Autor Thema: Wohin steuert der effzeh?  (Gelesen 82609 mal)

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Offline kabelbrad

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #30 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 11:39:41 »
Also:

Wieso ist hier die Grundstimmung derzeit so negativ?

Warum wird ein Spinner mittlerweile so negativ gesehn?

Wieso wird Schmadtke so negativ gesehen?

weil man sich ziemlich schnell an das ständige bergauf gewöhnt hat. gepaart mit der erinnerung an den traumatischen, völlig sinnfreien niedergang seit den 90ern befinden wir uns in einem spannungsfeld großer hoffnungen und ängste zugleich. da bliebt nicht jeder immer sachlich.
Spät in der Nacht,
ovale Ente kommt zu mir
sie sagt:
"FC Cologne, FC Cologne!"

Offline renemat

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #31 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 11:44:19 »


Die zweite Variante ist (auch m.E.) Erfolg versprechender: Nach außen um jeden Preis den Eindruck erwecken, es sei alles gerechtfertigt, was der Verband vorgibt, aber nach Innen zu versuchen, den größten Unsinn zu verhindern. In vielem ist uns der Verein grundsätzlich vielleicht näher als er nach außen kommuniziert oder kommunizieren kann.

Schrobtest du ja bereits auch an anderer Stelle. Machst du das an irgendetwas Konkretem fest oder vermutest du hier?
Und ihr wollt raus aus Müngersdorf?

Offline Müngersdorf

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #32 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 11:47:07 »

Die zweite Variante ist (auch m.E.) Erfolg versprechender: Nach außen um jeden Preis den Eindruck erwecken, es sei alles gerechtfertigt, was der Verband vorgibt, aber nach Innen zu versuchen, den größten Unsinn zu verhindern. In vielem ist uns der Verein grundsätzlich vielleicht näher als er nach außen kommuniziert oder kommunizieren kann.


Aber wie will man denn im Innenverhältnis mit dem DFB eine Besserung der Verhältnisse erreichen, wenn man diese öffentlich gut heißt?
Ich bin sicher etwas naiv was das angeht, aber wie stelle ich mir das in der Realität vor?

Schmähplakat und Schmährufe gegen Hopp
Spinner öffentlich: "Doof, finden wir kacke"
Spinner intern zu Grindel: "Ja, war bißchen ungelenk, aber lass uns 20.000 machen und dann passt das"
Grindel: "Jep, so machen wir es"

und Umkehrschluss:

Schmähplakat und Schmährufe gegen Hopp:
Spinner öffentlich: "Ja gut, das ist freie Meinungsäußerung unserer Anhänger, da halten wir uns raus, auch wenn wir das nicht so sehen"
Spinner intern zu Grindel: "Gut, ganz ehrlich, soll der Dietmar sich nicht so anstellen, das ist seit Jahr und Tag so, wir akzeptieren gar nix"
Grindel: "Ne Freunde, so nicht, 2 Spiele Blocksperre"
Das Glück ist eine Hure. (A.Spooner)

facepalm

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #33 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 11:53:55 »
Wie an anderer Stelle schon einmal ausgeführt, ist mein Eindruck der, dass der FC durch Gremien- und Überzeugsarbeit direkt bei DFB und DFL versucht, den dortigen Unsinn, der auch von Spinner & Co. durchaus als Unsinn erkannt wird, zu verhindern. Dass dafür dicke Bretter gebohrt müssen, ist wohl klar. Und dass alles, was die (bisherige) Haltung des DFB zu bestätigen scheint (=Dialog nützt nichts) der Sache von FC und Fans abträglich ist.

Jetzt zum eigentlich Punkt: Hier gibt es m.E. zwei Optionen: Öffentliche Solidarisierung mit den Fans und ihrer grundsätzlichen Haltung oder Öffentliche Empörung über das Fehlverhalten.

Die erste Variante "befriedet" das Verhältnis zwischen "Verein" und "Fans" kurzzeitig, bestätigt aber den DFB in seiner Haltung. Größeren Einfluss erlangt man damit nicht. Man kann ja mal bei den opportunistischen "Protestvereinen" Pauli und Union nachfragen. Vielleicht auch beim BVB, der ja lange zumindest einiges an Anti-Kommerz-Kritik hat laufen lassen bzw. in Person von Watzke auch befeuert hat. Das bringt viel Anerkennung auf der Fanseite, beim DFB verändert man aber rein gar nichts.

Die zweite Variante ist (auch m.E.) Erfolg versprechender: Nach außen um jeden Preis den Eindruck erwecken, es sei alles gerechtfertigt, was der Verband vorgibt, aber nach Innen zu versuchen, den größten Unsinn zu verhindern. In vielem ist uns der Verein grundsätzlich vielleicht näher als er nach außen kommuniziert oder kommunizieren kann.

der umgang mit der fanszene ist ja nur einer von vielen zu kritisierenden punkten. wir hatten das aber ja schon mal. es kann ja durchaus sein das der fc im hintergrund versucht etwas zum positiven zu bewegen, viel erfolg scheint das aber nicht zu haben. im gegenteil, die absurde strafbemessung schreitet immer weiter voran.
ich schrieb ja selbst das es sicherlich nicht einfach ist alle interessen unter einen hut zu bekommen, verlangt aber auch niemand. der vorstand muss für alle da sein und das bedeutet kompromiss, wenigstens in dieser frage. und auch die szene hat sich da zu hinterfragen ob es nötig ist weiter damit zu provozieren wenn man bspw. abgemachte choreos verändert.

du sagst der verein gäbe nach aussen dieses bild ab um damit erfolgversprechender nach innen zu verhandeln? entschuldige bitte, aber für mich klingt das einem politikerstatement das nicht überprüfbar ist. ich würde auch mal gerne so ein gespräch in der dfb-zentrale belauschen. kommt da nicht prompt die antwort das man sich doch öffentlich ganz einvernehmlich geäussert habe und warum man jetzt hier eine gegenteilige position einnimmt?

aber wie gesagt, die fanthematik ist nur eins von vielen themen das die allgemeine stimmungslage beeinflusst. der fc wandelt sich hin zu einem austauschbaren produkt das sich kaum noch von anderen unterscheidet. vielleicht ist das ein muss in der heutigen zeit um noch halbwegs mithalten zu können, kann sein. aber es ist eben die erklärung für eine gewisse missstimmung.

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #34 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 12:02:44 »
Schrobtest du ja bereits auch an anderer Stelle. Machst du das an irgendetwas Konkretem fest oder vermutest du hier?
Nennen wir es eine begründete Vermutung, weil ich ja doch ein paar unserer Akteure einschätzen kann und auch weiß, wie sie bestimmte Dinge "off the records" sehen. Details gehören hier natürlich hin.
Aber wie will man denn im Innenverhältnis mit dem DFB eine Besserung der Verhältnisse erreichen, wenn man diese öffentlich gut heißt?
Ich bin sicher etwas naiv was das angeht, aber wie stelle ich mir das in der Realität vor? [...]
Das sind eben die dicken Bretter, die man bohren muss; das geht nicht von heute auf morgen. Aber wenn Spinner z.B. beim DFB zeigen kann, dass der Weg des Fandialogs Erfolg verspricht (was er ja durchaus tut), dann könnte das auch ein Ansatzpunkt sein, über das Strafensystem insgesamt zu sprechen.

Das Problem ist natürlich derzeit, dass die Bestrafung von Fangesängen und Bannern vornehmlich auf die Geldseite zurückkeht (Hopp; Rat Bull). Die haben eine deutlich stärkere Position im Gesamtgefüge. Wenn Spinner sich da nicht für ein Verhalten, das ja nun - unabhängig vom Kontext - nicht den gesellschaftlichen Normen entspricht, entschuldigt, kann er kaum auf Augenhöhe diskutieren; ganz abgesehen davon, dass er das auch persönlich und zumal innerhalb seiner peer group auch aus innerer Überzeugung nicht für angemessen hält.
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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #35 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 12:08:32 »
du sagst der verein gäbe nach aussen dieses bild ab um damit erfolgversprechender nach innen zu verhandeln? entschuldige bitte, aber für mich klingt das einem politikerstatement das nicht überprüfbar ist. ich würde auch mal gerne so ein gespräch in der dfb-zentrale belauschen. kommt da nicht prompt die antwort das man sich doch öffentlich ganz einvernehmlich geäussert habe und warum man jetzt hier eine gegenteilige position einnimmt?
Das ist natürlich alles überhaupt nicht überprüfbar; es ist ja ausschließlich meine (hoffentlich nicht ganz grundlose) Vermutung. Und natürlich wird auch nach außen hin immer der Eindruck vermittelt, beim DFB seien sich letztlich doch alle einig. Wir sind doch eine große Fußballfamilie! Den Grund führst Du doch selbst an. Es ist eben alles hochpolitisch.

Und ja, Du hast Recht. Die Fanthematik ist nur eine Ebene; aber vielleicht diejenige, an der man ehesten die Friktion im Gesamtverbund deutlich machen kann.
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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #36 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 12:13:02 »
Mir persönlich geht es weniger um die postive Entwicklung des FC, sondern mehr darum was das für mich bedeutet. Mich macht unendlich traurig, dass ich ganz offensichtlich in den Planungen des erfolgreichen FC keine Rolle mehr spiele. Ich fühle mich unendlich machtlos und habe große Sorge, dass ich in naher Zukunft mein liebstes Hobby verliere. Ich weiss derzeit einfach nicht, ob ich so sehr abstumpfen kann, dass ich irgendwann meine Mitgliedschaft kündige und im Stadion nur noch teilnahmslos auf meinem Platz sitze. Weil eins steht für mich fest. Ich lasse mich nicht zum Klatschaffen für Eventies degradieren. Da setz ich mich lieber hin und halte die Schnauze. Aber wenn man ganz ehrlich ist, reicht dann auch Sky.

Ja, der FC muss Geld verdienen, um im Wettberwerb mithalten zu können. Aber zu welchem Preis? Der FC setzt zukünftig scheibar auf oberflächliche kölsche Folklore, die sogar die Eventies aus dem FF können. Dreimol Kölle Alaaf. Ein wenig Hennes dazu. Hier ein Gewinnspiel. Da eine Fanreise. Und schwupp geht der gemeine FC-Sympathisant zufrieden mit seiner Sparkassenklatchpappe nach Hause. Für mich ist das Verstümmelung von Traditionen auf ein absolut markenwirksames Maß. Für Jedermann glattgebügelt. Mir läuft es einkalt den Rücken runter, wenn ich mir ausmale wie die PP-Präsentation bei den Chinesen wohl ausgesehen hat...


Machtlos sind wir beileibe nicht. Unsere bisherige Satzung, wenn diese denn weiter respektiert wird, gibt uns mehr als nur Einwirkungssmöglichkeiten.
Die Diskussion wieviel Kommerz für sportlichen Erfolg wir akzeptieren wollen und wieviel identitätsstiftendes wir bewahren können und wollen hat doch erst begonnen.
Das haben wir vielen Mitgliedern zu danken, die dies nach dem WOuF-Desaster für uns erkämpft haben. Und wir sind am Ende auch nicht alleine.
Diese Debatte wird an vielen Orten geführt und die Menschen engagieren sich.
Man kann davon ausgehen, dass auf der nächsten Mitgliederversammlung ein Richtungsstreit losgeht und mit harten Bandagen ausgetragen wird.
Ich bin sehr zufrieden mit unserer Führung. Aber ich bin weit davon entfernt da unbegrenztes Vertrauen zu schenken.
Im Bemühen den Verein weiter zu bringen und zum Erfolg zu führen könnten die dazu jetzt schon eingeleiteten Schritte evtl. weit an den Interessen der Stammzuschauerschaft vorbeiführen.
Die Satzung, die wir nun mal haben, gibt da zu einigem Optimismus Anlass.     Wenn wir dies bewahren und uns stetig beteiligen kann man noch so einiges bewegen.
Die hier geführte Diskussion um Stimmung, Satzung und auch irgendwie in der Stadionfrage zeigen dies doch.
Ich bin (noch) ganz optimistisch  in 10 Jahren nicht Ex-Anhänger eines inzwischen investorengesteuerten Vereines mit XY-AG Stadion in Immekeppel-Süd zu sein.
Zumindest wünsche ich mir eine FC-Welt in der sich auch jene noch wohl fühlen können die dem FC auch in den schlechten Zeiten die Stange gehalten haben.

Offline Patrick Bateman

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #37 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 12:29:04 »
Es wird extrem viel von der kommenden Saison abhängen. Europa habe ich für diese Saison abgehakt. Ich glaube, dass uns dadurch einige Spieler verlassen werden. Vorneweg Modeste. Dass Schmadtke diese Lücken adäquat füllen kann, davon bin ich nicht überzeugt.

Nächste Saison werden wir wieder in den Regionen mitspielen, die "normal" für den FC sind. Abstiegskampf wird auch drin sein.

Wenn dem so ist, kann man vielleicht die Neubaupläne in die Tonne treten, welche den FC den letzten Rest Seele kosten würden.

Ich habe keinen Bock ein gleichgeschalteter Ligamitläufer zu sein.

Ein gleichgeschalteter Ligamitläufer wirst Du auf Jahre sein, Alex...das hätte uns allen klar sein müssen.
Evtl. gibt es mal die Option etwas weiter nach oben aufzurücken, so wie in diesem Jahr, die Option allerdings auch wieder dahin zu gehen, wo es mal so richtig wehtut, und wo man sich die Finger verbrennt, ist natürlich auch gegeben, und eher wahrscheinlich als erstere.
Die Maske meiner Zurechnungsfähigkeit droht herunter zu rutschen, weil in meinem Kopf ist jemand, den Du niemals siehst !

Offline Harald K.

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #38 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 13:23:06 »
Ich wundere mich häufiger, dass der Hauptgrund für die Gentrifzierung des Fußballs so selten in den Focus rückt. Der größte Kostenblock sind die Spielergehälter, letztlich sind es die Kicker und Berater, die den Irrsinn in immer neue Dimensionen treiben. Wobei "Gehälter" eine Art abhängige Beschäftigung suggeriert, die ja nur auf dem Papier exisistiert - allerdings ein Nebenaspekt in dieser Situation.

Werden sie deswegen harsch kritisiert? Natürlich nicht, wir haben sie lieb. Werden die Clubs kritisiert, die versuchen jeden Euro rauszuquetschen, den sie kriegen können? - Logisch.

Was auch immer man über die Finanzierung des Profifußballs sagen kann, eine Konstante gibt es. Es ist nie genug Geld. Die meisten Clubs haben Schulden bis über die Ohren, international erfolgreicher Fußball kann augenscheinlich noch nicht mal kostendeckend arbeiten (Real & Co zusammen haben mehr Schulden als ein kleiner mittelamerikanischer Staat).

Je näher der effzeh diesem Bereich kommt - die EL ist ja die Einstiegsdroge - desto mehr ist er auch diesen Mechanismen unterworfen. Entweder Investor, Ausbeutung der Fans/Zuschauer, Erpressung der lokalen Politik und/oder eben Schulden bis Herr Zwegat sein Flipchart im Clubhaus aufbaut.

Wie die meisten hier bin ich dem Club seit langem verbunden - fing so 1977/78 an (Erfolgsfan eben). Ich habe allerdings nur von 1989 - 2001 in Köln gelebt, d.h. die meiste Zeit war ich räumlich mehr oder weniger weit weg und ich schaffe es seit vielen Jahren sehr selten nach Müngersdorf, meine Emotionen werden also nicht vom Liveerlebnis in Müngersdorf befeuert sondern über die Medien und diesem Forum hier (dafür danke an alle hier). Deswegen verliere ich aber auch durch die Auswüchse des Geschäfts nicht so viel wie diejenigen von Euch, die häufig im Stadion sind und ertrage vielleicht etwas mehr Unappetitliches.

Es ist also weniger die Frage, ob man dem effzeh an sich emotional verbunden bleibt, sondern ob man es verkraftet mit einem Club verbunden zu sein, der oben genannten Mechanismen unterworfen ist und man sozusagen die Gesamtsituation und Entwicklung des Fußballs akzeptieren kann. Da komme ich so langsam an meine Grenzen.

Da es ja nun kein Ziel für uns sein kann, dauerhaft den 9. Platz der Bundesliga als Saisonziel anzupeilen sehe ich für mich tatsächlich eine regelmäßige EL-Teilnahme als strategisches Ziel für den Club an. Ich will nicht sagen, dass die Welt da noch in Ordnung ist, aber soweit ich das sehe noch einigermaßen erträglich. Dazu will ich in den nächsten 10 Jahren noch mindestens einmal den DfB-Pokal gewinnen, diesen Titel kann man auch ohne den maximalen Verlust der eigenen Identität erreichen.



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Offline Wormfood

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #39 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 14:04:36 »
Machst du das an irgendetwas Konkretem fest oder vermutest du hier?
Schmadtke hatte doch letzten Sommer durchgesetzt, dass man sich in Frankfurt an einen Runden Tisch setzt und diese Dinge bespricht. Als ehemaliger Profispieler kann er Fanverhalten besser einschätzen als die Juristen vom DFB oder ein ehemaliger Konzernvorstand wie Spinner.
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Offline Mirai_Torres

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #40 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 15:20:52 »
Ich würde ja jeden einzelnen von euch bitten, eure Kritik, eure posts an WS, JS und AW zu mailen.
Meist wirds gelesen, und auch beantwortet.


Ich hatte zu zweitligazeiten mal eine lange Mail mit Kritik und Vorschlägen an WS geschickt und auch eine lange fundierte Antwort erhalten.

Zu Zweitligazeiten postete Herr Spinner auch noch hier im Forum und rief dazu auf die Fanszene wieder zu versöhnen....
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Offline renemat

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #41 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 15:53:49 »
Auf meine letzte E-Mail bezüglich der Pfiffe zur/nach der Halbzeit gegen MG bekam ich eine 0815-Antwort, die inhaltlich sogar konträr zu dem war, was ich mitteilen wollte. Da hat jemand nur noch "ge-copy-pastet". Das machte auf mich insgesamt einen sehr kritikresistenten Eindruck.
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Offline Mirai_Torres

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #42 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 15:55:11 »
Auf meine letzte E-Mail bezüglich der Pfiffe zur/nach der Halbzeit gegen MG bekam ich eine 0815-Antwort, die inhaltlich sogar konträr zu dem war, was ich mitteilen wollte. Da hat jemand nur noch "ge-copy-pastet". Das machte auf mich insgesamt einen sehr kritikresistenten Eindruck.

Bei meiner letzten E-Mail an den FC (war ne DK-Frage) hab ich auch ne Antwort bekommen, die meine Frage absolut nicht beantwortet hat und nicht mal ansatzweise das beinhaltete worum es mir überhaupt ging :D
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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #43 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 15:58:41 »
Auf meine letzte E-Mail bezüglich der Pfiffe zur/nach der Halbzeit gegen MG bekam ich eine 0815-Antwort, die inhaltlich sogar konträr zu dem war, was ich mitteilen wollte. Da hat jemand nur noch "ge-copy-pastet". Das machte auf mich insgesamt einen sehr kritikresistenten Eindruck.
Naja, nach so einem Spieltag laufen da schon mehrere hundert Mails auf, die häufig ähnliche Inhalte haben; die werden (vielleicht nachvollziehbarerweise) nicht alle punktgenau individuell beantwortet. Aber die Stimmungsbilder aus diesen Mails werden schon rezipiert und analysiert.
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Offline Mr. Mamosa

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #44 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 16:07:36 »
Naja, nach so einem Spieltag laufen da schon mehrere hundert Mails auf, die häufig ähnliche Inhalte haben; die werden (vielleicht nachvollziehbarerweise) nicht alle punktgenau individuell beantwortet. Aber die Stimmungsbilder aus diesen Mails werden schon rezipiert und analysiert.

Sehe ich nicht so. Eine gute Unternehmenskommunikation nimmt dann halt die vorhandene Sprachregelung und passt sie entsprechend an. Oder erarbeitet tatsächlich eine individuelle Antwort. Wenn ich blind Sprachregelungen rauskloppen würde, die irgendwie was mit dem Thema zu tun haben, aber die Grundintention des Kunden eigentlich komplett verfehlen, dann würde ich von meinen Auftraggebern ziemlich einen auf den Deckel bekommen. Eine gute Unternehmenskommunikation macht es imho auch nicht aus, möglichst schnell alle Anfragen abzuarbeiten, sondern präzise und sachgerecht zu antworten. Dafür kann man auch mal ein paar Tage als Kunde warten. Damit ist den Verfassern der Mails jedenfalls mehr geholfen, als mit irgendeiner sachfremden 08/15-Antwort, die dafür aber nach 2 Stunden rausgehauen wurde.

Offline renemat

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #45 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 16:11:59 »
Naja, nach so einem Spieltag laufen da schon mehrere hundert Mails auf, die häufig ähnliche Inhalte haben; die werden (vielleicht nachvollziehbarerweise) nicht alle punktgenau individuell beantwortet. Aber die Stimmungsbilder aus diesen Mails werden schon rezipiert und analysiert.
Davon gehe ich aus.

Das hoffe ich auch. Sinngemäß wurde aber geantwortet, dass der effzeh sich freut und dafür dankt, dass ich seine Meinung (bezüglich der Pfiffe-Thematik) teile. Das habe ich explizit nicht geschrieben.
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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #46 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 16:22:11 »
Zitat von: renemat
Das hoffe ich auch. Sinngemäß wurde aber geantwortet, dass der effzeh sich freut und dafür dankt, dass ich seine Meinung (bezüglich der Pfiffe-Thematik) teile. Das habe ich explizit nicht geschrieben.

Das ist dann natürlich blöd und vielleicht durch das hohe Aufkommen ziemlich ähnlicher Mails zu erklären, die sich nur in Nuancen unterscheiden. Ich habe zwar viel Sympathie für Mamosas Sichtweise, kann aber auch die Geschäftsstelle verstehen. Der Effzeh emotionalisiert eben doch mehr als "normale" Unternehmen und wer die (montagliche) Mailflut mal zu Gesicht bekommen hat, hält eine individuelle Beantwortung jeder Mail auch nicht (mehr) für zweckdienlich. Die Sprachregelungen sollten natürlich schon zum Inhalt der Mail passen. ;)
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Offline Müngersdorf

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #47 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 16:29:08 »
Bei meiner letzten E-Mail an den FC (war ne DK-Frage) hab ich auch ne Antwort bekommen, die meine Frage absolut nicht beantwortet hat und nicht mal ansatzweise das beinhaltete worum es mir überhaupt ging :D

Gleiches bei meiner Nachfrage zur WO-Kritik, auf die zunächst auch eine 0815 Antwort kam und auf meine Nachfrage hin gar keine mehr.
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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #48 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 16:51:38 »
Gleiches bei meiner Nachfrage zur WO-Kritik, auf die zunächst auch eine 0815 Antwort kam und auf meine Nachfrage hin gar keine mehr.
Ich nehme an, beide PraktikantInnen haben das Unternehmen inzwischen verlassen. ;)
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Offline MuckiBanach

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #49 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 16:58:18 »
Ihr müsst halt an die richtigen schreiben, wenn es um Kritik geht. WS, JS oder AW.
WS antwortete bisher immer persönlich , wenn nicht direkt sachlich, zumindest mit
Danke für Ihre Mail. Habe es an Joerg Schmadtke weitergegeben. HG WS
Von meinem iPhone gesendet


Schmadtke hat einmal TK zurückrufen lassen, und einmal direkt geantwortet (als es um carlos eduardo ging, und ich den Wink gegeben habe, dass eine russische Seite kurz vor Wintertransferschluss meldete, dass er sich einen kreuzbandriss oä zugezogen hat. )


Sorry für OT.

Offline p_m

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #50 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 17:02:30 »
Ich denke ähnlich wie P.A.trick hinsichtlich dessen, dass man differenziert in der Beantwortung der Frage vorgehen muss, würde vieles, was nicht mit "sportlich" oder "wirtschaftlich" beschrieben werden kann, allerdings mit "Kultur" beschreiben. Sportlich und wirtschaftlich stehen wir verhältnismäßig extrem gut da, das wird niemand bestreiten - wenngleich es mir derzeit sportlich zu unambitioniert ist (sowohl bezüglich der Transferpolitik, als auch den Aussagen der Offiziellen). Letztlich nervt es mich aber nur und wenn ich mich in die Lage von Stöger oder Schmadtke versetze, kann ich einige Antworten auch nachvollziehen. Sogar das Gedulds- und Nachsichtsargument zieht bei mir einigermaßen, aber das ist wohl normal, denn in diesem Sport können Fortschritte halt auch nicht schnell genug gehen.

Anders sieht es für mich auf der kulturellen Ebene aus. Der FC hat in den letzten Jahren in allen statistisch messbaren Bereichen enorme Fortschritte gemacht. Gleichzeitig hat er aber auch einen ziemlich ekligen Dualismus etabliert, der auf zwei Spuren läuft: zum einen hat er alles dafür getan, dass aus dem gemeinen FC-Fan ein Kunde wurde, der viel Merchandisingkram kauft, immer ins Stadion geht, um Karten kämpft und bestenfalls über eine Vereinsmitgliedschaft die Reichweite der Werbeabteilung erhöht. Zum anderen sollen die Leute aber auch gefälligst bezüglich der FC-Entwicklung die Klappe halten, egal um welches Thema es geht. Das ist ein entscheidender Unterschied zur normalen Beziehung zwischen Kunde und Anbieter - wenn der Kunde Probleme hat, steht es ihm offen, sich zu beschweren und der Anbieter geht gewöhnlich darauf ein und versucht, den Kunden zufrieden zu stellen.

Der FC verbittet sich etwas derartiges, egal aus welcher Quelle. Er geht sogar noch weiter und schlägt verbal um sich, sobald es auch nur ansatzweise Kritik im Umfeld gibt. In Bezug auf die Ultras ist das besonders pervers. Für den FC sind sie Teil der Stimmungsmaschinerie, der zur spürbar anderen Stimmung beiträgt. Sie werden kollektiviert und nicht als eigenständig handelnde Subjekte, bzw. Individuen behandelt. Beispielhaft dafür ist das Spiel gegen Frankfurt, als es in der ersten Halbzeit keine Gesänge gab und der FC im Nachgang ein derart absurdes und abgehobenes Theater veranstaltet hat, dass man bei manchen Äußerungen das Gefühl hatte, die Südkurve hätte die Absetzung aller Verantwortlichen gefordert. Verständnis für die andere Seite? Versuche, das ganze sachlich einzuordnen? Oder auch nur Interesse an Erklärungen für die Abläufe? Nichts von alldem war zu spüren. Beim FC überwog offenbar die Wut darüber, vor der Bundeskanzlerin keinen Jahrmarkt in Müngersdorf präsentieren zu können. Dabei bezahlt der FC die Ultras für ihre Stimmung nicht und dementsprechend wäre auch eine etwas geminderte Tonlage angemessen gewesen.
Die Kraftprobe, auf die man sich jetzt nach dem Hoffenheimspiel und bezüglich der Choreografien mit den Ultras einlässt, ist einfach nur schäbig und zielt offensichtlich darauf ab, die Ultras aus ihrer Rolle zu drängen und sie in der Mitgliederschaft konsequent zu isolieren- weil der FC genau weiß, dass die Ultras sich viel intensiver mit dem Vereinsleben befassen als diejenigen, die Wehrle im Fokus hat. Die Intention dahinter ist meiner Meinung nach, dass man sich Mehrheiten auf Mitgliederversammlungen erhofft, um sich dann alles endgültig einhamstern zu können (China?). Den Mitgliederrat nimmt man beim FC sowieso nicht mehr ernst, vermutlich, weil auch dort zu viele Leute sitzen, die ihre Gedanken verbalisieren und Kritik üben. Das Wort "Majestätsbeleidigung" ist mittlerweile eine beispiellose Untertreibung. Wir brauchen hier keine Schalker Verhältnisse, aber Anstand, der so aussieht, dass sich Menschen mit Respekt und auf Augenhöhe begegnen. Schmadtke, Wehrle und Spinner tun das maximal noch bei sich selbst - über ihnen steht nur noch die große Politik, der man sich in Form von Angela Merkel und der stellvertretenden chinesischen Ministerpräsidentin andient (mal unabhängig davon ob und inwiefern das berechtigt ist).

Ein Stadionneubau auf einem Acker mit einem Verkauf von Vereinsanteilen in erheblicher Form wäre für mich nicht mal der Zeitpunkt, an dem ich "Jetzt ist es genug, adieu" sagen würde, sondern einfach der traurige Tiefpunkt einer vollkommen offensichtlichen Entwicklung, die die meisten Mitglieder vermutlich aus Verteidigungsreflex gegenüber den Verantwortlichen als alternativlos darstellen würden - falls sie sie überhaupt erkennen. Auch daran habe ich Zweifel, was mich wiederum mächtig ankotzt. Diese Leute beschweren sich darüber, dass die Türken die Demokratie abgeschafft haben, würden aber ohne mit der Wimper zu zucken einem Verkauf von Anteilen nach China zustimmen, wenn Werner Spinner es ihnen auf einer Wahlveranstaltung befehlen würde.
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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #51 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 17:06:11 »

Die Kraftprobe, auf die man sich jetzt nach dem Hoffenheimspiel und bezüglich der Choreografien mit den Ultras einlässt, ist einfach nur schäbig und zielt offensichtlich darauf ab, die Ultras aus ihrer Rolle zu drängen und sie in der Mitgliederschaft konsequent zu isolieren.
Auch diese Medaille hat zwei Seiten. Die Choreographie gegen Dortmund ist eher Anlass als Ursache...
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Offline Oxford

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #52 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 17:07:40 »
Zitat
Ein Stadionneubau auf einem Acker mit einem Verkauf von Vereinsanteilen in erheblicher Form wäre für mich nicht mal der Zeitpunkt, an dem ich "Jetzt ist es genug, adieu" sagen würde, sondern einfach der traurige Tiefpunkt einer vollkommen offensichtlichen Entwicklung, die die meisten Mitglieder vermutlich aus Verteidigungsreflex gegenüber den Verantwortlichen als alternativlos darstellen würden - falls sie sie überhaupt erkennen. Auch daran habe ich Zweifel, was mich wiederum mächtig ankotzt. Diese Leute beschweren sich darüber, dass die Türken die Demokratie abgeschafft haben, würden aber ohne mit der Wimper zu zucken einem Verkauf von Anteilen nach China zustimmen, wenn Werner Spinner es ihnen auf einer Wahlveranstaltung befehlen würde.

 :!: :tu:
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Offline van Gool

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #53 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 17:15:20 »

Wieso ist hier die Grundstimmung derzeit so negativ?

Warum wird ein Spinner mittlerweile so negativ gesehn?

Wieso wird Schmadtke so negativ gesehen?

Wieso wird Wehrle so verschont, obschon er für viele Dinge die negativ gesehen werden, eigentlich verantwortlich ist?
1. Ist sie nicht. Ein Forum ist aber immer kritischer als ein Stammtisch.Das ist seine Funktion.
2. Spinner wird nicht negativ gesehen, er wird differenziert gesehen.
3. Schmadtke wird wegen der letzten Transferperiode negativ gesehen, wenn überhaupt,
4. Wehrle wird auch kritisch gesehen, kann man z.B. im Stadionthread nachlesen.

Die wilde 1317

Offline I.Ronnie

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #54 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 18:07:24 »
Gäbe es nicht das effzeh-forum und diese verdammten und bei weitem emotionalsten 105 Minuten in der Woche, es wäre die größte Erleichterung meines Lebens und der größte Zugewinn an Lebensqualität und Zeit, wenn ich mich mit Fußball und den FC nicht mehr zu beschäftigen bräuchte. Von Identifikation und anderem pathetischen Mist bin ich mittlerweile meilenweit entfernt. Wohin der FC dann steuerte, wäre mir in demselben Moment völlig egal.
Die Protagonisten des FC (die Mannschaft ausgenommen) bilden das professionellste Team, das ich hier bislang erleben durfte. Mehr Positives fällt mir zu den Personen dann aber auch nicht ein.
Da nich für!

Offline Drahdiaweng

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #55 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 18:23:55 »
Kann ich Dir nur zustimmen. Noch sind Verstand und Herz aber nicht in Einklang.

Was ich mich wirklich frage, weil ich es gar nicht einschätzen kann. Wie sieht denn der Großteil der Fangemeinde dieses Thema?

Ich wundere mich außerdem tatsächlich, warum von offizieller Seite UND öffentlich sich kein Führungsmitglied des FCs in den letzten Monaten mal (zumindest) neben oder hinter die Fans gestellt hat. Da geht es mir nicht um spezielle Ereignisse, von mir aus soll es nur ein ganz kleiner Finerzeig sein. Aber es gibt ihn nicht. Von der scheinbar offenen Diskussion mit Teilen der Ultras ist auch nicht mehr viel übrig. Schwer komisch.
EIN BISSCHEN MEHR RESPEKT, BITTE!!

Offline I.Ronnie

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #56 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 18:38:17 »
Was ich mich wirklich frage, weil ich es gar nicht einschätzen kann. Wie sieht denn der Großteil der Fangemeinde dieses Thema?


Wir bewegen uns hier in einer selbstverstärkenden Echokammer. Außerhalb dieser Kammer findet man den FC und alles, was drumherum passiert - soweit es wahrgenommen wird - super. Ein größeres Stadion? Nicht nur FC-Fans frohlocken! Wenn Deutschland die größten Stadien hat, geht dem Nationalmannschaftsfan und effzeh-Symapthisant die Hose auf. Hoffenheim ist auch sympathisch, RedBull bringt gute Spieler in die Liga und macht die Liga spannender. Callmund ist ein lustiger Vogel und würde dem FC als Berater bestimmt noch helfen können.


"Rooot und weiiiiß, wir steh'n an deiner Seite..."
Da nich für!

Offline Drahdiaweng

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #57 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 18:39:56 »

Wir bewegen uns hier in einer selbstverstärkenden Echokammer. Außerhalb dieser Kammer findet man den FC und alles, was drumherum passiert - soweit es wahrgenommen wird - super. Ein größeres Stadion? Nicht nur FC-Fans frohlocken! Wenn Deutschland die größten Stadien hat, geht dem Nationalmannschaftsfan und effzeh-Symapthisant die Hose auf. Hoffenheim ist auch sympathisch, RedBull bringt gute Spieler in die Liga und macht die Liga spannender. Callmund ist ein lustiger Vogel und würde dem FC als Berater bestimmt noch helfen können.


"Rooot und weiiiiß, wir steh'n an deiner Seite..."

Na gut!
EIN BISSCHEN MEHR RESPEKT, BITTE!!

Offline Fosco

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #58 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 19:05:20 »
1. Ist sie nicht. Ein Forum ist aber immer kritischer als ein Stammtisch.Das ist seine Funktion.
2. Spinner wird nicht negativ gesehen, er wird differenziert gesehen.
3. Schmadtke wird wegen der letzten Transferperiode negativ gesehen, wenn überhaupt,
4. Wehrle wird auch kritisch gesehen, kann man z.B. im Stadionthread nachlesen.


naja, deiner antwort kann ich so nicht folgen, vor allem wenn man die vielen, langen und guten beiträge hier liest.
ich finde das dieses doch zumindest ein gutes stimmungsbild abgibt was hier so geschrieben wird. es ist auch soviel das ich jetzt hier im einzelnen garnicht drauf eingehen  und man vieles auch einfach so stehen lassen kann.

Offline Lars73

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Re: Wohin steuert der effzeh?
« Antwort #59 am: Dienstag, 25.Apr.2017, 19:22:02 »
Wohin steuert der 1. FC Köln? Das ist eine durchaus interessante Frage.

Für mich persönlich kann ich die Frage mit einem einzigen Satz ganz gut beantworten: Ich erkenne meinen Verein nicht mehr wieder.

Ich erkenne meinen Verein nicht mehr wieder, weil ich als Jahrgang 1988 den FC derzeit sportlich so gut und erfolgreich wie noch nie in meinem Leben erlebe. Nach zwei Jahrzehnten im Fahrstuhl zwischen der ersten und zweiten Liga, scheinen wir endgültig wieder ein fester Bestandteil der ersten Liga zu sein, noch dazu spielen wir das erste Mal seit ich den FC bewusst miterlebe das erste Mal ernsthaft um die Qualifikation für den Europapokal. Insbesondere nach dem Abstieg 2012 hätte ich niemals damit gerechnet eine solche Entwicklung einmal miterleben zu dürfen. Als ich damals nach dem Abstiegsspiel gegen Bayern das Stadion verlassen habe, war ich mir sicher für sehr lange Zeit mein letztes Bundesligaspiel gesehen zu haben. Ich habe wirklich damit gerechnet, dass wir zukünftig eine ähnliche Rolle wie Kaiserslautern oder 1860 München spielen würden, die langfristig wohl kaum dem Mittelmaß der zweiten Liga entfliehen dürften. Um so schöner ist es, dass ich mich in dieser Hinsicht getäuscht habe. Für mich war die Verpflichtung von Peter Stöger als Trainer die beste Entscheidung, die der FC in den letzten 25 Jahren getroffen hat. Dafür gebührt den Verantwortlichen großer Dank, weil es in erster Linie der Verdienst von Stöger ist, dass wir uns heute knapp vier Jahre nach seinem Dienstantritt von einem ambitionierten Zweitligisten zu einem ambitionierten Erstligisten entwickelt haben.

Obwohl ich den FC nie sportlich erfolgreich erlebt habe, war ich immer stolz Fan dieses großartigen Vereins zu sein. Der FC war, ist und wird für mich immer so viel mehr sein als ein Verein, dem ich am Wochenende in der Hoffnung sportlich erfolgreich zu sein die Daumen drücke. Diesen Verein umgibt seit jeher eine Aura, die es so auf der ganzen Welt kein zweites Mal gibt.
Um so trauriger macht mich derzeit die Entwicklung abseits des Sportlichen. Ich habe das Gefühl, dass der FC kontinuierlich zu einem rein profitgetriebenen Wirtschaftsunternehmen verkommt. Tradition und identitätsstiftende Merkmale, die den 1. FC Köln erst zu dem gemacht haben, was er heute ist, scheinen den Verantwortlichen im Gegensatz zu vielen Fans nicht wichtig zu sein. Für mich waren immer zwei Dinge so klar wie das Amen in der Kirche: das Training des FC gibt's am Geißbockheim und die Heimspiele sind am Wochenende in Müngersdorf. Wenn man ein paar Jahre weiterschaut, erscheint es derzeit doch recht wahrscheinlich, dass davon nichts mehr übrig bleiben wird. Darüber hinaus hat man immer mehr das Gefühl, dass die Marke "1. FC Köln" derzeit und in den kommenden Jahren mit allen Mitteln schick gemacht werden soll, um für einen Anteilsverkauf an Investoren möglichst attraktiv zu sein. Was mich weiterhin massiv stört, ist dieses ständige Propagieren von "Spürbar anders". Der FC, so wie er zurzeit von den Verantwortlichen nach außen hin vertreten wird, ist nicht spürbar anders, sondern spürbar angepasst. Warum ich das so empfinde, möchte ich jetzt gar nicht im Detail erläutern, da ich das in anderen Threads schon mehrfach zum Ausdruck gebracht habe. Ich nenne deshalb einfach nur ein paar grobe Stichpunkte: Entschuldigungen für jede noch so unbedeutende Lappalie, ständiges Einknicken vor dem DFB und den Wettbewerbsverzerrern, Roter Teppich für Wolfgang Overath etc.

Stand heute, blicke ich sorgenvoll in die Zukunft. Wir hatten diese Saison vielleicht eine historische Chance, die erste Europapokal-Qualifikation seit 25 Jahren zu schaffen. Ich denke, dass man in den kommenden Jahren von Vereinsseite aus offen kommunizieren wird, dass man Europa erreichen will. Ich denke aber, dass man angesichts der finanziellen Übermacht der Konkurrenz, welche insbesondere durch die Wettbewerbsverzerrer kaum aufzuholen sein wird, einen Anteilsverkauf noch stärker forcieren wird, was dazu führen wird, dass man seine Tradition und seine identitätsstiftenden Merkmale nach und nach aufgeben bzw. veräußern wird. Ich weiß nicht, ob das dann noch mein 1. FC Köln sein wird.


Das liegt ja nicht in erster Linie am FC. Der Ausbau des Geißbockheims wird von der Politik und von den Bürgern des Grüngürtels torpediert. Ähnlich sieht es doch beim möglichen Stadionausbau aus.

Auch hatten wir nicht eine historische Chance, die erste Europapokal-Quaalifikation seit 25 Jahren zu schaffen, die Chance ist immer noch da. Die einzigen, die sie nicht mehr sehen, sind die meisten Leute hier im Forum.