Autor Thema: Der FC und China  (Gelesen 31991 mal)

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facepalm

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Re: Der FC und China
« Antwort #60 am: Freitag, 04.Aug.2017, 10:00:15 »
passt einfach in das komplette nicht spürbar-andere bild das man im gbh abgibt. china hat also eine etwas andere kultur. (im umgang mit menschenrechten?) und weil die öffentlichkeit von diesen schwierigen zusammenhängen keine ahnung hat, sind auch geschäfte mit china okay.

Offline Rheineye

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Re: Der FC und China
« Antwort #61 am: Freitag, 04.Aug.2017, 10:16:56 »
Was für Ausaagen :-/


Ist das nun spürbar anders oder elitäre Arroganz? Alle vom gleichen Schlag in diesem Business, ob Rummenigge, Beckenbauer, DFB, Spinner, FC
ETWAS MEHR RESPEKT

Offline Maggo79

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Re: Der FC und China
« Antwort #62 am: Freitag, 04.Aug.2017, 10:17:13 »
Schon sehr auffällige Aussagen in letzter Zeit was das Thema Investor angeht.

Wusstet ihr nicht, China ist ein Traditionsland mit 7000 Jahre alter Geschichte. Kenne ich irgendwie woanders her. Vielleicht entschuldigt er sich ja schon mal beim chinesischen Volk für die FC Fans.
Der 1. FC Köln bedauert, dass es Herrn Overath trotz seiner siebenjährigen Amtszeit nicht klar war, dass er satzungsgemäß für seine Amtszeit vom 1. Juli 2011 bis zum Rücktritt am 13. November 2011 die Verantwortung zu tragen hat und hierzu auch Stellung nehmen sollte.

Offline Scherzzoni

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Re: Der FC und China
« Antwort #63 am: Freitag, 04.Aug.2017, 10:17:27 »
Jämmerliche Aussagen, diese Podiumsdiskussion würde ich gerne sehen. Natürlich geht's dem FC da nur um die Kohle, aber das darf und will er so nicht sagen. Aber die Aussage dass man da gewesen sein muss ist absoluter Blödsinn, und ich bin mir sicher dass Herr Spinner, so sehr ich ihn schätze, absolut keine Ahnung von chinesischer Kultur und Geschichte hat und vor allem nicht von Ansichten der aktuellen Regierung. Ich könnte da jetzt lange lange ausholen, denn das ist vielleicht eins der ganz wenigen Themen von denen ich zumindest ein bisschen was weiß. Um das aber abzukürzen, auch wenn man noch nicht Spinners Ehre genießen durfte und prunkvoll in China willkommen wurde und daher wie er Land&Leute kennt, die Regierung seit 2013 hat die Zügel ordentlich angezogen. Das lässt sich mit solch läppischen Kommentaren nicht weg diskutieren. Pressefreiheit, Reisefreiheit, Umgang mit Kritikern, Umgang mit Minderheiten, alles was wir unter Menschenrechten verstehen hat sehr gelitten, das ist die einhellige Meinung und von Amnesty International und Human Rights Watch belegt, und unserem Präsidenten entlockt das einen nahezu höhnischen Kommentar. Wir prostituieren uns nicht anders als es die Fifa auch tut, nur im kleineren Stil. Spürbar anders.
Gruß, Scherzzoni

Offline Maggo79

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Re: Der FC und China
« Antwort #64 am: Freitag, 04.Aug.2017, 10:19:38 »
Der Werner ist ja am Sonntag auch da. Kann man ihn ja mal fragen, was diese peinlichen Aussagen sollen.
Der 1. FC Köln bedauert, dass es Herrn Overath trotz seiner siebenjährigen Amtszeit nicht klar war, dass er satzungsgemäß für seine Amtszeit vom 1. Juli 2011 bis zum Rücktritt am 13. November 2011 die Verantwortung zu tragen hat und hierzu auch Stellung nehmen sollte.

Online Müngersdorf

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Re: Der FC und China
« Antwort #65 am: Freitag, 04.Aug.2017, 10:30:13 »
Mit anderen Worten, wenn man noch nie in China war soll man einfach mal die Fresse halten.
Mir ist die Kultur und die Geschichte von denen vollkommen scheißegal. Ich muss doch nicht chinesische Geschichte studiert haben, damit ich solche Kacke kategorisch ablehnen darf.

Er hat doch recht, oder hast du inwzsichen Katarismus studiert, um den Kaiser zu belehren, dass es dort keine Sklavenarbeit gibt?
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Online koelner

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Re: Der FC und China
« Antwort #66 am: Freitag, 04.Aug.2017, 10:58:01 »
Die Amis sind ja selber Schuld das sie die Sklaverei abgeschafft haben, mittlerweile wäre dies eine Tradition und somit könnte keiner mehr etwas dagegen sagen.
Ich habe mit diesem Posting nichts zu tun, ich bin nicht Verfahrensbeteiligter!!!

Offline Fiasko

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Re: Der FC und China
« Antwort #67 am: Freitag, 04.Aug.2017, 11:15:25 »
Schon sehr auffällige Aussagen in letzter Zeit was das Thema Investor angeht.

Wusstet ihr nicht, China ist ein Traditionsland mit 7000 Jahre alter Geschichte. Kenne ich irgendwie woanders her. Vielleicht entschuldigt er sich ja schon mal beim chinesischen Volk für die FC Fans.

Gute Traditionen müssen beibehalten werden.

Also: Xi Jinping, du Sohn...  :cool:

Offline p_m

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Re: Der FC und China
« Antwort #68 am: Freitag, 04.Aug.2017, 11:55:40 »
Zitat
Warum kooperieren Sie mit Adolf Hitler? Spielt es für Sie keine Rolle, dass Menschen in Konzentrationslager gesteckt werden?

Deutschland, wie Europa insgesamt, hat eine andere Kultur. Das muss man erst einmal verstehen. Dann kann man Diskussionen zum politischen Umgang mit Juden, Menschenrechten usw. anfangen. Vorher sollte man nicht anderen nachplappern, die sich gegebenenfalls noch nie mit Deutschland, seiner Historie und seiner Kultur, die mehr als 2000 Jahre alt ist, auseinandergesetzt haben.
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facepalm

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Offline Oxford

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Re: Der FC und China
« Antwort #70 am: Freitag, 04.Aug.2017, 13:45:38 »
Sorry p_m (und effzeh.com), aber das geht mir persönlich einen Schritt zu weit mit den Nazivergleichen, auch wenn ich die Aussagen Spinners genauso schwachsinnig finde wie du.
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Offline p_m

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Re: Der FC und China
« Antwort #71 am: Freitag, 04.Aug.2017, 13:55:40 »
Sorry p_m (und effzeh.com), aber das geht mir persönlich einen Schritt zu weit mit den Nazivergleichen, auch wenn ich die Aussagen Spinners genauso schwachsinnig finde wie du.
Die dahinter stehende Logik bleibt aber die gleiche und überspitzt sie natürlich extrem. Spinner erklärt die Zustände in China mit der Geschichte und Kultur des Landes. Herrschaft und Zivilisation sind ihm da offenbar eher unwichtig.
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Offline Oxford

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Re: Der FC und China
« Antwort #72 am: Freitag, 04.Aug.2017, 13:57:29 »
Mir ist schon klar, wie du das meinst. Dennoch überschreitet es mE eine Grenze. Mal davon abgesehen, dass es einem in Debatten selten hilft, auf Nazivergleiche auszuweichen.
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facepalm

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Re: Der FC und China
« Antwort #73 am: Freitag, 04.Aug.2017, 13:59:32 »
finde auch das es keinen nazivergleich braucht um diese unfassbaren aussagen noch zu verdeutlichen. so einen schmonzens hätte ich allerdings overath jederzeit zugetraut.

Offline Sprühwurst

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Re: Der FC und China
« Antwort #74 am: Freitag, 04.Aug.2017, 14:00:07 »
Alle machen Geschäfte mit den Chinesen. Der FC eben auch. Geht doch nur ums Geld. Solange man sich dann nicht einredet, der FC sei was besseres, oder spürbar anders, ist doch alles in Ordnung.....
Die Strahlkraft eines Wolfgang Overath und seine Liebe zum FC sind nicht zu ersetzen!

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Re: Der FC und China
« Antwort #75 am: Freitag, 04.Aug.2017, 14:03:12 »
Den Nazivergleich finde ich auch zu weit hergeholt und der Sache nicht dienlich. Spinners Aussagen lassen trotzdem tief blicken, wie es um die "Gier" nach viel Kapital bestellt ist beim FC. Der FC wird zukünftig weiter expandieren wollen, um im Mainstream mitzuschwimmen, wenn nicht gar vorweg zu gehen. Ich halte das weder für erstrebenswert, noch für nachhaltig. Er wird aber damit vereinspolitisch Erfolg haben.

Auf der Mitgliederversammlung wird er, trotz "100% FC" eine überwältigende Mehrheit erhalten, falls er einen Investor oder einen strategischen Partner ins Spiel bringt. Ich mache den Leuten nichtmal einen Vorwurf. Kaum einer beschäftigt sich intensivst mit dem Vereinsgeschehen, über Aufstellung und Spieltag hinaus. Wollen viele nicht, einige können es möglicherweise nicht, aber alle haben nunmal das gleiche Stimmrecht.

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Offline p_m

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Re: Der FC und China
« Antwort #76 am: Freitag, 04.Aug.2017, 14:03:20 »
Mir ist schon klar, wie du das meinst. Dennoch überschreitet es mE eine Grenze. Mal davon abgesehen, dass es einem in Debatten selten hilft, auf Nazivergleiche auszuweichen.
Der von facepalm verlinkte Kommentar beinhaltet keine direkten Nazivergleiche. Und ich bin in meinem Post nirgendwo auf Nazivergleiche "ausgewichen", sondern habe Spinners Logik auf ein anderes menschenverachtendes und -verbrauchendes System angewandt. Deine Methodenkritik nehme ich zur Kenntnis, aber mir ist es auch manchmal etwas zu lästig, die Außenwirkung jedes Postings über die inhaltliche Botschaft zu stellen.
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Offline Oxford

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Re: Der FC und China
« Antwort #77 am: Freitag, 04.Aug.2017, 14:06:59 »
Der von facepalm verlinkte Kommentar beinhaltet keine direkten Nazivergleiche. Und ich bin in meinem Post nirgendwo auf Nazivergleiche "ausgewichen", sondern habe Spinners Logik auf ein anderes menschenverachtendes und -verbrauchendes System angewandt. Deine Methodenkritik nehme ich zur Kenntnis, aber mir ist es auch manchmal etwas zu lästig, die Außenwirkung jedes Postings über die inhaltliche Botschaft zu stellen.

Es wird halt weder China noch Spinner noch den Opfern der Nazis gerecht.

Ejal. Waren nur eine zwei Cent dazu.
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Offline p_m

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Re: Der FC und China
« Antwort #78 am: Freitag, 04.Aug.2017, 14:08:09 »
Es wird halt weder China noch Spinner noch den Opfern der Nazis gerecht.

Ejal. Waren nur eine zwei Cent dazu.
Dann das näxte Mal ein Mao-Vergleich?  :oops:
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Re: Der FC und China
« Antwort #79 am: Freitag, 04.Aug.2017, 14:08:12 »
Der von facepalm verlinkte Kommentar beinhaltet keine direkten Nazivergleiche. Und ich bin in meinem Post nirgendwo auf Nazivergleiche "ausgewichen", sondern habe Spinners Logik auf ein anderes menschenverachtendes und -verbrauchendes System angewandt. Deine Methodenkritik nehme ich zur Kenntnis, aber mir ist es auch manchmal etwas zu lästig, die Außenwirkung jedes Postings über die inhaltliche Botschaft zu stellen.

Sowohl dein Posting, als auch der Kommentar stellen einen Nazibezug her. Ist ja auch völlig legitim diese Meinung zu haben.
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Online kilino

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Re: Der FC und China
« Antwort #80 am: Freitag, 04.Aug.2017, 14:10:48 »
Man münzt die Aussagen einfach um und entlarvt dadurch Spinners peinliche Aussagen relativ leicht. Ich finde das ist ein legitimes Stilmittel.
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Re: Der FC und China
« Antwort #81 am: Freitag, 04.Aug.2017, 14:23:04 »
finde auch das es keinen nazivergleich braucht um diese unfassbaren aussagen noch zu verdeutlichen. so einen schmonzens hätte ich allerdings overath jederzeit zugetraut.


Aber insbesondere bei Spinner muss so eine dämliche Aussage nicht überraschen. Spinner war früher ein Big Boss in der Wirtschaft teilweise sogar für die Region Asien zuständig. Alle großen Unternehmen (und die Politik) schauen in China weg, einfach weil alle ein Stückchen vom Kuchen stinkenden Fisch ab haben wollen. Und viele suchen für sich selbst eine Erklärung, wieso sie bei den Misständen einfach die Augen zumachen.
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facepalm

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Re: Der FC und China
« Antwort #82 am: Freitag, 04.Aug.2017, 14:30:22 »

Aber insbesondere bei Spinner muss so eine dämliche Aussage nicht überraschen. Spinner war früher ein Big Boss in der Wirtschaft teilweise sogar für die Region Asien zuständig. Alle großen Unternehmen (und die Politik) schauen in China weg, einfach weil alle ein Stückchen vom Kuchen stinkenden Fisch ab haben wollen. Und viele suchen für sich selbst eine Erklärung, wieso sie bei den Misständen einfach die Augen zumachen.

okay, das kann sein, ist aber natürlich keine entschuldigung für nichts. spinner ist nun kein wirtschaftsmagnat mehr, sondern vorstand eines mitgliederorientierten vereins der sich auf die fahne geschrieben hat spürbar anders durch die welt zu gehen. aber wer weiß, vielleicht wird auch hier im hinterzimmer große weltpolitik gemacht und nur nach aussen wird der verständige für menschenrechtsverletzungen gegeben, analog zur weitergabe der dfb-strafen.

facepalm

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Re: Der FC und China
« Antwort #83 am: Freitag, 04.Aug.2017, 14:37:26 »
"wandel durch annäherung"

mal abgesehen davon, dass der westen halt nicht sehr viele gute argumente dafür hat, global als lehrmeister in sachen menschenrechte aufzutreten.

das ist korrekt, aber in unserer aufgeschlossenen zeit muss er sie auch nicht relativieren. und schon gar nicht muss er diejenigen die eine eigene meinung haben, als ahnungslose volltrottel dastehen lassen.

Offline weisweiler

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Re: Der FC und China
« Antwort #84 am: Freitag, 04.Aug.2017, 14:44:37 »
Mal ganz ab von der fraglos idiotischen weil gesellschaftspolitisch völlig unreflektierten Aussage Spinners: was wollen wir mit einer strategischen Partnerschaft, wenn wir nichtmal das bisher vorhandene Geld sinnvoll ausgegeben bekommen?
Bin nur aus Spaß hier!

Offline Orneo

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Re: Der FC und China
« Antwort #85 am: Freitag, 04.Aug.2017, 14:56:06 »
Man sollte sich daran erinnern, dass Spinner im DFB-Vorstand sitzt, sowie Wehrle in der DFL-Kommission für Internationalisierung. Ein ideologischer Alleingang als Verein ist da überhaupt nicht mehr drin (auch wenn man die Vorreiterrolle sehr bereitwillig angenommen hat!), und das arrogante Abkanzeln erinnert rein zufällig stark an Grindels jüngste Aussagen zur Kritik an der China-Regionalliga-Geschichte.

Mit realistischem Blick ist es nur zu verständlich, dass Spinner gegenüber China nicht als kritisch auffallen möchte. Das könnte er genauso, wenn er zu derartigen Fragen nichts sagen würde, der Versuch die Kritik infrage zu stellen ist reichlich daneben.

Ist es übrigens zu ketzerisch, wenn ich mich an die jüngere Diskussion Poldi-Türkei erinnert fühle? ;)

Offline Cikaione

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Re: Der FC und China
« Antwort #86 am: Freitag, 04.Aug.2017, 14:58:32 »
Wer ein Smartphone, Notebook, Laptop, Smart-TV, Tablet besitzt kann doch getrost die Klappe halten denn er unterstützt damit wissentlich als Konsument China und die dortigen Arbeitspraktiken und möge sich bitte hier nicht als Weltverbesserer und Moralapostel hinstellen.

Online Cinnamon

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Re: Der FC und China
« Antwort #87 am: Freitag, 04.Aug.2017, 15:02:08 »
Man sollte sich daran erinnern, dass Spinner im DFB-Vorstand sitzt, sowie Wehrle in der DFL-Kommission für Internationalisierung. Ein ideologischer Alleingang als Verein ist da überhaupt nicht mehr drin (auch wenn man die Vorreiterrolle sehr bereitwillig angenommen hat!), und das arrogante Abkanzeln erinnert rein zufällig stark an Grindels jüngste Aussagen zur Kritik an der China-Regionalliga-Geschichte.

Mit realistischem Blick ist es nur zu verständlich, dass Spinner gegenüber China nicht als kritisch auffallen möchte. Das könnte er genauso, wenn er zu derartigen Fragen nichts sagen würde, der Versuch die Kritik infrage zu stellen ist reichlich daneben.

Ist es übrigens zu ketzerisch, wenn ich mich an die jüngere Diskussion Poldi-Türkei erinnert fühle? ;)

Es geht ja nicht um die China-Reise an sich, schließlich gab es ja auch hier keine Entrüstungswellen als diese bekannt wurde. Das Spinner allerdings Menschenrechtsverletzungen relativiert und im gleichen Zug jeden der diese Anprangert als unwissenden Penner darstellt ist einfach ein Ding der Unmöglichkeit. Bei mir hat er dadurch eine Menge Kredit verspielt und eigentlich will ich so jemanden nicht an der Spitze unseres Vereins sehen, Verdienste hin oder her.
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Re: Der FC und China
« Antwort #88 am: Freitag, 04.Aug.2017, 15:13:20 »
Man sollte sich daran erinnern, dass Spinner im DFB-Vorstand sitzt, sowie Wehrle in der DFL-Kommission für Internationalisierung. Ein ideologischer Alleingang als Verein ist da überhaupt nicht mehr drin (auch wenn man die Vorreiterrolle sehr bereitwillig angenommen hat!), und das arrogante Abkanzeln erinnert rein zufällig stark an Grindels jüngste Aussagen zur Kritik an der China-Regionalliga-Geschichte.

Mit realistischem Blick ist es nur zu verständlich, dass Spinner gegenüber China nicht als kritisch auffallen möchte. Das könnte er genauso, wenn er zu derartigen Fragen nichts sagen würde, der Versuch die Kritik infrage zu stellen ist reichlich daneben.

Ist es übrigens zu ketzerisch, wenn ich mich an die jüngere Diskussion Poldi-Türkei erinnert fühle? ;)


Dann soll er seinen Posten beim FC räumen! Ich hab die Schnauze voll von Spinner. Erst die Sache mit Hoffenheim, dann RBL, wo der Verein sich über die Fan-Meinung hinwegsetzt, und jetzt das mit China! Ich will das nicht. Der FC positioniert sich zu nichts mehr und ist genauso weichgespült wie das ganze DFB-Organ an sich!

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Re: Der FC und China
« Antwort #89 am: Freitag, 04.Aug.2017, 15:20:28 »
Wer ein Smartphone, Notebook, Laptop, Smart-TV, Tablet besitzt kann doch getrost die Klappe halten denn er unterstützt damit wissentlich als Konsument China und die dortigen Arbeitspraktiken und möge sich bitte hier nicht als Weltverbesserer und Moralapostel hinstellen.

Da ich tagtäglich mit China arbeite und auch einige Besuche dort gemacht habe, u.a. in produzierenden Fabriken, sehe ich das Thema "Arbeitsbedingungen" etwas differenzierter. Zumindest an den Küstenregionen um Hong Kong herum, als auch in der Shanghai-Area gelten inzwischen flächendeckende Sozialstandards. Da hat sich in den letzten 10 Jahre enorm viel zum "Guten" für die Arbeitnehmer gewendet. Viele Betriebe sind BSCI oder Sedex zertifiziert, haben geregelte Arbeitszeiten, Überstundenregelungen, Alters- und Krankenvorsorge. Zu den Arbeitsbedingungen, die sind im Vergleich zu Indien, wo ich auch mal in den "Genuss" kam mir Fabriken anschauen zu dürfen, auf deutlichst besserem Niveau. Anders mag es hingegen aussehen, wenn man ins Landesinnere geht, dort ist Ware grundsätzlich günstiger, was natürlich mit qualitativ schlechteren Rohstoffen zu tun haben kann, aber auch mit schlechterer Bezahlung und sozialer Absicherung. In den kommenden Jahrzehnten wird sich viel nach Vietnam und Bangladesh (Textil ist da schon extrem ausgeprägt, aber auch andere Waren zukünftig) verlagern, um den steigenden Chinapreisen aus dem Weg zu gehen.

Die chinesiche Regierung und das System sind selbstverständlich nicht in erster Linie auf maximales Wohlergehen der Bevölkerung aus, sondern auf maximalen Gewinn durch die heimische Wirtschaft. Kapitalistischer geht es eigentlich gar nicht mehr, auch wenn man es anders betiteln mag. Menschen die aus der Reihe tanzen werden entsprechend "behandelt". Da gibt es auch nichts zu relativieren, oder zu beschönigen, das haben unabhängige Berichterstatter und investigative Journalisten ausreichend belegen können.
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