Autor Thema: Hannover 96  (Gelesen 95425 mal)

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Online mutierterGeißbock

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Re: Hannover 96
« Antwort #1050 am: Mittwoch, 05.Feb.2020, 10:46:58 »
Ich habe schon einige Drecksfirmen als Kunde gehabt, in Sachen Korruption macht VW keiner was vor. Ich bin damals als Speditieur von jedem schmerbäuchigem Pförtner so dermaßen dreist zur Kasse gebeten worden, das war unfassbar. Einer hat mir ein Prospekt mit Marmorfliesen für sein Haus im Tessin(!!!) vorgelegt. Als ich ihm bedeutete, das könne er sich anal einführen, hat der 14 LKW mal eben drei Tage nicht abladen lassen.
Du hättest ja auch mal ein bisschen netter sein können.

Offline Renato

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Re: Hannover 96
« Antwort #1051 am: Mittwoch, 05.Feb.2020, 11:02:20 »
Du hättest ja auch mal ein bisschen netter sein können.

Diese Drecksäcke, die meistens noch im Betriebsrat waren, haben mit ihren endlosen Zulagen schon regulär mehr als ich verdient.
"Schau auf das Türschild, wenn Du rausgehst."

Mourinho zu Pogba.

Offline KHHeddergott

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Re: Hannover 96
« Antwort #1052 am: Mittwoch, 05.Feb.2020, 11:07:12 »
:oezil: :D

Irgendwie hoffe ich, dass Du das erfindest. Ich fürchte jedoch, dass selbst Deine Kreativität nicht dafür ausreicht, Dir so etwas mal eben einfallen zu lassen.

Kann ich ein Stück weit bestätigen. Während des Studiums verdingte ich mich bekanntlicher Weise ja auch unter anderem als Fahrer eines Subunternehmers der alten DHL (Worldwide Express). In guten Tagen fuhr ich Flughafen-shuttle, an schlechten noch zusätzlich an die weit verstreuten Stationen. Und da die grundsätzlich alle immer mit ausschliesslich größenwahnsinnigen Verlieren besetzt waren, gab es oft das Angebot, ein Zubrot zum Zubrot zu verdienen, indem man die allereiligsten Sendungen gleich noch selber ausfuhr*.
In nahezu allen Fällen reichte der provisorische "Lassen Sie mich durch, ich habe wichtige Dokumente aus Shanghai für die Geschäftsleitung"-Ausweis, um allen Bedenkenträgern auf dem Weg zur Abgabestelle Beine zu machen. Einzige Ausnahme: Audi in Neckarsulm. Spätestens wenn dann der Brötchenwagen auch noch vorgezogen wurde, konnte man sich sicher sein, daß all die anderen, die nach einem kamen, aber vor einem eingelassen wurden, kaum noch wichtigere Fracht als man selbst an Bord hatten.
 
Auf Nachfrage in der Station bekam ich dann zu hören "Die wollet halt Geld da an dr Pforte, des hemmer abber ned."

*zugegeben, das war schon auch ein bisserl cool, man fühlte sich wie so ein Bote in New York, der die allerwichtigsten Druckfahnen, überlebenswichtige Medikamente, investigative Dokumente oder, sehr viel wahrscheinlicher, 10gr Koks lässig mit dem Fahrrad auf dem Rücken im 79.Stock ausliefert. Daß man aus einem ranzigen Transit ausstieg, konnte man (oder zumindest ich) ganz gut ausblenden.
Aller Illusionen und des Selbstbetruges beraubt wurde ich allerdings an dem Tag, als ich ein 24h-Paket aus dem hintersten Winkel Chinas in ein tristes Mittelklassewohngebiet in der Peripherie von Stuttgart ausliefern durfte, Inhalt ein 20-Pfennig-Beachtennis-Set, Schläger aus Hartplastik, Schaumball bereits im fortgeschrittenen Stadium des Verfalls. Zurück in der Filiale kam ich bei der Berechnung für den Transport auf 290 DM.
Bekanntlich sollte man alles im Leben einmal ausprobieren, außer Inzest und Volkstanz.
Stephen Fry

Offline Humorkritik

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Re: Hannover 96
« Antwort #1053 am: Mittwoch, 05.Feb.2020, 12:43:01 »
Kann ich ein Stück weit bestätigen. Während des Studiums verdingte ich mich bekanntlicher Weise ja auch unter anderem als Fahrer eines Subunternehmers der alten DHL (Worldwide Express). In guten Tagen fuhr ich Flughafen-shuttle, an schlechten noch zusätzlich an die weit verstreuten Stationen. Und da die grundsätzlich alle immer mit ausschliesslich größenwahnsinnigen Verlieren besetzt waren, gab es oft das Angebot, ein Zubrot zum Zubrot zu verdienen, indem man die allereiligsten Sendungen gleich noch selber ausfuhr*.
In nahezu allen Fällen reichte der provisorische "Lassen Sie mich durch, ich habe wichtige Dokumente aus Shanghai für die Geschäftsleitung"-Ausweis, um allen Bedenkenträgern auf dem Weg zur Abgabestelle Beine zu machen. Einzige Ausnahme: Audi in Neckarsulm. Spätestens wenn dann der Brötchenwagen auch noch vorgezogen wurde, konnte man sich sicher sein, daß all die anderen, die nach einem kamen, aber vor einem eingelassen wurden, kaum noch wichtigere Fracht als man selbst an Bord hatten.
 
Auf Nachfrage in der Station bekam ich dann zu hören "Die wollet halt Geld da an dr Pforte, des hemmer abber ned."

*zugegeben, das war schon auch ein bisserl cool, man fühlte sich wie so ein Bote in New York, der die allerwichtigsten Druckfahnen, überlebenswichtige Medikamente, investigative Dokumente oder, sehr viel wahrscheinlicher, 10gr Koks lässig mit dem Fahrrad auf dem Rücken im 79.Stock ausliefert. Daß man aus einem ranzigen Transit ausstieg, konnte man (oder zumindest ich) ganz gut ausblenden.
Aller Illusionen und des Selbstbetruges beraubt wurde ich allerdings an dem Tag, als ich ein 24h-Paket aus dem hintersten Winkel Chinas in ein tristes Mittelklassewohngebiet in der Peripherie von Stuttgart ausliefern durfte, Inhalt ein 20-Pfennig-Beachtennis-Set, Schläger aus Hartplastik, Schaumball bereits im fortgeschrittenen Stadium des Verfalls. Zurück in der Filiale kam ich bei der Berechnung für den Transport auf 290 DM.
Wie gut, dass ich nur auf'm Bau gejobbt hab...
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Offline I.Ronnie

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Re: Hannover 96
« Antwort #1054 am: Mittwoch, 05.Feb.2020, 13:16:10 »
Wie gut, dass ich nur auf'm Bau gejobbt hab...


Hoffnung
Da nich für!

Online Drahdiaweng

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Re: Hannover 96
« Antwort #1055 am: Mittwoch, 05.Feb.2020, 13:19:08 »
Kann ich ein Stück weit bestätigen. Während des Studiums verdingte ich mich bekanntlicher Weise ja auch unter anderem als Fahrer eines Subunternehmers der alten DHL (Worldwide Express). In guten Tagen fuhr ich Flughafen-shuttle, an schlechten noch zusätzlich an die weit verstreuten Stationen. Und da die grundsätzlich alle immer mit ausschliesslich größenwahnsinnigen Verlieren besetzt waren, gab es oft das Angebot, ein Zubrot zum Zubrot zu verdienen, indem man die allereiligsten Sendungen gleich noch selber ausfuhr*.
In nahezu allen Fällen reichte der provisorische "Lassen Sie mich durch, ich habe wichtige Dokumente aus Shanghai für die Geschäftsleitung"-Ausweis, um allen Bedenkenträgern auf dem Weg zur Abgabestelle Beine zu machen. Einzige Ausnahme: Audi in Neckarsulm. Spätestens wenn dann der Brötchenwagen auch noch vorgezogen wurde, konnte man sich sicher sein, daß all die anderen, die nach einem kamen, aber vor einem eingelassen wurden, kaum noch wichtigere Fracht als man selbst an Bord hatten.
 
Auf Nachfrage in der Station bekam ich dann zu hören "Die wollet halt Geld da an dr Pforte, des hemmer abber ned."

*zugegeben, das war schon auch ein bisserl cool, man fühlte sich wie so ein Bote in New York, der die allerwichtigsten Druckfahnen, überlebenswichtige Medikamente, investigative Dokumente oder, sehr viel wahrscheinlicher, 10gr Koks lässig mit dem Fahrrad auf dem Rücken im 79.Stock ausliefert. Daß man aus einem ranzigen Transit ausstieg, konnte man (oder zumindest ich) ganz gut ausblenden.
Aller Illusionen und des Selbstbetruges beraubt wurde ich allerdings an dem Tag, als ich ein 24h-Paket aus dem hintersten Winkel Chinas in ein tristes Mittelklassewohngebiet in der Peripherie von Stuttgart ausliefern durfte, Inhalt ein 20-Pfennig-Beachtennis-Set, Schläger aus Hartplastik, Schaumball bereits im fortgeschrittenen Stadium des Verfalls. Zurück in der Filiale kam ich bei der Berechnung für den Transport auf 290 DM.

Doug Heffergott.
EIN BISSCHEN MEHR RESPEKT, BITTE!!