Autor Thema: Investor zum Effzeh?  (Gelesen 29149 mal)

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Offline Wormfood

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #240 am: Dienstag, 14.Mai.2019, 18:50:35 »
Entschuldige bitte, aber dein Beitrag bewegt sich nun inhaltlich deutlich Richtung "Baenderriss-Niveau"

Wenn Du Dich am zweiten Absatz störst: überlege nur mal, wie sehr sich der Fußball in Deutschland in den letzten 20 Jahren verändert hat. Damals war Kirchs "Premiere" hochgeradig defizitär. Heute gibt es neben TV-Vermarktung auch diverse stream-Anbieter und Fernsehgelder für die Vereine in Milliardenhöhe.

Wir wissen nicht, wie das alles in zehn Jahren aussieht. Vielleicht gibt es dann tatsächlich eine Superliga in Europa mit allen Großvereinen und Stars, während die heutige Bundesliga den zweifelhaften Ruf hat, den heute die 2. Bundesliga genießt. Vielleicht bricht das ganze Geschäftsmodell auch wegen völliger Übersättigung ein. Das Problem bei Prognosen ist, dass man nicht einfach bestehende Trends linear in die Zukunft fortschreiben kann. Sowas machen nur Scharlatane.
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Offline Punko

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #241 am: Dienstag, 14.Mai.2019, 18:51:48 »
Wenn der neue Vorstand eh' keine Anteilsverkäufe plant, kann man sich eine Satzungsänderung sparen. Für die anstehenden Projekte (Ausbau GBH, Förderung Frauenfußball) wird man keinen Investor benötigen. Ein Stadionsausbau ist nach den bisherigen Gutachten nicht sinnvoll, ein Neubau auf der grünen Wiese vom Tisch. Ein neues vereinseigenes Stadion in Müngersdorf wäre vielleicht in zehn Jahren ein Thema.

Aber wer weiß, wie sich der Fußball und speziell der FC bis dahin entwickeln. Vielleicht hocken die vom Smartphone sozialisierten Fans dann lieber mit einer VR-Brille auf dem Sofa statt im Stadion. Keine Umweltbelastung und kein Stress durch den Spieltagsverkehr, keine teuren Polizeieinsätze bzw. Zoff mit Prügelbullen.

Wormfood. Ich wollte keine Worte von Spinner. Ich will keine Worte vom kandidierenden Vorstandsteam. Glauben will ich nicht. Ich will den Fakt und das Wissen.
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facepalm

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #242 am: Dienstag, 14.Mai.2019, 18:56:12 »
wenn sich gegebenheiten in zukunft verändern diskutiert man die konsequenzen auf zukünftigen mitgliederversammlungen, das ist der satzungsvorschlag. wenn sie sich nicht ändern muss man bei der derzeitigen satzung auch bis 25% nichts diskutieren. eigentlich ganz einfach.

Offline Wormfood

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #243 am: Dienstag, 14.Mai.2019, 19:01:40 »
Zitat Werner Wolf: "Wir sind weiter für 50+1. Priorität haben das Geißbockheim und das Nachwuchsleistungszentrum. Ein neues Stadion steht nicht auf der Agenda."

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Offline Wormfood

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #244 am: Dienstag, 14.Mai.2019, 19:05:11 »
Ich will den Fakt und das Wissen.

Dann schlage eine entsprechende Satzungsänderung auf der MV im September vor.
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facepalm

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #245 am: Dienstag, 14.Mai.2019, 19:19:35 »
Zitat

Dass der scheidende Vorstand etwa öffentlich darüber nachgedacht hatte, das Stadion zu kaufen und auszubauen – oder gleich ein neues zu bauen, womöglich sogar außerhalb der Stadtgrenzen, galt als Chiffre, um dem Verein den Verlust jeder Bodenhaftung vorzuwerfen.

Und auch eine zweite Debatte zwischen Vereinsspitze und Mitgliedern war vollends eskaliert: Die Satzung sieht vor, dass der Verein seine Mitglieder befragen und sich eine Stimmen-Mehrheit besorgen muss, um mehr als 25 Prozent seiner Anteile verkaufen zu dürfen. Mitglieder hatten deshalb eine Initiative gestartet, nach der auch  beim Verkauf von weniger als 25 Prozent ein Mehrheitsbeschluss herbeigeführt werden müsse. Die Diskussion über den Änderungsantrag hatte dazu beigetragen, dass das Verhältnis zwischen Vorstand und einem Teil der Mitgliederschaft irreparabel beschädigt worden war.


https://www.ksta.de/sport/1-fc-koeln/kommentar-zum-wahlprogramm-designierter-vorstand-will-explosive-themen-entschaerfen-32542606

facepalm

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #246 am: Mittwoch, 22.Mai.2019, 10:58:57 »
Zitat

Tradition vs. Investoren: Nagelsmann verkennt die Realität

Julian Nagelsmann ließ sich kürzlich in einem Interview über Tradition im Fußball aus – sich nur auf Investoren zu verlassen, kann auch nicht der richtige Weg sein.


https://effzeh.com/tradition-vs-investoren-nagelsmann-verkennt-die-realitaet/

Offline Punko

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #247 am: Dienstag, 28.Mai.2019, 06:40:48 »
Seit gestern Abend das nächste Beispiel. 88,25% des VfB Stuttgart e.V. und 11,75% der Daimler AG sind abgestiegen.
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Offline MichaFC1948

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #248 am: Dienstag, 28.Mai.2019, 07:52:15 »
Ich kann mich noch an die Mitgliederversammlung in Stuttgart vor knapp zwei Jahren erinnern: damals wurden nach dem Aufstieg möglichst viele (unkritische) Mitglieder zur Versammlung gelockt, indem man ihnen Trikots geschenkt hat. Die Mehrheit hat sich damals für eine Ausgliederung und somit auch für Investoren entschieden. Man hatte den Mitgliedern eine goldene Zukunft versprochen.

Nach dem erneuten Abstieg stellt Stuttgart nun ein hervorragendes Beispiel dafür dar, dass mehr Geld nicht automatisch mit mehr Erfolg einhergeht. Solange dort weiterhin Nichtskönner das Sagen haben, kann man noch so viele Anteile an Daimler verscherbeln. Man bleibt ein Fahrstuhlverein.
ALLE RAUS!!!

Offline koelner

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #249 am: Dienstag, 28.Mai.2019, 12:12:56 »
Noch ist Zeit den glorreichen 5-Jahresplan in die Tat umzusetzen.
Ich habe mit diesem Posting nichts zu tun, ich bin nicht Verfahrensbeteiligter!!!

Offline frankissimo

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #250 am: Dienstag, 28.Mai.2019, 12:48:53 »
Ich kann mich noch an die Mitgliederversammlung in Stuttgart vor knapp zwei Jahren erinnern: damals wurden nach dem Aufstieg möglichst viele (unkritische) Mitglieder zur Versammlung gelockt, indem man ihnen Trikots geschenkt hat. Die Mehrheit hat sich damals für eine Ausgliederung und somit auch für Investoren entschieden. Man hatte den Mitgliedern eine goldene Zukunft versprochen.

Nach dem erneuten Abstieg stellt Stuttgart nun ein hervorragendes Beispiel dafür dar, dass mehr Geld nicht automatisch mit mehr Erfolg einhergeht. Solange dort weiterhin Nichtskönner das Sagen haben, kann man noch so viele Anteile an Daimler verscherbeln. Man bleibt ein Fahrstuhlverein.

Und vor allem: Man kann es nicht wieder zurückdrehen. Es ist doppelt dumm. Gerade Daimler hätte man in Stuttgart auch ohne Anteile als Topsponsor bekommen.
Jetzt wird man den Wegbereiter Dietrich rauskicken. Aber man wird wieder in Schwierigkeiten kommen, wenn der Aufstieg in Gefahr kommt.   Und Daimler wird nachschießen usw. usw, usw.
Siehe Kühne und Kind.

Offline I.Ronnie

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #251 am: Dienstag, 28.Mai.2019, 15:13:18 »
Kühne und Kind betreiben ihr Invest als Hobby und können alleine entscheiden, wofür sie ihr Geld ausgeben. Bei Daimler entscheidet niemand mal ebenso aus einer Laune heraus, dass jetzt nachgeschossen wird. Ich weiß auch gar nicht, ob Daimler die Beteiligung überhaupt mittelfristig ausbauen will. Nachschießen geht dann eh nur gegen Sicherheit bzw. weitere Anteile. Ich bin mal gespannt, wie sich ein Konzern in einem solchen Fall verhält.
Da nich für!

Offline der 8. Tag

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #252 am: Dienstag, 28.Mai.2019, 15:24:07 »
Und vor allem: Man kann es nicht wieder zurückdrehen. Es ist doppelt dumm. Gerade Daimler hätte man in Stuttgart auch ohne Anteile als Topsponsor bekommen.
Jetzt wird man den Wegbereiter Dietrich rauskicken. Aber man wird wieder in Schwierigkeiten kommen, wenn der Aufstieg in Gefahr kommt.   Und Daimler wird nachschießen usw. usw, usw.
Siehe Kühne und Kind.

Ich mag Dich in einem Punkt nur ungerne korrigieren... ;-) ABER: Nein, Dietrich wurde 2016 für den Zeitraum von 4 Jahre gewählt. D.h. er hat bis zu seiner möglichen Abwahl noch ein Jahr, um den "Betriebsunfall" zu beheben (zugegeben, dass ist noch nicht sein Zitat ;- ). Denn:

Zitat
Wir sind vom ersten Pflichtspiel an in einen Negativstrudel geraten, aus dem wir uns trotz großer Anstrengungen nicht befreien konnten.

Jetzt müssen Du bzw. Stuttgarter Mitglieder dem guten Mann auch schon die Gelegenheit einräumen, diesen Strudel wieder nach oben zu lenken. Egal, dass es die schlechteste VfB-Saison ever gewesen ist.

Zitat
... wir werden alles daran setzen, den VfB wieder zurück in die Bundesliga zu führen."

D.h. sicher, koste es was es wolle (und sei es die Unabhängigkeit und Identität des Vereins)... Dies wollte der gute Mann sicher noch hinzufügen. Wir können unseren Aufstieg in Betracht unseres frei erwirtschafteten Etats hingegen wenigstens ein wenig abfeiern (nach dem Motto: "seht her, hätte auch wie in Hamburg ganz anders laufen können..."). Im Sommer nächsten Jahres werden die Stuttgarter Funktionäre dann ihren Aufstieg in Betracht der "geringfügigen Mittel" abfeiern und sich über die mangelnde Würdigung dessen wundern. Was sind auch schon 90 Mio. Euro... (Pavard 35 Mio., Kabak 15 Mio., Anteilsverkauf bis 25% ca. 40 Mio.). Und wenn es nicht klappt, dann bestimmen halt zukünftig Daimler und Infront (oder wer auch immer) die Geschicke bzw. Funktionsträger des "Vereins".

Irgendwie kommen mir diese Phrasen und Geschehnisse allesamt bekannt vor. Ein Segen, dass der Kelch "Anteilsverkauf" an uns vorüberging und wir als Verein diesbezüglich seit geraumer Zeit wachsamer sind, uns nicht blenden zu lassen.

Von dem ganzen vielen Geld, das uns automatisch schon längst in die Champions League und zu goldenen Titeln "gestrudelt" hätte. So wie in Stuttgart, Hannover, Hamburg... Ernsthafte Frage an die "Asche oder Europapokal-Fraktion":

Gibt es noch irgendein Investorenmodell in Deutschland, welches ernsthaft als Vorbild taugen könnte?!
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http://www.youtube.com/watch?v=W1wKPLCWApQ

facepalm

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #253 am: Dienstag, 28.Mai.2019, 15:37:57 »

Gibt es noch irgendein Investorenmodell in Deutschland, welches ernsthaft als Vorbild taugen könnte?!

möglciherweise frankfurt mit ihrem freundeskreis, dh verkaufte anteile sind sicherlich rückführbar und der einfluss wird gegen null tendieren. aber ich will ganz sicher nicht in den verdacht kommen dem irgendetwas abgewinnen zu wollen, es kann wirklich nur die allerletzte aller möglichkeiten sein.

Offline Millwall

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #254 am: Dienstag, 28.Mai.2019, 16:32:47 »
möglciherweise frankfurt mit ihrem freundeskreis, dh verkaufte anteile sind sicherlich rückführbar und der einfluss wird gegen null tendieren. aber ich will ganz sicher nicht in den verdacht kommen dem irgendetwas abgewinnen zu wollen, es kann wirklich nur die allerletzte aller möglichkeiten sein.

Grundsätzlich sollte ein solches Vorhaben aber auch ganz breit gestreut sein und diese Investition auch Werte schaffen. Wenn das breit aufgestellte „Investorenmodell“ dazu dienen würde, ein Leistungszentrum zu bauen, gerne mit integrierter Praxis für Physiotherapie für jedermann, einem Jugendnachwuchsleistungszentrum mit integriertem Sportinternat, dem Erwerb und Ausbau des Müngersdorfer Stadions oder auch dem Bau eines FC-Hotels mit Restaurants, Veranstaltungssälen, Fan-Shop, Museum....dann wäre ich für das entsprechende, breit aufgestellte Investorenprojekt. Aber auch nur für diese Fälle, die den FC in die Lage versetzen würden, die Einnahmen langfristig und nachhaltig zu erhöhen. Kurzfristige Geldbeschaffung, um risikoreich in den Kader zu investieren, lehne ich ab.
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11.04.1979 (Nottingham Forest - 1.FC Köln)

15.09.2017
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facepalm

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #255 am: Dienstag, 28.Mai.2019, 16:47:31 »
Grundsätzlich sollte ein solches Vorhaben aber auch ganz breit gestreut sein und diese Investition auch Werte schaffen. Wenn das breit aufgestellte „Investorenmodell“ dazu dienen würde, ein Leistungszentrum zu bauen, gerne mit integrierter Praxis für Physiotherapie für jedermann, einem Jugendnachwuchsleistungszentrum mit integriertem Sportinternat, dem Erwerb und Ausbau des Müngersdorfer Stadions oder auch dem Bau eines FC-Hotels mit Restaurants, Veranstaltungssälen, Fan-Shop, Museum....dann wäre ich für das entsprechende, breit aufgestellte Investorenprojekt. Aber auch nur für diese Fälle, die den FC in die Lage versetzen würden, die Einnahmen langfristig und nachhaltig zu erhöhen. Kurzfristige Geldbeschaffung, um risikoreich in den Kader zu investieren, lehne ich ab.

ja. wobei ich bei allen modellen nie erkennen kann warum man dafür anteile veräussern müsste und man sich entsprechendes  kapital nicht auf dem kreditmarkt besorgt.

Offline KHHeddergott

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #256 am: Dienstag, 28.Mai.2019, 17:14:30 »
möglciherweise frankfurt mit ihrem freundeskreis, dh verkaufte anteile sind sicherlich rückführbar und der einfluss wird gegen null tendieren. aber ich will ganz sicher nicht in den verdacht kommen dem irgendetwas abgewinnen zu wollen, es kann wirklich nur die allerletzte aller möglichkeiten sein.

Zum einen aber nur die Anteile, die das Konsortium "Freunde der Eintracht" osä hält, die anderen Anteile sind in den Händen von privatwirtschaftlichen Unternehmen, die können eher schlecht zum kleinen Kurs zurückgeführt werden, zu dem Kurs, zu dem sie damals jeweils verkauft werden mussten, da sonst zweimal die Profiabteilung und einmal gar der eV über die Klinge gesprungen wären. In Frankfurt kommt aber dazu, daß die Stadt erfreulicher Weise eher hartherzig ist. Die Eintracht bekommt bspw erst seit drei Jahren einen Anteil am Stadionnamensrechteverkauf (800.000 von 4 Millionen?). Undenkbar da, daß die Stadt ihre eigenen Rechte kauft, und das Geld dafür einem Profifussballunternehmen überlässt. Oder in der Not den Pachtvertrag neu aushandelt...ich würde mir wünschen, andere Kommunen würden ähnlich agieren.

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Offline KHHeddergott

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #257 am: Dienstag, 28.Mai.2019, 17:21:06 »
Gerade Daimler hätte man in Stuttgart auch ohne Anteile als Topsponsor bekommen.

Daimler war vorher schon Top-Sponsor. Etwas mehr als 5 Millionen €/Jahr Sponsoring, plus die 20 Millionen/Jahr für den VfB zur Umbenennung des bis dahin noch rein städtischen Stadions von...tja...Gottlieb Daimler-Stadion in Mercedes Benz-Arena, mit denen der VfB seine Anteile am Stadion "finanzierte"...sicherlich war der Plan in Stuttgart, dem Münchner Beispiel zu folgen, mit Daimler als erstem Ankerinvestor, a la Adidas/Audi/Allianz. Nur kam jetzt der Suche nach dem zweiten Investor der blöde Sport dazwischen.


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Offline I.Ronnie

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #258 am: Dienstag, 28.Mai.2019, 17:24:37 »
Mich würde mal interessieren, was der FC seit 2006 an Pacht bezahlt hat und auf der anderen Seite für die Namensrechte kassierte. In der abgelaufenen Saison war der FC vermutlich der einzige Fußballclub der Welt, der von seinem Vermieter quasi noch was raus bekommen hat (wenn man berücksichtigt, dass RE zu 80% städtisch ist).
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Offline CMBurns

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #259 am: Dienstag, 28.Mai.2019, 17:45:21 »
Aber das hindert ja niemanden dran, bei gerade passender Gelegenheit dagegen zu poltern.
Vohrfangle raus!

facepalm

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #260 am: Dienstag, 28.Mai.2019, 18:21:54 »
Zum einen aber nur die Anteile, die das Konsortium "Freunde der Eintracht" osä hält, die anderen Anteile sind in den Händen von privatwirtschaftlichen Unternehmen, die können eher schlecht zum kleinen Kurs zurückgeführt werden, zu dem Kurs, zu dem sie damals jeweils verkauft werden mussten, da sonst zweimal die Profiabteilung und einmal gar der eV über die Klinge gesprungen wären. In Frankfurt kommt aber dazu, daß die Stadt erfreulicher Weise eher hartherzig ist. Die Eintracht bekommt bspw erst seit drei Jahren einen Anteil am Stadionnamensrechteverkauf (800.000 von 4 Millionen?). Undenkbar da, daß die Stadt ihre eigenen Rechte kauft, und das Geld dafür einem Profifussballunternehmen überlässt. Oder in der Not den Pachtvertrag neu aushandelt...ich würde mir wünschen, andere Kommunen würden ähnlich agieren.

deshalb auch das einschränkende "möglicherweise".
wie gesagt, ich sehe eigentlich überhaupt keine gründe das man investoren in clubs holen sollte, ohne einfluss sind gelder eben auch am finanzmarkt erhältlich. je nach zustand und bewertung des geldnehmers natürlich gegen entsprechende zinsen.
wenn überhaupt sollte der einstieg von investoren nur im drohenden insolvenzfall eine option sein, wobei ich auch in diesem fall sicher bin das es genügend andere alternativen geben würde.

wenn man aber unbedingt anteile verkaufen will dann eben breit gefächert so wie zu teilen die eintracht. man könnte sogar über eine satzungsänderung nachdenken und einzelinvestoren die möglichkeit nehmen einen großteil der anteile zu übernehmen sondern eine streubesitz-klausel einbauen, das würde das risiko der einflussnahme begrenzen. viel lieber wäre mir aber das in absehbarer zeit der antrag von 100%fc noch einmal im club auf den tisch kommt.

Offline KHHeddergott

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #261 am: Dienstag, 28.Mai.2019, 21:12:21 »
Aber das hindert ja niemanden dran, bei gerade passender Gelegenheit dagegen zu poltern.

Wenn aber jemand nicht erkennen mag, wie es zu Situationen kommen kann, in denen man Anteile verkaufen muss (das vorhergehende Versagen einmal ausgeblendet), dann bleibt mit Blick auf all die Winkelzüge, die beim Effzeh nötig waren, auch mit Hilfe der Stadt, wenig Platz für Hochmut.
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Offline Zwölferrat

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #262 am: Montag, 18.Nov.2019, 16:05:57 »
Ich habe so ein ungutes Gefühl, dass das Thema "Investor" uns in naher/mittelfristiger Zukunft ernsthaft beschäftigen könnte (gesetzt den Fall, die aktuellen Meldungen zu Heldt und Gisdol stimmen). Köln ist wirtschaftlich zu attraktiv, um einen Club wie den effzeh untergehen zu lassen (wie Lautern oder 1860). Da werden Menschen auf den Plan treten, und das Thema "Investor" forcieren - um hier einen Weg einzuschlagen, wie es die Hertha vormacht.


Sorry für diese auf begründetem Pessimismus beruhende, spekulative Kaffeesatzleserei! Aber ich muss dieses mulmige Gefühl mit Menschen teilen, die eine ähnliche Entwicklung vermutlich ebenfalls mit Sorge sehen. So, jetz isses raus...






Online Rallef79

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #263 am: Freitag, 14.Feb.2020, 18:28:48 »
Im aktuellen GeißbockEcho ist ein sachliches, aber auch relativ  kritisches Statement des Mitgliederrates zum Thema Investor und 50+1 mit dem ich mich sehr gut identifizieren kann.

Ich frage mich nur wie die unseren Stadionsprecher ("Investor oder Ascheplatz") dazu bekommen haben das abzusegen...?  :oops:
Am Samsdach jitt et Barjeld, am Sonndach jommer 'rus, am Mondach weed jekäjelt, am Diensdach schlofe mer us, am Mettwoch schlage mer dem Chef dann op d'r Desch, Donnersdach es Muttertag, am Friedach jitt et Fesch.

Offline Venus von Milos

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #264 am: Freitag, 14.Feb.2020, 18:32:27 »
Teile des Mitgliederrates?
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