Autor Thema: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?  (Gelesen 37309 mal)

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Offline Sprühwurst

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #90 am: Sonntag, 26.Jan.2014, 09:43:21 »
Den hab ich letzte Woche im ICE gesehen. Wenn ich alleine gewesen wäre, hätte ich ihn ordentlich angepöbelt. :D

Ist das dieser vielbeschworene Hooliganehrenkodex? Mehrere gegen einen ist unfair?
Die Strahlkraft eines Wolfgang Overath und seine Liebe zum FC sind nicht zu ersetzen!

Offline lommel

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #91 am: Sonntag, 26.Jan.2014, 09:43:37 »
Heute in der Sportschau ein kurzer Bericht zu RB Lööbzisch. Momentan in der dritten Liga ist der DFB zuständig, wenn sie aufsteigen die DFL. DFL-Mann Leifert sagt, bei einem möglichen Aufstieg wird im Rahmen der Lizenzierung genau auf die Einhaltung der 50+1 Regel geachtet. Laut Sportschau hat RB Leipzig momentan 12 Mitglieder (vor allem aus dem Red Bull Managment). Man sei in "guten Gesprächen".
Na dann.

Das wurde mal in nem Text von Christoph Biermann erläutert. Red Bull hat nen Ehrenrat, was lustig ist bei so nem jungen Konstrukt. Vergleichbar, als würde man nen Ehrenrat in der Gruppe Fuchs im Kindergarten gründen.
Die bestimmen darüber, ob Mitglieder ausfgenommen werden oder nicht. Es soll aber eigentlich auch gar keine Mitglieder geben, der Mitgliedsbeitrag liegt (soweit ich mich richtig erinnere) bei über 700 Euro. Also ganz offensichtlich: Da ist was falsch im Gemüsebeet.

Wie der Hase läuft sieht man an Seifert ganz gut und an seinem Argument, RB wäre sportlich aufgestiegen, das müsse man anerkennen. Die haben sich in der Oberliga(?) bei Makranstädt(?) eingekauft. Da ist niemand von der Kreisklasse sportlich aufgestiegen.

Der nächste Punkt: RasenBall wurde zwar in den Vereinsnamen importiert, alle reden aber von Red Bull. Rangnick redet nur von Red Bull, jeder Spieler, etc. Ich war gegen Augsburg im Pokal in Leipzig, da fährt der Vettel über die Anzeigetafel, überall rote Bullen (und Ossis  :D ). Offensichtlicher geht es also nicht. Man stelle sich nur mal vor, der FC würde Fußball Club heißen, alle reden aber nur vom Ford Consortium oder von Fritten City oder was weiß ich. Was nur noch fehlt: Wann wird Red Bull Generalsponsor von DFB oder DFL?

Insgesamt ist der Standort aber clever gewählt. Der ganze Osten ist in eine fußballerische Armut gefallen. In Leipzig steht ein WM-Stadion (das einem zugegebenermaßen erst einmal gefallen muss, es steht quasi im alten Stadion, wie ne kleine Schüssel in ner großen Schüssel), Leipzig ist eine Fußballstadt mit Tradition und eben das Argument, dass man dem Osten was Gutes tut.
Es scheint eine Menge Leipziger zu geben, die sich nach gutem Fußball sehnen und - da kann man sie verstehen - sich der Lok und den Sachsen (bzw. Chemie) abgewendet haben. Ich hab mich mal im Rahmen meines Stadtbesuchs in die Fußballgeschichte der Stadt eingelesen, das ist schon sehr speziell. Welche Stadt hat schon einen Todesfall bei Fanausschreitungen zu verbuchen (Mike Polley), zwei rivalisierende Klubs innerhalb der Stadtgrenzen, dazu noch unter dem Mantel der DDR? Im Übrigen wurde in Leipzig auch der (erste) DFB gegründet.

Was mich gewaltig juckt: Es ist aus den oben erwähnten Gründen (Mitglieder, etc.) derart offensichtlich, dass mit RB nur ein Ziel verfolgt wird. Die Argumentation von Rangnick könnte auch von Völler sein ("es ist klar, dass wir polarisieren, aber das macht der FC Bayern auch").
Ich habe mich gestern mit nem Hannover-Fan (Mitspieler von mir) unterhalten, der sagte es könnte nicht sein, dass Wolfsburg mit 30.000 Zuschauern maximal einen Spieler wie de Bruyne kaufen könnte. Ich hab ihn mal gefragt, inwiefern er sich mit den Konzernen mal befasst hätte und dann kam da so gut wie nix.

Ich bin der Meinung, dass man hier ganz gut beraten wird und sich auch über solche Themen austauscht und informiert wird. So macht das aber nicht jeder Fan und so wird viele nicht jucken, was da abgeht. Auch Ingolstadt und Audi war ihm fremd.

Ohne Äpfel und Birnen zu vergleichen, der teilweise doch arg aufgedrehte Riss über Bengalos, Ultras und Co könnte gut und gerne auf Red Bull übertragen werden. Da wird gar niemand vernünftig aufgeklärt und DFB und DFL sind bestimmt nicht blind, lassen sich aber genussvoll die Augen zuhalten.
Aufgezeichnet von Simon Pröber

Offline Colognez

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #92 am: Sonntag, 26.Jan.2014, 11:22:19 »
Das wird auch kommen, weil die Liga unabhängig von den plastikclubs auch den Bayern nichts mehr entgegen zu setzen hat. 50+1 wird fallen, es gibt dazu keine Alternative, das Geld wird benötigt. Es muss aber nicht jeder auch dazu nutzen, die lizenz an einen privatmann zu verkaufen. Aber an anteilsverkäufen führt kein weg vorbei, wenn der fc irgendwann wieder unter den top 10 stehen will, und zwar dauerhaft. Auch dann wird es Gewinner und Verlierer geben, da müssen wir dann mal ausnahmsweise zu denen gehören, die es von Anfang an richtig machen. Die erste Umwälzung Bosman haben wir verpennt, bei der nächsten müssen wir vorbereitet sein. Bis dahin müssen wir Erstligist und seriös aufgestellt sein. In Köln sehe ich die Möglichkeit, auch ohne totale Exoten ein investorenmodell aufzustellen, das eben nicht an einem arabischen oder chinesischen Tropf hängt. Wenn das ausgeschlossen werden kann, ist gegen ein investorenmodell nichts einzuwenden.

Ich halte von einem Mehrheitseinstieg von Investoren emotional grundsätzlich nichts. Sobald mehr als 50% der Stimmrechte an Investoren gehen oder  - ähnlich wie bei 1860 -  Investoren defakto die Macht übernehmen, auch wenn Sie offiziell nicht mehr als 50% der Stimmen innehaben, werde ich meine Mitgliedschaft kündigen und mein Fan "sein" beerdigen.

Abgesehen von der emotionalen Komponennte, wieso sollte ein Investor langfristig überhaupt positiv für den FC sein?

Aus meiner Perspektive ist es gefährlich, basierend auf den Erfahrungen in den 2000ern in England ein Erfolgsmodell, pro Investoren aufzubauen. Dies gilt zum einen sowohl bezüglich der unterschiedlichen Ligen und unterschiedlichen Kulturen (Premierleage vs. Bundesliga). Zum anderen leben wir leider nicht mehr in den 2000ern in denen der Boom des Fussballs noch bevorstand.

Daher bezweifle ich , dass die Attraktivität des FCs  für seriöse Grossinvestitionen ausreichend ist (Stichwort: Internationale Bekanntheit,  Entwicklung des Fussballs nach dem Boom der 200ers / "Past Peak").

Auch grundsätzlich glaube ich nicht, dass eine liberalisierung der Bundesliga langfristig zu einer interessanteren Liga führt. Die Staffellung der ausgeschütteten Gelder führt aus meiner Perspektive auch in einem liberalisierten Markt zu einem einzelnen langfristig dominierenden Club.  Eine spannende Liga kann mMn nur durch Massnahmen erfolgen wie sie z.B. in den A0merkanischen Ligen wie der NBA erfolgen (Player Drafts, Caps etc).

Gerade die vermeintliche Spannungsliga Premier League zeigt, dies trotz der X Investitioren, doch sehr deutlich. Ein Rückblickend dauerhafter Seriensieger Manchester United, dazu kommt das obwohl zirka 3 Clubs pro Saison um den Titelspielen (was zwar besser ist als in Deutschland), man bereits jetzt Indizien für einen Rückgang der "Attraktivität" des Fussballs auf ehemalige Stammschichten erkennen kann (Zunehmender Altersdurchschnitt Zahlender Kunden in der PL, etc.)
Geschäftsführer Claus Horstmann, der ‚FC-reloaded‘ wissen ließ, der Zweck heilige nicht jedes Mittel, unterzeichnete eine Email an Müller-Römer mit den Worten „mit feindlichen Grüßen“.

Offline .Aspirin

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #93 am: Sonntag, 26.Jan.2014, 12:22:37 »
Hört mir auf mit "die Region sehnt sich nach gutem fussball" das hat Herr Hopp auch behauptet und was war? Nach 2jahren 1. Liga war der Ansturm vorbei! Vereine ohne Emotionen haben keine Zukunft, da kann die Stadt/ das Umland noch so ausgedurstet sein...

Online Okudera

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #94 am: Sonntag, 26.Jan.2014, 13:06:13 »
Seifert ist doch nur das Sprachrohr.  Erstaunlich wie er als Chefjurist der DFL zum Thema hoffenheim und 50+1 (zB im Doppelpass) argumentiert hat:
Herr Hopp ist doch nicht irgendein Scheich, der sein Geld von heute auf morgen abzieht. Herr Hopp ist ein hochseriöser Geschäftsmann, der viel gutes tut. (O-Ton).

Kein Wort zur offensichtlichen Umgehung von 50+1, da in Hoffenheim Beteiligung und Stimmrecht für Hopp (bzw. Hopps Gesellschaft) abweichen, so dass Hopp zwar nicht die Mehrheit der Anteile hält aber für Mehrheit der Stimmen.
Ich habe gedacht, vom chefjustiziar wenigstens ansatzweise etwas über die juristische Seite zu hören

Offline Double 1978

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #95 am: Sonntag, 26.Jan.2014, 14:20:13 »
50+1 wird nicht viel bringen.
es bleibt dabei, dass es nur einen deutschen meister pro saison geben wird, und dass es nur 6 internationale plätze gibt + den pokalsiegerplatz.
wenn aber alle 18 vereine plötzlich einen scheich, investor oder wie auch immer man die geldgeber nennen möchte, haben, dann müssen trotzdem drei vereine absteigen (2+1). und dann verpassen trotzdem 12 vereine die internationalen plätze. und wenn da der ein oder andere verein, dessen investor millionen um millionen in den verein pumpt, nicht den erfolg hat, den er sich erhofft, wünscht, verspricht, dann wird er wieder aussteigen, geld abziehen und dann ist der ein oder andere verein völlig am arsch. und ich glaube auch nicht dass die liga dadurch soviel ausgeglichener wird. vielleicht spielen dann nicht die bayern da oben die alleinige rolle, aber mehr als drei mannschaften werden nicht um die meisterschaft spielen. dann werden vielleicht 6 mannschaften um drei weitere europlätze spielen, wobei der uefa-cup ja schon der looser-cup ist. und der rest macht einfach nur "Platzierungsspiele" und hofft, nicht unter den letzten 3 zu sein.
wer glaubt, dass dann jeder verein um die meisterschaft mitspielen kann, oder ernsthaft um die ersten 6 plätze, der täuscht sich meiner meinung nach.
sicherlich wird es den einen oder anderen ausrutscher nach oben geben, aber den gibt es ja jetzt auch schon von vereinen, die mal ne glückssaison spielen.
was passieren wird, ist, dass von der rangfolge der mannschaften in der tabelle so leibt, nur dass jeder verein ein vielfaches dessen ausgibt, was er jetzt ausgibt.
oder glaubt jemand, dass ein CR7 von real wechselt und dann nicht nach münchen geht sondern nach freiburg oder nürnberg?
die topstars der welt werden immer zu den topvereinen gehen - nur dass sie dann eben noch mehr verdienen und die ablösesummen noch höher sind, dann aber gezahlt werden von irgendwelchen scheichen, öl-multis oder sonstwen.
das kann doch nicht ernsthaft die zukunft sein.
das wird ne einzige geldverbrennungsmaschinerie.
"Manche von den Jungs haben eine Berufsauffassung wie die Nutten von St.Pauli. Die rauchen, saufen und huren rum, gehen morgens um 6 Uhr ins Bett und haben am nächsten Tag ein Spiel."  Eduard Geyer

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #96 am: Sonntag, 26.Jan.2014, 14:32:08 »
50+1 wird nicht viel bringen.
es bleibt dabei, dass es nur einen deutschen meister pro saison geben wird, und dass es nur 6 internationale plätze gibt + den pokalsiegerplatz.
wenn aber alle 18 vereine plötzlich einen scheich, investor oder wie auch immer man die geldgeber nennen möchte, haben, dann müssen trotzdem drei vereine absteigen (2+1). und dann verpassen trotzdem 12 vereine die internationalen plätze. und wenn da der ein oder andere verein, dessen investor millionen um millionen in den verein pumpt, nicht den erfolg hat, den er sich erhofft, wünscht, verspricht, dann wird er wieder aussteigen, geld abziehen und dann ist der ein oder andere verein völlig am arsch. und ich glaube auch nicht dass die liga dadurch soviel ausgeglichener wird. vielleicht spielen dann nicht die bayern da oben die alleinige rolle, aber mehr als drei mannschaften werden nicht um die meisterschaft spielen. dann werden vielleicht 6 mannschaften um drei weitere europlätze spielen, wobei der uefa-cup ja schon der looser-cup ist. und der rest macht einfach nur "Platzierungsspiele" und hofft, nicht unter den letzten 3 zu sein.
wer glaubt, dass dann jeder verein um die meisterschaft mitspielen kann, oder ernsthaft um die ersten 6 plätze, der täuscht sich meiner meinung nach.
sicherlich wird es den einen oder anderen ausrutscher nach oben geben, aber den gibt es ja jetzt auch schon von vereinen, die mal ne glückssaison spielen.
was passieren wird, ist, dass von der rangfolge der mannschaften in der tabelle so leibt, nur dass jeder verein ein vielfaches dessen ausgibt, was er jetzt ausgibt.
oder glaubt jemand, dass ein CR7 von real wechselt und dann nicht nach münchen geht sondern nach freiburg oder nürnberg?
die topstars der welt werden immer zu den topvereinen gehen - nur dass sie dann eben noch mehr verdienen und die ablösesummen noch höher sind, dann aber gezahlt werden von irgendwelchen scheichen, öl-multis oder sonstwen.
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Hört sich für mich nach englischer Liga an.....
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Offline lommel

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #97 am: Sonntag, 26.Jan.2014, 14:41:01 »
Hört sich für mich nach englischer Liga an.....

Hab ich auch gedacht.
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Offline Double 1978

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #98 am: Sonntag, 26.Jan.2014, 14:44:17 »
ich verfolge die englische liga nur ergebnistechnisch.n

denkt ihr, es würde anders kommen? wenn ja, wie?
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Offline Hungksfresser

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #99 am: Sonntag, 26.Jan.2014, 14:48:10 »
Kippt diese Regel war es das für mich was Profifußball angeht. Dann suche ich mir irgendeinen kleinen Dorfverein und unterstütze diesen.
Meine Freunde halten mich für einen Irren. Aber das bin ich nicht. Ich bin nur so wie sie es auch wären, wenn sie nicht soviel Angst hätten.

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #100 am: Sonntag, 26.Jan.2014, 14:55:47 »
ich verfolge die englische liga nur ergebnistechnisch.n

denkt ihr, es würde anders kommen? wenn ja, wie?

Geht mehr darum, dass in England ja jeder 1 und 2 Ligist ´nen Scheich oder Ölprinzen an der Hand hat. Trotzdem bleiben seit Jahren die Top 4-5 unverändert (ManU, Chelsea, ManCity und Arsenal).

Ob es hier anders kommen würde und wie? Eigentlich will ich das gar nicht (wissen)......
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Offline lommel

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #101 am: Sonntag, 26.Jan.2014, 14:56:48 »
Kippt diese Regel war es das für mich was Profifußball angeht. Dann suche ich mir irgendeinen kleinen Dorfverein und unterstütze diesen.

Die große Frage ist eigentlich, wie schlimm es noch kommen soll, was war früher wirklich besser und ob die Wahrheit in der Mitte liegt.
Wird dann die Masse der Fans so reagieren wie Du es für Dich vorhersiehst oder wird es eine Glückseeligkeit der Konzernfans geben, die zwar ohne Leidenschaft sind, dafür aber auch ohne Bengalos.
War das alte Müngersdorf schöner weil es gezogen hat wie Hechtsuppe, oder weil keine Geschäftstreffen darin stattfanden? Wie scheiße ist Pizza im Stadion und wo sind die guten Reibekuchen hin? Ein bisschen grenzwertig ist das schon alles.
Aufgezeichnet von Simon Pröber

Offline Hungksfresser

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #102 am: Sonntag, 26.Jan.2014, 15:06:01 »
Denke dahingehend eine wirklich sichere und zutreffende Prognose zu stellen ist schwierig.

Ein Teil wird sich so verhalten wie ich es plane...andere werden auf die Zähne beißen und dagegen ankämpfen...wieder andere werden es aktzeptieren und natürlich wird es sicherlich auch ein neues Klientel anziehen.

Meine Freunde halten mich für einen Irren. Aber das bin ich nicht. Ich bin nur so wie sie es auch wären, wenn sie nicht soviel Angst hätten.

Offline Müngersdorf

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #103 am: Mittwoch, 29.Jan.2014, 15:08:09 »
Das Glück ist eine Hure. (A.Spooner)

Offline Nebukadnezar

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #104 am: Mittwoch, 29.Jan.2014, 15:16:45 »
Zitat
Auch das ebenfalls oftmals als Plastikklub beschimpfte Hoffenheim lobte der 58-Jährige: "Diese Klubs haben sich sportlich für die Bundesliga qualifiziert, und das gilt es zu akzeptieren. Was wäre denn im Südwesten der Republik los, wenn es in Hoffenheim keinen Hopp gäbe" Ich kritisiere das nicht, sondern bin eher bereit, solchen Förderern auch Beifall zu klatschen."

Klatsch du mal Beifall, du Klatschaffe  :kotz:

Offline Martin Avis

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #105 am: Mittwoch, 29.Jan.2014, 15:18:45 »
König Martin der Zehn-vor-Fünfte

Offline Yassir_Zaccaria

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #106 am: Mittwoch, 29.Jan.2014, 15:40:54 »
Geld regiert die Welt
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Offline .Aspirin

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #107 am: Mittwoch, 29.Jan.2014, 15:59:08 »
Klatsch du mal Beifall, du Klatschaffe  :kotz:


Ich bete jeden Tag, dass der KSC diese saison hoch geht und dieser Plastikclub runter. Danach könnte Onkel Dietmar seinen Laden zu machen.

Offline lommel

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #108 am: Dienstag, 25.Feb.2014, 17:03:29 »
In der aktuellen 11 Freunde gibt es einen Artikel über RasenBall, der heftig thematisiert wird. Wer mal ein bisschen Zeit hat und lesen möchte, der kann verschiedene Ansichten und Darstellungen hier finden...

http://www.11freunde.de/artikel/reaktionen-auf-den-artikel-der-grosse-red-bull-bluff

http://vert-et-blanc.net/2014/they-cant-relax-with-modern-football/

http://rotebrauseblogger.de/2014/01/21/streitobjekt-zweitligalizenz/
Aufgezeichnet von Simon Pröber

Offline LukAll_Pet

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #109 am: Dienstag, 25.Feb.2014, 17:06:00 »
"rotebrauseblogger"  :-/ :-/ :-/

Offline Yassir_Zaccaria

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #110 am: Dienstag, 25.Feb.2014, 17:18:17 »
Die Huansöhne von Spielverlagerung sind aber auch so typische Plastikclubliebhaber. Ekelhaft, ich werde die Seite in Zukunft meiden
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Offline lommel

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #111 am: Mittwoch, 26.Feb.2014, 09:18:57 »
Interessant fand ich z. B. die Ausführungen von diesem Rotbrauseblogger bezüglich der 50+1-Regel. Ich habe das nicht überprüft, wäre aber interessant, wenn dem so wäre wie es da steht.
Ich wusste auch nicht, dass es Leute gibt, die sich für modernen Fußball aussprechen, obwohl sie aus dem traditionellen (Bremer) Lager kommen.
Für mich sind die Absichten von RB derart offensichtlich, dass ich viele Kommentare unter den Artikeln nur schwer nachvollziehen kann.
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Offline Povlsen

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #112 am: Mittwoch, 26.Feb.2014, 10:55:42 »
Die Leute, die RB verharmlosen, raffen das Problem einfach nicht. Da wird von den Ostdeutschen behauptet, der Westen wolle keine Ostklubs. So ein Schwachsinn. Wenn sich irgendein Sponsor bei Dynamo Dresden engagieren würde, wäre das doch super, solange er die Vereinsstruktur unangetastet ließe und damit das dauerhafte Überleben des Clubs sicherte.. Noch lieber wäre mir Magdeburg, die wohl am meisten an der Wende zu knabbern hatten. Es wird nicht erkannt, dass in Leipzig kein Verein etabliert wird sondern ein Unternehmen dort eine Fussballmannschaft hinstellt. Da geht es nicht um 50+1 sondern da heisst es 100 - 0! Dass die DFL das zulässt und die überhaupt in die dritte Liga vorstossen lässt, ist für mich ein Riesenskandal. 50+1 wird in den nächsten 10 Jahren fallen. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist längst da. Die paar Fussballtraditionalisten interessieren schon heute kaum jemanden und die werden immer weniger werden. In spätestens 20 - 30 Jahren gibt es nur noch Konzernclubs in der Liga.

Offline Patrick Bateman

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #113 am: Mittwoch, 26.Feb.2014, 12:14:38 »

Die Leute, die RB verharmlosen, raffen das Problem einfach nicht. Da wird von den Ostdeutschen behauptet, der Westen wolle keine Ostklubs. So ein Schwachsinn. Wenn sich irgendein Sponsor bei Dynamo Dresden engagieren würde, wäre das doch super, solange er die Vereinsstruktur unangetastet ließe und damit das dauerhafte Überleben des Clubs sicherte.. Noch lieber wäre mir Magdeburg, die wohl am meisten an der Wende zu knabbern hatten. Es wird nicht erkannt, dass in Leipzig kein Verein etabliert wird sondern ein Unternehmen dort eine Fussballmannschaft hinstellt. Da geht es nicht um 50+1 sondern da heisst es 100 - 0! Dass die DFL das zulässt und die überhaupt in die dritte Liga vorstossen lässt, ist für mich ein Riesenskandal. 50+1 wird in den nächsten 10 Jahren fallen. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist längst da. Die paar Fussballtraditionalisten interessieren schon heute kaum jemanden und die werden immer weniger werden. In spätestens 20 - 30 Jahren gibt es nur noch Konzernclubs in der Liga.

So wird es sein.
Traurig,traurig,traurig.

Fußball ist schon lange keine reine Sportart mehr,sondern verkommt mehr und mehr zu Wirtschaftsunternehmen.
Aufgeblähte CL,unnötige Europaleague...Quo Vadis,Fuppes ?
Die Maske meiner Zurechnungsfähigkeit droht herunter zu rutschen, weil in meinem Kopf ist jemand, den Du niemals siehst !

Offline antistar

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #114 am: Mittwoch, 26.Feb.2014, 12:21:06 »
Die Huansöhne von Spielverlagerung sind aber auch so typische Plastikclubliebhaber. Ekelhaft, ich werde die Seite in Zukunft meiden

Was für ein Unsinn. Auch wenn Tobi sicherlich einen anderen Zugang zum Fußball hat als Fans wie du und ich, hat er in der Diskussion nur eines gemeint (und da hat er recht): Es gibt nichts Neues, es ist alter Wein in neuen Schläuchen. Im Unterschied zu ihm sehe ich das aber positiv: Es muss immer und immer wieder vor Augen geführt wird, was da mit Red Bull Leipzig auf uns zu kommt.
KÖLN-SÜD. We won't change our ways - we will proud remain when the glory fades!

Offline lommel

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #115 am: Mittwoch, 26.Feb.2014, 13:41:30 »
Ich verstehe schon nicht, wie man sich überhaupt auf Argumente der Pro-Red-Bull-Seite einlassen kann. Wie geschrieben: Ich fand es interessant, wie das Thema Zweitligalizenz mal erörtert wurde (http://rotebrauseblogger.de/2014/01/21/streitobjekt-zweitligalizenz/), insbesondere aus einer Sicht und Richtung, die ich nicht teile. Im Endeffekt zu bewerten, wo Grauzonen sind, wer genau richtig liegt (Blogger vs. 11 Freunde), würde ich erst nach einer Prüfung der Argumente machen. Wer mir das jetzt schon (rechtlich) erklären kann und die Argumente des Vereinsrechts gegeneinander stellen mag, nur zu.

Dennoch ist ja offensichtlich und offenkundig, was da passiert. Nicht zuletzt sieht man am Logo, dass ein Konzern einen Verein als Werbeträger benutzt. Neun Mitglieder im gesamten Verein, Mitgliedsgebühren von 800 Euro, ein Vereinsname, der nirgends ausgeschrieben wird, weil klar ist, was er aussagen soll. Warum also Gegenargumente, wenn doch klar ist, was da passiert und passieren soll?
Wenn dann jemand sagt: Sollen die das doch machen. Ich komme aus Leipzig, ich habe die Traditionsvereine satt, ich habe keinen Bock mehr auf Hakenkreuze im Fanblock. Ich heiße es gut, wenn eine Firma den Fußball benutzt. Ich habe Unterhaltung vor der Tür, mir ist es egal, wenn das Firmenlogo im Wappen verankert ist oder wenn die Jugend aus anderen Vereinen aufgekauft wird. Immerhin haben wir bessere Trainer, die Ausbildung ist besser. Ich mache mir nichts aus Traditionsvereinen und ich stehe dazu. Wenn einer, der 10 Jahre alt ist, diese Argumente für sich entdeckt, hätte ich sogar Verständnis. Wenn einer >30 ist, bisher dem HSV zugetan war und jetzt wechselt, dann würde ich ihn nicht für voll nehmen. Denn den Verein wechselt man nicht, das ist keine Ansichtssache, das ist so Fakt wie die Tatsache, dass die Füße nicht am Kopf wachsen oder es im Keller keinen Balkon gibt. Man müsste quasi mit dieser arg kapitalistischen Denke aufwachsen. Kann ich mir nicht vorstellen, dann wäre es aber irgendwo noch nachvollziehbar. Es ist für mich auch nicht denkbar, dass jemand erst mit 50 seine Liebe zum Fußball entdeckt. Was ist in den 50 Jahren zuvor passiert? Aus meiner Sicht verliebt man sich als Kind in den Fußball und kann gar nicht anders.

Interessant finde ich auch den Standpunkt "Pro moderner Fußball" (http://vert-et-blanc.net/2014/they-cant-relax-with-modern-football/). Auch das ist in erster Linie deshalb so besonders, weil es diesen Standpunkt für einen Traditionalisten wie mich nicht gibt. Dennoch fallen wir hier zwei Sachen besonders auf: a) Die pseudointellektuelle Art und Weise des Schreibers. Ich kenne das von mir selbst, mit Anfang 20 war ich auch bemüht, stets und überall ein Fremdwort einzupflanzen, nur damit da ein Fremdwort steht. Man kann das ganz gut enttarnen: Wenn man trotzdem kein Fremdwörterbuch zur Übersetzung benutzen muss, weil man alles mühelos versteht, man sich aber immer die Frage stellt, warum man das so verklausuliert verpacken muss. b) Den etwas arg weit hergeholten Vergleich von dem Ansatz zum Erhalt der Fankultur mit Antisemitismus. Wenn nichts mehr hilft und ich irgendwie provozieren muss oder mein Text mehr Beachtung finden soll, hole ich den Schwulen hinter der Ecke vor oder komme mit Antisemitismus, auch wenn's noch so doof wirken könnte.

Im Endeffekt wird die Argumentation der RB-Befürworter nicht viel weniger aggressiv geführt als umgekehrt.

Ich stehe komplett dazu: Ich bin froh, dass ich die 80er noch mitbekommen habe. Beim jetzigen Fußball fehlt mir etwas. Komplette Familien im Stadion finde ich in der Regel beschissen, weil sich echauffierende Eltern darüber aufregen, dass ihre Kinder neue Schimpfwörter lernen. Grob gesagt: Die emotionale Schiene darf nicht ausgelebt werden. Mit die größte Sünde des modernen Fußballs.
Die finanziellen Vorteile, die Hoffenheim, Leverkusen oder Wolfsburg genießen empfinde ich als Wettbewerbsverzerrung. Eine Spur härter finde ich RB Leipzig und die Absicht, einen Verein als Werbeplattform zu missbrauchen.
Im Stadion sollte man keinen Anzug tragen. Noch weniger sollte man einen Anzug und einen Schal dazu tragen.
Ich weiß nicht, wie viel Spieler verdienen sollten, wenn sie aber - wie Kroos - vielleicht 5 Millionen verdienen, gerne aber 10 hätten, stimmt etwas nicht.

Meine These ist, dass es irgendwann knallen wird. Das größte Potenzial haben Wettmanipulationen und das Doping. Fußball wird dann für eine Phase weniger angesagt sein und alles kommt wieder auf Normalmaß herunter. Dann wird es wieder mehr um das Spiel gehen.
Aufgezeichnet von Simon Pröber

Offline .marcus aurelius

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #116 am: Mittwoch, 26.Feb.2014, 13:47:25 »
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Offline Martin Avis

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #117 am: Mittwoch, 26.Feb.2014, 14:05:41 »
Meine These ist, dass es irgendwann knallen wird. Das größte Potenzial haben Wettmanipulationen und das Doping. Fußball wird dann für eine Phase weniger angesagt sein und alles kommt wieder auf Normalmaß herunter. Dann wird es wieder mehr um das Spiel gehen.
So wie in England? Oder noch besser Italien?
Nee, ich glaube der Drops ist gelutscht. Fußball im Stadion "wie früher" wirds nie wieder geben. Zumindest nicht in höherklassigen Ligen.  :?
König Martin der Zehn-vor-Fünfte

Offline lommel

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #118 am: Mittwoch, 26.Feb.2014, 14:19:57 »
So wie in England? Oder noch besser Italien?
Nee, ich glaube der Drops ist gelutscht. Fußball im Stadion "wie früher" wirds nie wieder geben. Zumindest nicht in höherklassigen Ligen.  :?

"These" war vielleicht das falsche Wort. "Hoffnung" trifft es besser.
Aufgezeichnet von Simon Pröber

Offline Povlsen

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Re: 50 + 1 Entscheidung - was ändert sich?
« Antwort #119 am: Mittwoch, 26.Feb.2014, 15:08:18 »
Ich finde, dass die Hoffnung gar nicht so unbegründet ist. Die Leute beginnen jetzt schon, gewisser Dinge überdrüssig zu werden, andererseits wächst auch eine Generation heran, die nur noch unterhalten werden will, die regt sich über RB und Konsorten nicht mehr auf. Warum auch, die kennen das dann irgendwann nicht mehr anders. Aber die Werte, die den Fussball irgendwann mal attraktiv gemacht haben, werden verschwinden, wenn sich auch im Kinder- und Jugendbereich nur noch auf den Kommerz und der Blick auf das Millionenspiel Bundesliga durchsetzen wird. Ich glaube, dass das schon begonnen hat. Das Image des Fussballs hat in den letzten Jahren bereits stark gelitten. Die FIFA und UEFA tun alles dafür. WM- und EM-Vergaben, die keiner versteht, Modusänderungen, die die Attraktivität kaputt machen, Europapokale, die immer berechenbarer werden und das Verschwinden von Fankultur in den Stadien, eine weitestgehende Ausgrenzung sozial schwächerer Publikumsgruppen. Der Fussball war mal Volkssport. Er hat längst begonnen, sich von dieser Eigenschaft zu lösen. Aus eigenem Willen. Für mich nicht verständlich, aber er wird die Quittung dafür bekommen, davon bin ich überzeugt. Kann noch ein paar Jahrzehnte dauern, aber die beste Zeit hat der Fussball nach meiner Meinung bereits hinter sich. Auch ich bin froh, dass ich die 80er voll und ganz miterleben durfte. Andererseits kommt auch daher überhaupt mein Problembewusstsein. Ohne diese Zeit wäre mir der Fussball wahrscheinlich egal. Hätte ja auch was.