Jugend, oder sonst wann. Ich gehe aber eher von einem höheren Niveau aus :)

SagittariusA

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #124 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 13:59:28 »
ich gehe mal davon aus das es nicht nur Einzelspieler sind die gedopt sind, sondern ganze Mannschaften!

Mal ganz naiv, ich habe davon nämlich keine Ahnung: Müsste das nicht bei den Tests auffallen? Stichprobenartig werden die Spieler doch durchaus zum Pipimachen gebeten, oder?

Offline Mirai_Torres

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Offline Sagittarius

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #126 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:01:54 »
Bei der ganzen Vermischung von Fußball und Politik insbesondere in Spanien ist das alles schön unter den Teppich gekehrt worden.
Und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das in anderen Ländern anders sein soll.

Offline Sagittarius

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #127 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:03:02 »
Mal ganz naiv, ich habe davon nämlich keine Ahnung: Müsste das nicht bei den Tests auffallen? Stichprobenartig werden die Spieler doch durchaus zum Pipimachen gebeten, oder?
Effektive Dopingkontrollen sind doch gar nicht erwünscht. Beim Pipimachen würden heute nur die Dümmsten auffallen. Eigenblutdoping etc. fällt nicht beim Pipimachen auf.

Offline p_m

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #128 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:04:05 »
Doping im Fußball ist überflüssig, wird nicht gemacht, bringt kaum was, jaja. Dann war das hier vermutlich einfach nur ein Missgeschick...

stern.de/sport/fussball/juventus-turin-die-mutter-aller-dopingschlachten-532856.html
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Offline mutierterGeißbock

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #129 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:06:55 »
Mal ganz naiv, ich habe davon nämlich keine Ahnung: Müsste das nicht bei den Tests auffallen? Stichprobenartig werden die Spieler doch durchaus zum Pipimachen gebeten, oder?
da wären dann die Frage wie oft die zur Dopingkontrolle müssen? Wenn die Blutproben schon so lächerlich selten sind... Mal ganz davon abgesehen das im Urin vielleicht viele Mittel gar nicht nachgewiesen werden können.

SagittariusA

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #130 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:07:48 »
Doping im Fußball ist überflüssig, wird nicht gemacht, bringt kaum was, jaja. Dann war das hier vermutlich einfach nur ein Missgeschick...

stern.de/sport/fussball/juventus-turin-die-mutter-aller-dopingschlachten-532856.html

Lass die Arroganz mal etwas weg. Das hat so niemand behauptet. Ich habe mich mit dem Thema  bislang nicht wirklich befasst und das war mein Eindruck. Ich lasse mich da aber gerne eines besseren belehren.

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #131 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:10:34 »
Ganz einfache Frage:
War der FC in den letzten 20 Jahren die einzige ungedopte Mannschaft?
Wenn nicht, wieso hat das Doping gerade beim FC nix gebracht?
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Offline mutierterGeißbock

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #132 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:12:15 »
Ganz einfache Frage:
War der FC in den letzten 20 Jahren die einzige ungedopte Mannschaft?
Ganz klare Antwort. Ja! Wir wären nämlich der einzige dämliche Verein gewesen, bei dem das auch noch entdeckt und nachgewiesen worden wäre :psycho:

Stehgeiger

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #133 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:13:41 »
Ach ja, meine Lieblingsthese zum Thema Epo Doping habe ich noch garnicht angebracht :D

Der SC Freiburg unter Volker Finke hat Anfang der 90er den Fussballplatz im Dreisamstadion verbreitern lassen, damit sich das "laufintensive Spiel" der Freiburger noch besser umsetzen läßt. Teamarzt des SC Freiburg war seinerzeit Dr. Andreas Schmidt.
Eben jener Dr. Andreas Schmidt unter dem im gleichen Zeitraum das EPO und Eigenblutdoping des Team Telekom perfektioniert wurde.

Aber der sympathische  kleine SC Freiburg unter seinem sympathischen Trainer Finke war natürlich sauber  :clown:

SagittariusA

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #134 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:14:05 »
Ganz einfache Frage:
War der FC in den letzten 20 Jahren die einzige ungedopte Mannschaft?
Wenn nicht, wieso hat das Doping gerade beim FC nix gebracht?

Weil es ein Unterschied ist, ob Spieler wie Bröker, Freis oder Cullmann ihre "Leistung" verbessern, oder ob das Spieler sind, die auch ohne Doping schon den Ball 5 mal hochhalten konnten ;)

Offline Sprühwurst

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #135 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:17:39 »
Ich bezweifele, dass Deutschland den Spaniern und Italienern auch nur einen Schritt hinterher ist. Genau so, wei in Spanien oder Italien irgendwer ein Interesse hat, sowas mal wirklich solide aufzuarbeiten, wird das hier doch auch unter den Teppich gekehrt.
Selbst wenn man mal das sytsematische Doping außen vor lässt, braucht man wenig Fantasie, dass angesichts der winkenden Summen jeder Nachwuchsspieler jede "Hilfe" gern in Anspruch nimmt. Ich habe das Gefühl, dass heutzutage das EIntrittsalter in die erste oder zweite Bundesliga geringer ist als vor 15-20 Jahren. Hat sicherlich in erster Linie viel mit der verbesserten Jugendarbeit zu tun, aber die körperlichen Defizite, die da den einen oder anderen plagen, werden sicher gerne mit irgendwelchen Mitteln ausgeglichen.
Die Strahlkraft eines Wolfgang Overath und seine Liebe zum FC sind nicht zu ersetzen!

Offline Mirai_Torres

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #136 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:18:52 »
Hat eigentlich wer gesterrn das Sportstudio mit dem Kaiser gesehen?

spiegel.de/sport/fussball/zdf-sportstudio-beckenbauer-spricht-ueber-vitaminspritzen-a-915922.html
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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #137 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:22:30 »
Mal noch ne Frage:

Gibt es außer dem Blutdoping, welches die Spieler schneller laufen lässt, auch ein "Geld"-Doping, welches die Spieler langsamer laufen lässt??

Ich für mich beantworte das mit einem klaren: JA.
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Offline Mirai_Torres

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #138 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:24:29 »
Mal noch ne Frage:

Gibt es außer dem Blutdoping, welches die Spieler schneller laufen lässt, auch ein "Geld"-Doping, welches die Spieler langsamer laufen lässt??

Ich für mich beantworte das mit einem klaren: JA.

In der Segunda Division nannte man den letzten Spieltag früher immer den "Spieltag der Koffer" :D
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Offline I.Ronnie

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #139 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:25:16 »
Im Fußball wird gelogen und betrogen wie überall anders auch. Und wer mir mit dem lächerlichen Argument kommt, dass Fußball wegen seines technischen Anspruchs für Doping nicht so empfänglich wäre, der hat noch nie intensiv Fußball gespielt. Das, was ich nach 5, 20, 55 und 80 Minuten intensiven Spiels noch mit dem Ball technisch anfangen kann, unterscheidet sich empfindlch! Man schaue sich mal unsere Spiele der letzten Saison an. Da haben wir die ersten 25 Minuten richtig Gas gegeben und mussten dann auch konditionell einen Gang zurück schalten. Nun stelle man sich vor, man kann diese 25 Minuten auf 30 Minuten, vielleicht sogar 45 Minuten ausweiten? Das ergibt keinen Sinn, weil man ja nicht einmal mehr den Ball hochhalten kann? Bitte, das Argument zieht einfach ganz ganz offensichtlich nicht!

Berater / Eltern / Spieler fälschen die Pässe, damit der Spieler jünger ist, ander Spieler wetten gegen die eigene Mannschaft um ein paar Euro zu gewinnen. Und da soll ich nicht glauben, dass im harten Wettbewerb der Bundesliga nicht wirklich jede Gelegenheit genutzt wird, um sich einen Vorteil zu verschaffen? Der Konkurrenzdruck bei den Bayern ist enorm, wer sich da verletzt, ist lange raus, verliert Prämien und vielleicht bringt der nächste Vertrag nur die Hälfte. Wer würde es denn da für unwahrscheinlich halten, dass Spieler alle Möglichkeiten nutzen, um schnell wieder die Fitness zu erreichen, die es benötigt, um das sehr laufintensive Spiel der Bayern mitgehen zu können?

Doping ist im Fußball so weit verbreitet wie im Radsport oder in der Leichtathletik, da bin ich mir einfach sicher. Auch beim FC wird es Spieler geben, die nicht nur Traubenzucker im Blut haben, da könnt ihr Gift drauf nehmen.
Da nich für!

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #140 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:25:46 »
In der Segunda Division nannte man den letzten Spieltag früher immer den "Spieltag der Koffer" :D

Du meinst so nen Koffer wie ihn einst Calmund anno 2005 oder 2006 bei sich hatte?
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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #141 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:27:28 »
Auch beim FC wird es Spieler geben, die nicht nur Traubenzucker im Blut haben, da könnt ihr Gift drauf nehmen.

Alkohol??
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SagittariusA

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #142 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:32:17 »
Im Fußball wird gelogen und betrogen wie überall anders auch. Und wer mir mit dem lächerlichen Argument kommt, dass Fußball wegen seines technischen Anspruchs für Doping nicht so empfänglich wäre, der hat noch nie intensiv Fußball gespielt. Das, was ich nach 5, 20, 55 und 80 Minuten intensiven Spiels noch mit dem Ball technisch anfangen kann, unterscheidet sich empfindlch! Man schaue sich mal unsere Spiele der letzten Saison an. Da haben wir die ersten 25 Minuten richtig Gas gegeben und mussten dann auch konditionell einen Gang zurück schalten. Nun stelle man sich vor, man kann diese 25 Minuten auf 30 Minuten, vielleicht sogar 45 Minuten ausweiten? Das ergibt keinen Sinn, weil man ja nicht einmal mehr den Ball hochhalten kann? Bitte, das Argument zieht einfach ganz ganz offensichtlich nicht!

Berater / Eltern / Spieler fälschen die Pässe, damit der Spieler jünger ist, ander Spieler wetten gegen die eigene Mannschaft um ein paar Euro zu gewinnen. Und da soll ich nicht glauben, dass im harten Wettbewerb der Bundesliga nicht wirklich jede Gelegenheit genutzt wird, um sich einen Vorteil zu verschaffen? Der Konkurrenzdruck bei den Bayern ist enorm, wer sich da verletzt, ist lange raus, verliert Prämien und vielleicht bringt der nächste Vertrag nur die Hälfte. Wer würde es denn da für unwahrscheinlich halten, dass Spieler alle Möglichkeiten nutzen, um schnell wieder die Fitness zu erreichen, die es benötigt, um das sehr laufintensive Spiel der Bayern mitgehen zu können?

Doping ist im Fußball so weit verbreitet wie im Radsport oder in der Leichtathletik, da bin ich mir einfach sicher. Auch beim FC wird es Spieler geben, die nicht nur Traubenzucker im Blut haben, da könnt ihr Gift drauf nehmen.

Du hast das "lächerliche Argument" offensichtlich komplett falsch verstanden. Niemand hat behauptet, der Fußball sei für Doping nicht so empfänglich, wie andere Sportarten.

Offline Dornenboy

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #143 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:39:48 »
Es scheint zur Medienroutine zu gehören, dass das Thema alle paar Jahre aufkommt um dann wieder vergesssen zu werden. Unser Vizepräsidenten-Tünn hat hat schon 1987 in "Anpfiff" über Doping beim 1. FC Köln geschrieben. Die Versuche damals waren aber nicht ärztlich begleitet oder besonders professionell. Die Spieler haben einfach Ephedrinhaltige Hustensäfte genommen, weil das die Sauerstroffaufnahme erhöht. Die Experimente wurden dann, laut Schumacher, wieder abgebrochen, weil zu viele Spieler davon muskuläre Probleme bekommen haben. Auch heute wäre das leicht möglich. In vielen rezeptfreien Medikamenten sind Ephedrin-Derrivate drin.
Auch über die WM 86 in Mexico schreibt Schumacher, dass sie von den DFB-Ärzten Pillen bekommen haben. Das war dann angeblich wegen der Höhenluft, oder es sollen Eisenpräperate gewesen sein.
Was genau da drin war wussten die Spieler nicht. Schumacher schrieb, dass Litti z.B. die Pillen einfach in den Blumenkübel getan hat, weil er das Zeug nicht nehmen wollte.
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Offline I.Ronnie

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #144 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:47:49 »
Das Gute ist ja, dass sich Doping in meinen Augen bei Fußallern nicht so sehr lohnt! Klar, konditionell ist eine Verbesserung zu erzielen und damit vielleicht auch die ein oder andere Unkonzentriertheit, aufgrund konditioneller Defizite zu beheben. Jedoch können die Spieler dadurch nicht aufeinmal besser Schießen, Passen oder die Bälle stoppen! Das beruhigt ungemein und lässt mich in dem Glauben, dass die Bundesliga recht "sauber" ist!

Was steht denn hier, lieber SagittariusA? "Doping lohnt sich bei Fußballern nicht so sehr, weil sie deswegen nicht besser schießen oder passen können..."

Wenn ich auch nur einmal Fußball auf einem großen Platz gespielt habe, dann weiß ich eines: Ist meine Kondition schlechter als die meines Gegenspielers, hat er mich nach einer bestimmten Zeit im Sack, ganz egal, wie gut ich am Ball bin. Dann läuft er mir jeden Ball in die Tiefe ab oder ich komme nicht mehr hinterher. Dann komme ich an ihm auch im Antritt kaum noch vorbei und irgendwann wird er mich so müde gespielt haben, dass mir auch die Bälle verspringen.

Da nich für!

SagittariusA

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #145 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 14:58:54 »
Was steht denn hier, lieber SagittariusA? "Doping lohnt sich bei Fußballern nicht so sehr, weil sie deswegen nicht besser schießen oder passen können..."

Wenn ich auch nur einmal Fußball auf einem großen Platz gespielt habe, dann weiß ich eines: Ist meine Kondition schlechter als die meines Gegenspielers, hat er mich nach einer bestimmten Zeit im Sack, ganz egal, wie gut ich am Ball bin. Dann läuft er mir jeden Ball in die Tiefe ab oder ich komme nicht mehr hinterher. Dann komme ich an ihm auch im Antritt kaum noch vorbei und irgendwann wird er mich so müde gespielt haben, dass mir auch die Bälle verspringen.

Das Argument war eher: Im Fußball brauchst du nicht nur Kondition, sondern eben auch Technik. Es gibt genug Spieler, die keine 15 km pro Spiel im Sprint zurücklegen und trotzdem sehr wichtig für Ihre Mannschaft sind, z. B. weil sie Ihre Mitspieler geschickt in Szene setzen. Einem solchen Spieler würde mMn Doping, welches die Kondition verbessert, nicht ao sehr weiterhelfen, wie z. B. einem Läufer oder Radprofi. Darum ging es. Einen  Vorteil bringt Doping natürlich auch im Fußball.

Offline Dornenboy

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #146 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 15:06:24 »
Doping hilft immer. In reinen Ausdauersportarten wie Radfahren sind die möglichen Leistungsprünge einfach viel höher.
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Offline breisgau-kölner

  • Hier könnte ihr Titel stehen [ab nur 5000€ pro Buchstabe]
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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #147 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 15:15:34 »
Ich bin da insgesamt noch etwas unschlüssig.

In manchen Punkten erscheint mir Doping im Fussball doch unpraktikabel oder zumindest schwierig bzw. effizient/sinnvoll durch zu ziehen. Fussballer haben ja nunmal das gesamte Jahr über Wettkämpfe - während der Saison muss man jede Woche bzw. tlw. sogar alle 3 Tage mit ner Urinprobe rechnen - so dass es bei darüber nachweisbaren Mittel (Steroide, Amphetamine/ EPO) schonmal sehr schwierig wäre, während der Wettkampfsaison seine Leistung zu steigern. Steroide sind i.d.R noch nach über einer Woche nachweisbar, Amphetamine wirken eh nur unmittelbar nach Einnahme, daher wären die beim Wettkampf auch nachweisbar etc.
Auch wenn man natürlich "zocken" könnte, ist das Risiko ja eigentlich zu hoch, sich über einen gewissen Zeitraum mit sowas zu laden und dann einfach darauf zu hoffen nicht ausgelost zu werden.
Hingegegen war es ja etwa Leichtahtleten mit nur 1-2 Saisonhöhepunkten im Jahr in manchen Ländern (Jamaika) bisher wg. der mangelnden Trainingskontrollen bspw. möglich sich in der Vorbereitungsphase zu "präparieren" und dann rechtzeitig vor dem Wettkampf alles abzusetzen. Im Fussball gibt es diesen gestreckten Periodiserung aber nunmal nicht (höchstens für Rekonvaleszenten) - da ist alle 3-7 Tage Wettkampf., außer der im Vgl. zu anderen Sportarten extrem kurzen Saisonvorbereitung.

Kommen wir noch zum EPO: Bis zum Jahr 2001 gab´s ja noch keinen EPO-Nachweis, da konnte jeder munter spritzen. Das geht jetzt nicht mehr - daher die Blutbeutel, die angereichert werden und dann bearbeitet, damit sich nix mehr nachweisen lässt.
Bloß haben auch z.B. Radsportler meist nur 3-4 Höhepunkte im Jahr - wenn überhaupt. Ein Lance Armstrong hat sich dann eben im Winter ein paar Beutelchen basteln lassen und die alle während der Tour verballert.  Für´n Fussballer ist es quasi unmöglich sowas auf wöchentlicher Basis zu machen. Natürlich mag man sich sowas immer noch für "wichtige" Spiele reservieren können - aber das beträfe dann zuvorderst die internationalen/europäischen Wettbewerbe, da in der Liga ja jede Partie quasi gleich wichtig ist. Und wenn ich mir bspw. das CL-Finale angucke: 30min gab Dortmund Vollgas und war dann kurz danach platt - wirkte jetzt nicht unbedingt "übermenschlich" - trotz der Tatsache dass dies das zweitwichtigste Spiel in der Geschichte des Vereins war.
Wo wir grad schon beim allgemeinen Ausdauerniveau der Spieler angelangt sind: Ich kenne zumindest Studien von vor 6-7 Jahren bezgl. der Ausdauerfähigkeiten von Profifussballern - die sind ehrlich gesagt nix soo besonderes. Durchschnittliche Schwellenleistung im Lauftest waren 14,5km/h - das hab ich nach drei Monaten fleißigen Training erreicht, auch wenn ich nen halbes Jahr lang davor null Sport gemacht habe und tlw. sogar geraucht habe und ich bin mit nem natürlichen Hämatokritwert von ~42 in Ruhephasen "bluttechnisch" auch nicht unbedingt eine Ausdauerwunder. Das alles heißt zwar nicht, dass Blutdoping sich im Fußball auf gar keinen Fall lohnen würde - aber das Leistungsniveau ist zumindest alles andere als unnatürlich und lässt sich zumindest in jedem Fall auch ohne riesig große Probleme "ehrlich" errreichen.

Letzteres ist für mich auch generell so ein Knackpunkt. Wann immer Sünder über die allgemeine Dynamik beim Doping in ihrer Sportart aufklären, ergeben sich ähnliche Muster. Sie haben sich aufgrund der spezifischen Anforderungen quasi dazu gezwungen gefühlt, weil man ohne "Nachhilfe" überhaupt nicht konkurrenzfähig wäre. Im Fußball sehe ich diese Zwangslage aus o.g. Gründen nicht so gegeben - daher liegt der Anreiz zum dopen m.M.n. nach viel niedriger.
Insgesamt gehe ich daher vom jetzigen Kenntnisstand davon aus, dass es kein flächendeckendes Doping im Profifußball gibt, wenn ich micht jetzt mal auf die schweren Kaliber beschränke (diese diffusen Grauzonen a la "fitspritzen" lass ich mal weg). "Schwarze Schafe" dürfte er aber wahrscheinlich geben, aber über die Anzahl mag ich nicht rumspekulieren.

Was mich beim Thema bisher stärker gestört hat, war diese "Sonderstellung", die der Fußball einnimmt. Wenn´s tatsächlich mal nen "Dopingskandal" (Turin in den 90ern) gab, wurde das fast ganz schnell unter den Teppich gekehrt. Ein Iberstberger(?) wird nach verpassten Kontrolle erst medial und dann auch faktisch freigesprochen, sei ja nicht so schlimm...
Meldepflicht bezgl. des Aufenthaltsortes sei ja auch ne Zumutung etc. pp.

Offline revl

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #148 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 16:58:37 »
1944 wurde ein interessantes Medikament entwickelt, Methylphenidat. Der Chemiker, welcher es zuerst "gefunden" hat, probiert es an sich selbst und seiner Frau aus. Er selbst merkt nichts, seine Frau spielt mit Medikament wesentlich besser Tennis als ohne Medikament.
Methylphenidat wird unter dem Namen Ritalin vertrieben.


Es gibt also durchaus Möglichkeiten seine "Technik" (z.B. Auffassungsgabe, Konzentration) zu verbessern. Ich möchte damit nicht sagen, dass überall Ritalin geschluckt wird, aber man kann mit Medikamenten eben nicht nur die Kondition steigern.
"Ich nenne so etwas respektlos. Ohne ihre Millionen würden die auch nur im Mittelfeld rumgurken."
Kommentar zu WOB. HSV Forum 11.04.2015.

Offline .marcus aurelius

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Re: Drogen/Doping im Fußball
« Antwort #149 am: Sonntag, 11.Aug.2013, 17:50:00 »
Ich bin da insgesamt noch etwas unschlüssig.

In manchen Punkten erscheint mir Doping im Fussball doch unpraktikabel oder zumindest schwierig bzw. effizient/sinnvoll durch zu ziehen.

Dieses Schwachsinns-Argument wird auch durch noch so häufige Wiederholung nicht besser.  :roll:
- Ja, sorry, ist Blödsinn. Ich war so aufgeregt, dass ich auch einmal etwas beitragen konnte :D - insp. by alfi