Autor Thema: Die Berichterstattung über den FC  (Gelesen 1378354 mal)

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Offline Kaio

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #270 am: Sonntag, 30.Okt.2011, 23:52:11 »
Möchtest Du ernsthaft 30x RTL?

Also ich bin froh, daß es Politmagazine wie Monitor oder Frontal 21 gibt, daß man in wenig Ländern bei globalen Katastrophen so gut informiert wird, wie in Deutschland.
Ein Land ohne das duale Mediensystem wäre mir ein Graus.

Naja, wir wissen doch gar nicht, wie das dann aussehen würde. Normalerweise würde die Nische der seriösen Politik-Berichterstattung dann eben von einem privaten Sender übernommen werden. Es würde eben eine neue Sparte frei werden, die momentan eben keinen interessiert, da sie von den öffentlich-rechtlichen mit ihren zahlreichen kleinen Ablegern blockiert wird. Das System der Rundfunkgebühren ist jedenfalls nicht der Grund dafür, dass Du diese Politmagazine sehen darfst, und umgekehrt sind die Politmagazine erst recht nicht die Berechtigung für Rundfunkgebühren. Und, wie Du richtig gesagt hast- wenn man glaubt, dass eine staatliche Förderung wirklich notwendig ist (ich persönlich glaube es nicht), kann man dies auch auf eleganterem Wege lösen, ohne die Leute zu zwingen, einen Wucherpreis für ein beileibe nicht immer hochwertiges Produkt zu zahlen. Für mich persönlich sind Rundfunkgebühren ein steinzeitliches Konstrukt, und ich wundere mich wirklich, dass es das bei uns immer noch gibt. Von der Problematik, dass die öffentlich-rechtlichen Unsummen für Sportberichterstattungen ausgeben, die anderswo besser und kompetenter durchgeführt werden, mal ganz zu schweigen.

Offline veedelbock

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #271 am: Montag, 31.Okt.2011, 00:00:07 »
@ Jurgi/Kaio

Ich bin ganz bei Euch, daß man fragen muß oder darf, wie weit das gehen muß, z. B. teure Sportrechte, fragwürdig.

Jedoch wie das ganz ohne aussieht, kann in Ländern betrachtet werden, wo es kein duales System gibt.

Ich war bei meinen längeren Auslandsaufenhalten schockiert über deren Informationsgehalt via TV.

Und mit Steuern statt GEZ spricht auch nichts dagegen.

Es ist nun mal das Grundprinzip von Steuern, daß Dinge gefördert werden, die zwar Allgmeingut sind, doch trotzdem nicht von jedem zwangsläufig genutzt werden.

Doch die Diskussion führt wohl für diesen Thread etwas zu weit, weil extrem OT.  :)
"Man kommt vom FC nicht mehr los, wenn man einmal in Köln war. Der FC macht süchtig." (Lukas Podolski)

Offline beerockxs

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #272 am: Montag, 31.Okt.2011, 00:02:52 »

Offline märkel

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #273 am: Montag, 31.Okt.2011, 01:16:40 »
mir reichte eben schon die zusammenfassung auf dsf. der typ bekam keinen einzigen vollständigen satz heraus und fabulierte über die leistungsschwankungen von podolski. dann zeigte man ungefähr jede der ausgburger "chancen" und erzählte was vom unfassbaren torschußverhältnis. ich muß heute nachmittag im falschen stadion gewesen sein :-/
Die Mutter des Schwachkopfs ist ständig schwanger.

Offline MG56

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #274 am: Montag, 31.Okt.2011, 08:53:46 »
dann zeigte man ungefähr jede der ausgburger "chancen" und erzählte was vom unfassbaren torschußverhältnis. ich muß heute nachmittag im falschen stadion gewesen sein :-/

Das liegt halt daran, dass jeder Augsburger Schuss Richtung Eckfahne oder in den Oberrang als Torschuss mitgezählt wurde.
Für einen korrekten Vergleich dürfte man nur das rechnen, was aufs Tor kommt und da sieht es dann ganz anders aus.
 
Aber erzähl das mal diesen Schmalspur-"Journalisten".  :psycho:   
 
Was ist schon ein schlappes Argument gegen eine starke Behauptung ?

Offline Matrix

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #275 am: Montag, 31.Okt.2011, 09:13:06 »
Ging euch diese Kameraführung von sky auch so auf die Nüsse? Andauernd wurde, anstatt eine übersichtliche Totale zu zeigen, auf die Kamera unten an der Eckfahne West/Nord geschaltet, zum kotzen.

Offline p_m

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #276 am: Montag, 31.Okt.2011, 09:45:59 »
"Der Pferd hieß Horst."

Nico

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #277 am: Montag, 31.Okt.2011, 09:56:44 »

I.Ronnie

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #278 am: Montag, 31.Okt.2011, 09:59:22 »
mir reichte eben schon die zusammenfassung auf dsf. der typ bekam keinen einzigen vollständigen satz heraus und fabulierte über die leistungsschwankungen von podolski. dann zeigte man ungefähr jede der ausgburger "chancen" und erzählte was vom unfassbaren torschußverhältnis. ich muß heute nachmittag im falschen stadion gewesen sein :-/

Naja, vom DSF erwarte ich schlicht keine fachliche Spielzusammenfassung mehr. Das betrifft nicht nur den FC, sondern eigentlich jeden Verein in der Liga. Jeder Club steckt in einer Schublade und bekommt seine Spiele aus dem Fundus eben jener Schubladen kommentiert. Eine Mannschaft, die sich kontinuierlich weiterentwickelt (ob nun negativ oder positiv) und deren Spielanlage sich langsam verbessert oder verschlechtert, ist nicht plakativ zu kommentieren, das würde vermutlich auch den einen oder anderen Kommentator sprachlich überfordern. Es zählen nur Extreme oder halt die Bestätigung festgefahrener Attribute. Im Zweifel wird der Bericht so kommentiert, dass wieder alles in die bekannten Schubladen passt. Das hat dann mit dem tatsächlichen Spielverlauf überhaupt gar nichts zu tun.

Ich will damit sagen, dass wir hier kein FC-Problem diskutieren, sondern eine generelle Problematik in der deutschen Sportberichterstattung. Und das traurigste ist, dass die ÖR den Privatsendern in ihrer tendenziösen und überzeichneten Berichterstattung den Rang ablaufen.

Offline Gelle

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #279 am: Montag, 31.Okt.2011, 10:00:58 »
Warum hat die schreibene Person bei der Welt nicht erwähnt das Jajalo den Assist für das 3:0 bekommt?
Nit resigniert, nur reichlich desillusioniert

I.Ronnie

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #280 am: Montag, 31.Okt.2011, 10:01:55 »
Warum hat die schreibene Person bei der Welt nicht erwähnt das Jajalo den Assist für das 3:0 bekommt?

Weil es nicht passt

Offline Gelle

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #281 am: Montag, 31.Okt.2011, 10:04:39 »
Nicht? Ich kann mich nur noch an en Ball in die Mitte erinnern wo Jajalo stand und dann der Ball Pesko vor die Füße fällt.
Nit resigniert, nur reichlich desillusioniert

I.Ronnie

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #282 am: Montag, 31.Okt.2011, 10:22:15 »
Nicht? Ich kann mich nur noch an en Ball in die Mitte erinnern wo Jajalo stand und dann der Ball Pesko vor die Füße fällt.

ich meinte damit, dass dieser Fakt nicht in den Tenor des Berichtes passt.

Offline sikose to

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #283 am: Montag, 31.Okt.2011, 12:10:49 »

Ich will damit sagen, dass wir hier kein FC-Problem diskutieren, sondern eine generelle Problematik in der deutschen Sportberichterstattung. Und das traurigste ist, dass die ÖR den Privatsendern in ihrer tendenziösen und überzeichneten Berichterstattung den Rang ablaufen.

ich sag mal so: jede sportberichterstattung deutscher medien im internationalen kontext ist so was von tendienziös, dass man kotzen könnte. du musst dir nur mal die cl- oder el-spiele angucken. das macht echt keinen spaß und: das war schon immer so. müsst euch nur mal die duelle gegen italienische mannschaften angucken, da kommt ein klischee nach dem anderen und alle situationen werden aus fansicht kommentiert. und die ÖR machen bei länderspielen genau dasselbe. nun haben die das wohl so verinnerlicht, dass das halt auch in der buli einzug gehalten hat. ich hab mir angwöhnt, den kommentator "auszublenden", was bei livespielen in der kneipe auch sehr gut geht.

ich bin sowieso dafür, das ganze sportpogramm bei den ÖR zusammenzustreichen. kein fussball mehr, olympia- und wm's divereser sportarten bei (max.) EINEM sender. mit dem eingesparten geld GUTES bildungsfernsehen finanzieren.


Offline PeteleRock

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #284 am: Montag, 31.Okt.2011, 13:26:56 »
Was sport angeht ist das ÖR teilweise auf dem nieveau von RTL.
Ich hab mich schon bei Netzer und Delling darüber beschwert was die für popcorn analysen betreiben, inzwischen wünsch ich mir die beiden zurück. Hatte auch immer mal wieder probleme das dem ein oder anderen zu erklären weil viele es gar nicht anders gewohnt sind, inzwischen sag ich denen einfach sie sollen mal auf spielverlagerung.de vorbei schaun damit sie wissen was ich meine und schau die spiele wenn möglich mit englischem komentator.

Was die Nachberichterstattung sonst angeht, nehm ich das einfach mit humor. Ich weiss ja was ich gesehn hab.

Offline Dino3388

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #285 am: Montag, 31.Okt.2011, 18:53:46 »
Und noch ein weiterer journalistischer Tiefpunkt:

http://www.welt.de/print/welt_kompakt/vermischtes/article13688966/Auf-dem-Weg-nach-vorne.html

meine herren. was ist das denn? schreiben die über jeden einen einzelnen bericht? wir gewinnen 3:0, aber wichtig ist, dass jajalo heute nichts gerissen hat? und das auch noch geschrieben, mit unzähligen spitzen, auf einem niveau das fast seines gleichen sucht.

aber eigentlich bin ich hier gelandet, weil ich am wochenende erstmals ausschnitte vom dortmundspiel im radio gehört habe. für einen öffentlich-rechtlichen sender ist das eine sauerei! unfassbar, ganz ehrlich. wenn ich sportschau gucke erwarte ich "ordentliche" berichterstattung. und kein witzefeuerwerk. das war verachtend...aber es hilft ja alles nichts.

toppen kann das eigentlich nur noch der liebe toni, der nicht müde wird in der express zu behaupten, dass poldi ein schönwetterfußballer ist  :-/

Offline veedelbock

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #286 am: Montag, 31.Okt.2011, 19:38:12 »
Also die lächerliche Berichterstattung scheint mir doch deutlich ein Problem der Sportschau Redaktion zu sein.

Habe die Sonntagsspiele bei RBB Sportplatz gesehen und da war gar nichts von dem enthalten, was der WDR da reininterpretiert hat.

Da wurde sachlich der Spielbericht abgespult, rot und elfer für berechtigt erklärt, die Spielweise des FC als effektiv analysiert und die des FCA als hilflos.

Deshalb bei Sonntagspielen einfach irgendeine andere Sportsendung auf einem der Dritten schauen. Das gleiche fiel mir auch schon mal auf, als  ich NDR Sportclub geschaut habe.

Die haben ein Redaktionsproblem, wohl zu viele Ponys in der Red. (bei einer Sendung aus Köln).  :psycho:

"Man kommt vom FC nicht mehr los, wenn man einmal in Köln war. Der FC macht süchtig." (Lukas Podolski)

marcus aurelius

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #287 am: Montag, 31.Okt.2011, 19:46:08 »
Also die lächerliche Berichterstattung scheint mir doch deutlich ein Problem der Sportschau Redaktion zu sein.

Habe die Sonntagsspiele bei RBB Sportplatz gesehen und da war gar nichts von dem enthalten, was der WDR da reininterpretiert hat.

Da wurde sachlich der Spielbericht abgespult, rot und elfer für berechtigt erklärt, die Spielweise des FC als effektiv analysiert und die des FCA als hilflos.

Deshalb bei Sonntagspielen einfach irgendeine andere Sportsendung auf einem der Dritten schauen. Das gleiche fiel mir auch schon mal auf, als  ich NDR Sportclub geschaut habe.

Die haben ein Redaktionsproblem, wohl zu viele Ponys in der Red. (bei einer Sendung aus Köln).  :psycho:

Jepp, habe ähnliches auch vom MDR gehört.

Offline Wurstwasser

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #288 am: Montag, 31.Okt.2011, 20:15:32 »
Der Bericht im SWR war auch recht positiv, da wurde sogar das Handspiel in der 11. Minute als elfmeterwürdig bewertet. Das war meiner Meinung nach in keiner der übrigen Zusammenfassungen der Fall.
"Ein Spiel ist erst vorbei, wenn der Schiedsrichter pfeift und ich nicht mehr brülle."

Steffen Baumgart

marcus aurelius

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #289 am: Montag, 31.Okt.2011, 20:19:36 »
Der Bericht im SWR war auch recht positiv, da wurde sogar das Handspiel in der 11. Minute als elfmeterwürdig bewertet. Das war meiner Meinung nach in keiner der übrigen Zusammenfassungen der Fall.

Richtig. Bei Brecko (oder war es Pedro?) wurde der Arm auch aus 5m angeschossen, keine Chance, das Handspiel zu verhindern. Da wurde dann lustig argumentiert, der Spieler vergrößere durch Ausstrecken der Arme sein Körpervolumen, also nimmt er den Elfer in Kauf.
Das ist aber letztlich der Scheiss DFB Schuld und gehört eher in den Schiedsrichter-Thread.

Offline Kaio

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #290 am: Montag, 31.Okt.2011, 23:09:14 »
Richtig. Bei Brecko (oder war es Pedro?) wurde der Arm auch aus 5m angeschossen, keine Chance, das Handspiel zu verhindern. Da wurde dann lustig argumentiert, der Spieler vergrößere durch Ausstrecken der Arme sein Körpervolumen, also nimmt er den Elfer in Kauf.
Das ist aber letztlich der Scheiss DFB Schuld und gehört eher in den Schiedsrichter-Thread.

Ich meine es war McKenna, und der Arm wurde schon etwas anders und weniger "natürlich" gehalten als in diesem Spiel.

Der Witz ist aber eigentlich, dass das alles überhaupt keine Rolle spielt, und die Erklärung des damaligen Schiedsrichters Winkmann, er würde die Körperfläche vergrößern, totaler Unfug. Zwar ist das irgendwo im Ansatz nachvollziehbar, aber steht leider in keiner Regel, genauso wenig wie die "unnatürliche Handhaltung", "die Hand geht zum Ball" oder Ähnliches.

Die Regel spricht lediglich von "absichtlichem Handspiel", und das konnte man weder damals bei McKenna, noch am Sonntag beim Augsburger, noch bei Rauls Tor unterstellen. Für einige Sportberichterstatter wäre es mal ganz hilfreich, die Regeln zu lesen, bevor sie ihre inkompetenten Bewertungen der Spielsituationen abgeben.

Bestes Beispiel ist dieser unsägliche Kai Dittmann, der sich selbst immer ganz toll vorkommt und jede Szene sehr selbstbewusst kommentiert, aber das Regelwerk überhaupt nicht kennt und irgendwas daherfaselt, was er von anderen lustigen Leuten seiner Berufszunft mal irgendwann gehört hat. Besonders witzig finde ich auch das hartnäckige Gerücht unter Sportreportern, die Nachspielzeit würde vom 4. Offiziellen dem Schiedsrichter "als Empfehlung" angezeigt werden, dabei weiß inzwischen jeder weißwurstgeschädigte Amöbenhirn-Bayernfan, dass der Schiedsrichter selbst über die Nachspielzeit entscheidet.

Ich frage mich wirklich langsam, ob extreme Dummheit und Ignoranz die Kriterien sind, die ein Sportjournalist erfüllen muss, um bei einem großen Sender arbeiten zu dürfen. Ein derartig schwaches Niveau gibt es meines Erachtens in keiner anderen Berufsgruppe.

Und für die Schiedsrichter scheint heutzutage zu gelten, es ist alles richtig gepfiffen, so lang man sich hinterher irgendwie herausreden kann- ein bisschen Selbstkritik würde da mal ganz gut tun.

marcus aurelius

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #291 am: Montag, 31.Okt.2011, 23:23:29 »
Ich meine es war McKenna, und der Arm wurde schon etwas anders und weniger "natürlich" gehalten als in diesem Spiel.

Der Witz ist aber eigentlich, dass das alles überhaupt keine Rolle spielt, und die Erklärung des damaligen Schiedsrichters Winkmann, er würde die Körperfläche vergrößern, totaler Unfug. Zwar ist das irgendwo im Ansatz nachvollziehbar, aber steht leider in keiner Regel, genauso wenig wie die "unnatürliche Handhaltung", "die Hand geht zum Ball" oder Ähnliches.

Die Regel spricht lediglich von "absichtlichem Handspiel", und das konnte man weder damals bei McKenna, noch am Sonntag beim Augsburger, noch bei Rauls Tor unterstellen. Für einige Sportberichterstatter wäre es mal ganz hilfreich, die Regeln zu lesen, bevor sie ihre inkompetenten Bewertungen der Spielsituationen abgeben.

Bestes Beispiel ist dieser unsägliche Kai Dittmann, der sich selbst immer ganz toll vorkommt und jede Szene sehr selbstbewusst kommentiert, aber das Regelwerk überhaupt nicht kennt und irgendwas daherfaselt, was er von anderen lustigen Leuten seiner Berufszunft mal irgendwann gehört hat. Besonders witzig finde ich auch das hartnäckige Gerücht unter Sportreportern, die Nachspielzeit würde vom 4. Offiziellen dem Schiedsrichter "als Empfehlung" angezeigt werden, dabei weiß inzwischen jeder weißwurstgeschädigte Amöbenhirn-Bayernfan, dass der Schiedsrichter selbst über die Nachspielzeit entscheidet.

Ich frage mich wirklich langsam, ob extreme Dummheit und Ignoranz die Kriterien sind, die ein Sportjournalist erfüllen muss, um bei einem großen Sender arbeiten zu dürfen. Ein derartig schwaches Niveau gibt es meines Erachtens in keiner anderen Berufsgruppe.

Und für die Schiedsrichter scheint heutzutage zu gelten, es ist alles richtig gepfiffen, so lang man sich hinterher irgendwie herausreden kann- ein bisschen Selbstkritik würde da mal ganz gut tun.

Sorry, Macka war es natürlich, bei den ganzen Elfern soll man noch uptodate bleiben :o

Zum Regelwerk:
Damals wurde es von allen Experten als geltende Regel vertreten, DSF, WDR, Sky - alle berichteten vom guten Auge des Schiri, der die Vergrößerung des Körpervolumens bestens erkannt hat.  :psycho:
Aber genau deswegen, die gemeinen FC-Fans sind so einfach zu beeinflußen, gerade gestern hatte ich herbe Probleme, diese Ansicht an den Mann zu bringen. Stichhaltiges Gegenargument war einfach, der Kommentator hat es doch auch so gesehen, was willst du also??! 
 :-/
das ist übrigens die gleiche Eifel-Fraktion, die auch Overath super-toll findet und als einziges Argument, sonst hätte man ja gar keine Sponsoren! parat hat.  :?

Offline Kaio

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #292 am: Montag, 31.Okt.2011, 23:33:23 »
Zum Regelwerk:
Damals wurde es von allen Experten als geltende Regel vertreten, DSF, WDR, Sky - alle berichteten vom guten Auge des Schiri, der die Vergrößerung des Körpervolumens bestens erkannt hat.  :psycho:

Ja, ich weiß- es steht aber trotzdem nirgendwo!

Im Regelwerk heißt es lediglich: "Dem gegnerischen Team wird ebenfalls ein direkter Freistoß zugesprochen, wenn ein Spieler [...] den Ball absichtlich mit der Hand spielt".

Um zu bewerten, ob ein Handspiel absichtlich oder unabsichtlich ist, stehen dem Schiedsrichter diverse "Hilfsmittel" zur Verfügung (Hand geht zum Ball, "unnatürliche" Handbewegung, etc.)- letztendlich bleibt es aber subjektiv. Einen erhellenden Artikel zu dem Thema gibt es hier: http://www.doktorfussball.de/modernisierungsbedurftige-regeln-handspiel/ (schon etwas älter, aber seitdem hat sich die Handspiel-Regel nicht geändert).

Der Quatsch mit der Körperoberfläche steht nirgendwo, man könnte es höchstens so auslegen, der Spieler will seine Körperoberfläche vergrößern (somit ein Hinweis auf Absicht), womit wir wieder bei der Subjektivität wären und dabei, dass der Schiedsrichter quasi nach seinen eigener Logik und seinem eigenen Gutdünken diese Regel auslegen darf, weswegen die Regel in der bisherigen Art einfach nur schlecht ist.
 
Letzterem Argument könnte man dann auch wieder entgegen halten, der Spieler vergrößert zwar (möglicherweise) absichtlich seine Körperoberfläche, dies impliziert aber noch kein absichtliches Handspiel. Es steht schließlich nirgendwo im Regelwerk, dass man nicht absichtlich seine Körperoberfläche vergrößern darf (rein physikalisch ist das ja sowieso nicht möglich, aber wir wissen alle, was gemeint ist). Also, letztendlich: Selbst wenn McKenna seine Körperoberfläche absichtlich vergrößert hat, war das nachfolgende Handspiel dann doch unabsichtlich, da er aus so kurzer Distanz doch gar nicht reagieren konnte.
 
Nun könnte man sagen, McKenna habe durch die absichtliche Vergrößerung seiner Körperoberfläche das nachfolgende unabsichtliche Handspiel absichtlich in Kauf genommen ... Ok, ich höre auf  :-/
 
Was ich damit sagen will: Die Handspiel regel ist zwar einfach formuliert, durch den "Absichts"-Terminus kann aber der Schiedsrichter damit machen, was er will. Und mittlerweile ist die Abseitsregel soweit aufgeweicht, dass der Schiedsrichter auch nach Lust und Laune pfeifen darf. Aus meiner Sicht keine gute Entwicklung.

marcus aurelius

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #293 am: Montag, 31.Okt.2011, 23:48:18 »
Ja, ich weiß- es steht aber trotzdem nirgendwo!

Im Regelwerk heißt es lediglich: "Dem gegnerischen Team wird ebenfalls ein direkter Freistoß zugesprochen, wenn ein Spieler [...] den Ball absichtlich mit der Hand spielt".

Um zu bewerten, ob ein Handspiel absichtlich oder unabsichtlich ist, stehen dem Schiedsrichter diverse "Hilfsmittel" zur Verfügung (Hand geht zum Ball, "unnatürliche" Handbewegung, etc.)- letztendlich bleibt es aber subjektiv. Einen erhellenden Artikel zu dem Thema gibt es hier: http://www.doktorfussball.de/modernisierungsbedurftige-regeln-handspiel/ (schon etwas älter, aber seitdem hat sich die Handspiel-Regel nicht geändert).

Der Quatsch mit der Körperoberfläche steht nirgendwo, man könnte es höchstens so auslegen, der Spieler will seine Körperoberfläche vergrößern (somit ein Hinweis auf Absicht), womit wir wieder bei der Subjektivität wären und dabei, dass der Schiedsrichter quasi nach seinen eigener Logik und seinem eigenen Gutdünken diese Regel auslegen darf, weswegen die Regel in der bisherigen Art einfach nur schlecht ist.
 
Letzterem Argument könnte man dann auch wieder entgegen halten, der Spieler vergrößert zwar (möglicherweise) absichtlich seine Körperoberfläche, dies impliziert aber noch kein absichtliches Handspiel. Es steht schließlich nirgendwo im Regelwerk, dass man nicht absichtlich seine Körperoberfläche vergrößern darf (rein physikalisch ist das ja sowieso nicht möglich, aber wir wissen alle, was gemeint ist). Also, letztendlich: Selbst wenn McKenna seine Körperoberfläche absichtlich vergrößert hat, war das nachfolgende Handspiel dann doch unabsichtlich, da er aus so kurzer Distanz doch gar nicht reagieren konnte.
 
Nun könnte man sagen, McKenna habe durch die absichtliche Vergrößerung seiner Körperoberfläche das nachfolgende unabsichtliche Handspiel absichtlich in Kauf genommen ... Ok, ich höre auf  :-/
 
Was ich damit sagen will: Die Handspiel regel ist zwar einfach formuliert, durch den "Absichts"-Terminus kann aber der Schiedsrichter damit machen, was er will. Und mittlerweile ist die Abseitsregel soweit aufgeweicht, dass der Schiedsrichter auch nach Lust und Laune pfeifen darf. Aus meiner Sicht keine gute Entwicklung.

Ja, nichts anderes wollte ich damit sagen.  :)

Offline Wurstwasser

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #294 am: Dienstag, 01.Nov.2011, 00:09:51 »
Der Witz ist aber eigentlich, dass das alles überhaupt keine Rolle spielt, und die Erklärung des damaligen Schiedsrichters Winkmann, er würde die Körperfläche vergrößern, totaler Unfug. Zwar ist das irgendwo im Ansatz nachvollziehbar, aber steht leider in keiner Regel, genauso wenig wie die "unnatürliche Handhaltung", "die Hand geht zum Ball" oder Ähnliches.

Ich erinnere mich an einen ausnahmsweise sehr guten Kommentar bei Sport1 (von Hansi Küppers ?) unter der Woche, frei übernommen aus den englischen Ligen und deren Regelauslegung, ein Spieler dürfe nunmal nicht dafür bestraft werden, das er zwei Arme am Körper hat.
"Ein Spiel ist erst vorbei, wenn der Schiedsrichter pfeift und ich nicht mehr brülle."

Steffen Baumgart

Offline Millwall

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #295 am: Dienstag, 01.Nov.2011, 00:22:34 »
Ja die Regel wird manchmal merkwürdig "gedehnt". Sonntag gab es für mich eigentlich nichts zu diskutieren. Das war ein klares Handspiel. Der Spieler hätte seinen Arm nur runter nehmen brauchen. Die Zeit hatte er.

Was die Kommentierung des Spiels angeht: Riesensauerei! Nach WDR und Sport1 war ich fast schon sicher, nicht im Stadion gewesen zu sein. Denn demnach hatten wir Riesenglueck, überhaupt gewonnen zu haben. War mir gar nicht so bewusst. Hatte im Stadion eher die Wahrnehmung, das der FC das Spiel super gut im Griff hat, jederzeit eine Schippe drauf legen könnte und die Nummer clever runterspielt.

So kann's gehen. Bleibt die Frage, warum so berichtet wird. Manchmal hat man das Gefühl, dass da jemand die Jungs und Mädels von der Presse heftig verärgert hat.....
No one likes us....we don't care.

11.04.1979 (Nottingham Forest - 1.FC Köln)

15.09.2017
Ian Stirling of the Manchester United Supporters’ Trust tweeted: “Cologne fans reminded us of what we lost as supporters. The media reports remind us of why we lost it."

Offline MG56

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #296 am: Dienstag, 01.Nov.2011, 00:59:43 »
Nun wenn man die Rückmeldungen auf der vorigen Seite liest, dann haben RBB, MDR, NDR und SWR in ihren Dritten solide Spielberichte geliefert.

Das Problem ist also offensichtlich der Fohlen-Stall in der WDR-Redaktion.

Dazu passt ja auch, dass Steffen Simon eine Einladung in den FC-Stammtisch nach seinem Dortmund-Spielbericht nicht mal beantwortet hat.  Fies und feige, der Herr.

Zu den plappernden Hohlbirnen vom DSF sage ich mal lieber garnichts.
Was ist schon ein schlappes Argument gegen eine starke Behauptung ?

Offline Nidhoegger

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #297 am: Dienstag, 01.Nov.2011, 01:00:01 »
Nun ja, die Gerüchte halten sich ja hartnäckig, dass Lymbo mehr als einem Pressefuzi auf den Schlips getreten ist. Demgegenüber hat sich die Print-Presse in den letzten Wochen (auch während der Niederlagen) deutlich positiver geäußert als noch zu Beginn der Saison. Da scheint langsam ein anderes Klima einzuziehen.
Lieber Mond, du hast es schwer,
hast allen Grund zur Klage.
Du bist nur 12 mal voll im Jahr,
ich bin es alle Tage.

Offline MG56

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #298 am: Dienstag, 01.Nov.2011, 01:24:50 »
Nun ja, die Gerüchte halten sich ja hartnäckig, dass Lymbo mehr als einem Pressefuzi auf den Schlips getreten ist. Demgegenüber hat sich die Print-Presse in den letzten Wochen (auch während der Niederlagen) deutlich positiver geäußert als noch zu Beginn der Saison. Da scheint langsam ein anderes Klima einzuziehen.

Dass unser Ex-Pressesprecher auf seinem Posten eine fehlbesetzte Niete war, darüber braucht man garnicht diskutieren.

Das dauert noch Jahre, bis die Folgen seiner Pressepolitik überwunden sind.

Aber solange in der Vereinsspitze dieser Geist der unbelehrbare Arroganz herrscht, steht selbst der beste Pressesprecher auf verlorenem Posten.
Was ist schon ein schlappes Argument gegen eine starke Behauptung ?

Offline Nidhoegger

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Re: Die Berichterstattung über den FC
« Antwort #299 am: Dienstag, 01.Nov.2011, 01:25:56 »
Das ist natürlich wahr.
Lieber Mond, du hast es schwer,
hast allen Grund zur Klage.
Du bist nur 12 mal voll im Jahr,
ich bin es alle Tage.